Autor Thema: Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler  (Read 913 times)

bsunti

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Hallo zusammen,

ich habe kommende Woche ein Vorstellungsgespräch für eine IT-Stelle im öffentlichen Dienst, die Stelle ist mit der Möglichkeit zur Verbeamtung ausgeschrieben. Ich bin momentan in der Privatwirtschaft tätig und habe was den öffentlichen Dienst angeht nur wenig Wissen.

Ich habe Zugang zu der Stelle (gehobener Dienst - EG 10) über 6 Jahre Berufserfahrung, als Alternative zum Studium. Das Studium werde ich aber innerhalb der nächsten 6-8 Monate (berufsbegleitend) abschließen. Mit welcher Stufe kann ich rechnen? Redet man darüber beim Bewerbungsgespräch bzw. wird einem das gesagt? Es wird eigentlich erst ab Stufe 4 interessant für mich - ist das realistisch? Wenn meine Berufserfahrung angerechnet wird, dann sieht es eher nach Stufe 3 aus.
Wie sieht es mit der IT-Fachkräftezulage aus - kann man das ansprechen? Macht es Sinn zu sagen, dass ich unter Stufe 4 einen Verlust an Gehalt eingehe?

Vielen Dank

WasDennNun

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Antw:Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler
« Antwort #1 am: 02.08.2020 11:08 »
Mehr als Stufe 3 ist unwahrescheinlich, da auch nicht über förderliche Zeiten darstellbar.


einschlägige Berufserfahrung ist nicht verhandelbar, anders sind kann Regelungen.
Welcher TV ist es?
Bei TVL kann man über eine Stufenzulage verhandeln, so dass du das Entgelt der Stufe 4 o. 5 erreichen kannst.

bsunti

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Antw:Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler
« Antwort #2 am: 02.08.2020 11:40 »
Hallo,

es geht um den TVÖD-Bund - glaube ich. Zollverwaltung in Bayern. In der Stellenbeschreibung heisst es "E 10 TVöD"

Grüße
Florian

WasDennNun

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Antw:Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler
« Antwort #3 am: 02.08.2020 15:45 »
Dann kannst du die Zulage im VS ansprechen, bzw. denen mitteilen, dass du für die Stufe 3 nicht den Job annehmen wirst.
Wenn sie sagen mehr geht nicht, dann ist das gelogen und du solltest schnell den Raum verlassen.

Zwerchnase

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Antw:Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler
« Antwort #4 am: 12.08.2020 19:13 »
Als IT Fachmann geht man nicht in den ÖD! Ebenso als Ingenieur.
Nur diejenigen, die in der freien Wirtschaft nicht unterkommen.

ds78

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Antw:Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler
« Antwort #5 am: 12.08.2020 19:54 »
EG10 ist schon reichlich wenig, aber es ist wie es ist.

Zulagen sind frei verhandelbar und sollten auch definitiv ins Gespräch gebracht und (ggf. später) durchgeboxt werden. Keine Zulage, keine Vertragsunterschrift. Das muss man meines Erachtens aber nicht direkt im Vorstellungsgespräch final klären, das geht auch später. Ich hab meine Zulage später indirekt über mein gewünschtes Zielgehalt (EG12) ins Spiel gebracht. Dieses wäre ohne Zulage nicht realisierbar gewesen und anfangs hieß es auch, dass meine Wünsche nicht umsetzbar seien. Ich habe dann vorgeschlagen, dass man (die Organisation) nochmal intern bespricht was möglich wäre, gleichzeitig aber auch gesagt, dass ich zu deren Vorstellungen nicht wechseln kann bzw. nicht wechseln werde. Wenige Tage später kam dann der Anruf, dass meinem Wunschgehalt entsprochen werde. TVÖD Bund.

Pistole auf die Brust ist sicher nicht die beste Option. Wichtig ist, dass der Gegenüber gesichtswahrend aus einem Gespräch gehen kann. Das ist meines Erachtens das A und O einer Verhandlung.

Viel Erfolg.

WasDennNun

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Antw:Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler
« Antwort #6 am: 13.08.2020 08:50 »
Als IT Fachmann geht man nicht in den ÖD! Ebenso als Ingenieur.
Nur diejenigen, die in der freien Wirtschaft nicht unterkommen.
Schwachsinn, Blödsinn kann nur von einem Ahnungslosen kommen so eine Aussage.

70T€ ist für viele durchaus ein angenehmes Entgelt.

WasDennNun

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Antw:Vorstellungsgespräch öffentlicher Dienst als IT-ler
« Antwort #7 am: 13.08.2020 08:53 »
Pistole auf die Brust ist sicher nicht die beste Option. Wichtig ist, dass der Gegenüber gesichtswahrend aus einem Gespräch gehen kann. Das ist meines Erachtens das A und O einer Verhandlung.
Richtig, Verhandlung auf Augenhöhe, gepaart mit dem fundiertem Wissen, was theoretisch machbar ist.
Leider wissen ja viele Personaler nicht was geht, aber denen kann man ja (gesichtswahrend) helfen.