Tarifrunde TVöD 2025 - Diskussion III - Schlichtung

Begonnen von E15TVL, 21.03.2025 16:25

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SusiE

Zitat von: Philipp in 29.03.2025 09:06
Ganz ehrlich, was soll die Erhöhung der Wochenarbeitszeit den effektiv bringen?
Wir brauchen belastbare Kennzahlen und wesentlich mehr Spielraum in der LOB um fleißige Mitarbeiter vernünftig belohnen zu können.
Die Steigerung auf mögliche 42 Stunden ist eine Nebelkerze.
Ich kenne jetzt schon die Kandidaten die das beantragen werden bei mir - Überstunden ohne Ende, aber output kaum messbar. Die verbringen einfach lieber ihre Zeit im Büro statt zuhause.
Ich habe auch Überstunden ohne Ende, bekomme sie auch nicht abgebaut, durch fehlende Stellennachbesetzungen. Zumindest vorübergehend fände ich das schon nicht übel. Den Unterschied 10% zu 25% find ich jedoch mehr als unfair. Ja ich verdiene schon gut, trage mit dem Wächteramt aber auch besondere Verantwortung.

shenja

Ich bekomme in meinen Kopf nicht rein, wie sich hier alle freuen evtl auf 42 Stunden aufzustocken. Habt ihr kein Leben außerhalb der Arbeit?
Ich arbeite im Sozialamt. Es ist mir mittlerweile völlig egal ob sich die Anträge bis zur Decke stapeln. Habe ich Lust und brauche ein paar Stunden für mehr Urlaubstage, dann arbeite ich länger und ansonsten nicht.
Ich würde im Leben nicht meine Stunden auf 42 erhöhen. Ich überlege eher zu reduzieren.


Tagelöhner

Daher ja auch die Vermutung, dass sich damit der ein oder andere Lowperformer freuen wird, einfach mehr Geld aus seinem Aussitz- pardon, ich meine Arbeitsverhältnis rauszupressen und die gerne geringe Effizienz von Behörden sogar weiter bergab geht.

Wer sicherlich auch dafür sein wird, sind die Homeoffice/Mobiles Arbeiten Kadetten, noch mehr bezahlte Arbeitszeit, die sich für Privatkram nutzen lässt ohne dass der Chef in jedem Moment ins Büro reinplatzen kann und einen inflagranti erwischt.
Nur mit ausgeprägtem Humorsinn weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

SozPädBW

Zitat von: Tagelöhner in 29.03.2025 09:28
Daher ja auch die Vermutung, dass sich damit der ein oder andere Lowperformer freuen wird, einfach mehr Geld aus seinem Aussitz- pardon, ich meine Arbeitsverhältnis rauszupressen und die gerne geringe Effizienz von Behörden sogar weiter bergab geht.

Wer sicherlich auch dafür sein wird, sind die Homeoffice/Mobiles Arbeiten Kadetten, noch mehr bezahlte Arbeitszeit, die sich für Privatkram nutzen lässt ohne dass der Chef in jedem Moment ins Büro reinplatzen kann und einen inflagranti erwischt.

Und dann soll es auch noch ehrliche Beschäftigte geben, die sich freuen würden, wenn Sie künftig die Überstunden, die eh regelhaft anfallen (krankheitsbefingte Ausfälle, unbesetze Stellen) anständig vergütet werden.

Aber wenn man sich das hier durchliest, arbeiten im öffentlichen Dienst ja nur faule Drückeberger.

monkey

Zitat von: venice89 in 29.03.2025 08:39
Zitat von: monkey in 29.03.2025 08:21
Zitat von: venice89 in 29.03.2025 08:17
Jobrad, Hansefit, Kantinensubventionierung, Feierlichkeiten.... Das ist alles im TVöD kaum möglich.

Warum eigentlich nicht? JobRad und Weihnachtsfeier haben wir. Auch Mitarbeitervorteil im Fitnessstudio. Liegt eher an deinem Arbeitgeber, der den TVöD als Problem vorschiebt.

