Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 432342 times)

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2655 am: 28.09.2022 21:48 »
Die Hetze gegen die unteren Entgeltgruppen ist und bleibt ein Markenzeichen dieses Forums.
Welche Hetze?

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2656 am: 28.09.2022 22:02 »
Also der DIW Chef Marcel Fratscher hat das mit der Lohn-Preis Spirale relativiert. Die Lohnerhöhung drückt sich eben nicht 1:1 in den Preis durch. Er warnt auch vor einer zu großen Lohnzurückhaltung, die natürlich auch die Binnennachfrage schädigen kann. Vielmehr sollten sich die Lohnsteigerungen schon mindestens an die Inflation orientieren aber auch nicht exzessiv und damit der Firma schädigen.
Das Geld wird nicht weg sein.. es hat dann nur jemand anderes  ;D
Was der ÖD nicht für Entgelte einfordern kann ist gut für andere Ausgaben

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2657 am: 28.09.2022 22:03 »
Hintergrund dieser Haltung ist ja -bis auf wenige Ausnahmen(geschätzt ca.1%)- das eigene Versagen, das man sich aber nicht eingestehen kann, wahrscheinlich weil man ja studiert hat.

Anstatt als "freie" Arbeitnehmer über die eigenen Arbeitsbedingungen bestimmen zu können, lässt man sich vom AG die Arbeitsbedingungen diktieren, ist darüber erschüttert und beschwert sich dann über das eigene Versagen bei den Gewerkschaften-für Fach-und Führungskräfte > EG 9 mehr als bedenklich.
Absolut korrekt,

die Masse der AN sind nicht in der Lage ihren ihren Marktwert vernünftig einzuordnen
(Egal ob > EG9 oder <EG9) und sind alleinig in der Lage anderen die Schuld dafür zu geben.

Ist es das was du sagen wolltest?


Heutzutage habe doch nur noch Sparten Gewerkschaften die Funktion, die Gewerkschaften mal hatten.
Auf Augenhöhe mit dem AG um einen Kompromiss zu kämpfen.
Die restlichen Gewerkschaften sind doch in der Tat nur folkloristisches Kokolores, damit man jemanden zum bereden hat.
Und, dass gebe ich gerne zu, 2. Funktion: Als vermeintliches Sprachrohr für ein Teil der Bevölkerung für die Presse.

Insbesondere wenn Gewerkschaften den TVs als Einzige und nicht untersterste Bezahlungsgrenze ansehen und nicht für flexibilitäten im TV kämpfen, sind sie "überflüssig".

Ich persönlich habe zwar keinen AT Vertrag, aber bekommen trotzdem mehr als mein Gruppenleiter, geht doch!
 ;D


skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2658 am: 28.09.2022 22:15 »
Das Ver.di in den letzten Jahren s. g. "Tarifabschlüsse" für den ö.D. trotz Rekordsteuereinnahmen unter Niveau erreicht hat..., ist erschreckend!
Ver.di wie schlecht seid ihr eigentlich?
Unbesetzte Planstellen..sind die Folge..
Lachhafte Werbung der Kommunen mit 6,65 € i.M. vermögenswirksamen Leistungen um Personal zu gewinnen ist die Folge..
Jetzt gehts ums Überwintern...: Ein "Energiepreisdeckel" muss und wird kommen..
Jetzt gehts ums Überleben von Industrie und Gesellschaft..
Nach/Noch Corona und jetzt dieser Krieg.., die Schuldenbremse muss unbedingt ausgesetzt werden..
Diese Krisen muss dann die nachfolgende Generation "ausbaden"..
Es geht nicht mehr ums billige Vererben von Häusern/Garagen/ein paar qm Land..
Es geht um die Zukunft Deutschlands..

skiveren

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2659 am: 28.09.2022 22:17 »
Also der DIW Chef Marcel Fratscher hat das mit der Lohn-Preis Spirale relativiert. Die Lohnerhöhung drückt sich eben nicht 1:1 in den Preis durch. Er warnt auch vor einer zu großen Lohnzurückhaltung, die natürlich auch die Binnennachfrage schädigen kann. Vielmehr sollten sich die Lohnsteigerungen schon mindestens an die Inflation orientieren aber auch nicht exzessiv und damit der Firma schädigen.
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Sie meinen sicherlich eine Preis-Lohn Spirale!

InVinoVeritas

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2660 am: 28.09.2022 22:28 »
Also der DIW Chef Marcel Fratscher hat das mit der Lohn-Preis Spirale relativiert. Die Lohnerhöhung drückt sich eben nicht 1:1 in den Preis durch. Er warnt auch vor einer zu großen Lohnzurückhaltung, die natürlich auch die Binnennachfrage schädigen kann. Vielmehr sollten sich die Lohnsteigerungen schon mindestens an die Inflation orientieren aber auch nicht exzessiv und damit der Firma schädigen.
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Sie meinen sicherlich eine Preis-Lohn Spirale!

