mehr Bewerbungen im öffentlichen Dienst?

Begonnen von kittyka, 04.03.2026 13:30

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D-x

Bei uns ist die Spannweite enorm: Auf Stellenausschreibungen im Bereich Personalwesen und -entwicklung ist die Anzahl der eingehenden Bewerbungen teils dreistellig, im Bereich IT bestenfalls niedrig zweistellig. Was die Erfüllung der formalen Voraussetzungen und darüber hinaus die Überzeugungskraft auf dem Papier angeht sind die Zahlen bei beidem natürlich geringer.

kittyka

Zitat von: D-x in 11.03.2026 10:00Bei uns ist die Spannweite enorm: Auf Stellenausschreibungen im Bereich Personalwesen und -entwicklung ist die Anzahl der eingehenden Bewerbungen teils dreistellig, im Bereich IT bestenfalls niedrig zweistellig. Was die Erfüllung der formalen Voraussetzungen und darüber hinaus die Überzeugungskraft auf dem Papier angeht sind die Zahlen bei beidem natürlich geringer.

Ich hab von einer Freundin gehört, dass sogar in der Pflege mehr Bewerbungen eingehen und man teilweise sogar aussieben kann.
Sonst musste man normalerweise jeden nehmen, der formal qualifiziert ist.

gibtsnicht

Hallo zusammen,
ich kann bestätigen bei Bewerbungen trotz mehrjähriger IT-Erfahrung Im öffentlichen Dienst aussortiert zu werden.

Mittlerweile zählt nicht mehr das Können sondern der IHK-Abschluss. Als Umschüler für den IT-Bereich mit über 10 Jahren Erfahrung werde ich nicht mal mehr eingeladen, das mag auch am Alter mit 57 liegen.

Ich habe bereits mehrfach bei öffentlichen Ausschreibungen mitgeteilt bekommen, eine Bewerbung bringt erst etwas, wenn ich einen IHK-Abschluss als Fachinformatiker Fachrichtungssystemintegration besitze um  eine Chance auf eine Stelle mit TV-L 8 zubekommen.

Selbst als ich fragte warum wurde ich aussortiert, wurde gesagt aufgrund der viel Bewerbern wurden nur noch Bewerber mit IHK Abschluss berücksichtigt.

Aktuelle ist alles andere als einfach, zumindest eine IT-Stelle in First- und Secound Level-Support, bei einer Behörde zu bekommen.

MoinMoin

@gibstnicht Es geht auch anders:
Wir sortieren bei unseren IT Stellen mit FI Niveau, die ohne FI Ausbildung nur dann stumpf raus, wenn sie eben keine berufliche IT Erfahrung vorweisen können.
Aber verständlich, wenn andere es sich leicht machen und so pauschal handeln.
Aber halt auch mega Dumm:
Lieber einen jungbratzen, der nicht einschätzbar ist, aber nen IHK mit Note X hat einladen, als nen 57 jährigen, der 30 Jahre den Scheiß erfolgreich nachweisen kann.
Erster wird, wenn er gut ist, bald wieder weg sein, letztere bleibt 10 Jahre.
(So zumindest unsere Pauschalisierung)

gibtsnicht

Hallo MoinMoin,

Ich denke mittlerweile haben sehr viele ITler durch die Kündigungswellen in der Industrie begriffen, das es im öffentlichen Dienst noch sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze gib.

Ein großer Vorteil im öffentlichen Dienst, man muss eine Gehaltserhöhung nicht verhandeln.

Über der Tarif gibt es eh öfters eine Erhöhung, was in der freien Wirtschaft nicht immer der Fall ist. Zuzüglich gibt es ja auch die Jahresprämie.


Da mir die Zeit davon läuft und das Arbeitslosengeld dem Ende zugeht, bin ich unter Umständen gezwungen den IT-Bereich zu verlassen und für ein geringeres Gehalt andere Tätigkeiten durchzuführen.

Auch die Einstellungsvoraussetzungen werden ja immer höher geschraubt, aber zeitgleich die Gehaltseinstufung reduziert.

Zum Thema Jüngere die nach einigen Jahren wechseln ist mir bekannt. Die suchen nach einer Position um Erfahrung zu sammeln um sich später für eine höhere Gehaltsgruppe, oder bei einer anderen Behörde zu bewerben.

Nachteil in Deutschland, in der Industrie werden viele Stellen im IT support nach Indien ausgelagert.