Jobrad ist im TVöD Bund nicht möglich, beim VKA schon.
Hansefit & Co will der AG gerne, aber wir dürfen nicht (Wir brauchen für sowas immer die Ermächtigung des BMI und BMBF da wir Forschung sind) und das obwohl wir etwa 70% unseres Finanzhaushalts selber erwirtschaften .....

Weihnachtsfeiern haben wir auch, aber die bezahlen wir selber.
Wenn wir Glück haben gibt Cheff was dazu (Aus seiner eigenen Tasche).

Wie ich schon schrieb: Es liegt an deinem Arbeitgeber.

Hugo Stieglitz

Wenn statt dieser 3 Stunden mehr, die prozentuale Steigerung höher gewesen wäre, dann hättet ihr weniger Low Performer?
Ich würde euch empfehlen, arbeitsrechtlich und disziplinarisch gegen diese Leute vorzugehen. Das zu lösen, können Tarifverhandlungen nicht leisten. Ich halte mehr Wahlmöglichkeiten immer für eine gute Sache.

Tagelöhner

Zitat von: SozPädBW in 29.03.2025 09:34
Und dann soll es auch noch ehrliche Beschäftigte geben, die sich freuen würden, wenn Sie künftig die Überstunden, die eh regelhaft anfallen (krankheitsbefingte Ausfälle, unbesetze Stellen) anständig vergütet werden.

Aber wenn man sich das hier durchliest, arbeiten im öffentlichen Dienst ja nur faule Drückeberger.

Wer sich im leistungsfeindlichen Öffentlichen Dienst für Organisationsversagen seines Arbeitgebers, zusätzliche Stunden aufbürdet über das von ihm verlangbare Maß, ist doch selber Schuld. Derjenige trägt sogar zum Problem bei.
Nur mit ausgeprägtem Humorsinn weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

monkey

Zitat von: zinn123 in 29.03.2025 09:12
Zeitkonto vergessen

Stimmt ja nicht einmal:

ZitatArbeitszeitkonto
Auf betrieblicher Ebene soll durch Betriebs- oder Dienstvereinbarung ein Langzeitkonto vereinbart werden können. Das eingebrachte Wertguthaben soll zum Beispiel für Sabbaticals, eine Verringerung der Arbeitszeit, Freistellungen für Kinderbetreuungen und Pflege verwendet werden können.

Gleitzeit
Die Regelungen zur Gleitzeit sollen zukünftig genauer gefasst und eine Kappung von Stunden vermieden werden. Wenn ein Langzeitkonto eingerichtet ist, soll auch eine Übertragung von Plusstunden auf dieses Konto erfolgen können. Künftig sollen auch Überstunden angeordnet werden, um die Kappung zu vermeiden.

Frage ist nur, ob der Betrieb es am Ende wirklich einrichtet. Da sind Zweifel angebracht.

Benson19

Zitat von: SozPädBW in 29.03.2025 09:34
Zitat von: Tagelöhner in 29.03.2025 09:28
Daher ja auch die Vermutung, dass sich damit der ein oder andere Lowperformer freuen wird, einfach mehr Geld aus seinem Aussitz- pardon, ich meine Arbeitsverhältnis rauszupressen und die gerne geringe Effizienz von Behörden sogar weiter bergab geht.

Wer sicherlich auch dafür sein wird, sind die Homeoffice/Mobiles Arbeiten Kadetten, noch mehr bezahlte Arbeitszeit, die sich für Privatkram nutzen lässt ohne dass der Chef in jedem Moment ins Büro reinplatzen kann und einen inflagranti erwischt.

Und dann soll es auch noch ehrliche Beschäftigte geben, die sich freuen würden, wenn Sie künftig die Überstunden, die eh regelhaft anfallen (krankheitsbefingte Ausfälle, unbesetze Stellen) anständig vergütet werden.

Aber wenn man sich das hier durchliest, arbeiten im öffentlichen Dienst ja nur faule Drückeberger.

