Geduldsprobe Einstellungsprozess

Begonnen von Netraw, 25.06.2024 19:49

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Netraw

Hallo zusammen,

ich habe mich vor knapp einem Jahr bei einer Bundesbehörde beworben. Mir war klar, dass der ganze Prozess vermutlich etwas länger dauern wird, als ich es aus der freien Wirtschaft gewohnt bin.

Zwischen Bewerbung, Eignungstest und Vorstellungsgespräch lagen bereits jeweils Wochen bis Monate. Vor etwa 6 Monaten bekam ich dann die vorbehaltliche Einstellungszusage und die notwendige Sicherheitsüberprüfung wurde eingeleitet.

Nun liegt auch das Ergebnis der SÜ schon etwas länger vor, aber es bewegt sich einfach nichts. Keine Info zum weiteren Vorgehen seitens der Behörde und mein Sachbearbeiter ist nicht zu erreichen.

Ich habe gedacht, dass man dort aktiv wird, sobald dann das Ergebnis der SÜ vorliegt. Eigentlich (soweit ich weiß) fehlt nun nichts mehr, um die letzten Punkte (Einstellungsdatum & finale Stufenzuordnung) zu klären und alles Dingfest zu machen.

Ich habe diverse Jobangebote ausgeschlagen, weil ich unbedingt zu dieser Behörde wollte. Aber aktuell habe ich das Gefühl dort Bittsteller zu sein bzw. zum Bittsteller gemacht zu werden. Das trübt die Vorfreude doch erheblich und lässt mich langsam an meiner Entscheidung zweifeln.

Teilt bitte einmal eure Erfahrungen mit mir. Bin ich zu ungeduldig? Ist das noch eine ganz normale Dauer im öffentlichen Dienst? Kann es sein, dass erst nach bestandener SÜ bei der Behörde die weiteren Schritte zur Einstellung (Gremien-Zustimmung und so) eingeleitet werden konnten und meine Akte bis dahin einfach auf einem "Vielleicht-Stapel" vor sich hin gedümpelt ist?

Oder ist das Ganze ein letzter Test? Wie sehr ich die Stelle will oder so. :D

Danke für eure Zeit und ich freue mich auf eure Antworten.

SunshineR


Bibliothekar


Casa

Gib mir ein Minus, wenn dir meine Beiträge gefallen. :-)

Hans1W

Klingt nach BAPersBw.
Die Verwalten nur, denen tut es auch nicht weh wenn die Stelle unbesetzt bleibt weil die Prozesse so langsam sind. Das ist der Nachteil der Zentral Personalverwaltung.

Netraw

Zitat von: Casa in 26.06.2024 08:29
Hast du mal angerufen?

Schon mehrfach, aber mein Sachbearbeiter ist nicht erreichbar.

Organisator

Zitat von: Netraw in 25.06.2024 19:49
Hallo zusammen,

ich habe mich vor knapp einem Jahr bei einer Bundesbehörde beworben. Mir war klar, dass der ganze Prozess vermutlich etwas länger dauern wird, als ich es aus der freien Wirtschaft gewohnt bin.

Zwischen Bewerbung, Eignungstest und Vorstellungsgespräch lagen bereits jeweils Wochen bis Monate. Vor etwa 6 Monaten bekam ich dann die vorbehaltliche Einstellungszusage und die notwendige Sicherheitsüberprüfung wurde eingeleitet.

Nun liegt auch das Ergebnis der SÜ schon etwas länger vor, aber es bewegt sich einfach nichts. Keine Info zum weiteren Vorgehen seitens der Behörde und mein Sachbearbeiter ist nicht zu erreichen.

Ich habe gedacht, dass man dort aktiv wird, sobald dann das Ergebnis der SÜ vorliegt. Eigentlich (soweit ich weiß) fehlt nun nichts mehr, um die letzten Punkte (Einstellungsdatum & finale Stufenzuordnung) zu klären und alles Dingfest zu machen.

Ich habe diverse Jobangebote ausgeschlagen, weil ich unbedingt zu dieser Behörde wollte. Aber aktuell habe ich das Gefühl dort Bittsteller zu sein bzw. zum Bittsteller gemacht zu werden. Das trübt die Vorfreude doch erheblich und lässt mich langsam an meiner Entscheidung zweifeln.

Teilt bitte einmal eure Erfahrungen mit mir. Bin ich zu ungeduldig? Ist das noch eine ganz normale Dauer im öffentlichen Dienst? Kann es sein, dass erst nach bestandener SÜ bei der Behörde die weiteren Schritte zur Einstellung (Gremien-Zustimmung und so) eingeleitet werden konnten und meine Akte bis dahin einfach auf einem "Vielleicht-Stapel" vor sich hin gedümpelt ist?

Oder ist das Ganze ein letzter Test? Wie sehr ich die Stelle will oder so. :D

Danke für eure Zeit und ich freue mich auf eure Antworten.

