Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 132540 times)

Alissa

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #780 am: 07.01.2019 15:27 »
Ich arbeite in berlin. Ich wohne nicht in Berlin. Daher zahle ich sehr wohl Kitagebühren in Brandenburg, wo ich auch wohne. Das Beispiel mit der Miete in berlin, war wie gesagt, ein Beispiel (realistisch).

Doch der Staat hat dafür zur Sorgen dass die Menschen genug verdienen, dafür gibts Ministerien, Politiker, einen Staat. Wenn der Staat nicht selbst bereit ist entsprechende Gehälter zu zahlen, wie soll es dann von Unternehmen erwarten das sie es tun?

Genau weil solche Menschen wie ihr es seid solche Gedankengänge haben wird es nie besser werden. Als ich weiss ja nicht wo ihr arbeitet aber mit "wenig zu tun haben 2400 € verdienen" ist schon etwas fies zu sagen. Das Sozialamt platzt aus allen Nähten (vielleicht weil sich kein Personal finden lässt das für wenig Geld arbeitet?) und Sie reden von wenig Arbeit.

Ich selbst wäre im gehobenen Dienst, A9, habe ich aber mehrmals geschrieben. Das gehalt ist nicht gerechtfertigt, davon kann mich keiner überzeugen. Und mein Lebensstandard ist nicht hoch, davon können alle hier ausgehen. Und Ja, wenn man Kinder hat, braucht man meines erachtens ein Auto , auch in Berlin. Zumindest erleichtert es vieles um einiges.

Wenn euch das Gehalt im öffentlichen Dienst ausreicht dann wünsche ich allen viel Spaß damit. Meine Beispielrechnung ist im übrigen nicht unrealistisch, da bleibt nicht viel übrig.

Iunius

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #781 am: 07.01.2019 15:34 »
800€ pro Monat übrig haben ist verdammt viel Geld;
1200€ pro Monat Miete ist mindestens gehobener Standard selbst in Berlin, in BRandenburg ist das ein Schloss;
500€ nur für Mobilität ist sehr sehr viel Geld (bekommt man zurück wenns Arbeitsweg ist -Lohnsteuerausgleich)

Die Gehäler im öffentlichen Dienst der Länder reichen derzeit nicht aus, so viel steht fest. Aber das Beispiel von Ihnen zeigt lediglich auf welcher Wolke manche Beamten sitzen und dann fehlt ihnen sogar die Fähigkeit diese Auszunutzen. Ihr Beitrag wird im Besten Fall Unverständnis und in den meisten Fällen Wut hervorrufen.

Sie bewegen sich da auf bereits gebrochenem Eis, ein Ratschlag eines alten Mannes: runter da ehe sie erfrieren :)


was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #782 am: 07.01.2019 15:38 »
...und wieder hat jemand hier seinen ganz persönlichen Frust abgelassen...

...ich bin seit 40 Jahren im öD und fühle mich dort auch wohl....mit meinem Einkommen komme ich sehr gut aus, obwohl ich noch zwei Studenten zu unterhalten habe...ich lebe allerdings auch nicht im "Speckgürtel" von Berlin... ich war auf verschiedenen Stellen tätig....in jungen Jahren mit mehr Arbeit und weniger Gehalt...heute umgekehrt 8)...meine Entscheidung, in den öD zu gehen, habe ich nie bereut...
                           
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht.

Neuling

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #783 am: 07.01.2019 15:47 »
Ich arbeite in berlin. Ich wohne nicht in Berlin. Daher zahle ich sehr wohl Kitagebühren in Brandenburg, wo ich auch wohne. Das Beispiel mit der Miete in berlin, war wie gesagt, ein Beispiel (realistisch).

Doch der Staat hat dafür zur Sorgen dass die Menschen genug verdienen, dafür gibts Ministerien, Politiker, einen Staat. Wenn der Staat nicht selbst bereit ist entsprechende Gehälter zu zahlen, wie soll es dann von Unternehmen erwarten das sie es tun?

Genau weil solche Menschen wie ihr es seid solche Gedankengänge haben wird es nie besser werden. Als ich weiss ja nicht wo ihr arbeitet aber mit "wenig zu tun haben 2400 € verdienen" ist schon etwas fies zu sagen. Das Sozialamt platzt aus allen Nähten (vielleicht weil sich kein Personal finden lässt das für wenig Geld arbeitet?) und Sie reden von wenig Arbeit.