Da stimme ich dir zu! Wohlstand und Reichtum in diesem Land, sind nicht durch Worklife-B. entstanden. Sollte so ein Personalstand (unmotiviert und faul) bei mir vorherrschen, kenne ich genug Methoden aus meiner Zeit in der PW um diese Leute beim ,,gehen'' zu unterstützen. ÖD ist mit seinen Vorteilen ja nun keine Resterampe für Arbeitsverweigerer. Aber leider können halt nicht alle ,,Führen'' die auf solchen Stellen sitzen...
Teamleitung SVK-Vertrieb- TVV

SusiE

Zitat von: Tagelöhner in 29.03.2025 09:39
Zitat von: SozPädBW in 29.03.2025 09:34
Und dann soll es auch noch ehrliche Beschäftigte geben, die sich freuen würden, wenn Sie künftig die Überstunden, die eh regelhaft anfallen (krankheitsbefingte Ausfälle, unbesetze Stellen) anständig vergütet werden.

Aber wenn man sich das hier durchliest, arbeiten im öffentlichen Dienst ja nur faule Drückeberger.

Wer sich im leistungsfeindlichen Öffentlichen Dienst für Organisationsversagen seines Arbeitgebers, zusätzliche Stunden aufbürdet über das von ihm verlangbare Maß, ist doch selber Schuld. Derjenige trägt sogar zum Problem bei.
Und da sind wir in den unterschiedlichsten Bereichen die der öD vorhält.
Kinderschutz ist nun einmal nicht immer nur von 8-15, kommt 14:45 was rein, dann fährst du raus, mit Pech geht es noch in die nächste Notaufnahme/ Rechtsmedizin, dann in eine Einrichtung. Und ja wir haben fast 10 unbesetzte Stellen, ja das ist AG Aufgabe, aber wir können Kinderschutz nicht liegen lassen.
Wir lassen dafür genug andere Sachen gerade liegen.

monkey

Zitat von: shenja in 29.03.2025 09:22
Ich bekomme in meinen Kopf nicht rein, wie sich hier alle freuen evtl auf 42 Stunden aufzustocken. Habt ihr kein Leben außerhalb der Arbeit?
Ich arbeite im Sozialamt. Es ist mir mittlerweile völlig egal ob sich die Anträge bis zur Decke stapeln. Habe ich Lust und brauche ein paar Stunden für mehr Urlaubstage, dann arbeite ich länger und ansonsten nicht.
Ich würde im Leben nicht meine Stunden auf 42 erhöhen. Ich überlege eher zu reduzieren.

Ja, verstehe ich auch nicht, aber mir werden auf Wunsch meine Überstunden auch ausgezahlt. Wenn man das nicht hat und die Stunden eh anfallen, dann rechnet es sich schon.

Wobei sich immer die Frage stellt, ob der Arbeitgeber so einfach mitmacht. Erhöht es dann doch die Personalkosten statt einfach die Überstunden jährlich zu kappen.

Junge

Zitat von: Benson19 in 29.03.2025 09:44
Zitat von: SozPädBW in 29.03.2025 09:34
Zitat von: Tagelöhner in 29.03.2025 09:28
Daher ja auch die Vermutung, dass sich damit der ein oder andere Lowperformer freuen wird, einfach mehr Geld aus seinem Aussitz- pardon, ich meine Arbeitsverhältnis rauszupressen und die gerne geringe Effizienz von Behörden sogar weiter bergab geht.

Wer sicherlich auch dafür sein wird, sind die Homeoffice/Mobiles Arbeiten Kadetten, noch mehr bezahlte Arbeitszeit, die sich für Privatkram nutzen lässt ohne dass der Chef in jedem Moment ins Büro reinplatzen kann und einen inflagranti erwischt.

Und dann soll es auch noch ehrliche Beschäftigte geben, die sich freuen würden, wenn Sie künftig die Überstunden, die eh regelhaft anfallen (krankheitsbefingte Ausfälle, unbesetze Stellen) anständig vergütet werden.

Aber wenn man sich das hier durchliest, arbeiten im öffentlichen Dienst ja nur faule Drückeberger.

