Autor Thema: Unterforum zum Transformationsprozess zur IGA und Fernstraßenbundesamt  (Read 6415 times)

Pan Tau

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 55
  • Karma: +16/-2
@Alterschlingel

Bei der Rolle der Gewerkschaften habe ich sowieso ein schlechtes Gefühl- die werden sich wahrscheinlich gar nicht großartig für uns einsetzen- hauen auf der Personalversammlung ein Bisschen auf die Sahne und brüsten sich damit, wie hart sie für uns verhandeln- und am Ende kommt dann nichts dabei heraus! Besitzstandswahrung habe ich eigentlich als gegeben hingenommen- was gibt es darüber noch zu verhandeln? Die haben jetzt tatsächlich ein halbes Jahr diskutiert, um zu dem Schluss zu kommen, dass sie uns großzügiger Weise Besitzstandswahrung gewähren wollen....WOW! Wahrscheinlich werden wir als Zugeständnis für eine andere Interessengruppe geopfert! Sollte bei der ganzen Überleitung tatsächlich am Ende heraus kommen, dass mal wieder nur die Führungsebene profitiert, und noch eine weitere Führungsebene über die bereits vorhandene und gut funktionierende Struktur gestülpt wird, dann werde ich fortan nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Irgend wann reicht es dann auch einmal! Und so werden viele Kolleginnen und Kollegen denken und handeln!

alterschlingel

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
  • Karma: +2/-0
wäre dann auch in Zukunft fraglich, ob man gute Verhandlungsergebnisse erzielen kann bei Tarifrunden. Mal im Ernst: 14.000 Menschen sind bundesweit keine echte "Macht". Das sind verglichen mit anderen Sparten (Lehrern, Müllabfuhr, Erziehern, etc...) lächerliche Personalmengen. Ob man da so vertreten wird von den Gewerkschaften ???

Und wie kann man bei sowas überhaupt auf den Begriff Besitzstandswahrung kommen ??? Das ist doch ne völlig klare Sache !! Wer würde bitte allen Ernstes wechseln, wenn er gesagt bekäme, "wir können Dir nicht garantieren, dass Du das behältst, was Du jetzt hast !!" Genau, keiner, der klar denken kann !

Wenn die Leute selbst für das Gleiche nicht wechseln würden (warum auch den ö.D. verlassen für nichts), dann ist die Besitzstandswahrung schlichtweg kein Angebot, weil sie bereits eine Selbstverständlichkeit ist ! Wie weiter vorne schon gesagt, lese ich dieses Wort auch ZU häufig. Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Scheuer das wirklich so handhaben möchte. Was hätte er davon ? Was hätte der Bund davon ?
Keiner hätte von dieser bescheuerten Art etwas ! Ich behaupte sogar, der Erfolg der AGB wäre nicht sicher dann. Die Enttäuschung bei den ohnehin total verunsicherten Mitarbeitern nur noch größer. Insgesamt kein winner Team aus meiner Sicht. Deswegen schrieb ich ja: lieber jetzt nicht am falschen Ende sparen. Wie heißt es so schön, wer billig kauft, kauft oft zwei mal.
« Last Edit: 14.03.2019 17:42 von alterschlingel »

Pampir

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 8
  • Karma: +1/-0
Ihr seht das alles völlig falsch. 8)
Der einzige Grund, die Außenstellenleiter außertariflich zu bezahlen ist nämlich der , dass die Geschäftsbereichsleiterebene in der neuen E16 eingruppiert wird, die Sachbereichsleiterebene in der E 15 und die Ingenieure als Sachbearbeiter jeweils 1 höher eingruppiert werden und bis zur E 14 kommen können.
Passt doch, oder  ;)
- Sarkasmusmodus aus! -
Aber mal im Ernst: So und nur so wird ein Schuh draus und nur so wird man die Ingenieure der Länder ins Grübeln bringen was deren Wechselabsichten angeht. Die AGB weiß doch ganz genau, dass sie händeringend Ingenieure benötigen wird - also werden sie sich was einfallen müssen!
Hoffentlich lesen sowohl AGB als auch die Gewerkschaften hier mit!

alterschlingel

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
  • Karma: +2/-0
Wie gesagt, so recht vorstellen kann ich mir nicht, dass man uns nur diese Besitzstandswahrung anbieten will. Da müsste ich glaube ich laut lachen, wenn die das ernst meinen würden !!

Ich warte jedenfalls jetzt erstmal ab, was dann kommt.
Vielleicht wollen sie die Erwartungen auch jetzt erstmal nicht in den Himmel schrauben und dann bei den Verhandlungen enttäuschen, sondern vielmehr dann was zugeben und jeder sagt, aha, da geht ja doch was....

