Bisex oder Unisex Tarif

Begonnen von Zauberberg, 06.11.2025 13:35

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AR76

Zitat von: egonkrenz in 04.10.2026 17:53mein berater sagte mir vor 2 Wochen: saftige Erhöhung der Bisextarife. Leichte Erhöhung beim Unisex.
Hintergrund: die Versicherten sollen den bisex verlassen und in den unisex wechseln
Ganz so einfach ist es nicht. Es darf ja nur erhöht werden, wenn eine bestimmte Schwelle (Prozente) überschritten wurde. Und Bisex steigen schneller, da keine jungen Menschen mehr dazu kommen. Und ältere Menschen oft höhere Kosten verursachen. Habe daher auch gewechselt. Bei jeder Erhöhung wurde der Abstand zwischen den Tarifen geringer, jetzt ist der Bisex teurer.

Helli04

Ihr werdet sehen: ,,Saftig" erhöht werden zum 1.1. nur die neuen Tarife.
Dass die PKV einen Tarif mit Absicht erhöht, um Kunden in einen neuen Tarif zu zwingen ist unmöglich und das zu glauben zeugt von keiner/wenig Ahnung der Materie.
Auch dass bei den alten Verträgen niemand mehr hinzu kommt spielt nicht die Rolle, da die Versicherung, die ich 1985 abgeschlossen wurde damals schon durchkaluliert wurde inklusive aller Altersrückstellungen.
Mein Debeka-Berater und mit dem bin ich auch inzwischen befreundet sagt sogar, niemand, nicht mal die Debeka wüsste wie sich die alten und die neuen Tarife im Verhältnis entwickeln.
Nicht vergessen darf man auch, dass sich in den neuen Tarifen über Öffnungsklauseln deutlich mehr sehr schlechte Risiken für eine KV tummeln als in den alten Tarifen.

Panel1

Zitat von: Helli04 in 05.10.2026 17:16Ihr werdet sehen: ,,Saftig" erhöht werden zum 1.1. nur die neuen Tarife.
Dass die PKV einen Tarif mit Absicht erhöht, um Kunden in einen neuen Tarif zu zwingen ist unmöglich und das zu glauben zeugt von keiner/wenig Ahnung der Materie.
Auch dass bei den alten Verträgen niemand mehr hinzu kommt spielt nicht die Rolle, da die Versicherung, die ich 1985 abgeschlossen wurde damals schon durchkaluliert wurde inklusive aller Altersrückstellungen.
Mein Debeka-Berater und mit dem bin ich auch inzwischen befreundet sagt sogar, niemand, nicht mal die Debeka wüsste wie sich die alten und die neuen Tarife im Verhältnis entwickeln.
Nicht vergessen darf man auch, dass sich in den neuen Tarifen über Öffnungsklauseln deutlich mehr sehr schlechte Risiken für eine KV tummeln als in den alten Tarifen.

Absichtliche Erhöhung sind natürlich nicht möglich.

Allerdings ist es eben nicht so, dass es egal wäre welche Altersstruktur der Tarif aufweist.

Ich habe mich lange mit der Thematik auseinander gesetzt. So wie es aus "PKV-Kreisen" immer propagiert wird, im Sinne von "jeder spart für sich selbst oder jede Kohorte für sich selbst" ist es nicht.

Ich finde grade das Beispiel geschlossener Bisex und offener Unisex zeigt es ja nur zu gut. Der Neue, mit teils besseren Leistungen, wird für immer mehr Leute günstiger als ihr alter Tarif. Vorausgesetzt man besteht die Gesundheitsprüfung.

Als Grund habe ich folgendes gefunden.

Eine Beitragsanpassung wird prozentual auf den gesamten Tarif angewendet – und trifft damit Jüngere wie Ältere innerhalb desselben Tarifs exakt gleichermaßen.
�Die Versicherung darf bei einer Beitragserhöhung in einem Tarif nicht sagen: "Die 60-Jährigen haben dieses Jahr teure Behandlungen verursacht, deshalb erhöhen wir nur deren Beitrag um 15 % und die 30-Jährigen im selben zahlen nichts extra."
�Das Verteilungsprinzip funktioniert wie folgt:

1. Alle im selben Tarif zahlen denselben Prozentsatz

�Wenn die Gesamtausgaben im Tarif die gesetzliche Schwelle überschreiten (z. B. um 10 %), berechnen die Aktuare eine Anpassung für den gesamten Tarif.
�Ergibt die Nachkalkulation ein Plus von 12 %, steigt der Beitrag für das 30-jährige Mitglied um 12 % und für das 60-jährige Mitglied genauso um 12 %.
�Die Ausgaben der älteren Versicherten ziehen die Beiträge der jüngeren Versicherten im selben geschlossenen Tarif also direkt mit nach oben.

Jetzt ist es natürlich so, dass der Grundbeitrag eines 30 jährigen natürlich geringer ist. Die Steigerung daher absolut gesehen geringer ausfällt.

Wäre man also in einem Tarif mit lauter 30 jährigen - nur als Beispiel - wären kaum Behandlungsfälle da und somit keine höheren Leistungsausgaben - die wie geschrieben auf ALLE Mitglieder mit dem gleichen Prozentsatz umgelegt werden müssten.

Früher dachte ich jede Kohorte zahlt ihren Teil. Lt. meinen Recherchen ist das aber nicht so.

Somit ist für mich auch klar, dass geschlossene Tarife aufgrund der fehlenden neuen jungen Köpfe teuer werden müssen.


wizzard

Zitat von: Helli04 in 05.10.2026 17:16Ihr werdet sehen: ,,Saftig" erhöht werden zum 1.1. nur die neuen Tarife.

Ich würde im Unisex nächstes Jahr 5€/monatlich weniger zahlen als im Bisex

egonkrenz

Zitat von: Helli04 in 05.10.2026 17:16Ihr werdet sehen: ,,Saftig" erhöht werden zum 1.1. nur die neuen Tarife.
Dass die PKV einen Tarif mit Absicht erhöht, um Kunden in einen neuen Tarif zu zwingen ist unmöglich und das zu glauben zeugt von keiner/wenig Ahnung der Materie.
Auch dass bei den alten Verträgen niemand mehr hinzu kommt spielt nicht die Rolle, da die Versicherung, die ich 1985 abgeschlossen wurde damals schon durchkaluliert wurde inklusive aller Altersrückstellungen.
Mein Debeka-Berater und mit dem bin ich auch inzwischen befreundet sagt sogar, niemand, nicht mal die Debeka wüsste wie sich die alten und die neuen Tarife im Verhältnis entwickeln.
Nicht vergessen darf man auch, dass sich in den neuen Tarifen über Öffnungsklauseln deutlich mehr sehr schlechte Risiken für eine KV tummeln als in den alten Tarifen.


mein debekaberater erzählt genau das gegenteil. ich glaube ihm, weil es sinn macht, wenn er sagt, dass die leute aus dem bisex raus und in den unisex reinsollen. in ein paar wochen wissen wir ja, wer recht hat