Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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Muckel

Zitat von: KaiHavaii in 27.10.2026 08:46Mein Wunsch für die nächste Tarifrunde:

... und Zulassung für Altersvorsorgedepot...


Das Altersvorsorgedepot ist eine rein private Altersvorsorge, da hat der Arbeitgeber keinerlei Mitsprache- oder gar Verbotsrecht, ob Du diese Art der Vorsorge in Anspruch nehmen möchtest. Das hat überhaupt nichts mit Tarifrecht zu tun.

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: D-x in 27.10.2026 15:54Die Frage, nicht auf verdi bezogen, aber als Problem dargestellt, geistert hier doch schon seit mehreren Seiten rum, gerne von KlammeKassen aufgegriffen. Bedingt durch die unterschiedlichen Systeme (Geld für (Arbeits-)Zeit vs. lebenslange Alimentation der Familie für Dienst und Treue) hat, so glaube ich, keine der Tarifvertragsparteien damit ein Problem oder plant Änderungen/Angleichungen, oder war soetwas bisher zu hören.

Da die Untergrenze durch das BVerfG vorgegeben wird müssten massive Erhöhungen bei den Beschäftigten die Folge sein, da man sie rechtlich nicht anders stellen und so bei gleichem Brutto mehr Netto generieren kann. Diese massiven Erhöhungen sehe ich nichtmal abstrakt oder in weiter Ferne, sondern schlicht gar nicht.

Ich zitiere Verdi:
"Deine Besoldung richtet sich nach dem Tarifergebnis der Tarifbeschäftigten. Die Mitglieder der Gewerkschaft ver.di erstreiken mit viel Engagement gute Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst. Diese werden dann in der Regel auf die Beamtinnen und Beamten übertragen, dafür setzt sich ver.di ein. ver.di ist somit eine richtige Gewerkschaft, welche sich aktiv für eine Erhöhung des Entgeltes der Tarifbeschäftigten und der Besoldung für die Beamtinnen und Beamten einsetzt und diese auch durch einen Streik durchsetzt. Wenn du dich als Beamtin oder Beamter in der Tarifrunde der Tarifbeschäftigten engagierst, wird deine Besoldung am Ende höher ausfallen."

In mehreren Publikationen wird darauf hingewiesen dass Verdi als Einheitsgewerkschaft, explizit einen statusübergreifenden Ansatz verfolgt um der strukturellen Spaltung der Belegschaften im öffentlichen Dienst entgegenzuwirken.

Daher ist die erneute Frage, wie gedenkt Verdi seiner Aufgabe gerecht zu werden und dafür zu sorgen, dass die Nettobezüge der Angestellten nicht so extrem schlechter werden im Vergleich zu den verbeamteten Kollegen?
Es soll doch einer Spaltung der Belegschaft entgegengewirkt werden.

D-x

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in Gestern um 11:49In mehreren Publikationen wird darauf hingewiesen dass Verdi als Einheitsgewerkschaft, explizit einen statusübergreifenden Ansatz verfolgt um der strukturellen Spaltung der Belegschaften im öffentlichen Dienst entgegenzuwirken.

Daher ist die erneute Frage, wie gedenkt Verdi seiner Aufgabe gerecht zu werden und dafür zu sorgen, dass die Nettobezüge der Angestellten nicht so extrem schlechter werden im Vergleich zu den verbeamteten Kollegen?
Es soll doch einer Spaltung der Belegschaft entgegengewirkt werden.

Sehr spannend, da ich mich nicht im Ansatz von verdi vertreten fühlte, steht eine Mitgliedschaft meinerseits dort nicht zur Debatte. Diese Äußerungen bzw. Publikationen kenne ich daher nicht.

Was genau das bedeuten soll erschließt sich mir nur bedingt. Eine Art Werbebotschaft in Richtung der Beamten, dass sie indirekt auch vertreten werden durch die Übertragung der Ergebnisse? So erscheint es recht wahrscheinlich. An die Gegenrichtung hat vermutlich niemand gedacht, oder wie lesen sich die Passagen der Publikationen bzgl. Anti-Spaltung?

Die Frage wäre, ob die von Dir genannte Frage bei verdi tatsächlich präsent ist, das ließe sich zum Beispiel durch eine Nachfrage bei entsprechenden Gewerkschaftsvertretern klären. Wobei selbst wenn das das Ziel verdis sein sollte, steht die Erreichbarkeit auf einem anderen Blatt, zu einem Tarifvertrag bzw. Entgelttabellen gehören ja mehr als eine Partei, und dafür, dass die andere dieses Ziel verfolgt gibt es keine mir bekannten Anhaltspunkte.

Aleksandra

ich wundere mich über einige "Wunschvorstellungen" hier im Thread. Die Inflationsprognosen in diesem und nächstem Jahr gehen eher so in Richtung 3,5%. Wie kann es da sein, dass sich manche 2,5% bis 3% wünschen?

Eine 3,x% pa Erhöhung stellt sich für mich als das absolute Minimum heraus. Glatte 3% wären wahrscheinlich wieder einmal ein erneuter Reallohnverlust.

Wünschen würde ich mir daher eher sowas wie 5%. Aber es dürfte klar, sein, dass dieser Wunsch nicht Realität wird. Aber es ist klar, dass alles unter 3%+ ein absolutes Desaster wäre.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%