Autor Thema: Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion  (Read 998481 times)

Pelikan

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6195 am: 06.12.2023 20:47 »
@Abteilung007: ich rechne immer inklusive der Jahressonderzahlung, die gehört nun einmal zum Gesamtbrutto dazu.

So ist es. Und da liegen wir bei 12/4 schon bei rund 5,3 Prozent im Vergleich zu den Kollegen vom Bund. Ich finde das nicht wenig...

@Bürgergeld: Ich kann den Unmut verstehen. 2022 gab es rund 119.000 Fälle von Leistungsmissbrauch oder Verdacht auf Leistungsmissbrauch die dokumentiert sind. Es ist wohldavon auszugehen, dass die Dunkelziffer eher deutlich höher liegt. Eine Reform wäre sicherlich angebracht, auch um die Akzeptanz in der Bevölkerung nicht zu verspielen und gewissen Parteien in die Karten zu spielen.


Ich vermisse den Aufschrei wegen der 50-100 Mrd. an Steuern die jedes Jahr hinterzogen werden.

Man darf hierbei dann nicht vergessen, dass dann auch schnell das narrativ ein anderes ist:

Armer Mensch und/oder Migrant erschleicht sich sozialleistungen bzw trickst o.ä.:" Betrüger... Sozialschmarotzer"

Ein Reicher hinterzieht Steuern oder erschleicht sich Leistungen:" Da hat er einfach die Lücken im Gesetz clever genutzt..."

Ich muss aber auch zugeben, dass ich für Reiche tatsächlich einen Ticken mehr Verständnis habe.
Klar ist manches sicher nicht in Ordnung, aber ich kann verstehen, wenn manche einfach sagen, dass sie nicht einsehen, dass der Staat ihnen mehr Geld abknüpft, damit eine Ricarda Lang ohne Berufsausbildung oder Studium selbstherrlich über dieses Geld entscheidet (und dieses würde sie wahrscheinlich auch eher dafür benutzen, um das Bürgergeld weiter zu erhöhen und nicht um Arbeitnehmer zu entlasten).

Grandia

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6196 am: 06.12.2023 20:48 »
Ich habe keine AHnung, was die jeweiligen Länder für eine Aufgaben-Verteilung für ihre angestellten Lehrkräfte vorsehen. Gibt es unterschiedliche Arbeitszeiten für verbeamtete und angestellte Lehrkräfte, muss sich ja schon allein dies in unterschiedlichen Aufgaben (bzw. unterschiedlichem Umfang) auswirken. Es wäre sicherlich interessant zu klären, was denn da offiziell von verbeamteten Kolleg_innen geleistet werden soll, was den angestellten nicht übertragen wird.

Ich sitze an einer Uni und habe neben dem Deputat tatsächlich noch 10% Arbeitszeit für Forschung, Selbstverwaltung u.Ä. zur Verfügung. Wird jetzt die Arbeitszeit um 10% gekürzt, könnte die Personalabteilung auf die Idee kommen, dass wir als Uni doch nicht mehr forschen müssen, und mir diese Dienstaufgabe kürzen, ohne das Deputat senken zu müssen. Ähnliche Taschenspielertricks sollten auch bei Lehrkräften an Schulen möglich sein...

Wir beide hatten das ja schonmal. Ich sehe da auch sehr wenig Spielraum. Dazu müsste sich die gesamte Lernlandschaft einschließlich der Dienstleistung, die wir anscheinend bieten, ändern

Es gibt zu viele Pflichten, die durch Erlasse mit dem Alltag verbunden sind und wir versuchen ja schon Arbeitshygiene noch und nöcher zu betreiben, Arbeitsabläufe zu digitalisieren und optimieren sowie Daten auf Knopfdruck parat zu haben.

Es ist sogar so, dass Teilzeitler nie genausoviel Anteile arbeiten, wie sie monetär Anteilig bekommen, weil sie um Konferenzen und Dienstbesprechungen trotz Teilzeit nicht anteilig drum rum kommen.
Es gibt noch soooo viele Dinge die gesetzlich oben auf die Arbeitszeit kommen, dazu kommen unsere Schüler, die wir auch gerne betreuen. Zumindest die Kinder, die mal ne Gehhilfe brauchen.
Im Beamtenforum gibt's recht gute Posts von ST, die du sicher gelesen hast.

Johann

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6197 am: 06.12.2023 21:35 »
Man darf hierbei dann nicht vergessen, dass dann auch schnell das narrativ ein anderes ist:

Armer Mensch und/oder Migrant erschleicht sich sozialleistungen bzw trickst o.ä.:" Betrüger... Sozialschmarotzer"

Ein Reicher hinterzieht Steuern oder erschleicht sich Leistungen:" Da hat er einfach die Lücken im Gesetz clever genutzt..."

