Autor Thema: VBL  (Read 9783 times)

Rentenonkel

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Antw:VBL
« Antwort #30 am: 27.03.2023 13:16 »
Da im Absatz 3 des § 16 BetrAVG von wenigstens eins vom Hundert die Rede ist, obliegt es den Tarifvertragsparteien im Rahmen von Tarifverträgen die tatsächliche Dynamisierung festzulegen. Das ist mit dem ATV-Altersverorgung geschehen (ab 2002: 1 %). Die könnte auch 3 oder 4 oder 5 v.H. durch Tarifvertrag vereinbart werden. Das setzt aber voraus, dass die Gewerkschaften dementsprechende Forderungen geltend machen. Natürlich bestünde auch die Möglichkeit, durch den Gesetzgeber den § 16 Abs. 3 BetrAVG zu ändern.

Ich sehe aber zunächst die Gewerkschaften in der Pflicht.

Ja natürlich dürfen die Tarifvertragsparteien auch mehr vereinbaren. Das habe ich auch nie bestritten. Allerdings ist mir keine BAV bekannt, die eine automatische Anpassung von mehr als 1 % im Tarifvertrag verankert hat.

Daher wäre eine höhere Forderung als die gesetzliche Normierung des § 16 BetrAVG zumindest unüblich, selbstverständlich aber möglich.  ;)

Organisator

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Antw:VBL
« Antwort #31 am: 27.03.2023 13:19 »
Für jedes Kind bekommt man vom Steuerzahler Rentenbeiträge geschenkt, als hätte man gut 100.000 Euro verdient. Ob das Kind nun Steuern und Beiträge zahlt, oder nicht.

Geschenke? Kaufen Sie ein Bier für 10€ und sie bekommen einmalig von mir und nur heute einen Wodka dazu GESCHENKT ...

Richtig. Geschenkt. Von einem Personenkreis, der mit der Rentenversicherung nichts am Hut hat. "Werden Sie Mitglied im Tennisverein und erhalten ein Auto geschenkt".

Aleksandra

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« Antwort #32 am: 08.04.2023 00:20 »
Zitat
Zumindest die GEW sieht das aber ganz anders. Da statistisch gesehen "Besserverdiener" im Durchschnitt deutlich länger leben als "Geringverdiener" und damit auch länger Rente beziehen, "würde eine höhere Dynamisierung zu einer Umverteilung von unten nach oben führen. Aus diesem Grund haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes bisher immer darauf verzichtet, eine höhere Dynamisierung in ihre Tarifforderungen aufzunehmen", schreibt uns ein Sprecher.

t-online.de vom 22.02.2023 "Betriebsrenten-Chaos im öffentlichen Dienst: Lehrerverband alamiert"
Puh. Also diese "Begründung" muss man erst einmal sacken lassen...

Faunus

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« Antwort #33 am: 08.04.2023 20:45 »
Zitat
Zumindest die GEW sieht das aber ganz anders. Da statistisch gesehen "Besserverdiener" im Durchschnitt deutlich länger leben als "Geringverdiener" und damit auch länger Rente beziehen, "würde eine höhere Dynamisierung zu einer Umverteilung von unten nach oben führen. Aus diesem Grund haben die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes bisher immer darauf verzichtet, eine höhere Dynamisierung in ihre Tarifforderungen aufzunehmen", schreibt uns ein Sprecher.

t-online.de vom 22.02.2023 "Betriebsrenten-Chaos im öffentlichen Dienst: Lehrerverband alamiert"
Puh. Also diese "Begründung" muss man erst einmal sacken lassen...

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/rente-fuer-arbeiter-beamte-lebenserwartung-1.5383591
 ;)