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Höhergruppierng aus S-Tabelle in E-Tabelle

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Flo4688:
Hallo liebe Forengemeinschaft,

ich habe eine (für mich) komplizierte Sachlage:

Ich bin seit 8,5 Jahren bei meiner Dienststelle. Angefangen im Anerkennungsjahr und dann als Sozialarbeiter. Nun habe ich eine Weiterbildung zum Suchttherapeuten gemacht (Masterstudium). Schon während der Zeit als Sozialarbeiter habe ich eine therap. Stationsleitung übernommen und wurde aus E9 Stufe 4 in E10 Stufe 3 inkl. Garantiebetrag höhergruppiert, da es sich um höherwertige Tätigkeiten handelte.
Nun wurde ich (wie alle SozialarbeiterInnen) in die neue S-Tabelle in S15 Stufe 3 übergeleitet und erhalte eine Zulage, die S15/3 auf mein bisheriges Brutto aufstockt.
Durch den Masterabschluss soll ich nun in E13 höhergruppiert werden. Nun mein Problem:

Aus E10/3 wäre ich über E11/3, E12/3 in E13/3 gruppiert worden.
Aus S15/3 wird laut AG der direkte Vergleich mit E13 angestellt (ohne Zwischenstufen) und somit würde ich in E13/2 landen.
Meine bisherige Erfahrung als therap. Stationsleitung wird ebenfalls nicht anerkannt obwohl sich an meiner ausgeübten Tätigkeit nichts ändern wird - lediglich der akademische Grad ist nun ein anderer.

Ist dieses Vorgehen seitens des AG korrekt oder müsste zunächst S15/3 in E10/3 "zurückgeleitet" werden und dann die entsprechende Höhergruppierung bis E13 geprüft werden?

Vielen Dank.

McOldie:

--- Zitat von: Flo4688 am 24.08.2020 14:15 ---
Aus S15/3 wird laut AG der direkte Vergleich mit E13 angestellt (ohne Zwischenstufen) und somit würde ich in E13/2 landen.


--- End quote ---
so ist es. schau hier einmal
https://www.mf.niedersachsen.de/download/149757/Tabellenwechsel_-_Stand_18.11.2019.pdf

Spid:
Die Problematik und das weit verbreitete rechtswidrige AG-Verhalten wurde hier ausführlich diskutiert: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,113773.msg168186.html#msg168186

Flo4688:
Danke für die schnelle Antwort.
Das die Prüfung der einzelnen Stufen bei Höhergruppierung über mehrere Stufen aus Gründen der Einfachheit entfällt, ist aber schon traurig.
Letztlich bin ich durch die kurzfristige Überleitung in die S-Tabelle unter dem Strich schlechter gestellt als vorher in E10.
Inwieweit muss der AG meine bisherige Erfahrung in meinem Aufgabenbereich anerkennen? Das Argument war, dass dies nicht geht, weil ich die Erfahrung in einer anderen Entgeldgruppe gesammelt habe. Inhaltlich ändert sich aber tatsächlich rein gar nicht. Ich mache auch mit Master und E13 exakt das Gleiche wie vorher auch?!

Flo4688:

--- Zitat von: Spid am 24.08.2020 14:53 ---Die Problematik und das weit verbreitete rechtswidrige AG-Verhalten wurde hier ausführlich diskutiert: https://forum.oeffentlicher-dienst.info/index.php/topic,113773.msg168186.html#msg168186

--- End quote ---

Danke für den Hinweis. Ist somit die zuvor verlinkte Durchführungsverordnung rechtswidrig? So verstehe ich das aktuell. Wie in dem anderen Beitrag von Ihnen bereits geschrieben, erklärt sich mir nämlich auch nicht, warum "Vereinfachung" plötzlich einen Tarifvertrag aushebeln soll!?

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