Tarifrunde TV-L 2025 - Neuigkeiten

Begonnen von Admin, 15.11.2025 17:28

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Admin

bitte in diesen Thread nur Neuigkeiten zur Tarifrunde TV-L ohne jegliche Kommentierung und ohne Spekulationen!

Moderatoren: bitte alles andere kommentarlos sofort entfernen!

LehrerBW

,,Lineare Erhöhung steht im Vordergrund"
Im Interview mit der Rheinpfalz spricht dbb-Chef Geyer über die anstehende Einkommensrunde mit den Ländern und kritisiert die bayerische Landesregierung scharf.

https://www.dbb.de/artikel/lineare-erhoehung-steht-im-vordergrund.html


LehrerBW


TestUser1337

Quelle: https://www.dbb.de/artikel/arbeitgeber-staat-muss-attraktiver-werden-und-besser-bezahlen.html

Die Kernforderungen:

1. Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
2. Erhöhung aller Zeitzuschläge in § 8 Abs. 1 TV-L um 20 Prozentpunkte
3. Laufzeit 12 Monate

Admin

Die aktuelle Seite zur Tarifrunde TV-L 2025 ist nun aktiv:
  https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2025/

Admin

Wir haben zwei Vergleiche der Jahresentgelte TV-L zu TVöD (unter Berücksichtigung der Jahressonderzahlungen) erstellt.
Tabelle 1 sind die Entgeltwerte vor den Tarifrunden TV-L und TVöD 2025, Tabelle 2 ein Vergleich TV-L heute mit TVöD 2026 nach beiden Entgelterhöhungen. Tabelle 2 zeigt damit den "Rückstand" des TV-L den es im Rahmen der beginnenden Tarifrunde TV-L aufzuholen gilt.

https://oeffentlicher-dienst.info/tv-l/tr/2025/vergleich-tvl-tvoed.html

Diskussion darüber bitte nur in der Diskussions-Gruppe.

Rowhin

Wenig überraschend ging die erste Verhandlungsrunde ohne Ergebnis zu Ende. Die AG Seite hat kein Angebot vorgelegt.

Statement ver.di:

ZitatWeit liegen die Auffassungen zum Start der Tarifverhandlungen für die rund 2,2 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder auseinander: Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als Vertretung der Arbeitgeber in den Landesfinanzministerien außer Hessen tritt mit erwartungsgemäß zugeknöpften Taschen zum Verhandlungsauftakt an.

Dem entsprechend wurde auch kein Angebot vorgelegt, sondern hat die TdL vielmehr schrumpfende finanzielle Spielräume beklagt, diese resultierten zum Beispiel aus dem Handlungsbedarf bei der Beamtenbesoldung, der sich aus der aktuellen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ergäbe. Auch steigende Steuereinnahmen seien bereits für bundespolitische Konjunkturpakete verplant.

Statement dbb:

ZitatDie Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder 7 Prozent höhere Einkommen, mindestens 300 Euro sowie weitere Verbesserungen. Doch beim Verhandlungsauftakt am 3. Dezember 2025 war die TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder) kaum sprechfähig. ,,So absehbar es war, so ärgerlich ist es trotzdem, dass sich die TdL als Tarifpartner präsentiert hat, der keinen Plan hat, kein Angebot macht und kein konstruktives Ziel verfolgt", kritisierte dbb-Chef Volker Geyer im Anschluss. ,,Die Arbeitgebenden verstecken sich hinter der Aussage, unsere Forderungen seien nicht zu verantworten. Das haben sie auch schon nach unserem Forderungsbeschluss vor zwei Wochen geschrieben. Inwieweit es verantwortungsvoll ist, ohne Plan und ohne Angebot in Verhandlungen einzusteigen, erschließt sich mir jedoch nicht."


Flow4oe

ZitatBeamtenbund verteidigt Forderung nach sieben Prozent mehr Lohn
Die Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder beginnt in Berlin. Die Arbeitgeber werfen den Gewerkschaften "astronomische Forderungen" vor.
https://www.zeit.de/arbeit/2025-12/tarifrunde-gewerkschaften-tarifgemeinschaft-bund-laender-gxe

ZitatDrohen Streiks im Öffentlichen Dienst?

