Tarifrunde TVöD 2025 - Diskussion II

Begonnen von Admin, 17.02.2025 21:39

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monkey

Gibt es irgendwo auch ein offizielles Statement zum heutigen Verhandlungstag?

LisaSimpsonÖD

Gut das es freie Auswahl an Stellen bei uns ab 9c gibt😅 überlege auch schon seit paar Monaten die E11 mit Führung an den Nagel zu hängen und mir was als Sachbearbeiterin zu suchen. Würde auch die E10 in Kauf nehmen. Leider wird Führung immer undankbarer und gescheites Personal fehlt leider auch. Bei und bekommen Ausbildungsbeender direkt die E8 und verlangen nach 1-2 Jahren eine E9a..


Captain Einsicht

Ich möchte nur eine Sache hinzufügen.

Laut meiner Recherche beträgt die Preissteigerung im Bezug von 2015 zu 2025 ca. 34 %, während die Löhne im öffentlichen Dienst im gleichen Zeitraum um 22,6 % gestiegen sind. Das ist ein drastischer Reallohnverlust!

Wenn man uns weis machen möchte, dass es uns ja heute viel besser geht als noch vor ein paar Jahren, dann komme ich mir verarscht vor. Wo steuern wir denn nur hin in Deutschland ? Anstatt die Lebensqualität der Meschen nachhaltig und beständig zu erhöhen, macht man das Gegenteil...

SGLBund

Zitat von: KlammeKassen in 15.03.2025 19:40
Zitat von: KeuleMS in 15.03.2025 19:29
Ich habe jetzt leider nicht die ganzen letzten Seiten gelesen. Aber gibt es jetzt ein offizielles Angebot der AG?

10/2025 2%
06/2026 2%
07/2027 1,5%

Laufzeit 36 Monate

Wäre ja ein ganz schlimmer Witz, verstärkt die Tendenz zur inneren Kündigung.

Ramirez

Zitat von: KlammeKassen in 15.03.2025 19:40
Zitat von: KeuleMS in 15.03.2025 19:29
Ich habe jetzt leider nicht die ganzen letzten Seiten gelesen. Aber gibt es jetzt ein offizielles Angebot der AG?

10/2025 2%
06/2026 2%
07/2027 1,5%

Laufzeit 36 Monate

Das ist echt mies, was z.B. gar nicht berücksichtigt wird ist die stark erhöhte Beitragsbemessungsgrenze, die höheren EGs verlieren also weiter.

cyrix42

Sollte 2026 der Mindestlohn tatsächlich auf 15€/h angehoben werden, benötigt es bei 39h/Woche (also 7,8h/Arbeitstag bei einer 5-Tage-Woche) im Juli bei 23 Arbeitstagen einen Bruttoverdienst von 2691€. Das wird nach dem bisherigen Angebot dann von der gesamten EG 1 sowie der EG 2/1 (zumindest knapp) unterschritten.

DerTechniker

Die sollen diesen Zirkus endlich aufgeben. Was soll denn jetzt bis morgen passiere? Soll Karin auf einmal etwas aus ihrem Schalke Hut zaubent? Gerade jetzt ist klar. Die VKA will nichts verbessern und möchte auch nichts zur Attraktivität im öD beitragen. Mitarbeiter die auf Verbesserungen gehofft haben werden maßlos enttäuscht.

Ramirez

Zitat von: cyrix42 in 15.03.2025 20:01
Sollte 2026 der Mindestlohn tatsächlich auf 15€/h angehoben werden, benötigt es bei 39h/Woche (also 7,8h/Arbeitstag bei einer 5-Tage-Woche) im Juli bei 23 Arbeitstagen einen Bruttoverdienst von 2691€. Das wird nach dem bisherigen Angebot dann von der gesamten EG 1 sowie der EG 2/1 (zumindest knapp) unterschritten.

So doof es sich anhört, das ist gut.
Als Konsequenz werden die EG1 Tätigkeiten damit nämlich seltener an Externe vergeben sondern im Haus belassen, so dass mehr gering qualifizierte Menschen in ein tarifliches Arbeitsverhältnis kommen und es weniger Zwischenverdiener an der Arbeitskraft gibt.

msnk

Zitat von: Tarifgeist in 15.03.2025 19:16
Zitat von: Aleksandra in 15.03.2025 19:14
was gilt denn nun?
1,6% oder 1,5% im dritten Jahr. Hier gibt es unterschiedliche Angaben.

Und warum hat der VKA eigentlich einen Tarif-Update-Whatsapp-Channel, wenn die es nicht einmal hinbekommen ihr eigenes
Angebot dort zu veröffentlichen...
Was würde das für einen Unterschied machen? Ein Haufen Sch...e bleibt ein Haufen Sch...e, auch wenn man ihn pink anstreicht.
Sorry, aber genau solche Postings wie eure meinte ich mit Strohmännern, Whataboutisnus und Co. Bei meinem Argumentationsfaden an der Stelle ging es ja erkennbar um Generelles, um Normalfälle. Münchener Speckgürtel ist da doch völlig irrelevant, warum gteift ihr denn ausgerechnet diesen speziellen Punkt mit einem ganz speziellen Sonderfall heraus? Es ist doch klar, dass ich mit "auf dem Land" nicht "Speckgürtel der mit-teuersten Großstadt Deutschlands" meinte.
Ich verstehe es ehrlich nicht, bitte helft mir es zu verstehen - das macht doch jede Diskussion kaputt, und ich hab nicht den Eindruck, dass das euer Ziel ist.

monkey

Zitat von: Ramirez in 15.03.2025 20:05
Zitat von: cyrix42 in 15.03.2025 20:01
Sollte 2026 der Mindestlohn tatsächlich auf 15€/h angehoben werden, benötigt es bei 39h/Woche (also 7,8h/Arbeitstag bei einer 5-Tage-Woche) im Juli bei 23 Arbeitstagen einen Bruttoverdienst von 2691€. Das wird nach dem bisherigen Angebot dann von der gesamten EG 1 sowie der EG 2/1 (zumindest knapp) unterschritten.

