[BB] Besoldungsrunde 2025-2028 Brandenburg

Begonnen von Admin, 14.02.2026 21:52

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ExponentialFud


Rallyementation

Zitat von: ExponentialFud in 02.07.2026 17:20Klar. Heute morgen, als ich die Anfrage gesendet hatte, aber nicht.

Sorry, wollte Dein/Ihr Nachhaken und mit uns teilen damit nicht schmälern, sondern Du/Sie hast/haben mich ja erst angespornt dort nachzuschauen (in Anlehnung an das Zwei-Quellen-Prinzip). Die Pressemitteilung verblieb ja im Anschein mit dem gestrigen Veröffentlichungsdatum samt Downloads unverändert, aber "das ist nicht zu glauben, aber Wahr Dokument" wurde bereits aktualisiert und jeder hat die Wahl wo er/sie es herunterladen möchte.

Von daher danke.


AltStrG

Zitat von: Rheini in 02.07.2026 12:56Ohne AltStrG vorzugreifen verstehe ich seine Post so das er der Meinung ist, dass wenn die Grundbesoldung den vollen Umfang einer 4K Familie abdeckt, kein Raum mehr für einen gesonderten Ehegatten und Kinderzuschlag bei vorliegen der Personen bei einer 1K -4K Familie, vorhanden ist. Über Zuschläge ab dem 3. Kind, hat er sich nicht geäußert bzw. habe ich dazu nichts gelesen.

Ich kann ihm da nur zustimmen. Allerdings wird es nach meiner Einschätzung nicht so sein das alle bis zu einer 4K Familie, den vollen Bedarf über das Grundgehalt erhalten, sondern weiterhin mit Zuschlägen gearbeitet wird. Aber das hat er ja auch nicht ausgeschlossen.

Das ist so richtig interpretiert.

GoodBye

Zitat von: AltStrG in 03.07.2026 04:23Das ist so richtig interpretiert.

Ich habe deinen letzten Satz mit "3 plus Kind" einfach nicht verstanden  ;D

Die vorgelegte Tabelle sagt ja leider nichts zu den FamZ, das wäre nochmal spannend.
,,Man kann alles begründen, selbst die Wahrheit." Oscar Wilde

,,Wer die Menschen betrügen will, muss das Absurde plausibel machen." Johann Wolfgang von Goethe

LehrerinRLP

Das sind ganz neue Dimensionen! Brandenburg überflügelt damit sogar Hessen deutlich! Irre!

AR76

Möchte immer noch gerne wissen, ob ihr in Brandenburg auch ein fiktives Partnereinkommen habt? Hamburg hat das ja sogar rückwirkend bis 2007 erfasst und rechnet damit schön.

Admin

auf Rückfrage teilte uns das MdF mit dass im Familienzuschlag keine Erhöhung geplant sei. Es sollen die Beträge Stand 01.07.2024 weiter gelten.
Siehe Anlage 6. https://oeffentlicher-dienst.info/g/br-bbgbvanpg-2026

infabi

#158
Zitat von: AR76 in 03.07.2026 12:29Möchte immer noch gerne wissen, ob ihr in Brandenburg auch ein fiktives Partnereinkommen habt? Hamburg hat das ja sogar rückwirkend bis 2007 erfasst und rechnet damit schön.
Ja gibt es (Minijob). Und hier eine Stellungnahme dazu. http://www.bbg-vrv.de/neuigkeiten/besoldung-und-alimentation-stellungnahme-im-verfahren-vor-dem-bundesverfassungsgericht-2-bvl-5-18/


AltStrG

https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/nach-gehaltsbooster-fur-beamte-lockruf-aus-brandenburg-gegen-lehrermangel-15791707.html

Zitat:
In Brandenburg fehlen Lehrer wie nie zuvor. Kann mit der neuen Top-Besoldung für Beamte nun verstärkt Lehrkräfte aus Berlin und anderen Ländern locken?

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) sieht mit der neuen Top-Besoldung für Beamte im Land nach dem Karlsruhe-Urteil eine Chance, stärker als bisher Lehrkräfte aus anderen Regionen Deutschlands für die Mark zu gewinnen. ,,Jeder Lehrer, der sich bewirbt, ist in Brandenburg willkommen", sagte Hoffmann dem Tagesspiegel. Brandenburg sucht händeringend Pädagogen.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält diesen positiven Nebeneffekt der aktuellen Gehaltssprünge für verbeamtete Lehrer im Land für möglich. Die müssen sich allerdings auf Versetzungen an Schulen mit Lehrermangel einstellen, was bisher kaum praktiziert wurde.

