Autor Thema: Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020  (Read 10278 times)

Schokobon

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #15 am: 27.03.2020 10:26 »
Ist letztendlich total egal, was bei den Tarifrunden rauskommt.

Es wird mittelfristig eine Währungsreform im Euroraum geben,
die zu einer Geldentwertung von geschätzt 90% führt....

Schöne Quarantänezeit allseits und bleibt gesund!

Hast du auch Argumente für deine steile These?

Wer nur ansatzweise Grundverstandnis von VWL hat wird sehen, daß es maximal zu einer Deflation kommen wird.

Die einen erwarten eine Inflation die anderen eine Deflation. Ich persönlich erwarte auch eher eine leichte Inflation, da seitens der Obrigkeit aktuell große Mengen Geld auf den Markt geworfen werden aber die Gütermenge tendenziell ja nicht mitwächst (wg. Produktionsstopp etc.)
Das hängt vielleicht auch mit der Dauer des shutdown zusammen. Umso länger der anhält desto eher eine stärkere Inflation.

Aber auch eine Deflation ist nicht ausgeschlossen, denn die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen könnte schrumpfen oder gar zu großen Teilen ganz wegbrechen. Nach der Marktlogik müssten die Unternehmen darauf mit sinkenden Preisen reagieren.



Fragmon

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #16 am: 27.03.2020 13:22 »
Wie soll es denn zu einer Inflation kommen. Es wird wenig neues Geld in den Umlauf gebracht sondern nur die Nichtproduktion ausgeglichen. Durch die Kurzarbeit kann auch nicht mehr konsumiert werden, da kein Geld zur Verfügung steht. Sobald die Wirtschaft wieder anzieht werden die Preise fallen bis sich der Konsum wieder stabilisiert. Es ist nicht davon auszugehen, dass er in dem Maße steigt, dass es zu einer Inflation kommt.

Rudi_Regenbogen

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #17 am: 29.03.2020 16:15 »
Auch wenn ich mich jetzt bei manchen Kolleginnen und Kollegen unbeliebt machen sollte: Ich glaube, dass wir den Ball flach halten sollten. Wir haben den riesen Vorteil, dass wir ohne finanzielle Sorgen durch die Corona-Kriese kommen. Ich sehe in meinem direkten Umfeld die Sorgen derer, die nicht wissen wie es weiter gehen soll. Manche haben Angst den Job oder das Haus oder beides zu verlieren. Wir wissen, dass wir unser Geld weiter bekommen. Ich merke, auch in meinem Kollegenkreis, dass manche auf sehr hohem Niveau jammern. Der Staat nimmt grade Milliarden auf um all denen zu helfen, denen es nicht so gut geht wie uns. Und jetzt schon über Forderungen nachzudenken, die im Herbst gestellt werden sollen, halte ich für viel zu früh. Wir wissen nicht, wie es in unserem Land in wenigen Wochen aussieht.  Ausserdem kommt es in der Öffentlichkeit auch sicher nicht gut an, wenn wir jetzt Forderungen stellen während viele andere Menschen um ihre nackte Existenz bangen. Ich sage nicht, dass wir nichts fordern sollen, ich denke nur, dass es dafür zu früh ist. Und sollte die Kriese bis in den Herbst, oder länger, anhalten, sollten wir auch so lange auf Forderungen verzichten.

Bastel

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #18 am: 30.03.2020 06:33 »
Ich sehe in meinem direkten Umfeld die Sorgen derer, die nicht wissen wie es weiter gehen soll. Manche haben Angst den Job oder das Haus oder beides zu verlieren. Wir wissen, dass wir unser Geld weiter bekommen.

Viele "erkaufen" sich diese Sicherheit aber auch vielleicht mit einem geringeren Gehalt als in der Wirtschaft? Jahrelang hat halt der Kumpel bei Porsche, BMW und wie Sie alle heißen Boni in Höhe von 5-9.000€ bekommen und bei einem selbst wird noch am 13. Gehalt gekürzt. Jetzt dreht sich der Wind etwas in die andere Richtung und schon wird geweint.

HerrKaeseberg

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #19 am: 30.03.2020 07:37 »
Ich sehe in meinem direkten Umfeld die Sorgen derer, die nicht wissen wie es weiter gehen soll. Manche haben Angst den Job oder das Haus oder beides zu verlieren. Wir wissen, dass wir unser Geld weiter bekommen.

Viele "erkaufen" sich diese Sicherheit aber auch vielleicht mit einem geringeren Gehalt als in der Wirtschaft? Jahrelang hat halt der Kumpel bei Porsche, BMW und wie Sie alle heißen Boni in Höhe von 5-9.000€ bekommen und bei einem selbst wird noch am 13. Gehalt gekürzt. Jetzt dreht sich der Wind etwas in die andere Richtung und schon wird geweint.

Sehe ich auch so. Genau das ist ja ein Vorteil des ÖD, bzw. größerer Teile des ÖDs. Wenn das jetzt als Argument herangezogen wird, weshalb es keine oder wesentlich geringere Erhöhungen geben soll, dann ist es in dem Sinne ja kein Vorteil mehr... Aber die Argumentation wird sicherlich genau so kommen.