Da stimme ich dir zu! Wohlstand und Reichtum in diesem Land, sind nicht durch Worklife-B. entstanden. Sollte so ein Personalstand (unmotiviert und faul) bei mir vorherrschen, kenne ich genug Methoden aus meiner Zeit in der PW um diese Leute beim ,,gehen'' zu unterstützen. ÖD ist mit seinen Vorteilen ja nun keine Resterampe für Arbeitsverweigerer. Aber leider können halt nicht alle ,,Führen'' die auf solchen Stellen sitzen...

Zum Glück haben wir Sie, einen ehemaligen aus der PW, der die Dinge regeln kann.

MoinMoin

Zitat von: shenja in 29.03.2025 09:22
Ich bekomme in meinen Kopf nicht rein, wie sich hier alle freuen evtl auf 42 Stunden aufzustocken. Habt ihr kein Leben außerhalb der Arbeit?
Ich arbeite im Sozialamt. Es ist mir mittlerweile völlig egal ob sich die Anträge bis zur Decke stapeln. Habe ich Lust und brauche ein paar Stunden für mehr Urlaubstage, dann arbeite ich länger und ansonsten nicht.
Ich würde im Leben nicht meine Stunden auf 42 erhöhen. Ich überlege eher zu reduzieren.
Tja, es gibt Menschen die arbeiten gerne und freuen sich , dass sie mehr Geld bekommen dadurch das sie mehr arbeiten.
Auch wenn sie dann uU nicht mehr leisten.....Denn Leistung ist Arbeit geteilt durch zeit  :P

MoinMoin

Zitat von: Lio1896 in 29.03.2025 08:32
Zitat von: monkey in 29.03.2025 08:21
Zitat von: venice89 in 29.03.2025 08:17
Jobrad, Hansefit, Kantinensubventionierung, Feierlichkeiten.... Das ist alles im TVöD kaum möglich.

Warum eigentlich nicht? JobRad und Weihnachtsfeier haben wir. Auch Mitarbeitervorteil im Fitnessstudio. Liegt eher an deinem Arbeitgeber, der den TVöD als Problem vorschiebt.

Sehe ich genauso. Manchmal Frage ich mich bei was für AG einige beschäftigt sind. Jobrad, bezuschussung Jobticket, Fitnessstudio und unzählige Betriebssportangebote gibt es schon seit Jahren.

Verkürzung der Stufenlaufzeit, Personalbindungszulagen usw. wird alles angewandt.
Ich dachte das gibt es im TVöD VKA nicht?

venice89

Zitat von: monkey in 29.03.2025 09:35
Zitat von: venice89 in 29.03.2025 08:39
Zitat von: monkey in 29.03.2025 08:21
Zitat von: venice89 in 29.03.2025 08:17
Jobrad, Hansefit, Kantinensubventionierung, Feierlichkeiten.... Das ist alles im TVöD kaum möglich.

Warum eigentlich nicht? JobRad und Weihnachtsfeier haben wir. Auch Mitarbeitervorteil im Fitnessstudio. Liegt eher an deinem Arbeitgeber, der den TVöD als Problem vorschiebt.

Jobrad ist im TVöD Bund nicht möglich, beim VKA schon.
Hansefit & Co will der AG gerne, aber wir dürfen nicht (Wir brauchen für sowas immer die Ermächtigung des BMI und BMBF da wir Forschung sind) und das obwohl wir etwa 70% unseres Finanzhaushalts selber erwirtschaften .....

Weihnachtsfeiern haben wir auch, aber die bezahlen wir selber.
Wenn wir Glück haben gibt Cheff was dazu (Aus seiner eigenen Tasche).

Wie ich schon schrieb: Es liegt an deinem Arbeitgeber.

Nein ^^ ich bin da nah genug dran so das ich sehr verlässliche Informationen habe das es NICHT am Arbeitgeber scheitert.
Wir können nicht frei entscheiden, obwohl wir ein e.V. sind mischen sich die Ministerien sehr stark bei uns ein weil wir Steuergelder zur Finanzierung erhalten.
Und da es in den vergangenen Jahren bei einer großen Forschungsgesellschaft nen Finanz Skandal gab, ist man nun EXTREM vorsichtig was Geld angeht.