Ich vermute mal, dass die größten Posten der Steuerhinterziehung sind, dass steuerneutrale Nachbarschaftshilfe gewählt wird, wenn man entsprechende Fachleute kennt, der Restaurantbesuch in den Unterlagen des Betreibers höchstens auftaucht, wenn es um Absetzbarkeiten wie zu viel produziertes Essen geht und der Friseur auch wesentlich weniger Umsatz gemacht hat, als die realen täglichen Besucherzahlen zu vermuten ließen.

Steuerhinterziehung von gut betuchten Personen sowie Konzernen ist ja keine Steuerhinterziehung, sondern legale Steuervermeidung. Der Schaden hieraus dürfte die 50-100 Mrd. aber locker um mehrere Faktoren übersteigen.

Ein kleines Beispiel von dem, was ich persönlich ungerecht finde:
Legal: Du hast kein Erwerbseinkommen. Deine (ggf. geerbten) Vermögenswerte haben dieses Jahr 3 Mrd. Euro Wertzuwachs erlebt. Du willst dir eine neue Villa für 10 Mio kaufen. Du verkaufst entsprechende Vermögenswerte und zahlst lediglich auf deren Zugewinne Steuern. Der Rest deines Vermögenszuwachses bleibt unversteuert liegen und kann sich weiter vermehren.

Nicht legal: Du bist Arbeitnehmer, verdienst 60 tsd Euro. Du brauchst dieses Jahr nur 18 tsd Euro zum Leben. Also versteuerst du nur den Teil, der dir die benötigten 18 tsd Euro zum Leben sichert. Den Rest kannst du zum Vermehren anlegen und musst ihn erst versteuern, wenn du ihn brauchst.

Insbesondere bei sehr großen Vermögen wird so im Grunde nie eine Versteuerung des Zugewinns vorgenommen. Und wer weiß, ob nach der Weitergabe an die nachfolgenden Generationen überhaupt noch irgendwer die Übersicht hat, was wann zu welchem Preis erworben wurde und seither wie viel (eigentlich) zu versteuernder Gewinn bei Veräußerung zu Debatte stünde. Möglichkeiten, wie man die Vermögenswerte dann auch an der Erbsteuer vorbei bekommt, gibts darüber hinaus auch zu hauf für Menschen mit Möglichkeiten.

Klar ist es ein sehr heikles Thema und ich wüsste jetzt auch nicht, wie man das anpasst, dass nicht immer nur die Menschen mit Erwerbseinkommen den größten Teil der Steuerlast tragen, aber irgendwas muss doch mal passieren.

Zinc

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6198 am: 06.12.2023 21:47 »
Dieser Thread ist nur noch ermüdend und sinnlos.
Gibts hier keinen Moderator?

+1

Der macht scheinbar Urlaub.

TV-Ler

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6199 am: 06.12.2023 22:13 »
Es stimmt schon, dass beim Land Stellen meist deutlich besser bewertet sind. Bekommt man dort für eine Stelle die EG 9a, so würde man für die gleiche Arbeit an der Kommune nur die EG 08 oder sogar EG 07 bekommen und wäre somit finanziell wieder schlechter gestellt. Das muss man auch bedenken.

Also bei Meister /Techniker Abschlüssen wird im TVöd deutliche besser eingruppiert. 9c vs lächerlich 9a im TV-L.
Techniker sind in beiden Tarifverträgen bis 9b eingruppiert.
Für Meister gibt's im TV-L die 9b zuzüglich Entgeltgruppenzulage als "Technische Beschäftigte mit besonderen Aufgaben".

cyrix42

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6200 am: 06.12.2023 22:34 »
Ich verstehe nicht, wieso man es hier nicht wie in Italien macht.
Frau Meloni hat das Bürgergeld dort einfach radikal für die aller meisten gestrichen, und zwar ohne Diskussion!
Eine solche Maßnahme wäre in Deutschland leider undenkbar, denn es würde wahrscheinlich sofort als "rechts" bezeichnet werden.

Nu, wenn man sich an einer Partei orientieren will, die im Parteiwappen der lodernden Flamme des Geistes Mussolinis huldigt, muss man sich nicht wundern, wenn man korrekt als "rechtsextrem" einsortiert wird. Klar kann man die Politik von Neofaschisten betrachten, sollte aber klar einordnen, wo diese herkommt.

