Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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JahrhundertwerkTVÖD

Bei den vielen innenpolitischen Problemen und Diskussionen, wie auch den anstehenden Reformen (Kürzungen) in der Pflegeversicherung, PKV, Rente, sowie weitere Erhöhungen bzw Kürzungen der Sozialversicherungsbeiträgen, wird nicht wirklich mit Verbesserungen in den Tarifverhandlungen zu rechnen sein.

Daher noch einmal der Vorschlag.
Anpassung der Nettoeinkommen TVÖD an die Nettoverdienste der Beamten. Deren Alimentationsanspruch wurde ja gerichtlich geregelt und sollte doch auch den angestellten Kollegen zur Verfügung stehen.

willibald

Zitat von: Kryne in 23.09.2026 12:00Ein Ingenieur mit E10 oder E11 ist grundsätzlich unterbezahlt auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

Kein Ingenieur fängt heute nach dem Uni Abschluss noch auf einer 10/1 Stelle an. Da lacht sich der Absolvent kaputt. Und in einer Kommunalverwaltung auf eine 12/6 zu kommen, was schon eher in Richtung Ingenieurs Gehalt geht, dauert ewig und 3 Tage.

Der Ingenieur auf einer EG10 oder EG11 würde in der Privatwirtschaft vermutlich 10-20% mehr verdienen und hätte in den meisten Fällen dazu noch einen Firmenwagen mit Tankkarte zur privaten Nutzung.
Okay, das sich aktuell der Wind gerade auf diesem Arbeitsmarkt in D gravierend ändert, hast Du vielleicht noch nicht mitbekommen. ich habe alleine 2 Ingenieure in der Familie, und die wechseln gerade regelmäßig den Wohnort, um überhaupt noch einen Job zu finden (und von einer davon weiß ich, dass sie mit der Bestnote abgeschlossen hat vor ca. 3 Jahren).
So mancher Ingenieur wird in dem Land der Insolvenzen froh sein, überhaupt einen Job zu haben. So werden gerade große Konstruktionsabteilungen nach China verlegt. Einfach weil man daran noch viel sparen kann, und der Sektor auch stark von AI betroffen sein wird. Die Zeiten, als die Absolventen bereits vor der "Unitür" abgefangen wurden, sind definitiv vorbei.

KurzeFrage

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 24.09.2026 08:48Bei den vielen innenpolitischen Problemen und Diskussionen, wie auch den anstehenden Reformen (Kürzungen) in der Pflegeversicherung, PKV, Rente, sowie weitere Erhöhungen bzw Kürzungen der Sozialversicherungsbeiträgen, wird nicht wirklich mit Verbesserungen in den Tarifverhandlungen zu rechnen sein.

Daher noch einmal der Vorschlag.
Anpassung der Nettoeinkommen TVÖD an die Nettoverdienste der Beamten. Deren Alimentationsanspruch wurde ja gerichtlich geregelt und sollte doch auch den angestellten Kollegen zur Verfügung stehen.

Sehe ich genauso. Es sollte sich an den Beamten orientiert werden bei den Forderungen.

Petar T.

...die sich aber in nunmehr jahrzehntelanger Praxis genau umgekehrt an den Beschäftigten ausrichten. So wird das nichts, meine Freunde.

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: Petar T. in 24.09.2026 13:21...die sich aber in nunmehr jahrzehntelanger Praxis genau umgekehrt an den Beschäftigten ausrichten. So wird das nichts, meine Freunde.

Doch, genau deswegen!!!
Nun wurde doch gerichtlich entschieden dass deren Alimentation, welche sich jahrzehntelang an den Tarifverträgen ausrichtete, nicht ausreichend ist.
Wir reden von den Netto Gehälter.
Stellt euch alle darauf ein dass die Abzüge vom Bruttogehalt noch drastischer steigen werden.

KlammeKassen

Zitat von: AnonymousMA in 24.09.2026 07:30Wunschvorstellung für die Tarifrunde 2027:

Rückwirkend zum 01.01.2027 5% mehr Lohn in alle Entgeltgruppen.
Ab 2028 3,5% mehr Lohn in alle Entgeltgruppen.

JSZ auf 100% für alle anheben.

Einmalzahlung X Betrag als Entschädigung für ein paar vergangene "Nullrunden"

Laufzeit 24 Monate

Ich weiß dass das unrealistisch ist, aber immerhin mein Wunschvorstellung für die nächste Tarifrunde.


Wäre ich dabei  ;).

Aber leider sind die Kassen (mal wieder) klamm

KlammeKassen

Zitat von: Bubi11 in 24.09.2026 08:06Das würde sich toll anhören aber ich glaube wir sollen mit der hälfte deiner Forderung schon zufrieden sein. Mehr wirds nicht.