Hoffmann hatte zuletzt offenbart, dass der historische Lehrermangel in einigen Regionen den Basisunterricht an Schulen gefährdet, was bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Aktuell sind über 700 Lehrer-Stellen unbesetzt. Doch ab Dezember 2026 zahlt das Land seinen Beamten als Konsequenz aus dem Karlsruhe-Urteil deutlich mehr Geld, was den Job auch im Vergleich zum Nachbarland Berlin attraktiver macht.

Zwar fehlen deutschlandweit Pädagogen, doch nach Worten Hoffmanns beginnt sich die Lage in einigen Regionen der Bundesrepublik zu entschärfen. ,,Inzwischen gibt es erste Bundesländer, in denen nicht mehr alle Referendare eingestellt werden", sagte Hoffmann. Und für Bewerbungsentscheidungen sei die Bezahlung schon ,,ein gewichtiges Argument".

Er wies darauf hin, dass die Anpassung der Besoldung zwar bundesweit kommen wird, ,,sich im Osten stärker niederschlägt als im Westen". Es bleibe bei einer Prämisse. Wer nach Brandenburg kommen wolle, müsse auch die Bereitschaft mitbringen, beim Dienstort flexibel zu sein. ,,Lehrer werden in allen Regionen Brandenburgs gebraucht. In Potsdam gibt es keinen Lehrermangel."

Bis zu 1400 Euro mehr monatlich
Wie berichtet, erhöht Brandenburg als erstes Bundesland als Konsequenz aus dem Karlsruher Beamten-Urteil weitreichend die Grundbesoldung der 30 000 Beamten rückwirkend zum 1.1.2026 deutlich nach oben, was bei den rund 16 000 verbeamteten Pädagogen Sprünge von bis zu 1400 Euro pro Monat mehr ausmacht. Auch für die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gewinnt das Land dadurch an Attraktivität im Ringen um Pädagogen.

,,Ein Beamter hat die Pflicht, dort seinen Dienst zu tun, wo es notwendig ist, wo es brennt. Das gilt für Lehrer wie für Polizisten oder Feuerwehrleute."

Bislang seien Lehrkräfte in Brandenburg mit Eingruppierungen und schlechteren Beförderungsmöglichkeiten eher benachteiligt gewesen, sagte GEW-Landeschef Günther Fuchs dem Tagesspiegel. ,,Jetzt haben wir Waffengleichheit. Das kann schon Effekte haben, etwa in den Grenzregionen zu Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern, aber auch mit Blick auf Berlin." Schließlich gebe es nicht wenige Lehrkräfte mit Wohnorten in Brandenburg, die an Berliner Schulen tätig seien. Allerdings werde der mögliche Nebeneffekt des Besoldungssprungs frühestens mit dem zweiten Halbjahr 2026/2027 wirken. ,,Da muss man realistisch sein."

Als Plus für die Lehrkräfte-Gewinnung kommt hinzu, dass Lehrkräfte von der Einführung der allgemeinen 41-Stunden-Woche für Beamte im Land nicht unmittelbar betroffen sind, die mit dem Besoldungsbooster verbunden wird. Denn die für sie relevante Pflichtstundenzahl im Unterricht vor Klassen, die gegen massive Proteste im Februar um eine Stunde auf 28 Wochenstunden erhöht worden war, wird laut Hoffmann ,,jetzt nicht erneut erhöht."

Zudem gibt es einen von der GEW durchgesetzten Lehrer-Bonus in der Vereinbarung, der bislang nicht registriert wurde: ,,Die Mehrstunde für Lehrer fällt im Jahr 2032 wieder weg. Diese Arbeitszeiterhöhung wird zurückgenommen. Das ist schon eine Sensation", sagte Fuchs. Die Besoldung bleibe.

Hintergrund ist, dass die Einführung der 41-Stunden-Woche für alle Beamten nach der Vereinbarung für die Zeit von März 2027 bis Juli 2032 befristet wird. Danach arbeiten Brandenburgs Beamte mit höherer Besoldung dann wie bisher wieder 40 Stunden, die Lehrer allerdings wie vor dem 1.2.2026, also vor der Erhöhung der Pflichtstundenzahl.

Für Brandenburgs Schulen hat der Besoldungssprung gravierende negative Wirkungen. Das bisherige Gefälle bei der Bezahlung von Beamten im Vergleich zu den angestellten Lehrern und auch den schlecht bezahlten Seiteneinsteigern wird mit den jetzigen Sprüngen extrem. ,,Man kann davon ausgehen, dass Angestellte rund tausend Euro netto weniger bekommen als verbeamtete Kollegen", sagt Fuchs. Dabei gebe es den Grundsatz ,,gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Die Verärgerung bei den Angestellten ist groß.

Und Dagmar Heinisch-Weiser, Hauptpersonalratsvorsitzende im Bildungsministerium für die insgesamt 25 000 Lehrkräfte und sonstigen Schulangestellten, warnt: ,,Das belastet den Schulfrieden." Seit Bekanntwerden der Besoldungsbeschlüsse am Mittwoch bekomme sie deshalb Mails und Anrufe. Es drohe eine ,,furchtbare Neiddebatte" in den Schulen.

