Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche

Begonnen von Franch, 21.10.2020 11:51

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Albeles

Was hat das alles nochmal mit dem Thema zu tun?  ;)


EDV Sachverständiger

Zitat von: Spid in 05.09.2021 09:44
Du kannst mich ruhig weiter siezen, das stört mich nicht weiter. Deine Wertmaßstäbe sind unbeachtlich.
Sie sind jetzt auch bei mir unbeachtlich aufgrund Ihres unflätigen Benehmens. Vielleicht sollten wir wieder mal zum Thema des Threads zurück kommen. Dies heißt nicht "Wir evaluieren das unflätige Benehmen von Spid" ;)

Spid

Auch Deine aufgrund Deiner unbeachtlichen Wertmaßstäbe getroffene Bewertung ist unbeachtlich - und ohne jeden Wert.


M1805E

Mag sein dass Berufserfahrung im gewissen Umfang dazu führt, dass ein Mitarbeiter sicherer auftritt und einige Vorgänge schneller bearbeiten kann, aber zu viele Jahre auf der selben Stelle können genau so gut dazu führen, dass mit der "das habe ich schon immer so gemacht" (Brett vorm Kopf) Mentalität gearbeitet wird. Unsere alten und erfahrenen Mitarbeiter, insbesondere die die sich zusätzlich noch den Fortbildungen entziehen (brauchen sie ja nicht weil sie über den Dingen schweben), halten sich nicht mehr an Ausführungsvorschriften, neue Gesetzesgrundlagen (weil kennen sie nicht) und sind lernresistent oder schusselig geworden. Das gleicht in vielen Fällen leider die ach so umfangreicher Berufserfahrung negativ aus. Zu behaupten, dass alle erfahrenen Kollegen so viel toller sind, dass sie wie in e11 rund 40% mehr Gehalt verdienen ist eine Farce.

Lothar57

Die Verknüpfung der Stufen mit dem Begriff der Erfahrung taucht hier immer wieder auf. Oft wird auch in der öffenltichen Diskussion von Erfahrungsstufen geredet, auch von verantwortlichen auf beiden Seiten des Verhandlungstisches oder aus der Politik.
Das kommt nicht von ungefähr. Als Mitte der Nullerjahre der TV-L in der Diskussion war, wurde das neue Tarifsystem gerne unter dem Aspekt der größeren Erfahrungsorientierung diskutiert. Darum wolle man weg von den Altersstufen, sondern ein neues System einführen.

Leider hat man dann "vergessen" diese Erfahrungsorientierung der Stufen im Tarifrecht tatsählich an die Stufen zu koppeln. Es sind halt nur "Stufen", die nicht mehr abbilden als sich selbst. Sonst müssten ja evtl. Fortbildungen oder andereweitige Erfahrungen, die sich positiv auf die Kompetenz auswirken regelmäßig bei der Einstufung berücksichtigt werden.  Mitnichten. Ich habe hier schon mal Tucholsky als Trost zitiert:

Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

Lothar57

Zitat von: EDV Sachverständiger in 05.09.2021 10:58
Zitat von: Spid in 05.09.2021 10:33
Auch Deine neuerliche Vorbringung ist unbeachtlich - und trotz Deines eigenen Bekundens, zum Thema des Threads zurückkehren zu wollen, themenfremd. Der Unterschied zwischen uns ist, daß 7 Beiträge Geplänkel bei mir nicht einmal zu einem Promille gerundet werden, während sie bei Dir nunmehr ein Viertel Deiner Beitragshistorie ausmachen.
Gähn. Bleiben Sie sachlich...

Die beste Methode ist immer noch: einfach ignorieren und im Thema weitermachen.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

Zeussowitz

So amüsant das auch ist, interessiert euer persönlicher Dissens wahrscheinlich nicht jeden. Tragt es privat aus und informiert meinetwegen über das Ergebnis. Ich glaube aber nicht, dass das dem Thema des Threads zuträglich ist.

;)

Faunus

Wie wäre es mit:
+2,5% 2022
+2,0& 2023
+1,5% bis 30.09 2024
wenn gleichzeitig
-1 h Wochenarbeitszeit 2022
-1 h Wochenarbeitszeit 2023
-0,8 h Wochenarbeitszeit bis 30.09.2024
bedeuten würde
Weniger Lebenszeit in "Jahrzehnte lang entwickelten Unsinn" stecken zu dürfen, ist auch verhandelbar 8)

WasDennNun

Zitat von: Spid in 05.09.2021 08:34
Zitat von: WasDennNun in 05.09.2021 08:24
Zitat von: Spid in 05.09.2021 08:03Die Lernkurve nähert sich nach etwa einem Jahr in einer Tätigkeit asymptotisch einer horizontalen Geraden an.
Und die Wissenskurve?
Ich beobachte, dass Menschen auch nach einigen Jahren aufgrund Ihres Wissens und Erfahrungen den sie bezüglich der Abläufe innerhalb der Firma erworben haben mehr Leistung bringen.
Sicherlich im Kern ein Problem des Wissensmanagment innerhalb von Firmen/Behörden, aber die Erfahrungen die dort am Arbeitsplatz gemacht werden führen zumindest in meinem Berufsumfeld auch nach 3 Jahren noch zu einer Leistungssteigerung bzgl. des Outputs.