Ich selbst wäre im gehobenen Dienst, A9, habe ich aber mehrmals geschrieben. Das gehalt ist nicht gerechtfertigt, davon kann mich keiner überzeugen. Und mein Lebensstandard ist nicht hoch, davon können alle hier ausgehen. Und Ja, wenn man Kinder hat, braucht man meines erachtens ein Auto , auch in Berlin. Zumindest erleichtert es vieles um einiges.

Wenn euch das Gehalt im öffentlichen Dienst ausreicht dann wünsche ich allen viel Spaß damit. Meine Beispielrechnung ist im übrigen nicht unrealistisch, da bleibt nicht viel übrig.

Was soll das eigentlich? Argumentation auf Basis einer reinen Fiktion- mit Annahmen, die zumindest fragwürdig sind. Unverständnis!
Für uns alle gilt: Man muss seine Lebensverhältnisse dem Einkommen anpassen, man kann nicht erwarten, dass der AG das Einkommen den persönlichen Verhältnissen anpasst.

Mein persönlicher Werdegang bezogen auf den Wohnraum sieht so aus:

2005 Einraumwohnung mit 38qm
2008 Dreiraumwohnung mit 60qm
2013 Vierraumwohnung mit 104qm
2016 Eigentumshaus mit 133qm

Was will ich sagen? Da ich keinen Gönner hatte, war es mir nur durch beruflichen Aufstieg möglich, meine Ansprüche nach oben zu schrauben. All dies ist mir durch meinen öffentlichen Arbeitgeber ermöglicht worden. Mir gehts gut. Sollte ich mich dafür entschuldigen?
Da dein Beispiel aber ohnehin nur fiktiv war, ist mein Geschreibsel an dieser Stelle wohl eh überflüssig...
« Last Edit: 07.01.2019 16:24 von Neuling »

Buccaneer

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #784 am: 07.01.2019 15:53 »
Ich denke nicht das man sich als Polizist tot macht ...
Zu der, offensichtlich erforderlichen, Erweiterung des Horizontes empfehle ich eine (nur eine!!)Großstadt-Nachtschicht am Wochenende, wenn sich die Schlägereien, Hausstreitigkeiten,...usw. im Minutentakt abwechseln.

was_guckst_du

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #785 am: 07.01.2019 15:56 »

Ich denke nicht das man sich als Polizist tot macht ...

...nee, dafür sorgen notfalls Andere...
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht.

Buccaneer

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #786 am: 07.01.2019 16:11 »
Wenn euch das Gehalt im öffentlichen Dienst ausreicht dann wünsche ich allen viel Spaß damit.  ...
...Nein, tut es nicht, daher ja auch die Tarifforderung (womit wir wieder beim eigentlichen Thema wären)

JC83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #787 am: 07.01.2019 16:20 »
Doch genau das möchte ich darstellen.

Nehmen wir mal an: mittlerer Dienst mit A7, Einstiegsgehalt mit einem Kind + verheiratet sind aktuell 2048 € Netto.
Davon kommen wir ca. 300 PKV + Pflegeversicherung ab, beiben noch 1748 €... Unsere 3 Zimmer Wohnung in Berlin kostet ca. 1200 € bleiben noch 548 €.
Mein Mann verdient ca. 1600 € als Glaser. Das wären dann also gesamt 2148 €.
Minus
- Kitagebühren für unser Kind ca 200 €
- Autoversicherung 70 mtl
- BVG Ticket 70 €
- Benzin ca. 300 €
- Essen / Trinken 3köpfige Familie ca. 700 €
- Santiärzeug (DM etc) ca. 80 €
- Telefon/Internetanschluss 45 €
- Kita nimmt zusätzlich noch 25 € im Monat für das Kochen von frischen Mahlzeiten fürs Kind
- KFZ Steuer ca. 25 € mtl
- ADAC 10 € mtl



Das wären jetzt schon nur noch ca 623 € die übrig bleiben. Und ich habe noch nicht mal angefangen . Hinzu kommen noch Rechtschutz, diverse Versicherungen, GEZ, Klamotten fürs Kind und für uns, und und und... Nennen Sie noch zahlreiche Rechnungen die dazu kommen, die mir jetzt spontan nicht einfallen.

Wir reden hier von einer Familie wo BEIDE Elternteile arbeiten gehen. Die sich mit viel Rechnerei vlt. einmal im Jahr einen Urlaub leisten können, ohne groß Geld sparen zu können und mit dem Wissen, dass der Urlaub überschaubar bleiben muss. Ohne besonderen Luxus. Und Sie wollen allen ernstes sagen, dass der Verdienst im mittleren Dienst völlig gerechtfertigt ist? Kann ich nicht nachvollziehen.

