Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 122337 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #135 am: 27.11.2018 10:20 »
Nichts.

was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #136 am: 27.11.2018 12:47 »
Nichts.

...sagte der weltfremde Einsiedler und wunderte sich, dass sich ein Großteil seines beruflichen Umfeldes in Aufruhr befand, weil schulpflichtige Kinder unterbringen zu waren und Andere mangels Möglichkeiten gar nicht am Arbeitsplatz erschienen sondern Urlaub nehmen mussten...

...aber sonst passierte "Nichts"...denn der Einsiedler war ja an Einsamkeit gewohnt...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #137 am: 27.11.2018 12:56 »
Ich halte die Annahme, daß sich übermäßig viele nicht organisierte Lehrer beteiligen würden (Verdienstausfälle gehen für dieses Klientel schließlich gar nicht), für weltfremd. Und allzu viele organisierte Lehrer gibt es auch nicht. Also bleibst beim Sturm im Wasserglas. Oooh, Gewerkschaftsfolklore dahin.

Wastelandwarrior

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #138 am: 27.11.2018 14:21 »
Gymnasiallehrer dürften überwiegend im Philologenverband organsiert sein. Abi-Prüfungen zu bestreiken, würde genügend Eskalationspotential haben. Ist aber DBB nicht Verdi. :) 

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #139 am: 27.11.2018 14:43 »
Selbst wenn der Philologenverband keine Pensionäre, Rentner und Arbeitslosen unter seinen Mitgliedern hätte und auch keine Gesamtschullehrer dort Mitglied wären, würde die Mitgliederzahl nicht ausreichen, um die Aussage, Gymnasiallehrer seien überwiegend im Philologenverband organisiert, zu stützen.

Fireball84

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #140 am: 27.11.2018 14:47 »
Begrüßen würde ich, wenn die öffentlichen Arbeitgeber zukünftig auch Ihre gesparten Sozialversicherungsbeiträge bei der Entgeltumwandlung (freiwillige Altersvorsorge und Einzahlungen über Entgeltumwandlung in die VBLklassik im Tarifgebiet Ost) mit in den Vertrag einzahlen. Stichwort: Betriebsrentenstärkungsgesetz
Da so etwas aber viel zu kreativ für die Gewerkschaften wäre und sich nicht so gut verkaufen lassen würde, bleibt es wohl nur Wunschmusik.
Und daneben wäre ich für mehr Flexibilität, was ich mit den Tariferhöhungen anfange (Gehaltssteigerung oder Umwandlung in freie Stunde/Tage). Bleibt aber sicherlich auch Wunschmusik.  ;)

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #141 am: 27.11.2018 15:08 »


...sagte der weltfremde Einsiedler und wunderte sich, dass sich ein Großteil seines beruflichen Umfeldes in Aufruhr befand, weil schulpflichtige Kinder unterbringen zu waren und Andere mangels Möglichkeiten gar nicht am Arbeitsplatz erschienen sondern Urlaub nehmen mussten...



… was ja schon bei den sog. Kitastreiks in 2009/2015 zu beobachten war ...

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #142 am: 27.11.2018 15:22 »
Ja, das öffentliche Leben lag quasi am Boden, die AG krochen zu Kreuze und die Gewerkschaften haben ihre Forderungen durchgesetzt... ach nee, das war der Lokführerstreik, Bsirskes Zwergenaufstand war der klassische Sack Reis, der nur interessierte, wenn man damit Stimmung gegen die Gewerkschaften und die Streikenden machen könnte. Insbesondere letzteres ist dann ja - im Gegensatz zur Warnwestenromantik - voll eingeschlagen.

Keeper83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #143 am: 27.11.2018 17:53 »
Ich hätte mir überigens beim Tarifvertrag VKA und Bund eine Öffnungsklausel für Entgeltumwandlungsmodelle (z.B. Ebike-Leasing) gewünscht.
Das muss man sich mal vorstellen. Mein Arbeitgeber würde mir das Jobradmodell liebend gerne anbieten, ich würde es gerne in Anspruch nehmen und dann stellt Verdi sich dazwischen und sagt das ist nicht gut für mich. Unfassbar aus meiner Sicht und ein weiterer Grund sich diesem Verein niemals anzuschließen!
Ist im TV-L sowas denn eigentlich angedacht?

Max

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #144 am: 27.11.2018 19:54 »
Die Angestellten sind immer mindestens adäquat bezahlt.

