Autor Thema: Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion  (Read 121119 times)

Muschebubu

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #630 am: 13.11.2021 18:16 »
Die Unterschiede grundsätzlich zwischen TB und Beamten zu diskutieren ist langsam mühselig und wie bereits erwähnt, gibt es keine Zusammenhang zwischen den Besoldungsstufen und den Entgeltgruppen. Aber es gibt Punkte, unabhängig der jeweiligen Systeme, die man angleichen könnte, um die ewige Neiddebatte (ein wenig) zu beenden. Gleiche Arbeitszeit für alle und stufengleiche Höhergruppierung. Beides ist eben nicht vermittelbar, warum es dieser Unterschiede bedarf. Die Unterschiede GKV und PKV sind wie sie sind. Bei der Pension gibt es zumindest einen teilweise. Ausgleich durch die betriebliche Altersversorgung, die wir nicht vergessen dürfen.

teclis22

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« Antwort #631 am: 14.11.2021 12:59 »
Die Unterschiede grundsätzlich zwischen TB und Beamten zu diskutieren ist langsam mühselig und wie bereits erwähnt, gibt es keine Zusammenhang zwischen den Besoldungsstufen und den Entgeltgruppen..

Was mich so stört ist der vermeintliche Glaube, dass die Gesetze und Regelungen "Gott-gemacht" sind und nicht angefasst werden dürfen. Daher glaube ich auch das viele die hier im TV-L mitdiskutieren selber Beamte sind.

Ob es einen Zusammenhang zwischen Ax und Ex gibt ist irrelevant. Da in vielen Bereichen die gleichen Tätigkeiten ausgeführt werden und da ist dann z. B. E13=A13 und E14=A14. So zum Beispiel in meinem Bereich wo Beamte und Angestellte zusammenarbeiten.
Das ist es was so weh tut.
Daher stehe ich auch weiterhin dazu, Gleiches Geld für gleiche Arbeit zu fordern.

Ach ja und "qualitative Anforderungen" die Leute welche als Jungendliche eine Krankheit hatten aussortieren, gehören geändert.

XTinaG

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« Antwort #632 am: 14.11.2021 13:25 »
Es gibt aber nunmal keine zwei Arbeitnehmer oder Beamte oder beliebige Kombinationen daraus, die die gleiche Arbeit leisten. Also läuft eine Forderung nach gleichem Geld für gleiche Arbeit stets ins Leere. Das ganze ist eine nutzlose Neiddebatte ohne jeden Wert. Das Beamtentum steht jedem/jeder unter gleichen Voraussetzungen offen. Entscheidet er oder sie sich anders, ist das kein Problem, das tariflich zu lösen wäre. Erfüllt er/sie die Voraussetzungen nicht, warum sollte es dann das gleiche Geld geben?

Anforderungen für eine Verbeamtung sind hingegen ein Beamtenthema.

Highwaystar

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #633 am: 14.11.2021 13:40 »
Es gibt aber nunmal keine zwei Arbeitnehmer oder Beamte oder beliebige Kombinationen daraus, die die gleiche Arbeit leisten.


Das ist nicht korrekt, an Schulen gibt es tausende Beispiele davon.

XTinaG

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« Antwort #634 am: 14.11.2021 13:43 »
Ach, tatsächlich? Das wäre ja höchst bemerkenswert. Aber wahrscheinlich meinst Du nur, daß eine inhaltsgleiche Tätigkeit ausgeübt wird.

Zeussowitz

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« Antwort #635 am: 14.11.2021 14:13 »
Was dann die gleiche wäre. Sonst wäre es die selbe. Das ist tatsächlich ausgeschlossen.

Isi

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« Antwort #636 am: 14.11.2021 14:32 »
Ich stelle mir Leute die solche Spitzfindigkeiten ins Netz rotzen immer als grinsende, kleine grüne Goblins vor - großartig. Wenn sie ihre Augen dann von ihren geistigen Ergüssen abwenden und wieder in ihrer Realität stranden, oder auch nur einen Hauch dieser spüren benetzen Tränen ihre Wangen und das große Leiden beginnt (an dem natürlich andere schuld haben, schon klar).

Was gemeint war ist hier ebenso klar gewesen als eben solches das nicht gemeint war. Warum also dieses gehölze hier? Könnt ihr sie hören? Ich schon :) Wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt: ***** halten!