Wissen und Erfahrung sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Sie stehen insbesondere heutzutage in keinerlei Zusammenhang mehr.
Dann besteht womöglich "doch" ein Mehrwert für einen AG, wenn er einen AN längere Zeit an sich bindet und es besteht also doch eine Grund dies monetär über der Zeit mit höherer Bezahlung zu vergüten?
Wie ist denn dann deine Einschätzung?

WasDennNun

Zitat von: Lothar57 in 05.09.2021 13:11
Leider hat man dann "vergessen" diese Erfahrungsorientierung der Stufen im Tarifrecht tatsählich an die Stufen zu koppeln. Es sind halt nur "Stufen", die nicht mehr abbilden als sich selbst. Sonst müssten ja evtl. Fortbildungen oder andereweitige Erfahrungen, die sich positiv auf die Kompetenz auswirken regelmäßig bei der Einstufung berücksichtigt werden.  Mitnichten.
Eben ab Stufe 3 wird ja ein Leistungsbezug zu dem Stufenaufstieg/stagnation hergestellt der aber in 99,999999% der Fälle nicht mal angedacht wird.
Das könnte man ja zwingend im TV einbauen:
5% müssen Stufenlaufzeiterkürzung erhalten und 5% dürfen keinen Stufenanstieg erhalten.
Dann würden die Stufen ein bisserl Sinn ergeben.

Spid

Zitat von: WasDennNun in 05.09.2021 16:40
Zitat von: Spid in 05.09.2021 08:34
Zitat von: WasDennNun in 05.09.2021 08:24
Zitat von: Spid in 05.09.2021 08:03Die Lernkurve nähert sich nach etwa einem Jahr in einer Tätigkeit asymptotisch einer horizontalen Geraden an.
Und die Wissenskurve?
Ich beobachte, dass Menschen auch nach einigen Jahren aufgrund Ihres Wissens und Erfahrungen den sie bezüglich der Abläufe innerhalb der Firma erworben haben mehr Leistung bringen.
Sicherlich im Kern ein Problem des Wissensmanagment innerhalb von Firmen/Behörden, aber die Erfahrungen die dort am Arbeitsplatz gemacht werden führen zumindest in meinem Berufsumfeld auch nach 3 Jahren noch zu einer Leistungssteigerung bzgl. des Outputs.


Wissen und Erfahrung sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Sie stehen insbesondere heutzutage in keinerlei Zusammenhang mehr.
Dann besteht womöglich "doch" ein Mehrwert für einen AG, wenn er einen AN längere Zeit an sich bindet und es besteht also doch eine Grund dies monetär über der Zeit mit höherer Bezahlung zu vergüten?
Wie ist denn dann deine Einschätzung?
Erforderliches Wissen wird über die Entgeltgruppe abgebildet. Entweder es wirkt sich auf die Eingruppierung aus oder es ist für die Tätigkeit nicht erforderlich - oder es ist dergestalt homöopathisch dosiert, daß es der Berücksichtigung nicht wert ist.

Spid

Zitat von: WasDennNun in 05.09.2021 16:43
Zitat von: Lothar57 in 05.09.2021 13:11
Leider hat man dann "vergessen" diese Erfahrungsorientierung der Stufen im Tarifrecht tatsählich an die Stufen zu koppeln. Es sind halt nur "Stufen", die nicht mehr abbilden als sich selbst. Sonst müssten ja evtl. Fortbildungen oder andereweitige Erfahrungen, die sich positiv auf die Kompetenz auswirken regelmäßig bei der Einstufung berücksichtigt werden.  Mitnichten.
Eben ab Stufe 3 wird ja ein Leistungsbezug zu dem Stufenaufstieg/stagnation hergestellt der aber in 99,999999% der Fälle nicht mal angedacht wird.
Das könnte man ja zwingend im TV einbauen:
5% müssen Stufenlaufzeiterkürzung erhalten und 5% dürfen keinen Stufenanstieg erhalten.
Dann würden die Stufen ein bisserl Sinn ergeben.

Der Leistungsbezug wird aber nur bei erheblicher Abweichung von der durchschnittlichen Leistung hergestellt. Bei Normalverteilung träfe es etwa die jeweils obersten und untersten 5%.

WasDennNun

@Spid
Ich wollte wissen, ob du der Meinung bist, dass es womöglich ein Mehrwert für einen AG ist, wenn er einen AN längere Zeit an sich bindet? Und ob es dies Grund wäre, dieses monetär über der Zeit mit höherer Bezahlung zu vergüten?

Spid

Du hast mit der Konjunktion ,,Dann" jedoch auf meine Ausführungen zu Wissen und Erfahrung abgestellt.

Losgelöst davon gehe ich davon aus, daß ein atmender Personalkörper und die Prozeßkosten für eine Stellenbesetzung sich in etwa aufwiegen. Mithin sehe ich grundsätzlich keinen Vorteil, der es wert wäre, dafür zu bezahlen, jemanden länger zu binden.