Test eher nicht - so arbeitet halt das BfV bzw. der BND. Ich würde mir überlegen, ob solch ein langsamer und nicht erreichbarer Arbeitgber der richtige ist.

Netraw

Zitat von: Hans1W in 26.06.2024 08:37
Klingt nach BAPersBw.
Die Verwalten nur, denen tut es auch nicht weh wenn die Stelle unbesetzt bleibt weil die Prozesse so langsam sind. Das ist der Nachteil der Zentral Personalverwaltung.

Traurig für die Bewerber... Man möchte ja auch irgendwann mal mit der Planung beginnen. Ich müsste ja auch irgendwann mal kündigen, mir ne Wohnung am Dienstort suchen usw.. Wenn das weiterhin so läuft kann ich vermutlich erst 2025 tatsächlich dort anfangen  :o

Netraw

Zitat von: Organisator link=topic=123755.msg359332#msg359332 date=1719384279
/quote]

Test eher nicht - so arbeitet halt das BfV bzw. der BND. Ich würde mir überlegen, ob solch ein langsamer und nicht erreichbarer Arbeitgber der richtige ist.

Ja, genau damit hadere ich so langsam. Prinzipiell wäre es mir egal - im Endeffekt sind die ersten 6 Monate ja eine Probezeit für beide Parteien. Wenn ansonsten beim Arbeitgeber alles passt, nur die Perso evtl. was träge ist, kann es ja trotzdem toll sein. Aber ich müsste für die Stelle schon einiges aufgegeben, da aufgrund der Entfernung ein tägliches Pendeln tatsächlich unmöglich ist.

Organisator

Zitat von: Netraw in 26.06.2024 08:57
Zitat von: Organisator link=topic=123755.msg359332#msg359332 date=1719384279
/quote]

Test eher nicht - so arbeitet halt das BfV bzw. der BND. Ich würde mir überlegen, ob solch ein langsamer und nicht erreichbarer Arbeitgber der richtige ist.

Ja, genau damit hadere ich so langsam. Prinzipiell wäre es mir egal - im Endeffekt sind die ersten 6 Monate ja eine Probezeit für beide Parteien. Wenn ansonsten beim Arbeitgeber alles passt, nur die Perso evtl. was träge ist, kann es ja trotzdem toll sein. Aber ich müsste für die Stelle schon einiges aufgegeben, da aufgrund der Entfernung ein tägliches Pendeln tatsächlich unmöglich ist.

Tägliche Anwesenheit wäre wohl bei solchen Behörden unvermeidlich, daher würde ich für die Probezeit auf keinen Fall schon einen Umzug machen sondern erstmal anschauen, wies denn da so ist.

2strong

Guter Hinweis. Das dürfte unter Verweis auf ebendiese Probezeit auch praktisch möglich sein. Du bekommst dann entsprechend länger Trennungsgeld.

Buero 72

Zitat von: 2strong in 26.06.2024 09:41
Guter Hinweis. Das dürfte unter Verweis auf ebendiese Probezeit auch praktisch möglich sein. Du bekommst dann entsprechend länger Trennungsgeld.


Als Angestellter bekommt man doch kein Trennungsgeld? Aber doppelte Haushaltführung und Pendlerpauschale kann man ja von der Steuer absetzen...

Organisator


VFA West

Zitat von: Organisator in 26.06.2024 09:33
Zitat von: Netraw in 26.06.2024 08:57
Zitat von: Organisator link=topic=123755.msg359332#msg359332 date=1719384279
/quote]

Test eher nicht - so arbeitet halt das BfV bzw. der BND. Ich würde mir überlegen, ob solch ein langsamer und nicht erreichbarer Arbeitgber der richtige ist.

Ja, genau damit hadere ich so langsam. Prinzipiell wäre es mir egal - im Endeffekt sind die ersten 6 Monate ja eine Probezeit für beide Parteien. Wenn ansonsten beim Arbeitgeber alles passt, nur die Perso evtl. was träge ist, kann es ja trotzdem toll sein. Aber ich müsste für die Stelle schon einiges aufgegeben, da aufgrund der Entfernung ein tägliches Pendeln tatsächlich unmöglich ist.

Tägliche Anwesenheit wäre wohl bei solchen Behörden unvermeidlich, daher würde ich für die Probezeit auf keinen Fall schon einen Umzug machen sondern erstmal anschauen, wies denn da so ist.

Davon rate ich auch ab. Und wenn, dann nur etwas kurzfristiges anmieten, wo man auch schnell wieder raus kommt.

Netraw

Sorry für die späte Rückmeldung. War etwas wuselig die letzten Tage.

Aber dafür weiß ich jetzt wie es in meinem Einstellungsprozess weiter geht :)

Und danke für den Tipp mit dem Trennungsgeld. Mein Personaler hat mir die entsprechenden Kontaktdaten gegeben und ich konnte mich zwischenzeitlich auch schon dahingehend beraten lassen.

Jetzt bin ich schon deutlich beruhigter und die Vorfreude steigt wieder :)