Im Grunde Ja. Die Reihenfolge verschleiert eigentliche Interessen

Kubus

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2661 am: 28.09.2022 22:53 »
Also der DIW Chef Marcel Fratscher hat das mit der Lohn-Preis Spirale relativiert. Die Lohnerhöhung drückt sich eben nicht 1:1 in den Preis durch. Er warnt auch vor einer zu großen Lohnzurückhaltung, die natürlich auch die Binnennachfrage schädigen kann. Vielmehr sollten sich die Lohnsteigerungen schon mindestens an die Inflation orientieren aber auch nicht exzessiv und damit der Firma schädigen.
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Was der ÖD nicht für Entgelte einfordern kann ist gut für andere Ausgaben

Der Bratscher ist die Inkompetenz in Person

Herbert Meyer

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2662 am: 29.09.2022 08:11 »
Zitat
Immokredit verliert nur so lange an wert wenn am Ende deine Kaufkraft steigt. Zum Glück bin ich kurz vor dem Krieg komplett aus dem Aktienmarkt ausgestiegen. Wäre sonst ein katastrophaler Verlust

Und mit der Liquidität der Aktien dann noch schnell das Haus vor Explosion der Materialpreise saniert? Denn ansonsten würde mir nichts als "sicherer Hafen" für das freigewordene Geld einfallen. Gold, Krypto, Wertpapiere, laufende Anleihen - es sind ja alle Anlageklassen parallel abgestürzt. Dass mein Depot derzeit einen geringeren Eurowert besitzt (durch 50 Prozent MSCI World-Anteil und ein paar Glücksgriffe bei Einzelaktien ist der Absturz zum Glück auch nicht so enorm) macht mich weit weniger nervös, als die Kohle, die noch auf dem Tagesgeldkonto liegt und nun von der Inflation gefressen wird. Sachwerte gewinnen irgendwann wieder am Wert, die Inflation aber bleibt.

Kommunalgenie

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2663 am: 29.09.2022 08:34 »
Zitat
Immokredit verliert nur so lange an wert wenn am Ende deine Kaufkraft steigt. Zum Glück bin ich kurz vor dem Krieg komplett aus dem Aktienmarkt ausgestiegen. Wäre sonst ein katastrophaler Verlust

Und mit der Liquidität der Aktien dann noch schnell das Haus vor Explosion der Materialpreise saniert? Denn ansonsten würde mir nichts als "sicherer Hafen" für das freigewordene Geld einfallen. Gold, Krypto, Wertpapiere, laufende Anleihen - es sind ja alle Anlageklassen parallel abgestürzt. Dass mein Depot derzeit einen geringeren Eurowert besitzt (durch 50 Prozent MSCI World-Anteil und ein paar Glücksgriffe bei Einzelaktien ist der Absturz zum Glück auch nicht so enorm) macht mich weit weniger nervös, als die Kohle, die noch auf dem Tagesgeldkonto liegt und nun von der Inflation gefressen wird. Sachwerte gewinnen irgendwann wieder am Wert, die Inflation aber bleibt.

Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.
In 10 jahren werden die meisten Aktien viel höher stehen, als Sie vor dem Krieg standen. Ich mache mir daher auch wenig Sorgen.

Matti101

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2664 am: 29.09.2022 08:40 »
Die Hetze gegen die unteren Entgeltgruppen ist und bleibt ein Markenzeichen dieses Forums.
Welche Hetze?

Hetze und Neid hin oder her.... Auch wer in jungen Jahren nicht die Möglichkeit für ein Studium hatte, muss nicht zwingend in einer niedrigen Entgeltgruppe ausharren. Es gibt immer die Möglichkeit, intern bzw. berufsbegleitend z. B. einen A 2 - Lehrgang zu machen, um zumindest eine E 9 c zu erreichen.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2665 am: 29.09.2022 08:43 »
Eben, wie schon einer der Rothschilds wusste:
"Das Geheimnis der Spekulation:
Kaufe, wenn das Blut auf den Straßen fließt."

Und mit der Liquidität der Aktien dann noch schnell das Haus vor Explosion der Materialpreise saniert? ... als die Kohle, die noch auf dem Tagesgeldkonto liegt und nun von der Inflation gefressen wird.

Ich hab mich im Frühsommer entschieden das Tagesgeld auf die "harte Reserve" von 3-Netto Monatsgehältern zu reduzieren und  mit dieser Liquidität eh in den kommenden Jahren notwendige Instandsetzungen an Sachwerten vorgenommen.
Die Buchverluste im Depot seit Kriegsbeginn sind in absoluten Zahlen nicht schön anzusehen, gebe ich zu. Die realen Geldwertverluste für's Cash auf Giralkonten "schmerzen" aber deutlich mehr.

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2666 am: 29.09.2022 08:46 »
Es gibt immer die Möglichkeit, intern bzw. berufsbegleitend z. B. einen A 2 - Lehrgang zu machen, um zumindest eine E 9 c zu erreichen.
Das ist problemlos auch ohne AL2 o.ä. möglich. Scheitert aber oft an Versagern in den PA oder Duckmäuser AN.

Matti101

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2667 am: 29.09.2022 08:57 »
Ich bin dafür, dass die Laufzeit in den Entgeltverhandlungen auf max. 12 Monate beschränkt wird. Denn keiner kann vorhersagen, wie sich Krieg, Inflation und Energiekrise weiter entwickeln. Jetzt auf 24 Monate oder noch länger zu planen, wäre sehr riskant...

Kaiser80

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2668 am: 29.09.2022 09:14 »
Ich bin dafür, dass die Laufzeit in den Entgeltverhandlungen auf max. 12 Monate beschränkt wird. Denn keiner kann vorhersagen, wie sich Krieg, Inflation und Energiekrise weiter entwickeln. Jetzt auf 24 Monate oder noch länger zu planen, wäre sehr riskant...
Warum riskant? Im Gegenteil. 24 Monate brächten auf der Einnahmeseite doch eine gewisse Garantie!
Wenn das Ergebnis tippitoppi ist, warum nicht 24 Monate?
Ich würde auch durchaus eine Lösung wie bspw. bei den Häfen bevorzugen


Yasper

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2669 am: 29.09.2022 09:43 »
Die Inflation steigt weiter:

https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/geldpolitik-inflation-in-nrw-steigt-ueber-zehn-prozent-hoechste-rate-seit-anfang-der-1950er-jahre/28714102.html

Verdi sollte mal lieber 3 Schippen auf Ihre Forderung draufpacken und nur für 12 Monate verhandeln. Wer weiß schon wie hoch die Inflation bald wird.