Stand: 03.12.2025 17:21 Uhr

Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst: Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Einkommen, die Arbeitgeber lehnen das ab. Ein Überblick zur Tarifrunde, die heute in Berlin gestartet ist.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/tarifstreit-streik-gewerkschaften-gehaltsforderung-100.html

Zitat
Verdi-Chef droht mit Streiks im Winter
Verdi-Chef Frank Werneke fordert deutlich mehr Geld für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, auch weil diese den Kopf für die Demokratie hinhielten. Er droht mit Streiks und kritisiert außerdem die Rentenpläne junger Unionsabgeordneter.
https://www.sueddeutsche.de/politik/verdi-werneke-streik-oeffentlicher-dienst-merz-stadtbild-rente-interview-li.3341805?reduced=true
( € PayWall)

LehrerBW

,, Er erwarte von den Arbeitgebern ein ,,realitätstaugliches" Angebot. ,,Andernfalls ist es schwer vorstellbar, dass es in der dritten Verhandlungsrunde im Februar zu einem Ergebnis kommen kann", sagt er zu BILD.2

https://www.bild.de/politik/inland/oeffentlichen-dienst-verdi-schwingt-schon-die-streik-keule-6957a7a124b6e14cd223650f

Lämpel

Verdi NRW ruft für die nächste Woche zu Streiks auf:

ZitatIn Nordrhein-Westfalen sind ab der kommenden Woche ganztägige Warnstreiks unter anderem in folgenden Bereichen geplant:

- Hochschulen und Universitäten
- Allgemeine Landesverwaltung (z. B. Bezirksregierungen, Staatsanwaltschaften)
- Unikliniken
- Justiz und Justizvollzug
- Straßenbauverwaltung
- sowie weitere Landesdienststellen

https://nrw.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++e58c427a-ed5a-11f0-b7f7-cb0f6e315988

ZitatAm kommenden Dienstag und Mittwoch sind Aktionen an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen geplant, wie Verdi NRW mitteilte. An der Uniklinik Düsseldorf ist demnach ein eintägiger Warnstreik für den kommenden Dienstag angekündigt.

https://rp-online.de/nrw/panorama/nrw-warnstreiks-an-mehreren-unikliniken-am-dienstag-und-mittwoch_aid-142012895

LehrerBW


LehrerBW

,,Manuel Hagel will TV-L Ergebnis übertragen - Bekenntnis zum Berufsbeamtentum
CDU-Spitzenkandidat positioniert sich dicht an der Seite des Beamtenbunds" (BW)

https://www.bbw.dbb.de/aktuelles/news/cdu-spitzenkandidat-positioniert-sich-dicht-an-der-seite-des-beamtenbunds/

Rowhin

Statement der dbb zur zweiten Verhandlungsrunde:

Zitat,,Wieder kein abschlussfähiges Angebot, keine echte Bewegung bei der TdL. Das ist enttäuschend!", bilanzierte dbb-Chef Volker Geyer die zweite Verhandlungsrunde in Potsdam.

,,Wir wollten hier einen konkreten Einigungskorridor erarbeiten, um Mitte Februar tatsächlich abschlussfähig zu sein," so der dbb-Verhandlungsführer weiter. ,,Das hat die Tarifgemeinschaft deutscher Länder scheinbar nicht gewollt. Wenn die TdL in der dritten Runde so weiter macht, fährt sie diese Tarifverhandlungen vor die Wand."

,,Wir wissen jetzt vor allem, was angeblich alles nicht geht. Wie die TdL konkurrenzfähig bleiben will, wie sie die immer drängenderen Personalprobleme in den Griff kriegen will und wie die TdL schließlich verhindern will, dass die guten Leute zu anderen Arbeitgebern abwandern, darüber haben wir nichts erfahren", so Geyer.