So doof es sich anhört, das ist gut.
Als Konsequenz werden die EG1 Tätigkeiten damit nämlich seltener an Externe vergeben sondern im Haus belassen, so dass mehr gering qualifizierte Menschen in ein tarifliches Arbeitsverhältnis kommen und es weniger Zwischenverdiener an der Arbeitskraft gibt.

Okay, das ist jetzt Quatsch, wenn jetzt noch Positives an der Unterschreitung eines Mindestlohns gefunden wird.

Ramirez

Zitat von: monkey in 15.03.2025 20:09
Zitat von: Ramirez in 15.03.2025 20:05
Zitat von: cyrix42 in 15.03.2025 20:01
Sollte 2026 der Mindestlohn tatsächlich auf 15€/h angehoben werden, benötigt es bei 39h/Woche (also 7,8h/Arbeitstag bei einer 5-Tage-Woche) im Juli bei 23 Arbeitstagen einen Bruttoverdienst von 2691€. Das wird nach dem bisherigen Angebot dann von der gesamten EG 1 sowie der EG 2/1 (zumindest knapp) unterschritten.

So doof es sich anhört, das ist gut.
Als Konsequenz werden die EG1 Tätigkeiten damit nämlich seltener an Externe vergeben sondern im Haus belassen, so dass mehr gering qualifizierte Menschen in ein tarifliches Arbeitsverhältnis kommen und es weniger Zwischenverdiener an der Arbeitskraft gibt.

Okay, das ist jetzt Quatsch, wenn jetzt noch Positives an der Unterschreitung eines Mindestlohns gefunden wird.
Er wird doch nicht unterschritten, der gilt für den ÖD auch.

monkey

Zitat von: Ramirez in 15.03.2025 20:11
Zitat von: monkey in 15.03.2025 20:09
Zitat von: Ramirez in 15.03.2025 20:05
Zitat von: cyrix42 in 15.03.2025 20:01
Sollte 2026 der Mindestlohn tatsächlich auf 15€/h angehoben werden, benötigt es bei 39h/Woche (also 7,8h/Arbeitstag bei einer 5-Tage-Woche) im Juli bei 23 Arbeitstagen einen Bruttoverdienst von 2691€. Das wird nach dem bisherigen Angebot dann von der gesamten EG 1 sowie der EG 2/1 (zumindest knapp) unterschritten.

So doof es sich anhört, das ist gut.
Als Konsequenz werden die EG1 Tätigkeiten damit nämlich seltener an Externe vergeben sondern im Haus belassen, so dass mehr gering qualifizierte Menschen in ein tarifliches Arbeitsverhältnis kommen und es weniger Zwischenverdiener an der Arbeitskraft gibt.

Okay, das ist jetzt Quatsch, wenn jetzt noch Positives an der Unterschreitung eines Mindestlohns gefunden wird.
Er wird doch nicht unterschritten, der gilt für den ÖD auch.

Genauer: Wenn es so auf den ersten Blick ausgehandelt wird bzw. vom AG so als Angebot kommt.

monkey

Zitat von: msnk in 15.03.2025 20:06
Zitat von: Tarifgeist in 15.03.2025 19:16
Zitat von: Aleksandra in 15.03.2025 19:14
was gilt denn nun?
1,6% oder 1,5% im dritten Jahr. Hier gibt es unterschiedliche Angaben.

Und warum hat der VKA eigentlich einen Tarif-Update-Whatsapp-Channel, wenn die es nicht einmal hinbekommen ihr eigenes
Angebot dort zu veröffentlichen...
Was würde das für einen Unterschied machen? Ein Haufen Sch...e bleibt ein Haufen Sch...e, auch wenn man ihn pink anstreicht.
Sorry, aber genau solche Postings wie eure meinte ich mit Strohmännern, Whataboutisnus und Co. Bei meinem Argumentationsfaden an der Stelle ging es ja erkennbar um Generelles, um Normalfälle. Münchener Speckgürtel ist da doch völlig irrelevant, warum gteift ihr denn ausgerechnet diesen speziellen Punkt mit einem ganz speziellen Sonderfall heraus? Es ist doch klar, dass ich mit "auf dem Land" nicht "Speckgürtel der mit-teuersten Großstadt Deutschlands" meinte.
Ich verstehe es ehrlich nicht, bitte helft mir es zu verstehen - das macht doch jede Diskussion kaputt, und ich hab nicht den Eindruck, dass das euer Ziel ist.

Ich denke, du zitierst den falschen Beitrag.

cyrix42

Ramirez' Überlegung geht wohl in die folgende Richtung: Wenn das Tabellenentgelt unterhalb des Mindestlohns liegt, wird anstatt des von den Tarifparteien ausgehandelten Entgelts der Mindestlohn gezahlt. Entsprechend führt dies dazu, dass diese Tätigkeiten im öD wahrscheinlich genauso hoch bezahlt werden wie in der Privatwirtschaft, nämlich mit dem Mindestlohn.

monkey

Aber da wir gerade beim Mindestlohn sind:

Ab dem 01. Juli 2025 gilt ein Mindestlohn von 20,50€ für examinierte Pflegekräfte. P7 Stufe 2 unterschreitet dies aktuell (liegt bei 19,49€). Zum 01.Juli müsste dort also etwas geschehen, es bedarf dort eine Steigerung von 5,18% im Tabellenentgelt.