XTinaG

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« Antwort #637 am: 14.11.2021 14:41 »
Was dann die gleiche wäre. Sonst wäre es die selbe. Das ist tatsächlich ausgeschlossen.

Von der gleichen Tätigkeit war aber eben nicht die Rede. Es ging um die gleiche Arbeit.

XTinaG

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« Antwort #638 am: 14.11.2021 14:42 »
Ich stelle mir Leute die solche Spitzfindigkeiten ins Netz rotzen immer als grinsende, kleine grüne Goblins vor - großartig. Wenn sie ihre Augen dann von ihren geistigen Ergüssen abwenden und wieder in ihrer Realität stranden, oder auch nur einen Hauch dieser spüren benetzen Tränen ihre Wangen und das große Leiden beginnt (an dem natürlich andere schuld haben, schon klar).

Was gemeint war ist hier ebenso klar gewesen als eben solches das nicht gemeint war. Warum also dieses gehölze hier? Könnt ihr sie hören? Ich schon :) Wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt: ***** halten!

Ein Rat, den Du aufgrund Deiner Beiträge stets beherzigen solltest.

EDV Sachverständiger

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #639 am: 14.11.2021 14:56 »
Was mich so stört ist der vermeintliche Glaube, dass die Gesetze und Regelungen "Gott-gemacht" sind und nicht angefasst werden dürfen. Daher glaube ich auch das viele die hier im TV-L mitdiskutieren selber Beamte sind.

Ob es einen Zusammenhang zwischen Ax und Ex gibt ist irrelevant. Da in vielen Bereichen die gleichen Tätigkeiten ausgeführt werden und da ist dann z. B. E13=A13 und E14=A14. So zum Beispiel in meinem Bereich wo Beamte und Angestellte zusammenarbeiten.
Das ist es was so weh tut.
Daher stehe ich auch weiterhin dazu, Gleiches Geld für gleiche Arbeit zu fordern.

Ach ja und "qualitative Anforderungen" die Leute welche als Jungendliche eine Krankheit hatten aussortieren, gehören geändert.
Der Staat wird schon mittelfristig, so ab Ende der 20er Jahre, dahinter kommen dass ihm das Personal ausgeht.

Um dann noch gute zu finden bzw. halten zu können muss halt so einiges reformiert werden. Will der Staat auch weiterhin konkurrenzfähig zur pW bleiben und überdies gute bis sehr gute Arbeitsergebnisse von seinen Angestellten und Beamten erwarten, müssen so einige Rahmenbedingungen geändert werden.

Wer auf ein leistungsloses Anreizsystem setzt, in dem man auf Gedeih und Verderben den Launen und guten Willen des Vorgesetzten ausgeliefert ist, welches "Schlechtleister" nicht sanktioniert und "Besserleister" nicht belohnt, brauch sich nicht wundern wenn manche Behörden mit der "großen" Pensionierungs- und Verrentungswelle ab Ende der 20er Jahre, in arge Bedrängnis kommen werden. Dieses System führt auch zwangsweise dazu, dass sich Minderleister ins gemachte Nest setzen, andere ausbremsen und immer nur am Meckern sind.

Ich habe es selbst nach dem Wechsel in den ÖD erlebt: Viele meiner Kollegen haben absolut gar keine Ahnung mehr wie der Arbeitsmarkt so draußen aussieht und dass man da nach dem halben Tag Kaffee trinken durchaus mal ein Personalgespräch mit Abmahnung bekommt.

Was Sie übrigens fordern, ist allein schon wegen der Tätigkeitsmerkmale der einzelnen Eingruppierungsstufen im TVÖ-L einerseits und bei den Beamten anderseits gar nicht darstellbar. Tätigkeitsmerkmale E10 ist nicht zwangsweise deckungsgleich mit A10 usw.

Ich weiß vermutlich wollen Sie das nicht gerne lesen, aber hätten Sie bloß "damals" bei Ihrer Einstellung einfach noch ein wenig mehr verhandelt. Ging bei mir auch. So kommt man mit Zulagen von E9b real auf E11 und gut ist.

