Autor Thema: Petition: Erwerbsminderungssrente: Gleiches Recht für Alle  (Read 2371 times)

TV-Ler

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Na ja, ich habe 6 Prozent Rendite mit Daimler Aktien und on top mögliche Kursgewinne. Ganz ohne staatliches Umverteilen und den ganzen Bürokratieapparat.
Und ggf. auch mögliche Kursverluste "on top". Auch ganz ohne staatliches Umverteilen und den ganzen Bürokratieapparat ...  ;)

was_guckst_du

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Ich würde über meine Beiträge auch lieber selber entscheiden können, da ich mir durchaus zutraue mit diesem Geld am Ende nicht weniger "erwirtschaftet" zu haben als der Staat oder die Sozial- oder Rentenversicherung.

...dann klappts auch besser mit dem "Jobrad"...  ;D
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung

DiVO

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Was BAT sagen will ist doch klar: Er erzielt derzeit ohne Stress eine Dividendenrendite in Höhe von 6 %. Da sind keine Kursveränderung mit eingerechnet. Was er mit diesem Geld macht ist seine Sache, wenn er sie wieder reinvestiert und sein Portfolio eine gewisse Diversivizierung aufweist wird sein Risiko langfristig mit einem Minus dazustehen wohl eher gering sein.

Wenn ich mir ansehe wie hoch die für mich abgeführten monatlichen Rentenbeiträge sind und wie gering die später zu erwartende Rente ausfällt, dann bin ich der festen Überzeugung, dass dieses Geld in einer kapitalgebundenen Anlageform auf diese Laufzeit betrachtet eine deutliche höhere Rendite erzielen wird.

Für mich gibt es aber für das Deutsche Rentensystem eine Hoffnung: in rund 30 Jahren werden rein statistisch betrachtet die ersten Jahrgänge der Babyboomer nicht mehr sein und so wird sich das Verhältnis Beitragszahler - Rentner wieder entspannen.

was_guckst_du

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Für mich gibt es aber für das Deutsche Rentensystem eine Hoffnung: in rund 30 Jahren werden rein statistisch betrachtet die ersten Jahrgänge der Babyboomer nicht mehr sein und so wird sich das Verhältnis Beitragszahler - Rentner wieder entspannen.

...weder für dich noch für das deutsche Rentensystem wird diese Hoffnung in 30 Jahren noch Bestand haben...
Gruß aus "Tief im Westen"

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kleri

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Also ich stimme Spid ja mal wieder vollumfänglich zu.
Möchte aber gleichzeitig die Frage stellen, wie die Absicherung derjenigen Arbeitnehmer sichergestellt werden kann, die es ohne Zwangssysteme nicht selber auf die Kette bekommen. Ich denke da z.B. an die Unterzeichner solcher Petitionen oder den Wählern gewisser Protestparteien, die Intellektuell nicht ganz auf dem Niveau von Spid sein dürften.
(...)

Grundsicherung nach dem SGB XII.

MoinMoin

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da ich mir durchaus zutraue mit diesem Geld am Ende nicht weniger "erwirtschaftet" zu haben als der Staat oder die Sozial- oder Rentenversicherung. Das geht aber vielleicht nicht allen so.
Wie du ja schon schreibst: Erwirtschaftet wird im GRV System nix, nur umverteilt.
Wer da eine Rendite ausrechnet bzgl. des eingezahlten Geldes, der rechnet komplett falsch.

Eine freiwillige RV wäre natürlich schöner, für die die mit dem Geld umgehen können, allerdings müsste auch sichergestellt sein, dass diese dann keine Grundsicherung o. andere Sozialleistungen erhalten, wenn sie sich verzocken.
Sonst haben wir wieder das Problem, wie früher bei der PKV etc.

MoinMoin

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Für mich gibt es aber für das Deutsche Rentensystem eine Hoffnung: in rund 30 Jahren werden rein statistisch betrachtet die ersten Jahrgänge der Babyboomer nicht mehr sein und so wird sich das Verhältnis Beitragszahler - Rentner wieder entspannen.

...weder für dich noch für das deutsche Rentensystem wird diese Hoffnung in 30 Jahren noch Bestand haben...
Und es ist komplett irrelevant wie viele Kinder gezeugt werden oder wurde.
Das Rentensystem basiert nicht auf Kinder, sondern auf Erwerbstätige. Und deren Produktivität, natürlich.