Und ich möchte bitte noch eins betonen. Ich habe studiert (Bachelor) und würde in den gehoben Dienst kommen, selbst da reicht das Geld nicht und ich frage mich, wie die Menschen im mittleren Dienst ein angenehmes Leben haben können. Entweder muss der andere Partner wesentlich mehr verdienen oder ich missverstehe/übersehe etwas.

Am Besten nie in urlaub fahren, kein Auto anschaffen, mit dem Zug täglich 2 Std zur Arbeit pendeln (fragt sich nur wer die Kinder dann abholt von der Kita oder Schule), nur Fast Food isst usw.

Supi

Zuerst mal ist der Staat nicht dafür verantwortlich Ihren Lebensstandard zu unterhalten. Das müssen Sie selbst tun, zudem ist die Wahl ihres Berufes ihre Entscheidung, Kinder ebenfalls, für die Sie ja auch Kindergeld kassieren. (Ich habe selbst auch zwei davon, nur als Anmerkung).
Sie kommen damit nicht zurecht? Dann leben Sie über Ihren Verhältnissen, sowas regelt kein Tarifvertrag, es ist ja Ihre Berufswahl.

Zu Ihrer Rechnung:

Für 1200€ (zugegeben OHNE NEbenkosten) pro Monat lässt sich als Beamter Wohneigentum von 500.000 € finanzieren. Da werden hier schon einige Herzen schwach werden.

Das ist ausgemachter Blödsinn. Außer, man hält eine 50-Jährige Finanzierung für sinnvoll...

JC83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #788 am: 07.01.2019 16:25 »

1200€ pro Monat Miete ist mindestens gehobener Standard selbst in Berlin, in BRandenburg ist das ein Schloss;

Naja, ich weiß nicht. Die neu sanierten oder neu gebauten 3 bis 4-Raum-Wohnungen kosten gerne auch deutlich mehr. Und das nicht mal mehr in Toplagen, sondern in den Nachbarn, der Toplagen.

Suntzu

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #789 am: 07.01.2019 16:31 »
800€ pro Monat übrig haben ist verdammt viel Geld;
1200€ pro Monat Miete ist mindestens gehobener Standard selbst in Berlin, in BRandenburg ist das ein Schloss;
500€ nur für Mobilität ist sehr sehr viel Geld (bekommt man zurück wenns Arbeitsweg ist -Lohnsteuerausgleich)

Die Gehäler im öffentlichen Dienst der Länder reichen derzeit nicht aus, so viel steht fest. Aber das Beispiel von Ihnen zeigt lediglich auf welcher Wolke manche Beamten sitzen und dann fehlt ihnen sogar die Fähigkeit diese Auszunutzen. Ihr Beitrag wird im Besten Fall Unverständnis und in den meisten Fällen Wut hervorrufen.

Sie bewegen sich da auf bereits gebrochenem Eis, ein Ratschlag eines alten Mannes: runter da ehe sie erfrieren :)

1200 Euro Miete, so kann ich Ihnen versichern, ist sehr realistisch. Ich selbst zahle 1170,- für eine 3 Zimmer WHG, 78 m2, Standard. Oder genau ausgedrückt. Das Gebäude welches ich bewohne ist identisch mit Gebäuden für den sozialen Wohnungsbau in der Nachbarschaft. Ich denke nicht das sozialer Wohnungsbau gehobener Standard ist.
In München, Berlin, Stuttgart, Köln oder andere Großstädte bin ich auch nicht wohnhaft.
« Last Edit: 07.01.2019 16:34 von Suntzu »

Dienstbeflissen

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #790 am: 07.01.2019 17:28 »
Doch genau das möchte ich darstellen.

Nehmen wir mal an: mittlerer Dienst mit A7, Einstiegsgehalt mit einem Kind + verheiratet sind aktuell 2048 € Netto.
Davon kommen wir ca. 300 PKV + Pflegeversicherung ab, beiben noch 1748 €... Unsere 3 Zimmer Wohnung in Berlin kostet ca. 1200 € bleiben noch 548 €.
Mein Mann verdient ca. 1600 € als Glaser. Das wären dann also gesamt 2148 €.
Minus
- Kitagebühren für unser Kind ca 200 €
- Autoversicherung 70 mtl
- BVG Ticket 70 €
- Benzin ca. 300 €
- Essen / Trinken 3köpfige Familie ca. 700 €
- Santiärzeug (DM etc) ca. 80 €
- Telefon/Internetanschluss 45 €
- Kita nimmt zusätzlich noch 25 € im Monat für das Kochen von frischen Mahlzeiten fürs Kind
- KFZ Steuer ca. 25 € mtl
- ADAC 10 € mtl



Das wären jetzt schon nur noch ca 623 € die übrig bleiben. Und ich habe noch nicht mal angefangen . Hinzu kommen noch Rechtschutz, diverse Versicherungen, GEZ, Klamotten fürs Kind und für uns, und und und... Nennen Sie noch zahlreiche Rechnungen die dazu kommen, die mir jetzt spontan nicht einfallen.

