Tarifrunde 2025 - kein Geld in den Ländern

Begonnen von Zinc, 14.05.2025 09:41

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

PeterMuellerchen

Zitat von: Vollender in 24.09.2025 11:28
Laut einer McKinsey-Studie [...]
Am Ende dieser Studie hängt auch direkt ein Visitenkärtchen vom KI-Manager von McKinsey dran der sehr gerne ein individuelles Angebot erstellt für den Betrieb, und die Migration, und die Pflege, und das Update, und die nächste Migration, und den Rückbau usw.

NelsonMuntz

Zitat von: PeterMuellerchen in 24.09.2025 14:15
Zitat von: Vollender in 24.09.2025 11:28
Laut einer McKinsey-Studie [...]
Am Ende dieser Studie hängt auch direkt ein Visitenkärtchen vom KI-Manager von McKinsey dran der sehr gerne ein individuelles Angebot erstellt für den Betrieb, und die Migration, und die Pflege, und das Update, und die nächste Migration, und den Rückbau usw.

Naja, in der IT wirkend kann ich tatsächlich auf vielfältige Weise die "Wunder der KI" erleben und mich an deren Früchten erfreuen ... aber gut: Manche Menschen lieben eben den Anblick wandfüllender Aktenschränke und erquicken sich am Blättern durch solche Ordner, dem Kopieren von Dokumenten, und -ganz aufregend!- dem Versenden von Dokumenten per Faxgerät. Das Auto hat sich ja auch nicht durchgesetzt!  ;D ;)

PeterMuellerchen

Zitat von: NelsonMuntz in 24.09.2025 14:23
Zitat von: PeterMuellerchen in 24.09.2025 14:15
Zitat von: Vollender in 24.09.2025 11:28
Laut einer McKinsey-Studie [...]
Am Ende dieser Studie hängt auch direkt ein Visitenkärtchen vom KI-Manager von McKinsey dran der sehr gerne ein individuelles Angebot erstellt für den Betrieb, und die Migration, und die Pflege, und das Update, und die nächste Migration, und den Rückbau usw.

Naja, in der IT wirkend kann ich tatsächlich auf vielfältige Weise die "Wunder der KI" erleben und mich an deren Früchten erfreuen ... aber gut: Manche Menschen lieben eben den Anblick wandfüllender Aktenschränke und erquicken sich am Blättern durch solche Ordner, dem Kopieren von Dokumenten, und -ganz aufregend!- dem Versenden von Dokumenten per Faxgerät. Das Auto hat sich ja auch nicht durchgesetzt!  ;D ;)
Das ist im öD aber alles etwas anders. Stell dir mal vor, du müsstest als Bürger zustimmen, dass dein Bafög-Antrag mit diversen Firmen geteilt wird inkl. KI Firmen. Das wäre morgen von einem Gericht gekippt. Das gilt auch nicht nur für Bafög-Anträge sondern für nahezu alle persönlichen Daten der Bürger. Der öD müsste solche KI Systeme also durchweg selbst hosten, was die meisten Behörden aber nicht können.

Dazu ist nahezu alles was sich heute "KI" schimpft keine KI sondern Mathematik, genauer Wahrscheinlichkeiten. Für Chatbots mag das funktionieren, auch bei Behörden. Es stellen ja viele immer die gleichen Fragen. Das klappt dann auch inHouse. Dann spart man sich ein paar Mitarbeiter, die Telefondienst machen müssen aber die man da spart braucht man dann, um den Chatbot samt Soft- und Hardware dahinter zu warten. Wobei das rechtlich auch wieder kritisch ist. Wenn dann die KI eine Frage falsch beantwortet entstehen da Ansprüche. Wenn dir ein Behördenmitarbeiter falsche Infos gibt, steht Aussage gegen Aussage da man viel ja nur mündlich bekommt. Wenn aber ein Antragsteller einen Screenshot vom Chatbot vorlegt, kann ein Richter geneigt sein, dem zu glauben. Auch wenn sich sowas unglaublich einfach fälschen lässt. Webseite speichern per "STRG + S", bisschen gucken in welcher Datei der Chattext steht und reinschreiben, was man will.

Warnstreik

Zitat von: NelsonMuntz in 24.09.2025 14:23
Zitat von: PeterMuellerchen in 24.09.2025 14:15
Zitat von: Vollender in 24.09.2025 11:28
Laut einer McKinsey-Studie [...]
Am Ende dieser Studie hängt auch direkt ein Visitenkärtchen vom KI-Manager von McKinsey dran der sehr gerne ein individuelles Angebot erstellt für den Betrieb, und die Migration, und die Pflege, und das Update, und die nächste Migration, und den Rückbau usw.