Grundsätzlich ja, aber 2,5 % würden nicht einmal die Inflation abdecken...
und die Rentenversicherung steigt 2028 mindestens um 1,4 %,vielleicht auch sogar über 2 % (falls Kapitaldeckung schon umgesetzt wird)

Bald bringen wir dann Geld mit, wenn wir zur Arbeit gehen.


zu beachten ist halt auch immer, dass insbesondere der Staat durch die hohe Inflation auch mehr Einnahmen hat..... aber ja, die will man natürlich nicht für die Angestellten hergeben...

KlammeKassen

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 24.09.2026 08:48Bei den vielen innenpolitischen Problemen und Diskussionen, wie auch den anstehenden Reformen (Kürzungen) in der Pflegeversicherung, PKV, Rente, sowie weitere Erhöhungen bzw Kürzungen der Sozialversicherungsbeiträgen, wird nicht wirklich mit Verbesserungen in den Tarifverhandlungen zu rechnen sein.

Daher noch einmal der Vorschlag.
Anpassung der Nettoeinkommen TVÖD an die Nettoverdienste der Beamten. Deren Alimentationsanspruch wurde ja gerichtlich geregelt und sollte doch auch den angestellten Kollegen zur Verfügung stehen.

Aufgrund der steigenden Sozialbeitrge wären das brutto richtig krasse Steigerungen  ;D

KlammeKassen

Zitat von: Petar T. in 24.09.2026 13:21...die sich aber in nunmehr jahrzehntelanger Praxis genau umgekehrt an den Beschäftigten ausrichten. So wird das nichts, meine Freunde.

+ ja nun noch mehr gekriegt haben, da ja offensichtlich nachweisbar die ANgestellten Erhöhungen zu gering waren (sonst würde es ja keine verfassungswidrigen Besoldungen geben....)

KlammeKassen

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 24.09.2026 13:30Doch, genau deswegen!!!
Nun wurde doch gerichtlich entschieden dass deren Alimentation, welche sich jahrzehntelang an den Tarifverträgen ausrichtete, nicht ausreichend ist.
Wir reden von den Netto Gehälter.
Stellt euch alle darauf ein dass die Abzüge vom Bruttogehalt noch drastischer steigen werden.

ja in 10 Jahren werden wir wohl etwa bei 50 % sein

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 19.09.2026 09:48Dass darf es nicht geben! Das sie nur noch überwiegend pkv machen wollen, dass ist vertragswidrig und gehört verboten. Ganz oder garnicht! Nur noch gegen Rechnung arbeiten ist ok, keiner muss KV Arzt sein.

Das Problem ist ein bestehendes System umzubauen. Ein Verbot der PKVen wird es nicht geben können.
Die BBG ins unendlich schrauben ist ja genau der eine Weg, der gegangen wird um der PKV das Wasser abzugraben.
Alle beamte in die GKV wäre sicherlich denkbar, aber da ist die Lobby sehr stark, der Antfang ist ja gemacht, dass man sich als Jungbeamter entscheiden kann, ob man sich wie SV Menschen versichert.
 Warten wir mal die Klage ab.
Aber träum weiter, dass das reicht.

Es müssen Reformen in in der Steuerarte her, die ESt ist da nebensächlich. Und es muss der Betrug wirksam bekämpft werden, aber man will ja nicht die Unternehmen vergraulen (komisch das da Selbst Italien sich besser aufstellt)
UI, gesuchte Straftäter bekommen Geld überwiesen? Einfach auf Barauszahlung umstellen, dann braucht die Polizei sich nur an die Kasse zu stellen, wenn die per Haftbefehl gesuchte Person sein Geld abholen will.

Gibt aber genug Ärzte, die fast nur noch PKV behandeln, leider verschließen ja nur alle die Augen davor. Aber letzten Montag hat Fritze Merz ja etwas gesagt "wenn die Leute augenscheinlich mit PKV viel schneller Termine bekommen und das unfair finden, müssen wir da vielleicht mal ran."
Welch Erkenntnis....

Und danach die Tage gab es mehrere Stellungnahmen dazu, dass es TATSÄCHLICH so ist, dassPKV-Patienten schneller Termine bekommen. Dass wird hier im Forum ja merkwürdigerweise auch noch von den PKVlern abgestritten, obwohl jeder GKVler das hier schon mitbekommen hat, dass einPKVLer schneller einen Termin bekommen hat

Schön, dass das Problem offenbar in der PKV angekommen ist. Wenn dann auch noch ankommen würde, dass viele Arbeitnehmer in der GKV teilweise (enorm) viel mehr blechen müssen ohne davon irgednwas zu haben (im Gegenteil: schlechter behandelt werden), könnte tatsächlich vielleicht mal eine sinnvolle Debatte eintreten.

So lange die PKV aber einkommensunabhängig ist, ist es doch sowieso Nonsense darüber zu reden, Kapitaleinkommen miteinzubringen... da wären PKVler dann auch schön befreit oder wie sollte das gehen?