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6201 am: 06.12.2023 22:36 »
Ich verstehe nicht, wieso man es hier nicht wie in Italien macht.
Frau Meloni hat das Bürgergeld dort einfach radikal für die aller meisten gestrichen, und zwar ohne Diskussion!
Eine solche Maßnahme wäre in Deutschland leider undenkbar, denn es würde wahrscheinlich sofort als "rechts" bezeichnet werden.
Das wäre wohl verfassungswidrig und würde die nächste Schlappe für die Regierung bedeuten.
Die Antwort auf ein steigendes Existenzminimum sollte nicht heißen, dieses den Menschen nicht mehr zu gewähren. Die Antwort muss lauten, die Löhne anzupassen. Ich versteh nicht, wieso dieses „Arbeit muss sich wieder Lohnen“ immer mit Kürzungen im Sozialbereich einhergeht. Für mich ist die logische Konsequenz aus Arbeit muss sich wieder Lohnen, dass höhere Gehälter gezahlt werden müssen.
Mail-Aktion zur TV-L Tarifrunde:
Solidarisch zeigen und die Verantwortlichen in Hamburg via Mail auffordern auf eine bessere Bezahlung hinzuwirken: https://wastunfuerhamburg.de/

Ich empfehle den Thread zur Hamburg Zulage unter der Rubik Allgemeines, den ich seit 1-2 Jahren stetig füttere.

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6202 am: 06.12.2023 22:49 »
Ich habe nicht vom Mindestlohn gesprochen, sondern allgemein von Gehältern.
Und wenn es kein Bürgergeld gibt, „lohnt sich“ meine Arbeit deswegen nicht mehr für mich. ,
Mail-Aktion zur TV-L Tarifrunde:
Solidarisch zeigen und die Verantwortlichen in Hamburg via Mail auffordern auf eine bessere Bezahlung hinzuwirken: https://wastunfuerhamburg.de/

Ich empfehle den Thread zur Hamburg Zulage unter der Rubik Allgemeines, den ich seit 1-2 Jahren stetig füttere.

Pelikan

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6203 am: 06.12.2023 22:53 »
Und wenn es kein Bürgergeld gibt, „lohnt sich“ meine Arbeit deswegen nicht mehr für mich. ,

Und warum kümmern sich Politiker nur um das Bürgergeld und nicht darum, dass sich auch deine Arbeit lohnt?

MDB

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6204 am: 06.12.2023 22:59 »
"Aber die Länder haben erkannt, dass ihre Wettbewerbssituation sie zu einem vergleichbaren Abschluss wie mit Bund und Kommunen zwingt, weil sonst der Abstand bei den Gehältern dramatisch zunimmt. Da gibt es Einkommensgruppen mit einem Unterschied zwischen acht und zehn Prozent für eine vergleichbare Tätigkeit" Zitat DBB Chef aus https://www-news4teachers-de.cdn.ampproject.org/v/s/www.news4teachers.de/2023/12/vor-dritter-verhandlungsrunde-im-tarifstreit-dbb-chef-sind-zum-vollstreik-bereit/?amp=&amp_gsa=1&amp_js_v=a9&usqp=mq331AQGsAEggAID#amp_tf=Von%20%251%24s&aoh=17018993271575&csi=0&referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&ampshare=https%3A%2F%2Fwww.news4teachers.de%2F2023%2F12%2Fvor-dritter-verhandlungsrunde-im-tarifstreit-dbb-chef-sind-zum-vollstreik-bereit%2F

Wie kann man so kapitulieren? 1. Sagt er ja schon defacto, dass man nur TVöD - rausbekommt.

2. Ist seine Aussage zu den 8-10% einfach faktisch falsch. In E13 S2  ist man ab März knapp 12% hinter dem Bund in E15 S6 sogar 12,5%. Selbst wenn also die Forderung 1:1 umgesetzt werden würde, was sie nicht wird, wären die Stufen immer noch schlechter gestellt als beim Bund und den ach so armen Kommunen, die ja wegen ihrer klammen Kassen von den Ländern unterstützt werden müssen. Wie kann das sein? Wie kann sich so jemand ARBEITNEHMERvertreter nennen? Anstatt zu sagen, dass wir bis zu 12,5% Lücke haben werden und die geschlossen werden müssen, vollständig, wird von 8-10% Lücke geredet... unglaublich

Grandia

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6205 am: 06.12.2023 23:03 »
"Aber die Länder haben erkannt, dass ihre Wettbewerbssituation sie zu einem vergleichbaren Abschluss wie mit Bund und Kommunen zwingt, weil sonst der Abstand bei den Gehältern dramatisch zunimmt. Da gibt es Einkommensgruppen mit einem Unterschied zwischen acht und zehn Prozent für eine vergleichbare Tätigkeit" Zitat DBB Chef aus https://www-news4teachers-de.cdn.ampproject.org/v/s/www.news4teachers.de/2023/12/vor-dritter-verhandlungsrunde-im-tarifstreit-dbb-chef-sind-zum-vollstreik-bereit/?amp=&amp_gsa=1&amp_js_v=a9&usqp=mq331AQGsAEggAID#amp_tf=Von%20%251%24s&aoh=17018993271575&csi=0&referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com&ampshare=https%3A%2F%2Fwww.news4teachers.de%2F2023%2F12%2Fvor-dritter-verhandlungsrunde-im-tarifstreit-dbb-chef-sind-zum-vollstreik-bereit%2F

Wie kann man so kapitulieren? 1. Sagt er ja schon defacto, dass man nur TVöD - rausbekommt.