BAT

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Was BAT sagen will ist doch klar: Er erzielt derzeit ohne Stress eine Dividendenrendite in Höhe von 6 %. Da sind keine Kursveränderung mit eingerechnet. Was er mit diesem Geld macht ist seine Sache, wenn er sie wieder reinvestiert und sein Portfolio eine gewisse Diversivizierung aufweist wird sein Risiko langfristig mit einem Minus dazustehen wohl eher gering sein.


Natürlich längerfristige Anlage, von daher ist mir der Kurs egal.

Viel wichtiger ist aber einerseits die Effizienz der Anlageform ohne den Bürokratieapparat und Umverteilung aber auch die Beteiligung breiter Masse der Bevölkerung an der Wertschöpfung. Die Arbeitskraft ist hier nur ein kleines, eigentlich schlechteres, Standbein. Fonds sind für die breite Masse wohl besser.

Und vor allem: nicht immer dieses Schimpfer über "die" Industrie oder "die" Unternehmen. Wenn man selbst Anteilsinhaber ist, sieht man die Sache anders. Und China und Nahost muss ja nicht alles aufkaufen.

Was hätte man mit den Riester Milliarden alles machen können...

Zur Rentenversicherung und Erwerbsunfähigkeit:

der Haken an der Sache sind vor allem die Gewerkschaften, mal wieder. Diese haben zu sehr darauf gesetzt, daß das dicke Gehalt erst mit der Zeit, also dem Alter kommt. Wo in den ersten 20 oder 30 Jahren des Arbeitslebens noch keine großen Bruttoverdienst herrschen, gibt es auch wenig Rentenbeiträge und eine kleinere (EU) - Rente. Also endlich: Abschaffung der Stufen 2 bis 5. 1 Jahr "Probezeit" und dann die bisherige Stufe 6 als Stufe 2. Volles Gehalt für volle Arbeitszeit.

Organisator

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Die gesetzliche Rente ist das sicherste und beste Altersicherungssystem. Diese Aufgabe privater Kapitalanlage zu überlassen ist extrem riskant und derzeit auch nachweislich ineffizient.

Beispiel Rieserrente: über 30 Milliarden Steuergelder vernichtet.

Die 4 % Eigenvorsorge funktionieren nicht. Wer profitiert davon? Banken und Versicherungen usw.


Behauptungen und Parolen ohne Begründungen sind das, was nicht funktionert!

Keeper83

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Ich würde über meine Beiträge auch lieber selber entscheiden können, da ich mir durchaus zutraue mit diesem Geld am Ende nicht weniger "erwirtschaftet" zu haben als der Staat oder die Sozial- oder Rentenversicherung.

...dann klappts auch besser mit dem "Jobrad"...  ;D

So ist es. Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.
Dank eines nun vorliegenden Angebotes meines AG gibts das Jobrad jetzt aber auch ohne Zustimmung der Gerwerkschaften.

MoinMoin

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Dank eines nun vorliegenden Angebotes meines AG gibts das Jobrad jetzt aber auch ohne Zustimmung der Gerwerkschaften.
Siehste, sag ich doch, geht doch!
Freut mich für dich, aber leider haste noch nicht (im entsprechenden nachbar Thread) verraten wie das Angebot denn jetzt konkret aussieht. Würde mich persönlich wirklich mal interessieren, da ich wie schon geschrieben letztes Jahr nur Mogelpackungen gesehen hatte.

Dude23

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Grundsicherung nach dem SGB XII.

Genau, da ist das staatliche System dann wieder gut genug.

Spid

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Das ist ja keine Zwangsversicherung - es handelt sich um die Gewährleistung des Existenzminimums und somit um eine staatliche Aufgabe.

Feidl

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Beispiel Österreich: die gingen nicht den Weg der Teilprivatisierung. 1/3 höhere Renten wie in Deutschland.
Autsch, bei dem Vergleich muss man höllisch aufpassen. Da gibt es soviele Unterschiede. Zum Beispiel gibt es in Österreich durchschnittlich höhere Renten, weil man viel länger eingezahlt haben muss, um überhaupt auch nur einen Cent Rente zu bekommen (waren glaub 15 statt 5 Jahre). Personen in Deutschland, die nur wenige Jahre eingezahlt haben und dann eine mickrige Rente bekommen und von den Medien gern als Beispiele für Altersarmut dargestellt werden, gibt es in Österreich gar nicht, weil sie dort gar keine Rente bekommen.

MrRossi

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Ich möchte ja einen Teil meiner Sozialversicherungsbeiträge in etwas sinnvolles investieren. Leider steht Verdi dazischen.


Wie genau steht Verdi dazwischen?