TVöD 2026: freiwillige Erhöhung der Arbeitszeit

Begonnen von Admin, 08.04.2025 14:40

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Umlauf

Da bis jetzt die konkreten Tarifregelungen noch nicht bekannt sind. Oder gibt es schon
Ergebnisse aus den Redaktionsverhandlungen? Kann man schlecht vorplanen.

Einzig, dass eine Dienstvereinbarung vorhanden sein muss, ist bekannt.

MoinMoin

Natürlich kann man vorplanen, man redet drüber macht einen Entwurf für die DV und macht dann die Redaktionsverhandlung / Feintuning der DV, wenn der TV fertig ist.
Letzteres ist dann in einem Monat erledigt, ersteres dauert idR 3-6 Monate, bis alle ihren Senf dazugegeben haben.

Wenn man jedoch erst anfängt zu denken, wenn der TV fertig ist, dann ist die DV Ende 26 fertig😊

MeTe

#107
Zitat von: BAT in 28.06.2025 10:28
Die zusätzlichen Aufgaben müssen ja irgendwo herkommen.

Gibt es bei Dir aktuell eine Überlastungsanzeige. Geht um Gegenzug ein Kollege mit ein paar Stunden runter? Werden zum 01.01. neue Aufgaben vom Gesetzgeberübertragen?

Aufgaben gibt es mehr als genug. Auch bei uns gibt es eine immer länger werdende Liste an Aufgaben die man "eigentlich mal machen müsste" aber keine Zeit dafür ist. Und entsprechen der anfallenden Überstunden (inkl. angeordneter Mehrarbeit) pro Jahr ist die Diskussion eigentlich hinfällig - ich arbeite ja jetzt auch schon deutlich mehr als 39h, auch mehr als die maximalen 42h, nur dass die Stunden halt ein immer weiter wachsendes Dauer-Zeitkonto befüllen, statt ausbezahlt zu werden. Wie ich schon sagte, dass eine Arbeitszeiterhöung sinnvoll wäre, nein eher wünschenswert, da sind sich alle inkl. Leitung einig, das ist nicht das Problem.

Zitat von: MoinMoin in 29.06.2025 10:55
Natürlich kann man vorplanen, man redet drüber macht einen Entwurf für die DV und macht dann die Redaktionsverhandlung / Feintuning der DV, wenn der TV fertig ist.
Letzteres ist dann in einem Monat erledigt, ersteres dauert idR 3-6 Monate, bis alle ihren Senf dazugegeben haben.

Wenn man jedoch erst anfängt zu denken, wenn der TV fertig ist, dann ist die DV Ende 26 fertig😊

Das fast es gut zusammen. Denn wenn man bis jetzt noch nicht mal drüber gesprochen hat - kann man das eigentlich schon wieder vergessen, je nach Verwaltung steht da schon fast wieder die nächste Tarifverhandlung an bis die Regelung des letzten Tarifabschlusses überhaupt mal umgesetzt wird...

Naja, wäre ja auch zu schön gewesen wenn man ausnahmsweise mal eine sinnvolle Regelung eingeführt hätte.




Schokobon

Wenn in der Abteilung "seit Jahren" Mehrarbeitsstunden geleistet und auf "Langzeitkonten" gesammelt werden löst die freiwillige Erhöhung der Arbeitszeit diese Probleme genau nicht und ist deshalb ungeeignet sowie kein Anwendungsfall der von den Tarifvertragsparteien vereinbarten Möglichkeit die Arbeitszeit befristet freiwillig zu erhöhen.

MoinMoin

Genau genommen, schneidet sich der AN damit ins eigene Fleisch.
Denn vorher hat er angeordnete Mehrarbeit, die zu Überstunden werden, die besser vergütet werden (wegen Überstundenzuschlag).
Hinterher bekommt er nur den Stundenlohn on Top ohne Überstundenzuschläge.

Wenn jemand aber freiwillig Gleitzeit Stunden anhäuft (die er kurz vor Rente abfeiert), weil er Projekte macht die gemacht werden sollten, aber nicht müssen, dann kann es ein Gewinn sein, ein verlässliches Mehreinkommen zu generieren.


BAT

Zitat von: MeTe in 29.06.2025 17:06

Aufgaben gibt es mehr als genug. Auch bei uns gibt es eine immer länger werdende Liste an Aufgaben die man "eigentlich mal machen müsste" aber keine Zeit dafür ist. Und entsprechen der anfallenden Überstunden (inkl. angeordneter Mehrarbeit) pro Jahr ist die Diskussion eigentlich hinfällig - ich arbeite ja jetzt auch schon deutlich mehr als 39h, auch mehr als die maximalen 42h, nur dass die Stunden halt ein immer weiter wachsendes Dauer-Zeitkonto befüllen, statt ausbezahlt zu werden. Wie ich schon sagte, dass eine Arbeitszeiterhöung sinnvoll wäre, nein eher wünschenswert, da sind sich alle inkl. Leitung einig, das ist nicht das Problem.