Wir reden hier von einer Familie wo BEIDE Elternteile arbeiten gehen. Die sich mit viel Rechnerei vlt. einmal im Jahr einen Urlaub leisten können, ohne groß Geld sparen zu können und mit dem Wissen, dass der Urlaub überschaubar bleiben muss. Ohne besonderen Luxus. Und Sie wollen allen ernstes sagen, dass der Verdienst im mittleren Dienst völlig gerechtfertigt ist? Kann ich nicht nachvollziehen.

Und ich möchte bitte noch eins betonen. Ich habe studiert (Bachelor) und würde in den gehoben Dienst kommen, selbst da reicht das Geld nicht und ich frage mich, wie die Menschen im mittleren Dienst ein angenehmes Leben haben können. Entweder muss der andere Partner wesentlich mehr verdienen oder ich missverstehe/übersehe etwas.

Am Besten nie in urlaub fahren, kein Auto anschaffen, mit dem Zug täglich 2 Std zur Arbeit pendeln (fragt sich nur wer die Kinder dann abholt von der Kita oder Schule), nur Fast Food isst usw.

Supi

Zuerst mal ist der Staat nicht dafür verantwortlich Ihren Lebensstandard zu unterhalten. Das müssen Sie selbst tun, zudem ist die Wahl ihres Berufes ihre Entscheidung, Kinder ebenfalls, für die Sie ja auch Kindergeld kassieren. (Ich habe selbst auch zwei davon, nur als Anmerkung).
Sie kommen damit nicht zurecht? Dann leben Sie über Ihren Verhältnissen, sowas regelt kein Tarifvertrag, es ist ja Ihre Berufswahl.

Zu Ihrer Rechnung:

Für 1200€ (zugegeben OHNE NEbenkosten) pro Monat lässt sich als Beamter Wohneigentum von 500.000 € finanzieren. Da werden hier schon einige Herzen schwach werden.

Das ist ausgemachter Blödsinn. Außer, man hält eine 50-Jährige Finanzierung für sinnvoll...

Naja wir finanzieren ein Einfamilienhaus mit einer Finanzierungssumme von genau 502.000€ zu einer Rate von 1.650€. Außerdem noch zwei Eigentumswohnungen deren Finanzuerungsraten deutlich niedriger sind als die Mieteinnahmen.

500.000€ mit einer Rate von 1.200€ sollte als Beamter schon möglich sein. Als Anfang zumindest.

Fakon

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #791 am: 07.01.2019 17:30 »
800€ pro Monat übrig haben ist verdammt viel Geld;
1200€ pro Monat Miete ist mindestens gehobener Standard selbst in Berlin, in BRandenburg ist das ein Schloss;
500€ nur für Mobilität ist sehr sehr viel Geld (bekommt man zurück wenns Arbeitsweg ist -Lohnsteuerausgleich)

Die Gehäler im öffentlichen Dienst der Länder reichen derzeit nicht aus, so viel steht fest. Aber das Beispiel von Ihnen zeigt lediglich auf welcher Wolke manche Beamten sitzen und dann fehlt ihnen sogar die Fähigkeit diese Auszunutzen. Ihr Beitrag wird im Besten Fall Unverständnis und in den meisten Fällen Wut hervorrufen.

Sie bewegen sich da auf bereits gebrochenem Eis, ein Ratschlag eines alten Mannes: runter da ehe sie erfrieren :)

1200 Euro Miete, so kann ich Ihnen versichern, ist sehr realistisch. Ich selbst zahle 1170,- für eine 3 Zimmer WHG, 78 m2, Standard. Oder genau ausgedrückt. Das Gebäude welches ich bewohne ist identisch mit Gebäuden für den sozialen Wohnungsbau in der Nachbarschaft. Ich denke nicht das sozialer Wohnungsbau gehobener Standard ist.
In München, Berlin, Stuttgart, Köln oder andere Großstädte bin ich auch nicht wohnhaft.


Kann ich bestätigen, in Fürth, neue (2016) vier Zimmer-Wohnung mit Balkon .. 1500€ kalt..