Pädi07

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« Antwort #640 am: 14.11.2021 16:52 »
Ich stelle mir Leute die solche Spitzfindigkeiten ins Netz rotzen immer als grinsende, kleine grüne Goblins vor - großartig. Wenn sie ihre Augen dann von ihren geistigen Ergüssen abwenden und wieder in ihrer Realität stranden, oder auch nur einen Hauch dieser spüren benetzen Tränen ihre Wangen und das große Leiden beginnt (an dem natürlich andere schuld haben, schon klar).

Was gemeint war ist hier ebenso klar gewesen als eben solches das nicht gemeint war. Warum also dieses gehölze hier? Könnt ihr sie hören? Ich schon :) Wenn ihr nichts sinnvolles beizutragen habt: ***** halten!
Es ist kein Goblin, es ist spid. Und er kann nicht anders.

Lothar57

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Antw:Tarifrunde TV-L 2021 - Diskussion
« Antwort #641 am: 14.11.2021 18:31 »
Weil hier immer wieder die Diskussion über die Vor- und Nachteile von TB und Beamten aufpoppt, hier mal eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Fakten.
@"spid 2.0" Bitte keine sprachlichen Spitzfindigkeiten

BeamteTarifbeschäftigte
keine SozialabgabenSozialabgaben
Privat Krankenversichert plus BeihilfeGesetzlich versichert plus Arbeitgeberanteil zur GKV
Volles Gehalt im KrankheitsfallReduziertes Krankengeld nach 6 Wochen, später schlimmstenfalls Hartz IV
Zuschläge für Familien bzw. KinderKeine Zuschläge für Familien oder Kinder
Prozentual höhere RuhestandsbezügeProzentual niedrigere Ruhestandsbezüge
Ruhestandsbezüge werden berechnet nach der Höhe der Bezüge in den letzten zwei JahrenRente wird berechnet quasi nach dem Durchschnitt der Entgelte während des Berufslebens (Punktesystem).
Acht bis zehn Erfahrungsstufen, durchlaufbar in (meist) 25 JahrenSechs (Erfahrungs)Stufen, durchlaufbar meist in 15 Jahren, vorausgesetzt man erleidet keinen Stufenverlust bei Höhergruppierung
stufengleiche Beförderung ohne LaufzeitverlusteStufenungleiche Höhergruppierung, oft mit Verlust von Stufen und Stufenlaufzeiten verbunden.
Verbot der SprungbeförderungEingruppierung richtet sich nach der Tätigkeit. Auf- und Abstiege über mehrere Gruppen sind möglich. Ausnahme TB-Lehrkräfte.
Kein StreikrechtStreikrecht (Ergebnis wird regelmäßig auf Beamte übertragen)
Drei Jahre Probezeit, Kündigung aber nur in begründeten FällenSechs Monate Probezeit, Kündigung ohne Angabe von Gründen möglich.
Ab dem vierten Jahr (Beamter auf Lebenszeit) unkündbarUnkündbar nach 15 Jahren und Mindestalter 40 Jahre
Kann jederzeit in den Status eines Tarifbeschäftigen WechselnKann nur verbeamtet werden, wenn die Stelle dafür vorgesehen ist und bestimmte körperliche Voraussetzungen erfüllt sind.
Günstigere Kredite bei vielen GeldinstitutenMeist keine Vergünstigungen bei Krediten
Gehalt wird am Monatsanfang überwiesenGehalt kommt am Monatsende.
Schutz vor unterwertiger Beschäftigung, keine Rücksetzung in niedrigere Besoldungsgruppe.Eingeschränkter Schutz vor unterwertiger Beschäftigung, Herabgruppierung grundsätzlich möglich.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

XTinaG

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« Antwort #642 am: 14.11.2021 18:36 »
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Highwaystar

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« Antwort #643 am: 14.11.2021 18:40 »
Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Das kann doch wirklich nur Satire sein!!!

Die allermeisten Frauen sind jedenfalls anderer Meinung zu diesem Thema. Und nicht nur die...

Lothar57

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« Antwort #644 am: 14.11.2021 18:42 »
Was für "Spitzfindigkeiten"? Ich habe die absurde Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit nicht erhoben. Sie ist und bleibt absurd.

Warum sollte der "Schutz" vor unterwertiger Beschäftigung bei Tarifbeschäftigten "eingeschränkt" sein? Zudem fehlt u.a., daß bei Beamten die Arbeitsbedingungen einseitig festgelegt werden.

Danke an XTinaG für das outen als Spid 2.0.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.