2. Ist seine Aussage zu den 8-10% einfach faktisch falsch. In E13 S2  ist man ab März knapp 12% hinter dem Bund in E15 S6 sogar 12,5%. Selbst wenn also die Forderung 1:1 umgesetzt werden würde, was sie nicht wird, wären die Stufen immer noch schlechter gestellt als beim Bund und den ach so armen Kommunen, die ja wegen ihrer klammen Kassen von den Ländern unterstützt werden müssen. Wie kann das sein? Wie kann sich so jemand ARBEITNEHMERvertreter nennen? Anstatt zu sagen, dass wir bis zu 12,5% Lücke haben werden und die geschlossen werden müssen, vollständig, wird von 8-10% Lücke geredet... unglaublich

Es muss eben nur hoch genug sein, dass nicht zu viele vom TVL weg wechseln. Alles andere ist ok, weil unterschiedliche AG.

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifrunde TV-L 2023 - Diskussion
« Antwort #6206 am: 06.12.2023 23:43 »
Und wenn es kein Bürgergeld gibt, „lohnt sich“ meine Arbeit deswegen nicht mehr für mich. ,

Und warum kümmern sich Politiker nur um das Bürgergeld und nicht darum, dass sich auch deine Arbeit lohnt?
In Hamburg sehen sich die SPD Spitzenpolitiker dafür schlicht weg nicht verantwortlich. Bei diversen Terminen ("Tschentscher Live") wird das immer wieder thematisiert. Aber je höher die Politiker in ihrer Funktion stehen, desto weniger interessiert sie das
 Kann ich dir auch nicht beantworten.

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« Antwort #6207 am: 07.12.2023 00:08 »
Bitte beim Thema bleiben. Verschiedene Mitglieder beschweren sich.

Danke.

Tariflheini

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« Antwort #6208 am: 07.12.2023 00:20 »
Pelikan, du könntest auch die Kosten für Verteidigung gegenrechnen, oder diejenigen für Kulturförderung oder Umweltschutzmaßnahmen. Das bringt nix.

Die Höhe des Bürgergelds ist gesetzlich geregelt, ein zu geringer Lohnabstand ist natürlich in bestimmten Regionen problematisch, aber in Tarifverhandlungen ist das definitiv kein Argument.

Könnte man tatsächlich, aber dennoch hat es sehr wenig miteinander zu tun. Ich kann zB für oder gegen mehr Geld für Klimaschutz sein. Hier geht es aber um das konkrete Empfinden, dass der Staat Menschen unterschiedlich behandelt bzw. in dem Fall eben bevorteilt, und das hat eben nichts mit dem Verteidigungshaushalt zu tun.
Das ist einfach nur eine ganz sachliche Feststellung und mehr nicht.
Du meinst die sachliche Feststellung, dass die Höhe des Bürgergeldes vom BVerG vorgegeben wurde und daran zu drehen ziemlich dem politischem Willen entzogen ist?
(Auch wenn gerade Lindner und der Ich-bin-nur-Mittelstand CDU Chef anderes behaupten?)
Immerhin haben die Bürgergeldempfänger keinen Anspruch auf Weihnachtsbäume!
Das müssen sie sich von den anderen Posten absparen.
Aber da du ja gut Bescheid weißt: Könnte man am Warenkorb GG fest was drehen? Und falls ja? Was?

Im Grundgesetz steht, dass alle Menschen gleich sind.
Das heißt, wenn die Regierung verfassungskonform handeln würde, müsste sie dafür sorgen, dass Menschen die 40 Stunden in der Woche arbeiten, wesentlich mehr Geld haben als die, die nicht arbeiten. Könnte man ja machen! Ist aber politisch nicht gewollt! Und wenn man das kritisiert, kommt wieder der allseits bekannte Vorwurf, dass man ja nach unten treten würde und man nicht mehr Geld haben würde, weil andere weniger haben bla bla bla etc etc pp

wäre mir neu, dass das so im Grundgesetz steht. Welche Ausgabe haben Sie?

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« Antwort #6209 am: 07.12.2023 06:17 »
Andreas Dressel hat auf Instagram ein Hamburger Streikfoto von gestern gepostet. Untertitel:

Danke für das Demo-Foto, das mich heute erreicht hat. Exakt das hat der TdL Nikolaus 🎅 zwar nicht im Gepäck (sind ja auch VERHANDLUNGEN), aber wesentliche Konkretisierungen zu unseren Angeboten, die uns weiterbringen. Wir kommen kompromissbereit nach Potsdam, wir wollen uns einigen. Einmal werden wir noch wach, dann ist Verhandlungstag

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