Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)  (Read 142682 times)

Amiga

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #435 am: 11.02.2019 14:32 »
Selbst bei vielen Beamten gibt es diese ständedenkende Unterscheidung nicht mehr.

Schade eigentlich. Ich wollte damit anfangen, "König auf der Burg" zu spielen. Ich sitze auf meinem Thron und wer etwas von mir möchte, muss zu mir die Stufen erklimmen und demütig darum bitten.

Stattdessen läuft es so: "Ey du da. Hier haste mal meinen Laptop (älter als die Kanzlerschaft der Merkel). Der ist letzte Woche ausgefallen, aber ich brauche den nachher dringend. Wir fahren auf Exkursion."

Wehe man erdreistet sich zu fragen, weshalb er über eine Woche braucht, um mir das mitzuteilen. Wenn man gerade auf dem Pott eine bezahlte Pause macht, suchen die einen auch schon mal dort auf. Echt grandios.
Kollatz deutete an, dass Landesbeschäftigte nach wie vor weniger Geld erhalten sollen als Arbeitskräfte beim Bund und den Kommunen:

"Für eine unterschiedliche Bezahlung gibt es gute Gründe. Die Länder haben mehr als doppelt so viele Beschäftigte wie Bund und Kommunen zusammen." Guter Mann. SPD!

nrwabc

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #436 am: 11.02.2019 15:27 »
Liebe Forumsmitglieder,

eine kurze Frage: als Nicht Gewerkschaftsmitglied möchte ich an den kommenden Warnstreiks teilnehmen.
Wie genau berechnet das Land den Gehaltsabzug?
Lohn / 28 Tage (= Februar)?

Danke und besten Gruß.

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #437 am: 11.02.2019 15:44 »
Kann dir da leider nicht weiterhelfen. Gleitzeit kannst du nicht nehmen?

Lars73

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #438 am: 11.02.2019 16:30 »
Wenn man Gleitzeit nimmt ist es kein Streik sondern nur demonstrieren.

Die Berechnung erfolgt nach § 24 (3) und (4)  TV-L.

nrwabc

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #439 am: 11.02.2019 16:49 »
Danke @Lars73.

teclis22

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #440 am: 11.02.2019 17:00 »
Wenn man Gleitzeit nimmt ist es kein Streik sondern nur demonstrieren.
*snip*

Was eine interessante Frage aufwirft. Für die Außenwirkung der Ver.di Aktion, sprich Menschen auf der Straße, ist es doch unerheblich ob demonstrieren oder streiken, oder ?

Die Dienststelle selber - die von einem Streik betroffen wäre - entscheidet ja nicht über die Verhandlungsergebnisse.
Oder werden "Streiktage" irgendwie weitergemeldet?


TZSteinbock

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #441 am: 11.02.2019 17:20 »
Die durch die AG aufgeworfenen Kompensationen (Stufenverbesserung gegen Basispunkte) sind schon ein starkes Stueck. So bezahlen die Bediensteten ja ihre eigene Job- Atrfaktivitaet quasi mit. Da heisst es gegenhalten.

Lars73

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #442 am: 11.02.2019 17:43 »
Zumindest beim Bund gibt es eine Meldung der Streikteilnahme aus den einzelnen Dienststellen. Ich nehem an in den Ländern ist es ähnlich.

Texter

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #443 am: 11.02.2019 17:49 »
Auch wenn es eine Enttäuschung ist und eine unglaubliche Blasphemie... selbst die Handelnden der Tarifvertragsparteien (Tarifreferenten) sagen "gehobener Dienst", weil "die Beschäftigten der EG9 (ohne verlängerte Stufenlaufzeiten) bis EG 12 (bzw. manchmal EG13)" zu sperrig ist. Der Begriff ist schlicht die geläufige Umschreibung. In Niederschriften/Protokollen etc. natürlich dann immer die juristisch korrekte Bezeichnung.
Was wiedermal die fehlende Flexibilität und das Beharrungsvermögen in den Köpfen dieser Personen zeigt.
Denn es werden damit automatisch immer noch gewissen Strukturen gedacht, die nicht mehr da sind.
 :'( :'(
BTW: Selbst bei vielen Beamten gibt es diese ständedenkende Unterscheidung nicht mehr.

