Austritt aus dem Beamtenverhältnis/ Wechsel in die freie Wirtschaft

Begonnen von Neufindung, Gestern um 12:27

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Neufindung

Hallo zusammen,

ich schreibe hier, weil ich seit längerem schon überlege in die freie Wirtschaft zu wechseln. Ich bin aktuell 28 Jahre alt und seit 2017 in der Bundesverwaltung als Beamtin (mittlerweile auf Lebenszeit) tätig.
Ich hatte das Glück nach meinem Vorbereitungsdienst in einem tollen Bereich und einem tollen Team gelandet zu sein, den ich leider eines Umzuges wegen verlassen musste. Seitdem habe ich noch ein weiteres Mal den Bereich gewechselt und stelle fest dass es im öffentlichen Dienst sehr wenige Bereiche gibt die mich wirklich interessieren und mir Spaß machen. Ich möchte in meinem Beruf motiviert sein und ohne Bauchschmerzen zur Arbeit gehen können weil mir die grundsätzliche Arbeit gefällt.

Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Austritt aus dem öffentlichen Dienst als Beamter/Beamtin gemacht und möchte diese mit mir teilen?
Ich habe leider keinen Ansprechpartner, dem ich in der Behörde genug vertraue um es intern zu klären und erhoffe mir hier Antworten und einen Rat zu finden.

Danke und liebe Grüße!

Bastel

Zitat von: Neufindung in Gestern um 12:27Hallo zusammen,

ich schreibe hier, weil ich seit längerem schon überlege in die freie Wirtschaft zu wechseln. Ich bin aktuell 28 Jahre alt und seit 2017 in der Bundesverwaltung als Beamtin (mittlerweile auf Lebenszeit) tätig.
Ich hatte das Glück nach meinem Vorbereitungsdienst in einem tollen Bereich und einem tollen Team gelandet zu sein, den ich leider eines Umzuges wegen verlassen musste. Seitdem habe ich noch ein weiteres Mal den Bereich gewechselt und stelle fest dass es im öffentlichen Dienst sehr wenige Bereiche gibt die mich wirklich interessieren und mir Spaß machen. Ich möchte in meinem Beruf motiviert sein und ohne Bauchschmerzen zur Arbeit gehen können weil mir die grundsätzliche Arbeit gefällt.

Hat hier jemand Erfahrungen mit dem Austritt aus dem öffentlichen Dienst als Beamter/Beamtin gemacht und möchte diese mit mir teilen?
Ich habe leider keinen Ansprechpartner, dem ich in der Behörde genug vertraue um es intern zu klären und erhoffe mir hier Antworten und einen Rat zu finden.

Danke und liebe Grüße!

Ja.

1. Schritt: Stelle suchen
2. Schritt: Genommen werden
3. Schritt: Antrag auf Entlassung stellen
4. Schritt: Bei Arbeitgeber anfangen.

Hampelmann720

Ich vermute doch stark es geht um etwaige Nachteile.
Würde mich auch interessieren.
Wechsel von Beamter zu Angestellter im öD ist ja leider aufgrund der Nichtanerkennung absolut unattraktiv :(

Teetrinker

Mit der Unterstellung, dass du nahezu dein ganzes bisheriges Arbeitsleben im öD verbracht hast, kann ich mir vorstellen, dass das grüne Gras der anderen Seite verlockend wirken mag. :-D

Habe selber den öD mal verlassen und bin zurückgekehrt. Inzwischen auch auf Lebenszeit verbeamtet. Es ist wie in der Familie oder Freundeskreis, es steht und fällt mit den Leuten. Die schönste und aufregendste Stadt der Welt ist ziemlich öde, wenn man dort niemanden kennt oder gut leiden kann.

Wäre ich du, würde ich mich zuerst innerhalb des öD umschauen, vielleicht kommt ja ein Behördenwechsel dem Wunschumfeld näher? Was versprichst du dir denn eigentlich an anderen Umständen? Gibt es keine andere Regelung wie Teilzeit in Kombination mit einem Nebenjob oder einer Selbstständigkeit die dir den Alltag erträglicher macht?

Kann nur noch ergänzen, dass es ein enormer Nachteil ist, dass man nach Austritt in der Rentenversicherung "nur" von der Arbeitergeberseite nachversichert wird. Es fehlen dann schon einige Jahre der Arbeitnehmeranteil, den man natürlich freiwillig nachleisten kann, wenn man das Geld gerade rumliegen hat.
Und weitere Anekdote, von den vielen Leuten, die bei uns durch Quereinstieg hinzugekommen sind, sind nahezu alle dankbar für ihren "neuen" Job. Natürlich hilft es dir nichts, aber wollte nur darauf hinaus, dass der Weg andersrum vielen Menschen auch helfen konnte.

MeTe

Zitatdass es ein enormer Nachteil ist, dass man nach Austritt in der Rentenversicherung "nur" von der Arbeitergeberseite nachversichert wird. Es fehlen dann schon einige Jahre der Arbeitnehmerantei
Um den Nachteil auszugleichen gibt es ja das "Altersgeld", eine Arte Pension für ehemalige/ausgeschiedene Beamte -> Altersgeld
Wie es sich da mit dem Anspruch usw. genau verhält weiß ich aber nicht. Dürfte aber häufig die deutlich attraktivere Alternative zur Nachversicherugn sein.


Rentenonkel

Zum Thema Altersgeld und Nachversicherung habe ich schon mal was sehr ausführlich geschrieben:

https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php?msg=440535

GoodBye

Die Frage ist ja eher, was du zu bieten hast. Darüber sollte man sich Gedanken machen.

Nach Alter und Einstieg tippe ich auf gD und damit Duales Studium. Entscheidend ist aber auch, was du fachlich/inhaltlich gemacht hast. Es ist ja nicht alles gefragt in der Wirtschaft.

Ggf. bedeutet das dann auch, ggf. Ausbildungstechnisch nachzulegen, Master zu machen, etc.