Lady Wilmore

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 16
  • Karma: +8/-2
Wie gesagt, so recht vorstellen kann ich mir nicht, dass man uns nur diese Besitzstandswahrung anbieten will. Da müsste ich glaube ich laut lachen, wenn die das ernst meinen würden !!

Ich warte jedenfalls jetzt erstmal ab, was dann kommt.
Vielleicht wollen sie die Erwartungen auch jetzt erstmal nicht in den Himmel schrauben und dann bei den Verhandlungen enttäuschen, sondern vielmehr dann was zugeben und jeder sagt, aha, da geht ja doch was....

 
Warte ab, die meinen das ernst. Ich frage mich schon länger, was die eigentlich zum Frühstück rauchen. Weil von dem Kraut hätte ich gerne was ab.
Die Erwartungen nicht hoch schrauben, ist eine Sache. Was von Offener und Partnerschaftlicher Kommunikation faseln und das Gegenteil praktizieren eine ganz andere.
Bei mir verfestigt sich immer mehr der bereits offen kommunizierte negative Eindruck bzgl. der AGB.




alterschlingel

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
  • Karma: +2/-0
Hmmm. Ich weiß schon, aber mir fällt das schwer, zu glauben. Ich meine, wenn die sich jetzt so Lumpen lassen, dann blamieren sie sich und keiner gibt Vollgas in der AGB. So dumm kann man eigentlich nicht sein. Kann mir nicht vorstellen, dass keiner von den Höheren dort klar im Kopf ist ??!! Einem von denen muss das doch bewusst sein.

alterschlingel

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
  • Karma: +2/-0
Ich will nicht unnötig schlechtes über Gewerkschaften reden, aber ich glaube schon, dass von deren Seite nicht mehr als Besitzstandswahrung zu erwarten ist. Warum auch immer die dann so „gütig“ mit der AGB wären, fehlen mir die Hintergründe... ich glaube nicht, dass Forderungen kommen wie z.B., es sollten für jeden mind. 200,- € mehr sein.

Fristenfuchs

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 16
  • Karma: +2/-5
Es bringt aber doch auch nichts jetzt schon alles schlecht zu reden ohne das man den Tarifvertrag kennt.

alterschlingel

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
  • Karma: +2/-0
Da muss ich Dir Recht geben. Warten wir es ab.

Florian-Geyer

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 8
  • Karma: +0/-0
Da muss ich Dir Recht geben. Warten wir es ab.

Ich wollte auch schon ständig schreiben und könnte jetzt noch zu den ganzen Beiträgen meinen Senf abgegeben, aber letztlich wäre dies auch nur "in der Glaskugel" lesen, also verfahre ich wie die anderen tausend Mitleser (4,729 Aufrufe hat dieser Thread, und es schreiben gerade einmal eine handvoll Leute Beiträge   ???) hier und spare mir das Getippe.

Die "Autobahn Reform"-App ist übrigens verfügbar   :o

Florian-Geyer

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 8
  • Karma: +0/-0
Upps, war scheinbar nur eine Testversion:







Pan Tau

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 55
  • Karma: +16/-2
Was bietet diese App denn für Gimmicks? Live-Chat mit Andreas Scheuer- oder eine Runde Beamten-Mikado mit Herrn Krüger? Bin ja mal gespannt, welche Möglichkeiten einem unter  dem Punkt "Mitmachen" angeboten werden....das große AGB-Gewinnspiel- wer entwirft das coolste AGB-Logo.....als Hauptpreis gibt es einen AGB-Sonntags-Ausgehanzug in Reflexionsklasse II.

alterschlingel

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
  • Karma: +2/-0
Herr Geyer, ist nicht unhöflich gemeint, aber die App kann sich die AGB an den Hut stecken. Ich will Kohle.

Pan Tau

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 55
  • Karma: +16/-2
Es läuft nicht gut- im Zuge des Transformationsprozesses scheinen sich nicht nur ein paar Sandkörner im Getriebe zu befinden, sondern ganze LKW-Ladungen- so schrieb das Handelsblatt gestern:

Berlin
Mit einem Festakt will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) die Gründung der neuen Bundesautobahn GmbH feiern. Im Festsaal seines Ministeriums soll am Donnerstag ein „wichtiger Meilenstein für die Reform der Straßenbauverwaltung“ gewürdigt werden. „Es werden viele Gäste erwartet“, heißt es im Ministerium.
Ab 2021 wird der Bund selbst anstatt der Länder seine Autobahnen bauen, betreiben und erhalten. Darauf haben sich Bund und Länder bei der Finanzreform 2017 verständigt. Dazu muss die GmbH 15.000 Mitarbeiter in den Ländern sowie 1400 IT-Systeme, Liegenschaften und vieles mehr zusammenführen. Künftig soll eine Bundesverwaltung mit zehn Niederlassungen und 41 Außenstellen das Management der 13.000 Kilometer Autobahn übernehmen.