Für die Lücke in 2027 würde es ziemlich genau reichen. Das kannst du gerne nachlesen. Es bleiben ggf. 1-2 Mrd als Lücke anstatt 14 Mrd. Ist eine enorme Zahl auf jeden Fall schonmal.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 19.09.2026 10:54Oder jeder GKVler kann sich eine PKV Zusatzversicherung gönnen um beim Arzt in den PKV Status zu kommen.
Zitatist natürlich für die GKVler, die 500 Euro bezahlen müssen, währemd der Kollege mit Altvertrag oder weil er BEamter ist, schön mit 250 Euro dabei ist. Da sieht man es natürlich gerne ein, noch extra für Zusatz zu bezahlen, damit man dann das Dreifache blecht für die gleiche Leistung...

Zitat von: MoinMoin in 19.09.2026 10:54Was ich immer so verwunderlich finde ist folgendes:
Ärzte sagen, sie wollen lieber PKVler behandeln, weil sie da mehr Geld bekommen pro Behandlung.
GKVler beklagen, dass die PKVler weniger zahlen und besser Leistung erhalten.

Wie kann das denn dann sein, dass pro Behandlung beim PKVler mehr Ausgaben bei der PKV sind, aber pro PKVler die Kasse weniger Einnahmen hat, ist da die Solidargemeinschaft der PKVler einfach gesünder? weniger verschwenderisch und gehen nicht wegen jeden schnuppen zum Arzt? Oder....

Geringverdiener werdern sich sicherlich nicht beschweren oder Leute, bei denen die Beiträge übernommen werden.
Da ja aber ständig davon gesprochen wird, die "Facharbeiter" nicht weiter zu belasten...

....

und dann kommt man mit einer STeuerreform, die nicht die kalte Progression ausgleicht und lässt ihnen kaum eine Chance in die PKV zu kommen. Viele von diesen krebsen ja irgendwo im Bereich 70 / 75 k rum und da zahlt man schön das MAximum in der GKV, kann aber nichtmal wechseln und sieht dann, dass die PKVler teilweise deutlich weniger zahlen und schnelle Termine bekommen. Um diese Gehaltsgruppen geht es primär.

Viel (und immer mehr) bezahlen für immer weniger Leistungen. BBG wird immer krasser angehoben, Zusatzbeiträge auch.

KlammeKassen

Zitat von: willibald in 24.09.2026 12:44Okay, das sich aktuell der Wind gerade auf diesem Arbeitsmarkt in D gravierend ändert, hast Du vielleicht noch nicht mitbekommen. ich habe alleine 2 Ingenieure in der Familie, und die wechseln gerade regelmäßig den Wohnort, um überhaupt noch einen Job zu finden (und von einer davon weiß ich, dass sie mit der Bestnote abgeschlossen hat vor ca. 3 Jahren).
So mancher Ingenieur wird in dem Land der Insolvenzen froh sein, überhaupt einen Job zu haben. So werden gerade große Konstruktionsabteilungen nach China verlegt. Einfach weil man daran noch viel sparen kann, und der Sektor auch stark von AI betroffen sein wird. Die Zeiten, als die Absolventen bereits vor der "Unitür" abgefangen wurden, sind definitiv vorbei.

Korrekt.
Es ist nicht jeder BWLer im öD überbezahlt und auch nicht jeder Ingenieur/ITler im öD unterbezahlt.

Gerade EG11 / EG12 Stufe 6 sind durchaus Gehälter, die es nicht überall in der PW gibt. Natürlich gibt es aber auch Unternehmen, die besser bezahlen. Aber so schlecht ist es auch nicht.

Und da zurzeit viele Jobs (eben neuerdings auch nicht mehr für Fachkräfte und Akademiker) nicht mehr sicher sind, wird der öD tatsächlich teilweise wieder interessanter.

Dennoch gibt es noch einen gewissen Nachholbedarf. Aber dass JEDES UNTERNEHMEN IN DER PW BESSER BEZAHLT ist Nonsense

Bubi11

Zitat von: KlammeKassen in Heute um 14:12Grundsätzlich ja, aber 2,5 % würden nicht einmal die Inflation abdecken...
und die Rentenversicherung steigt 2028 mindestens um 1,4 %,vielleicht auch sogar über 2 % (falls Kapitaldeckung schon umgesetzt wird)

Bald bringen wir dann Geld mit, wenn wir zur Arbeit gehen.


zu beachten ist halt auch immer, dass insbesondere der Staat durch die hohe Inflation auch mehr Einnahmen hat..... aber ja, die will man natürlich nicht für die Angestellten hergeben...

Wann haben wir zuletzt die Inflation als Lohnerhöhung bekommen? Also abzgl. der ganzen Nullrunden.