Gab es mal ein "gehobenes Angestelltenverhältnis"?
Ich meine mich zu erinnern, dass auch in älteren BAG-Urteilen immer mal wieder ein Vergleich gezogen wird. Kann aber auch ein Irrtum sein.

Lothar57

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #444 am: 11.02.2019 20:00 »
Die durch die AG aufgeworfenen Kompensationen (Stufenverbesserung gegen Basispunkte) sind schon ein starkes Stueck. So bezahlen die Bediensteten ja ihre eigene Job- Atrfaktivitaet quasi mit. Da heisst es gegenhalten.
Volle Zustimmung. Die jahrelangen Versäumnisse in der Personalpolitik müssen korrigiert werden, damit der Laden nicht zusammenbricht. Bezahlen sollen es aber die TB durch Verzicht auf eine angemessene Gehaltssteigerung. Das ist dann ja mal endlich wie in der freien Wirtschaft: Das Management baut Mist, die Arbeitnehmer zahlen die Rechnung.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

Dienstbeflissen

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #445 am: 11.02.2019 20:56 »
Geht doch  ;)
Mir hätte auch gereicht: in den höheren EGs

BTW:
Hat jemand aus dem Norden schon was von "Streikplänen" gehört. Würde gerne wieder bisserl ZA in Verdningung mit einem Spaziergang machen wollen, aber hier bekommt man ja nichts mit.

Aus HH.

GDP und DpolG haben für morgen aufgerufen. Viele Kollegen sind such dabei, aber hier ist der Orga-Grad auch ungleich höher als bei den ver.di Heinis...

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #446 am: 11.02.2019 21:29 »
Die durch die AG aufgeworfenen Kompensationen (Stufenverbesserung gegen Basispunkte) sind schon ein starkes Stueck. So bezahlen die Bediensteten ja ihre eigene Job- Atrfaktivitaet quasi mit. Da heisst es gegenhalten.

Wieso- was sich im TVÖD 2016 unsetzen ließ, wird für die TDL doch wohl ein Kinderspiel werden. Wenn die Gewerkschaften dies ablehnen, heißt es, sie seien Modernitätsverweigerer. Wenn sie dem zustimmen, heißt es, sie haben sich über den Tisch ziehen lassen.

Mitarbeiter maulen zwar, lassen dies letztlich aber brav über sich ergehen.Tja-irgendwie schön, Arbeitgeber im ÖD zu sein.

MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #447 am: 12.02.2019 06:26 »
Die durch die AG aufgeworfenen Kompensationen (Stufenverbesserung gegen Basispunkte) sind schon ein starkes Stueck. So bezahlen die Bediensteten ja ihre eigene Job- Atrfaktivitaet quasi mit. Da heisst es gegenhalten.

Wieso- was sich im TVÖD 2016 unsetzen ließ, wird für die TDL doch wohl ein Kinderspiel werden. Wenn die Gewerkschaften dies ablehnen, heißt es, sie seien Modernitätsverweigerer. Wenn sie dem zustimmen, heißt es, sie haben sich über den Tisch ziehen lassen.

Mitarbeiter maulen zwar, lassen dies letztlich aber brav über sich ergehen.Tja-irgendwie schön, Arbeitgeber im ÖD zu sein.
Wenn sie zustimmen, dann heisst es sie haben sich über den Tisch ziehen lassen?
Doch nur weil sie diesen offensichtlich notwendig Schritt nicht selber vorgeschlagen haben.

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #448 am: 12.02.2019 06:52 »
Es wäre absurd, wenn die Gewerkschaft den "notwendigen" Schritt - Stufenverbesserungen gegen Basispunkte-  vorschlägt. Wie schon weiter oben beschrieben, bezahlen die TBs ihre Verbesserungen dann selber - komische Ansicht der Arbeitnehmerinteressen.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#2)
« Antwort #449 am: 12.02.2019 06:58 »
Was genau soll dieses „Stufenverbesserungen gegen Basispunkte“ eigentlich sein?