Das ist der erste Schritt, Aufgaben sind da.

Nun kommt der zweite Schritt. Wie erledigen. Abgesehen von Effizienzlösungen wäre da die Frage, ob Teilzeitler evtl. aufstocken wollen. Es hört sich einfach so an, als wenn Du und dein Vorgesetzter sich einig sind, ohne den ganzen Laden zu betrachten.

Seitens der Personalführung ist sowas im Blick zu haben.


erdieee

Aufgrund knapper Kassen glaube ich nicht das es bei uns eine freiwillige Erhöhung der Arbeitszeit geben wird. Selbst Teilzeitler können bei uns die Stunden nicht mal eben erhöhen weil nicht genug Stellenanteile da sind. Arbeit gibt es trotzdem genug

MoinMoin

Zitat von: erdieee in 01.07.2025 08:47
Aufgrund knapper Kassen glaube ich nicht das es bei uns eine freiwillige Erhöhung der Arbeitszeit geben wird. Selbst Teilzeitler können bei uns die Stunden nicht mal eben erhöhen weil nicht genug Stellenanteile da sind. Arbeit gibt es trotzdem genug
Dann bleibt die Arbeit liegen und es ist eine Entscheidung der Führung, dass sie nicht gemacht wird.

erdieee

Sehe das auch entspannt. So lange die Überstunden nicht steuerfrei / abgabenfrei sind, lohnt sich das für mich nicht. Gab es da nicht mal ein Regierungsversprechen Überstunden steuerfrei zu stellen?

BAT

Auch ziemlicher Unfug, das Problem ist doch das die Einkommenssteuer insgesamt zu hoch ist.

Unbesteuerte Überstunden sind wie 10 überteuerte Eis zu kaufen und das 11. gratis zu bekommen.

MoinMoin

Zitat von: erdieee in 01.07.2025 10:39
Sehe das auch entspannt. So lange die Überstunden nicht steuerfrei / abgabenfrei sind, lohnt sich das für mich nicht. Gab es da nicht mal ein Regierungsversprechen Überstunden steuerfrei zu stellen?
Es war wohl nur von der steuerfreien Überstunden Zulage die rede.
Und Überstunden müssen angeordnet werden.

und Überstunden hat nichts mit der freiwilligen Erhöhung und Entlohnung der Wochenarbeitszeit zu tun.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 01.07.2025 11:07
Zitat von: erdieee in 01.07.2025 10:39
Sehe das auch entspannt. So lange die Überstunden nicht steuerfrei / abgabenfrei sind, lohnt sich das für mich nicht. Gab es da nicht mal ein Regierungsversprechen Überstunden steuerfrei zu stellen?
Es war wohl nur von der steuerfreien Überstunden Zulage die rede.
Und Überstunden müssen angeordnet werden.

und Überstunden hat nichts mit der freiwilligen Erhöhung und Entlohnung der Wochenarbeitszeit zu tun.

Korrekt.

Es geht nicht um das volle Entgelt der Überstunde, sondern - wenn es kommt - geht es um die Zuschläge, die es für Zuschläge gibt.

(Ähnlich wie Zuschläge für Sonntagsarbeit etc., die auch teilweise (?oder ganz?) freigestellt sind)

Bastel

Zitat von: MoinMoin in 01.07.2025 11:07
Zitat von: erdieee in 01.07.2025 10:39
Sehe das auch entspannt. So lange die Überstunden nicht steuerfrei / abgabenfrei sind, lohnt sich das für mich nicht. Gab es da nicht mal ein Regierungsversprechen Überstunden steuerfrei zu stellen?
Es war wohl nur von der steuerfreien Überstunden Zulage die rede.
Und Überstunden müssen angeordnet werden.

und Überstunden hat nichts mit der freiwilligen Erhöhung und Entlohnung der Wochenarbeitszeit zu tun.

Ursprünglich wollte man die ganze Überstunde davon befreien. Aber ihr kennt ja unsere verlogene Politikerbande... Siehe Stromsteuer...

BAT

Ich habe von meiner Bereitschaft des Nachts und am Sonntag weiterhin weniger als 50 % vom Brutto. Läuft...

MoinMoin

Zitat von: Bastel in 01.07.2025 11:42
Ursprünglich wollte man die ganze Überstunde davon befreien.
Wann wurde das denn verkündet und von Wem?