Naja, in der IT wirkend kann ich tatsächlich auf vielfältige Weise die "Wunder der KI" erleben und mich an deren Früchten erfreuen ... aber gut: Manche Menschen lieben eben den Anblick wandfüllender Aktenschränke und erquicken sich am Blättern durch solche Ordner, dem Kopieren von Dokumenten, und -ganz aufregend!- dem Versenden von Dokumenten per Faxgerät. Das Auto hat sich ja auch nicht durchgesetzt!  ;D ;)

Zwischen sinnvoller KI-Nutzung und Aktenordnen stehen aber ziemlich viele mögliche Schritte, die allesamt sinnvoll gewesen wären bzw. immernoch sinnvoll sind. KI soll und kann ganz am Ende stehen - aber solange Gerichtsakten z.B. noch "echte" Akten sind (also nicht durchsuchbar, mit langer lieferzeit und problematischer Verfügbarkeit), braucht man doch von KI garnicht reden. Solange die Grundausprägung von OZG-Umsetzung bedeutet Daten einzugeben, die dann in einer Behörde direkt als Papier auf einem Drucker landen, muss wohl kein Verwalter Angst um seinen Job haben. Digitalisierung heißt das Zauberwort in der Breite.

Vollender

Viele Tätigkeiten im ÖD sind repetitiv, regelbasiert und datenintensiv – genau dort kann KI ansetzen. Die eigentliche Chance liegt in der Transformation der Verwaltung. Das wird kommen. Die Debatte sollte nicht von Angst, sondern von Gestaltung geprägt sein. KI wird nicht über Nacht Jobs vernichten, aber sie verändert Aufgaben, Rollen und Anforderungen. Deshalb ist es klug, sich heute mit den Themen von morgen auch selbst zu befassen.

Bei uns wurde heute offiziell angekündigt, bei Stellenneubesetzungen ganz genau hinzuschauen ob Veränderungen bzw. Anpassungen oder Nachbesetzung erforderlich sind. Man merkt den teils neuen Wind. Gerade in der Verwaltung sind viele verunsichert von den Prozessen und fühlen sich eher nicht so gut mitgenommen. Im technischen Bereich herrscht andauernde Überlastung, dort fehlt Personal für die wachsenden Aufgaben und wegbrechenden Boomer..

NelsonMuntz

Zitat von: PeterMuellerchen in 24.09.2025 14:47
Wenn dir ein Behördenmitarbeiter falsche Infos gibt, steht Aussage gegen Aussage da man viel ja nur mündlich bekommt. Wenn aber ein Antragsteller einen Screenshot vom Chatbot vorlegt, kann ein Richter geneigt sein, dem zu glauben.

Ui - also ich würde erwarten, dass man auch als Behördenmitarbeiter für eine tatsächlich(!) getätigte Falschauskunft gerade steht. Wenn man sich in einem solchen Fall lustig feixend hinter "Aussage gegen Aussage" versteckt, dann muss man sich nicht wundern, wenn der öD beim Bürger einen miesen Ruf genießt.


Zitat von: PeterMuellerchen in 24.09.2025 14:47
... Auch wenn sich sowas unglaublich einfach fälschen lässt. Webseite speichern per "STRG + S", bisschen gucken in welcher Datei der Chattext steht und reinschreiben, was man will.

Bitte? Wenn es so leicht wäre, Richter von etwas zu überzeugen, wäre ich mit Notepad++ bereits längst zum Millionär geworden. Ernsthaft! ;)

Ozymandias

Da lohnt es sich eher in die Bibliothek zu gehen und in einen Gesetzkommentar zu schauen. Nichts anderes machen die Richter. Nur die Behördenmitarbeiter haben und kennen die oftmals gar nicht, daher kommen auch viele Fehlentscheidungen, die man damit manchmal schnell und effizient lösen kann. Jedenfalls oftmals besser als das was die KI ausspuckt.

NelsonMuntz

Zitat von: Ozymandias in 24.09.2025 17:05
Da lohnt es sich eher in die Bibliothek zu gehen und in einen Gesetzkommentar zu schauen. Nichts anderes machen die Richter. Nur die Behördenmitarbeiter haben und kennen die oftmals gar nicht, daher kommen auch viele Fehlentscheidungen, die man damit manchmal schnell und effizient lösen kann. Jedenfalls oftmals besser als das was die KI ausspuckt.

Das ist ja der Punkt: Der Behördenmitarbeiter mag zu faul oder nicht ausreichend gebildet sein. Aber jeder einzelne ist dort ein einzigartiges "Problem", 100.000-facher Bedarf an Schulung und Motivation - und das wiederholt sich Generation für Generation. Ein Mammutwerk, das niemals fertig wird. Man könnte auch sagen: Eine Beschäftigungstherapie, die Milliarden kostet. Nicht schön!

Die KI ist sicher noch weit entfernt, 100% rechtssicher Auskunft geben zu können - aber: Sie kann Richtungen angeben und zum "Schnuppern" in den Gesetzeskommentaren anregen. Das ist schon mal ein großer Schritt nach vorn, oder?