Was meinst du damit?
Gegebenheit des Arbeitsmarktes.
Keiner von uns wurde gezwungen ein Arbeitsverhältnis im öD einzugehen.
Der Arbeitgeber hat eine Vorstellung, welche Arbeiten er erledigt haben möchte und wie viel er für dessen Erledigung zu zahlen bereit ist und offeriert dieses Angebot am Arbeitsmarkt.
Der Arbeitnehmer ist hier in der bequemen Position, dass er sich dieses Angebot zu Gemüte führen kann,  falls er denn Lust hat, oder es einfach verwerfen kann. Sollte der Arbeitnehmer weiterhin den Entschluss fassen,  seine Arbeitskraft für den aufgerufenen Preis zu verkaufen,  muss er folglich im Rahmen seiner Evaluation des Angebots bei einer positiven Bewertung (d.h. er bekommt mindestens seinen subjektiven, idealer Weise seien maximalen Wert) angelangt sein. Das ist auch nicht ausschließlich auf das Gehalt bezogen.
Der AN wird natürlich auch über seine ganze Karriere hinweg adäquat bezahlt,  sonst wäre er kein AN des AG mehr.

(Obgleich die zunehmend langen Kündigungsfrist eine Frechheit sind und den Arbeitnehmer (Ok, auch in geringerem Maße den AG) an einer effektiven Teilnahme am Arbeitsmarkt hindern. Der gebeutelte AN fragt sich wohl auch,  ob dieses Hindernis Verdi oder den AG entsprungen ist)

ChrBY

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #145 am: 27.11.2018 20:25 »
Selbst wenn der Philologenverband keine Pensionäre, Rentner und Arbeitslosen unter seinen Mitgliedern hätte und auch keine Gesamtschullehrer dort Mitglied wären, würde die Mitgliederzahl nicht ausreichen, um die Aussage, Gymnasiallehrer seien überwiegend im Philologenverband organisiert, zu stützen.
In Bayern beträgt der Anteil der Realschullehrer, die im brlv organisiert sind, über 80 %. Bei Grund- und Mittelschullehrern sind knapp 70 % Mitglied im BLLV. Am schwächsten organisiert sind tatsächlich die Lehrer an beruflichen Schulen sowie die Gymnasiallehrer, wo der Mitgliedschaftsanteil beim VLB bzw. bpv »nur« gut 60 % beträgt (aber immer noch die Mehrheit der jeweiligen Lehrerschaft stellt)

Es ist allerdings hinzuzufügen, daß dieser hohe Organisationsgrad bei Lehrern in anderen Bundesländern unüblich ist.

daseinsvorsorge

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« Antwort #146 am: 27.11.2018 20:28 »
Ja, das öffentliche Leben lag quasi am Boden, die AG krochen zu Kreuze und die Gewerkschaften haben ihre Forderungen durchgesetzt... ach nee, das war der Lokführerstreik, Bsirskes Zwergenaufstand war der klassische Sack Reis, der nur interessierte, wenn man damit Stimmung gegen die Gewerkschaften und die Streikenden machen könnte. Insbesondere letzteres ist dann ja - im Gegensatz zur Warnwestenromantik - voll eingeschlagen.

..voll eingeschlagen hat vorallem die Taktik der Arbeitgeber als Ergebnis für die Gegenwart - diese Form der Wertschätzung hat die ErzieherInnen und die Interessierten mal so richtig von ihrem Beruf überzeugt, so dass derzeit 150.000 Fachkräfte fehlen.

Und mittlerweile finden auch die Gutsituierten - trotz Klagen - einfach keinen Platz mehr für ihren Nachwuchs. Wird´ viel. auch überbewertet - so ein Kitaplatz -vorallem, wenn die da nur basteln.

Spid

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« Antwort #147 am: 27.11.2018 20:40 »
Selbst wenn der Philologenverband keine Pensionäre, Rentner und Arbeitslosen unter seinen Mitgliedern hätte und auch keine Gesamtschullehrer dort Mitglied wären, würde die Mitgliederzahl nicht ausreichen, um die Aussage, Gymnasiallehrer seien überwiegend im Philologenverband organisiert, zu stützen.
In Bayern beträgt der Anteil der Realschullehrer, die im brlv organisiert sind, über 80 %. Bei Grund- und Mittelschullehrern sind knapp 70 % Mitglied im BLLV. Am schwächsten organisiert sind tatsächlich die Lehrer an beruflichen Schulen sowie die Gymnasiallehrer, wo der Mitgliedschaftsanteil beim VLB bzw. bpv »nur« gut 60 % beträgt (aber immer noch die Mehrheit der jeweiligen Lehrerschaft stellt)

Es ist allerdings hinzuzufügen, daß dieser hohe Organisationsgrad bei Lehrern in anderen Bundesländern unüblich ist.