JC83

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #792 am: 07.01.2019 18:14 »
Zitat von: Dienstbeflissen
Naja wir finanzieren ein Einfamilienhaus mit einer Finanzierungssumme von genau 502.000€ zu einer Rate von 1.650€. Außerdem noch zwei Eigentumswohnungen deren Finanzuerungsraten deutlich niedriger sind als die Mieteinnahmen.

500.000€ mit einer Rate von 1.200€ sollte als Beamter schon möglich sein. Als Anfang zumindest.

Jetzt sind aus 1200 schnell 1650 Euro geworden^^.

Klar kann ich 500 k mit 1,2 k finanzieren. Z.b. wenn ich 200k EK unterm Kissen habe.
Ansonsten ist es finanzielles Harakiri...

Solitair

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #793 am: 07.01.2019 18:46 »
Man kann von der Alissa-Rechnung ja halten was man will. Wo sie aber recht hat ist, dass die Forderung der Gewerkschaften in der aktuellen Runde lächerlich und duckmäuserisch sind. Die Steuereinnahmen sprudeln, die Kassen sind voll und die kommen mit 6%? What?

In einer solchen Situation sollten mind. 15% gefordert werden. Dann können die AGs mal zeigen, ob die ganzen Sonntagsreden zum ÖD wirklich was wert sind. Über alles unter 12% (und zwar auf 12 Monate) würde ich gar keine Gespräche führen.

Jetzt kommen wahrscheinlich wieder max. 5 % gestreckt auf 24 Monate raus, die sich allenfalls auf Inflationsniveau bewegen.

Bei den AGs knallten wahrscheinlich die Sektkorken, als sie diese Forderungen gelesen haben.
In 2 Jahren gibt es dann wieder Nullrunden, weil ja auch der ÖD seinen Beitrag zur dann abgeschwächten Konjunktur und den damit einhergehenden Steuerausfällen leisten muss...bis dahin erinnert sich auch keiner mehr daran, dass er am Konjunkturaufschwung ja auch nicht beteiligt wurde.


marco.berlin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #794 am: 07.01.2019 21:02 »
Ich arbeite in berlin. Ich wohne nicht in Berlin. Daher zahle ich sehr wohl Kitagebühren in Brandenburg, wo ich auch wohne. Das Beispiel mit der Miete in berlin, war wie gesagt, ein Beispiel (realistisch).

Doch der Staat hat dafür zur Sorgen dass die Menschen genug verdienen, dafür gibts Ministerien, Politiker, einen Staat. Wenn der Staat nicht selbst bereit ist entsprechende Gehälter zu zahlen, wie soll es dann von Unternehmen erwarten das sie es tun?

Genau weil solche Menschen wie ihr es seid solche Gedankengänge haben wird es nie besser werden. Als ich weiss ja nicht wo ihr arbeitet aber mit "wenig zu tun haben 2400 € verdienen" ist schon etwas fies zu sagen. Das Sozialamt platzt aus allen Nähten (vielleicht weil sich kein Personal finden lässt das für wenig Geld arbeitet?) und Sie reden von wenig Arbeit.

Ich selbst wäre im gehobenen Dienst, A9, habe ich aber mehrmals geschrieben. Das gehalt ist nicht gerechtfertigt, davon kann mich keiner überzeugen. Und mein Lebensstandard ist nicht hoch, davon können alle hier ausgehen. Und Ja, wenn man Kinder hat, braucht man meines erachtens ein Auto , auch in Berlin. Zumindest erleichtert es vieles um einiges.

Wenn euch das Gehalt im öffentlichen Dienst ausreicht dann wünsche ich allen viel Spaß damit. Meine Beispielrechnung ist im übrigen nicht unrealistisch, da bleibt nicht viel übrig.

Was arbeiten Sie denn im Sozialamt und wie sind Sie eingruppiert? Ansonsten sollten Sie mal die Vor- und Nachteile einer Verbeamtung abwägen und die Entscheidung nicht von der Tariferhöhung abhängig machen. Letztere wird, wenn auch immer noch mit Verzögerung (in Berlin) auf die Beamten ja weitestgehend übertragen. Nicht das Sie irgendwann an dem Punkt ankommen und sich ärgern, dass mit der Verbeamtung nicht angegangen zu sein. Auch wenn die Vorschriften es durchaus zulassen, dass eine Einstellung in ein Beförderungsamt möglich ist, haben da mal wieder die Personalsachbearbeiter wenig Kenntnisse, keine Lust eine Begründung zu schreiben oder wirklich keine Ahnung. Nur dann, wenn Sie eine lukrativere (Plan-)Stelle bekommen könnten, werden Sie sich in den Hintern beißen...