Doch hinter den Kulissen knirscht es gewaltig, wie der neue Geschäftsführer Stephan Krenz diese Woche bei einem Treffen mit den Abteilungsleitern der Landesverkehrsministerien feststellen musste. Die Beamten übten heftige Kritik an der bisherigen Umsetzung des Projekts durch den Bund.
So sei weder der ursprünglich für Februar avisierte bundeseinheitliche Tarifvertrag in Sicht noch eine einheitliche IT, die EU-weit ausgeschrieben werden müsste, wenn sie bereits wie geplant Anfang 2020 zur Verfügung stehen soll. Stattdessen hat der Bund längst eingeräumt, dass es bis 2021 keine vollständige Konsolidierung geben wird.

Die Abteilungsleiter warnen davor, dass ab 2021 Verkehrsprojekte nicht mehr umgesetzt und damit Investitionen in die Infrastruktur unterlassen werden. Es wäre der größte anzunehmende Unfall.
Wie Teilnehmer berichteten, beklagten die Landesbeamten noch weitere Punkte, die allesamt von den Ministern in einen Forderungskatalog der Landesverkehrsministerkonferenz aufgenommen und dann an den Bundesminister adressiert werden.

Scheuer hatte sich bereits mehrfach einmischen müssen, etwa als er eine ressortübergreifende Stabsstelle einrichten ließ, weil es Probleme bei der Gründung gegeben hatte. Auch bei der Bestellung der Geschäftsführer musste er eingreifen. Im Februar dann begann ein Kompetenzgerangel im Haus, da aus der Stabsstelle Mitarbeiter abgezogen wurden und die Stelle führungslos war.

Anfang April soll das Problem auf einer zweitägigen Klausur geklärt werden, um das Gerangel zwischen Straßenbauern sowie Zentral- und Leitungsabteilung aufzulösen. Bei einem Arbeitsfrühstück am zweiten Tag soll der Minister entscheiden. Angesichts des Durcheinanders wurde bereits eine mehrtägige Klausur mit den Ländern abgesagt und auf „Mitte Mai“ verschoben.

Allein am 28. März soll es ein Treffen zu Personalfragen geben. Zu den großen offenen Fragen gehört, ob ausreichend Beamte aus den Ländern in die Bundesgesellschaft wechseln wollen. Bisher liege die Wechselbereitschaft „im einstelligen Bereich“, heißt es in den Ländern.

Grund sei neben dem fehlenden Tarifvertrag etwa die Frage, ob sich der Bund an die Zusage halte, dass jeder Mitarbeiter künftig an seinem Standort weiterarbeiten dürfe. In Bayern sind Mitarbeiter bereits zu anderen Landesgesellschaften gewechselt.

Es droht ein Exodus und damit ein Fachkräftemangel. Offiziell heißt es im Ministerium: „Wir kommen gut voran und befinden uns im Zeitplan.“ In den Ländern, hieß es, diese Feststellung werde „mit Unverständnis“ aufgenommen.



Typisch mal wieder- es läuft letztendlich überhaupt nicht- man hinkt vollkommen dem Zeitplan hinterher- aber die Politik spricht nicht das aus, was nicht sein darf- wahrscheinlich, weil das Teile der möglichen zukünftigen AGB-Mitarbeiter verunsichern könnte. Ich kann nur für mich persönlich sprechen, dass ich vorgesorgt habe, und derzeit zwei Angebote von anderen Dienstherren habe, die ich binnen Vierteljahresfrist antreten könnte beides TVÖD und voller ÖD-Status!

Zwar hat man ja ofenbar tatsächlich die Möglichkeit, beim Land zu bleiben und sich an die AGB ausleihen zu lassen, was auf den ersten Blick so aussieht, als ändere sich in einem solchen Falle Nichts- aber ich denke mal, dass dann die weiteren Karrieremöglichkeiten äußerst begrenzt sein werden. Man wird sich zwar auf höher dotierte Stellen bei der AGB bewerben können- aber mir kann niemand erzählen, dass man auch eine ernsthafte Chance hat, diese Stelle dann zu bekommen, sofern man auch danach noch beim Land bleiben möchte. Ich gehe davon aus, dass bei derartigen Stellen dann "die Eigenen" oder sogar externe Bewerber bevorzugt werden- auch wenn derzeit natürlich Anderes behauptet wird!

alterschlingel

  • Jr. Member
  • **
  • Beiträge: 58
  • Karma: +2/-0
Die Thematik ist mir auch bewusst. Bleibst Du beim Land, hat keiner so recht Interesse, was für dich zu tun.