Der BRLV hat ca. 10000 Mitglieder, Bayern beschäftigt ca. 15.500 Realschullehrer. Selbst unter der Annahme, daß alle BRLV-Mitglieder aktive Realschullehrer in Bayern seien, was angesichts der Möglichkeit zur Mitgliedschaft für Studierende, Referendare und Pensionäre eher unwahrscheinlich ist, kann sich der behauptete Organisationsgrad schlicht nicht ergeben. Netter Versuch!

ChrBY

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« Antwort #148 am: 27.11.2018 20:51 »
Selbst wenn der Philologenverband keine Pensionäre, Rentner und Arbeitslosen unter seinen Mitgliedern hätte und auch keine Gesamtschullehrer dort Mitglied wären, würde die Mitgliederzahl nicht ausreichen, um die Aussage, Gymnasiallehrer seien überwiegend im Philologenverband organisiert, zu stützen.
In Bayern beträgt der Anteil der Realschullehrer, die im brlv organisiert sind, über 80 %. Bei Grund- und Mittelschullehrern sind knapp 70 % Mitglied im BLLV. Am schwächsten organisiert sind tatsächlich die Lehrer an beruflichen Schulen sowie die Gymnasiallehrer, wo der Mitgliedschaftsanteil beim VLB bzw. bpv »nur« gut 60 % beträgt (aber immer noch die Mehrheit der jeweiligen Lehrerschaft stellt)

Es ist allerdings hinzuzufügen, daß dieser hohe Organisationsgrad bei Lehrern in anderen Bundesländern unüblich ist.

Der BRLV hat ca. 10000 Mitglieder, Bayern beschäftigt ca. 15.500 Realschullehrer. Selbst unter der Annahme, daß alle BRLV-Mitglieder aktive Realschullehrer in Bayern seien, was angesichts der Möglichkeit zur Mitgliedschaft für Studierende, Referendare und Pensionäre eher unwahrscheinlich ist, kann sich der behauptete Organisationsgrad schlicht nicht ergeben. Netter Versuch!
Dieser kann sich durchaus ergeben, da Ihre Zahlen nicht stimmen.

Aber falls Sie tatsächlich an einer Quelle interessiert sein sollen, was den Organisationsgrad betrifft:

Zitat
Knapp 236 000 Schüler besuchen derzeit die 368 Realschulen in Bayern. Dort unterrichten rund 15 000 Lehrkräfte. Etwa 80 Prozent der bayerischen Realschullehrer sind Huber zufolge im brlv organisiert.
https://www.mittelbayerische.de/bayern-nachrichten/die-realschulen-fordern-mehr-lehrer-21705-art1136160.html

(Für die Interessierten: 15 000 Lehrkräfte bedeutet eben mitnichten 15 000 voll ausgebildete Realschullehrer – dies sind weit weniger. Nur die letzteren sind allerdings für den Kernunterricht relevant. Bei den 15 000 Lehrkräften sind auch Externe mitgerechnet, die »Wahlfach Geige«, »Projekt Theatergruppe« oder »Meditieren für Anfänger« am Nachmittag unterrichten.)

Spid

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« Antwort #149 am: 27.11.2018 20:52 »
Ja, das öffentliche Leben lag quasi am Boden, die AG krochen zu Kreuze und die Gewerkschaften haben ihre Forderungen durchgesetzt... ach nee, das war der Lokführerstreik, Bsirskes Zwergenaufstand war der klassische Sack Reis, der nur interessierte, wenn man damit Stimmung gegen die Gewerkschaften und die Streikenden machen könnte. Insbesondere letzteres ist dann ja - im Gegensatz zur Warnwestenromantik - voll eingeschlagen.

..voll eingeschlagen hat vorallem die Taktik der Arbeitgeber als Ergebnis für die Gegenwart - diese Form der Wertschätzung hat die ErzieherInnen und die Interessierten mal so richtig von ihrem Beruf überzeugt, so dass derzeit 150.000 Fachkräfte fehlen.

Und mittlerweile finden auch die Gutsituierten - trotz Klagen - einfach keinen Platz mehr für ihren Nachwuchs. Wird´ viel. auch überbewertet - so ein Kitaplatz -vorallem, wenn die da nur basteln.

Ob es für die Kommunen gut war, sich durchgesetzt zu haben, sei mal dahingestellt - wichtig ist, daß Verdi-Folkloreveranstaltungen in chicen Warnwesten mal wieder ne Lachnummer waren. Private Träger sind zudem nicht an die TVÖD-Entgelte gebunden - weshalb unsere Kita keine Probleme hat, gutes Personal zu bekommen. Regelt alles der Markt.