Einstellungsuntersuchung Öffentlicher Dienst

Begonnen von Nele Neumann, Heute um 11:33

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Nele Neumann

Hallo zusammen,

ich habe einen befristeten Vertrag bei einer Bezirksregierung in NRW. Aller Voraussicht nach soll ich entfristet werden. Das hat man mir schon mitgeteilt. Mein Vertrag läuft noch einige Monate. Es ist aber Standard, dass man eine Einstellungsuntersuchung beim Amtsarzt absolvieren muss. Ich mache mir nun erhebliche Sorgen. Hintergrund ist, dass ich seit 10 Jahren in Psychotherapie bin. Die Diagnose Depression steht auch im Raum. Die Therapie soll bald beendet werden. Auslöser waren traumatische Erfahrungen wie eine schwere Krankheit und Tod eines Elternteils, Verlust einer weiteren geliebten Person. Mein Therapeut erklärte mir, dass das alles nachvollziehbare Reaktionen auf äußere Umstände waren. Antidepressiva oder andere Medikamente habe ich nie eingenommen - nur eine reine Gesprächstherapie gemacht. Frage ist nun, hat jemand hier Erfahrungswerte?
Ich muss ja vom örtlichen Gesundheitsamt vorher einen Anamnesebogen ausfüllen. Da wird aller Wahrscheinlichkeit nach psychischen Leiden gefragt. Bei manchen Bögen wird  auch nach einer schweren Erkrankung naher Angehöriger wie Eltern gefragt. Das müsste ich dann auch angeben, oder? Ich finde diese Fragen für eine Entfristung im ÖD befremdlich, ich will mich ja nicht verbeamten lassen. Ich lese aber unterschiedliche Dinge dazu. Ein Anwalt erklärte mir, ich muss nur Dinge angeben, die arbeitsplatzrelevant sind. Leider komme ich auch nicht vorher an den Bogen vom Gesundheitsamt. Wie schätzt ihr die Lage ein? Ich war bisher nur 2 Tage wegen eines grippalen Infekts krank und mache meinen Job wirklich gut.  Spielen diese Dinge wirklich eine so große Rolle, wie streng ist die Einstellungsuntersuchung für Tarifbeschäftigte. An wen sollte ich mich am besten wenden? Ich danke euch, wenn ihr bis hier gelesen habt und mir helfen könnt  :)