,,Trotzdem darf man kein Beamten-Bashing machen", mahnt Heinisch-Weiser. Denn nicht die Beamtinnen und Beamten, sondern allein das Land habe es verschuldet, dass über Jahrzehnte die Besoldung bis zur höchstrichterlichen Entscheidung nicht angepasst wurde, obwohl das Problem bekannt gewesen sei. ,,Nicht die Beamten haben das zu verantworten." Die GEW und auch der Hauptpersonalrat für die Lehrkräfte sehen das Land nun in Zugzwang, auch die Vergütung bei den Angestellten nachzubessern. ,,Es werden harte Tarifverhandlungen", sagt Fuchs.

Trotz Milliarden-Plus für Beamte Rechnungshof billigt Vorgehen Brandenburgs
Auf der anderen Seite, da sind sich Minister, Gewerkschaft und Hauptpersonalrat einig, folgt aus dem Beamtenstatus auch, sich bei Notwendigkeit versetzen zu lassen. Dies will Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) praktizieren, um Basisunterricht an Schulen abzusichern. ,,Ein Beamter geht dorthin, wo er gebraucht wird", sagt auch GEW-Chef Günther Fuchs. ,,Man kann versetzen, auch über Kettenversetzungen und Staffelungen. Entscheidend ist: Die Auswahl darf aber keine Willkür sein."

Dies sei bislang manchmal der Fall gewesen. Und Heinisch-Weiser sagt das so: ,,Ein Beamter hat die Pflicht, dort seinen Dienst zu tun, wo es notwendig ist, wo es brennt. Das gilt für Lehrer wie für Polizisten oder Feuerwehrleute."

DeltaR95

Ist eigentlich irgendwo der gesamte Referentenentwurf "durchgesickert"? Oder haben es nur die Tabellen nach außen geschafft? Irgendwie komisch, dass man die Tabellen öffentlich bekannt macht, aber die viel wichtigere Herleitung der Werte nicht (insbesondere hinsichtlich fiktivem Partnereinkommen).

infabi

Zitat von: DeltaR95 in 06.07.2026 16:25Ist eigentlich irgendwo der gesamte Referentenentwurf "durchgesickert"? Oder haben es nur die Tabellen nach außen geschafft? Irgendwie komisch, dass man die Tabellen öffentlich bekannt macht, aber die viel wichtigere Herleitung der Werte nicht (insbesondere hinsichtlich fiktivem Partnereinkommen).

Habe ich so auch noch nicht erlebt. Ich denke die werden mit dem fiktiven PE um die Ecke kommen (Familiensonderzuschlag). Was mich ebenfalls wundert ist die Darstellung der GdP, ob Widerspruch für 2026 eingelegt werden soll oder nicht.

"Nein, der Finanzminister hat ausdrücklich versichert, dass alle Beamtinnen und Beamte die Nachzahlung für das Jahr 2026 erhalten werden. Sollte das entsprechende Besoldungs- und Versorgungsänderungsgesetz wider Erwarten nicht mehr in 2026 verabschiedet werden können, rufen wir erneut zur Einlegung von Widersprüchen auf."

Nehmen wir an, Gesetz wird mit Partnereinkommen und der bekannten Tabelle 2026 beschlossen. Später wird das Partnereinkommen vom BverfG kassiert. Keine Nachzahlung da kein Widerspruch. Ist doch übel.

Schneewitchen

Zitat von: infabi in 06.07.2026 18:42Habe ich so auch noch nicht erlebt. Ich denke die werden mit dem fiktiven PE um die Ecke kommen (Familiensonderzuschlag). Was mich ebenfalls wundert ist die Darstellung der GdP, ob Widerspruch für 2026 eingelegt werden soll oder nicht.

"Nein, der Finanzminister hat ausdrücklich versichert, dass alle Beamtinnen und Beamte die Nachzahlung für das Jahr 2026 erhalten werden. Sollte das entsprechende Besoldungs- und Versorgungsänderungsgesetz wider Erwarten nicht mehr in 2026 verabschiedet werden können, rufen wir erneut zur Einlegung von Widersprüchen auf."

Nehmen wir an, Gesetz wird mit Partnereinkommen und der bekannten Tabelle 2026 beschlossen. Später wird das Partnereinkommen vom BverfG kassiert. Keine Nachzahlung da kein Widerspruch. Ist doch übel.

Guter Gedanke! So habe ich das noch nicht gesehen. Insofern wird es sicherlich besser sein, auch weiterhin einen Widerspruch zu adressieren. Denn es dürfte tatsächlich so kommen, dass das BVerfG das fiktive PE kassieren wird.