Vollender

Zitat von: NelsonMuntz in 24.09.2025 19:14
...Die KI ist sicher noch weit entfernt, 100% rechtssicher Auskunft geben zu können - aber: Sie kann Richtungen angeben und zum "Schnuppern" in den Gesetzeskommentaren anregen. Das ist schon mal ein großer Schritt nach vorn, oder?

Gerade Routineaufgaben werden künftig zunehmend an KI-Agenten -der kommenden nächsten Stufe von KI- abgeben werden. Es ist nur eine Frage der Zeit. Das geht auch Datenschutzkonform. Menschen werden stärker dort gebraucht, wo Ermessensspielräume, Empathie oder Verantwortung gefragt sind. Verwaltungen können schlanker, schneller und serviceorientierter werden - wenn Weiterbildung und Umschulung ernst genommen werden.

In Sachen Tarifverhandlung sollten sich Gewerkschaften sich also nicht nur auf klassische Themen wie Lohnerhöhungen konzentrieren, sondern auch auf die Rahmenbedingungen der Transformation. Die Gewerkschaften könnten sich so als Gestalter der Transformation positionieren. Gerade IT- und Ingenieurstellen sind ein Treiber des Fortschritts und eine strategische Schlüsselgruppe. Wenn KI und Digitalisierung mehr und mehr Routineaufgaben übernehmen, könnten freiwerdende Mittel vermehrt in die notwendige bessere Bezahlung von Ingenieuren im TV-L fließen.

MariHamburg

Moin alle TV-L-Beschäftigte....gerne an der Beschäftigtenbefragung für die Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2025/26 teilnehmen!

https://verdi.uzbonn.de/TRLaender

Wer mitmacht, kann auch mitentscheiden!   ;)

Meierheim

Zitat von: MariHamburg in 26.09.2025 15:42
Moin alle TV-L-Beschäftigte....gerne an der Beschäftigtenbefragung für die Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2025/26 teilnehmen!

https://verdi.uzbonn.de/TRLaender

Wer mitmacht, kann auch mitentscheiden!   ;)
Nett, wenn man nicht Mitglied ist oder wird werden die Anregungen leider "nicht bei der weiteren Diskussion berücksichtigt".

Rowhin

Zitat von: MariHamburg in 26.09.2025 15:42
Moin alle TV-L-Beschäftigte....gerne an der Beschäftigtenbefragung für die Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2025/26 teilnehmen!

https://verdi.uzbonn.de/TRLaender

Wer mitmacht, kann auch mitentscheiden!   ;)

Ich hatte ja kurz Hoffnung, dass bei erneuter Werbung für die Umfrage an den zahlreichen Kritikpunkten zu selbiger (s. diesen Thread ab S. 26) vielleicht etwas gearbeitet worden wäre...aber das hält man wohl nicht für notwendig.

Erfolgsgarant

Zitat von: MoinMoin in 16.09.2025 17:07
Zitat von: Modulator in 16.09.2025 16:26
Zitat von: MoinMoin in 15.09.2025 09:33
Wenn du bei dem Gefühl der Wertschätzung von dem Verhalten der Verhandlungsführern der Tarifvertrages abhängig bist, dann läuft bei dir grundsätzlich was falsch.

Eine andere Wertschätzung zahlt meine Rechnungen nicht, bei immer weiter stark steigenden Preisen.
Für mich beinhaltet Wertschätzung wesentlich mehr, als die reine monetäre in Form von Geld gegen Arbeit.
Wenn dem nicht so wäre, wäre ich schon längst wieder woanders, die Bezahlung ist es nicht die mich bindet.

Danke und genau das ist es warum die meisten guten Leute doch beim ÖD bleiben. In der freien Wirtschaft wäre ich wieder deutlich über 100k, aber es heißt auch 50-60h jede Woche zu arbeiten, statt der maximal 48h. Arbeitsplatzsicherheit ist mir wurscht, da ich auch ins Ausland gehen würde und mich als Jobnomade damit anfreunden kann. Bei uns zumindest wird viel für die MA versucht und das schätze ich sehr, auch wenn ich meistens die Zeit gar nicht habe daran teilzunehmen.

Vollender

Aber wo im ÖD? Der öffentliche Dienst ist nicht homogen – wer ,,im ÖD arbeitet", kann je nach Tarifvertrag und Status deutlich unterschiedlich verdienen. Die Wahl zwischen TVöD, TV-L, TV-V oder Verbeamtung kann einen spürbaren Unterschied im Portemonnaie machen – und auch bei der Altersvorsorge, Arbeitsplatzsicherheit und Flexibilität. Gerade höhere Gehaltsgruppen im TV-L einschließlich JSZ haben derzeit auch finanziell das Nachsehen.

Garfield

Also die Erwartungen an Verdi sind hier teilweise aber schon auch lustig. Der eine möchte, dass die laufende Umfrage verändert wird, damit 30k Ergebnisse wertlos, weil nicht mehr vergleichbar sind und der nächste ist patzig, weil er bei einer Mitgliederbefragung als Nicht-Mitglied nicht genug gewürdigt wird.
Meine Güte....