Autor Thema: Verbeamtung?  (Read 1666 times)

Sonnenschein0

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Verbeamtung?
« am: 04.06.2020 13:32 »
Hallo an alle.

Ich bin wirklich unschlüssig und hätte gern ein paar Meinungen von Experten.

Aktuell bin ich in der E8 Stufe 4.
Nächstes Jahr könnte ich verbeamtet werden. Man beginnt ja mit der A6. Ich bin verheiratet und habe 2 Kinder.
 Lohnt sich die Verbeamtung? Ach ja, ich wäre dann 32 Jahre alt
Danke an alle.

Unknown

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #1 am: 04.06.2020 13:52 »
Lohnt sich die Verbeamtung? Ach ja, ich wäre dann 32 Jahre alt
Das ist relativ. Hängt von deiner Lebensphilosophie ab. Das musst du für dich entscheiden. Ausserdem hast du nicht geschrieben von welchen Kriterien du es abhängig machst und demnach kann man dir auf deine pauschale Frage keine Antwort geben.

Sonnenschein0

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #2 am: 04.06.2020 14:00 »
Danke für die Antwort. Mich schreckt die private KV etwas ab, da sie ja auch steigt mit der Zeit. Ich müsste meine Ki der auch versichern da mein Mann selbständig ist. Vorteile sehe ich in der Berufsunfähigkeit und ggf. In der Pension.

Egon12

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #3 am: 04.06.2020 15:18 »
Die Frage flackert immer mal wieder im Beamtenteil auf, 41 Wochenstunde hast du gesehen?

Berufsunfähigkeit wird überschätzt,
Rente + VBL  sind auch ganz gut.
Beamte können einfacher versetzt werden

suche einfach mal in dem anderen Forenteil

Sonnenschein0

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #4 am: 04.06.2020 15:29 »
Ich dachte mit Kind sind es 40h....

Schokobon

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #5 am: 04.06.2020 15:52 »
Welcher (potentielle) Dienstherr?

Sonnenschein0

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #6 am: 04.06.2020 16:08 »
Bund. Bundesverwaltungsamt.

2strong

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #7 am: 04.06.2020 17:53 »
Wenn Du beabsichtigst, im öffentlichen Dienst zu bleiben, rate ich Dir zur Verbeamtung.

Die Kosten der PKV sind m. E. unkritisch. Sie belaufen sich in Deinem Alter im Regelfall auf rd. 300 €, für Dich und die Kinder zusammen. Netto stehst Du Dich damit in A 6 ähnlich wie derzeit in Entgeltgruppe 8. Durch Stufenaufstiege und absehbare Beförderungen (70% des mittleren Dienstes im BVA sind mindestens nach A 8 besoldet) wird Dein verfügbares Einkommen perspektivisch erheblich über den Bezügen in Entgeltgruppe 8 liegen, auch oberhalb jener in Entgeltgruppe 9a.

Auch langfristig sind die Kosten der PKV m. E. unkritisch. Die Steigerungsraten der letzten 15 Jahre lagen bei rd. 2% p. a. Im Ruhestand übernimmt die Beihilfe zudem 70% der Kosten (statt zuvor 50%).

Wesentliche Vorteile sehe ich darüber hinaus in dem trotz VBL (Betriebsrente) der Angestellten höheren Versorgungsniveau (bei Dir vermutlich aus A 8 oder A 9) und der "unbegrenzten Lohnfortzahlung" im Krankheitsfall.

Sonnenschein0

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #8 am: 04.06.2020 20:07 »
Vielen lieben Dank! Eine sehr gute Einschätzung. Danke.

2strong

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #9 am: 04.06.2020 20:57 »
Ach so, und es wären (wegen der Kinder) für Dich bis auf Weiteres tatsächlich nur 40 Std., nicht 41.

Unknown

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #10 am: 04.06.2020 21:00 »
Bei zwei Kinder beträgt der Satz bei der PKV nur 30% und 70% Beihilfe.

2strong

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #11 am: 04.06.2020 21:07 »
Völlig richtig. Aber die derzeit noch jungen Kinder werden älter und sind irgendwann nicht mehr berücksichtigungsfähig, weshalb der Beihilfesatz von 70% auf 50% sinkt. Bevor die Kollegin in Ruhestand tritt, wird sie also noch ein bis zwei Jahrzehnte einen Anspruch von nur 50 % Beihilfe haben.

By the way:
Die Kinder privat zu versichern, ist aufgrund des besoldungsrechtlichen Anspruchs auf Kinderzuschlag nahezu kostenneutral möglich.

Elur

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #12 am: 04.06.2020 21:56 »
Hallo,
ich stand vor 9 Jahren vor der gleichen Frage und hab es damals mit Ende 30 gewagt. Bin im mittleren Dienst verbeamtet worden. Besoldet wurde ich im Eingangsamt nach A6. Damals hatte ich noch 3 berücksichtigungsfähige Kinder, so dass ich sofort mehr netto hatte. Unsere Kinder konnten über meinen Mann krankenversichert werden. Ich hab damals ca. 180 Euro für die PKV bezahlt. Inzwischen sind zwei Kinder erwachsen, meine PKV liegt derzeit bei 300 Euro. Kurz nach der Probezeit wurde ich nach A7 befördert, wenige Monate danach habe ich das Aufstiegsstudium begonnen und wurde kurz vor Studienabschluss nach A8 befördert. Mit Abschluss des Studiums bin ich in den gehobenen Dienst aufgestiegen, wurde also nach A9g besoldet und in wenigen Wochen steht die Beförderung nach A10 an. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich das jemals erreiche. Wenn ich eins nicht bereue, dann ist das meine Verbeamtung!

2strong

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #13 am: 04.06.2020 22:57 »
Fairerweise muss man darauf hinweisen, dass auch im Tarifbereich "Aufstiegsverfahren" wie der Verwaltungslehrgang zwei existieren. Dennoch: Wenn einem irgendwann noch ein Laufbahngruppenwechsel in den g. D. gelingt, hat man in den meisten Fällen ohnehin gewonnen. Du wirst da ja auch nicht mit A 10 in Ruhestand gehen.

Spid

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Antw:Verbeamtung?
« Antwort #14 am: 05.06.2020 07:08 »
Da TB entsprechend ihrer nicht nur vorübergehend auszuübenden Tätigkeit eingruppiert sind, ist es jederzeit möglich, von E1 in E15 zu kommen, dazu bedarf es keiner „Aufstiegsverfahren“, sondern lediglich die entsprechende auszuübende Tätigkeit.