,,Die Gewerkschaften müssen offensichtlich den Druck erhöhen und die Streikaktionen massiv ausweiten. Regional werden davon unter anderem auch weitere Unikliniken, Straßenräumdienste oder Tarifbeschäftigte in Schulen, Rechenzentren und Finanzämtern betroffen sein", so der dbb Chef. ,,Bis Mitte Februar ist nicht viel Zeit. Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für die damit verbundenen Probleme, aber die Arbeitgebenden lassen uns keine Wahl."

Rowhin

Auch das Statement der TdL inklusiver ihrer Angebote/Forderungen liegt vor.

ZitatDie TdL hat am Freitag, 16.01.2026 erste Eckpunkte für einen Einigungskorridor vorgelegt

Erhöhung der Entgelte leicht über der Inflationserwartung in drei Schritten in den Haushaltsjahren 2026, 2027 und 2028, Laufzeit bis 31. März 2028 (29 Monate)

,,Azubi-Paket" mit deutlichen Verbesserungen für Auszubildende u. a.
  • mit 120 Euro mehr in drei Schritten,
  • erneute Vereinbarung der bisherigen Übernahmeregelungen,
  • Angleichung der Vermögenswirksamen Leistungen Ost an West,
  • für übernommene Auszubildene mit mindestens gutem Abschluss: Vorgezogenes Erreichen der Stufe 2 (sechs Monate früher),
  • Erhöhung der Abschlussprämie für Auszubildende mit min-destens gutem Abschluss (Leistungsorientierter Ansatz)

Erhöhung der Wechselschicht- und Schichtzulage von 105 Euro auf 150 Euro bzw. von 40 Euro auf 60 Euro

Erhöhung Mindeststundenentgelte Studentische Beschäftigte über Mindestlohn (15,06 Euro zum Sommersemester 2026, 15,76 Euro zum Sommersemester 2027, 16,49 Euro zum Sommersemester 2028)

 
Paket zur Weiterentwicklung des Eingruppierungsrechts (Strukturpaket):
  • Zeitgemäße Weiterentwicklung Eingruppierungsrecht unter Berücksichtigung der Entgelttransparenzrichtlinie. Ermöglichung abgestufter und leistungsdifferenzierter Eingruppierung mit entsprechenden Bestandsschutzregelungen
  • Paralleltabelle für Lehrkräfte ab Schuljahr 2028/2029
  • Stufengleiche Höhergruppierung
  • Überprüfung Überstundenregelungen Teilzeit

Die Tarifvertragsparteien haben sich auf eine Arbeitsgruppe verständigt, die hierzu bis zur Schlussrunde Mitte Februar einen gemeinsamen Lösungsvorschlag erarbeiten soll.


Auch das Statement seitens ver.di liegt nun vor:

ZitatDie Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist vom Verlauf der Ländertarifverhandlungen bislang enttäuscht. ,,Ein verbindliches Angebot hat die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) nicht vorgelegt, stattdessen von einem ,Schnaps oberhalb der Inflation' geredet. Von so einem Verhalten sind die Beschäftigten jedoch zurecht enttäuscht", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke am Freitag (16. Januar 2026) in Potsdam.

Bislang zeichne sich in den zentralen Punkten keine Einigung ab. ,,Neben den Nullmonaten sollen die Beschäftigten eine Laufzeit von 29 Monaten hinnehmen. Die Tdl strebt offenbar einen Abschluss an, der niedriger ist als das Ergebnis für Bund und Kommunen. Aus den großen Ankündigungen zu Verbesserungen für Nachwuchskräfte ist ein kleines Päckchen für die Auszubildenden geworden, ohne Verbesserungen bei der Übernahme. Auch die Schaffung von Tarifschutz für die studentisch Beschäftigten lehnen die Arbeitgeber kategorisch ab", stellte Werneke klar. ,,Der Verhandlungsstand ist ungenügend. Die Arbeitgeber haben den Ernst der Lage für viele Beschäftigte nicht erkannt.".

Zuvor hatten ver.di und die Tarifgemeinschaft der Länder in der zweiten Runde am Donnerstag und Freitag versucht, eine Lösung im Tarifkonflikt zu finden. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet ab dem 11. Februar 2026 erneut in Potsdam statt.