Rollo83

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #20 am: 30.03.2020 07:40 »
Mir persönlich wäre eine Kürzung der Wochenarbeitszeit von 41h auf 38h-39h sogar lieber als x% mehr Dienstbezüge. Theoretisch ist dies ja trotzdem eine Erhöhung da gleiches Geld nur weniger Stunden zu erbringen. Den Staat würde es aber quasi "nichts" kosten.

Wasserkopp

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #21 am: 30.03.2020 08:15 »
Mir persönlich wäre eine Kürzung der Wochenarbeitszeit von 41h auf 38h-39h sogar lieber als x% mehr Dienstbezüge. Theoretisch ist dies ja trotzdem eine Erhöhung da gleiches Geld nur weniger Stunden zu erbringen. Den Staat würde es aber quasi "nichts" kosten.

Nur wenn man davon ausgeht, dass dadurch keine Engpässe entstehen. Vermutlich müssten dadurch doch - wenn alle Beschäftigten voll ausgelastet sind -  neue Stellen geschaffen werden.

BStromberg

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #22 am: 30.03.2020 08:38 »
Mir persönlich wäre eine Kürzung der Wochenarbeitszeit von 41h auf 38h-39h sogar lieber als x% mehr Dienstbezüge. Theoretisch ist dies ja trotzdem eine Erhöhung da gleiches Geld nur weniger Stunden zu erbringen. Den Staat würde es aber quasi "nichts" kosten.

Da bin ich dabei.

Moderate 2% als Kaufkraftausgleich dazu,
24 Monate Laufzeit und Deckel drauf.

Kein Streik, kein Zank, einfach machen und gut ist.

Die Länder adaptieren das dass 1 zu 1 in der Folge und man hat zumindest wieder eine bundeseinheitliche Arbeitszeit.
"Ich brauche Informationen.
Meine Meinung bilde ich mir selber."
(Charles Dickens)

Feidl

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #23 am: 30.03.2020 11:09 »
Mir persönlich wäre eine Kürzung der Wochenarbeitszeit von 41h auf 38h-39h sogar lieber als x% mehr Dienstbezüge. Theoretisch ist dies ja trotzdem eine Erhöhung da gleiches Geld nur weniger Stunden zu erbringen. Den Staat würde es aber quasi "nichts" kosten.

Nur wenn man davon ausgeht, dass dadurch keine Engpässe entstehen. Vermutlich müssten dadurch doch - wenn alle Beschäftigten voll ausgelastet sind -  neue Stellen geschaffen werden.
Insgesamt werden mit Sicherheit keine Engpässe entstehen. Allerdings jetzt schon ausgelastet Bereiche müssten gestärkt werden auf Kosten der Bereiche, wo auch mal ne ruhige Kugel geschoben wird.

Wasserkopp

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #24 am: 30.03.2020 20:10 »
Wäre aus meiner Sicht soweit denkbar.

Aber wer ordnet die Bereiche in "ausgelastet" und "nicht ausgelastet" ein?

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #25 am: 30.03.2020 22:25 »
Wäre aus meiner Sicht soweit denkbar.

Aber wer ordnet die Bereiche in "ausgelastet" und "nicht ausgelastet" ein?
Der Kunde?

BBeamter

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #26 am: 31.03.2020 06:19 »
Wäre aus meiner Sicht soweit denkbar.

Aber wer ordnet die Bereiche in "ausgelastet" und "nicht ausgelastet" ein?

Alle Behörden, die jetzt als "systemrelevant" eingestuft wurden! *ironieAus*

Jeans

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #27 am: 02.04.2020 19:06 »
Mir persönlich wäre eine Kürzung der Wochenarbeitszeit von 41h auf 38h-39h sogar lieber als x% mehr Dienstbezüge. Theoretisch ist dies ja trotzdem eine Erhöhung da gleiches Geld nur weniger Stunden zu erbringen. Den Staat würde es aber quasi "nichts" kosten.

Das sehe ich als Pensionär naturgemäß etwas anders, denn von dieser theoretischen Erhöhung habe ich praktisch nichts. Ich würde dann eher so argumentieren, dass zwei bis drei Stunden weniger in der Woche sich so gut wie gar nicht bemerkbar machen (zweieinhalb Stunden pro Woche wäre gerade mal 'ne halbe Stunde pro Tag), während von zwei bis drei Prozent höheren Bezügen wir alle spürbar etwas hätten.

Also ein Ergebnis, das nur den Beamten etwas bringt, die noch im Dienst sind, wäre ein Schlag ins Gesicht für alle Ruheständler.

Wasserkopp

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #28 am: 02.04.2020 19:44 »
Oder eine Kombination aus beidem? Aktive Beamte bekommen eine angepasste Wochenarbeitszeit und die Ruheständler eben passend dazu x,x%

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen öfftl. Dienst Bund Herbst 2020
« Antwort #29 am: 02.04.2020 21:51 »
Die Logik verstehe ich nicht.
Sollen die Pensionäre weniger bekommen, wenn die Jahrerbeitszeit verlängert würden?