Alle in Gewerkschaft: Tatsächlich bessere Tarifergebnisse?

Begonnen von Ingenieur007, Gestern um 08:44

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MoinMoin

Zitat von: daseinsvorsorge in Gestern um 21:22Ab Edit lass ich das jetzt mal so stehen, weil ich davon überhaupt nicht gesprochen habe. Der gewerkschafter gibt sein Verhandlungsmandat an die Gewerkschaften ab, damit diese für ihn verhandeln.Wenn das nicht so wäre, welchen Sinn sollten dann Mitgliedschaften in Gewerkschaften ergeben?
Ja, jetzt verstehe ich dich: Der Gewerkschaftler ist kein mündiger Arbeitnehmer, der mir einem AG verhandeln kann!
Der Gewerkschaftler kann nicht förderliche Zeiten fordern oder Zulagen, weil er das Mandat abgegeben hat.

spooky
ZitatDer Nichtgewerkschafter kann nicht nur, sondern muss für sich selber verhandeln, weil niemand ihn vertritt. Das ist ja das Ergebnis der negativen Koaltionsfreiheit.
Richtig und in deiner Lesart und deinem (Selbst)Verständnis ist der Gewerkschaftler weder geistig, menschlich oder warum auch immer nicht in der Lage für sich zu verhandeln?
ZitatObschon sich diese Verhandlungen -mit ein paar Ausnahmen wie Ihnen - lediglich auf die Annahme des Tarifergebnisses oder der AN kündigt reduziert , bleibt es trotzdem eine Verhandlung, was viele hier leider nicht verstehen können oder wollen.
Jeder der einen AV unterschreibt hat verhandelt. Aktiv oder passiv, das ist eine Binsenweisheit.
Und der Gewerkschaftler in deiner Welt, der verhandelt halt nicht mit dem AG um ein mehr als das tarifliche Minimum.
Warum auch immer? Die Frage bleibt offen! Aber wenn ich dich richtig verstehe haben sie quasie ein Verhandlungsverbot (zumindest mental)
ZitatDass die AGs die Tarifergebnisse auf alle übertragen, ist natürlich ein kluger Schachzug. Frage: wer handelt Tarifverträge aus, wenn alle so clever sind, nicht in einer Gewerkschaft zu sein und sich wie die anderen 1% vom brutto zu ersparen?
Dem AG bleibt nichts anderes übrig, was könnte er denn anderes machen? Nur ist es so, dass nur im öD der AG eben grundsätzlich nicht mehr als Tarif bezahlt.

Und nur im öD sind die Gewerkschaftler so unmündig, dass sie nicht über das Mindeste hinaus verhandeln (so habe ich dich nun verstanden)
Und nur im öD sind die Ag so unmündig, dass sie sich ein enges Korsett schnüren, das es ihnen erschwert zu verhandeln.

Und nur im öD sind die Gewerkschaften bereit, Nachteile für Teile der Gemeinschaft zu akzeptieren.


Der Sinn von Gewerkschaften ist es, dass sie MINDESTstandards aushandeln, insbesondere für die "Schwachen" im Gefüge, die keine Stimme haben. Nicht das sie unterschiedliche Ergebnisse für ihre Mitglieder aushandeln.

teclis22

Wenn Verdi was verändern würde wollen könnten sie das vermutlich durch (wie schon xfach vorgeschlagen wurde) gestaffelte mitgliedschaften realisieren


(atkuellerpreis*1)= Vollmitglied
Streikgeld, Beratung, Infos


(aktuellerpreis*0,5) = Supporter Level
Beratung, Infos

(aktuellerpreis*0,25) = Well Wisher
Infos


ich bin recht sicher das eine menge mehr leute eintreten würden.
Schon die tatsache dann man eine sinnvolle info quelle zu haben die strukturiert und ideologiefrei versorgt gepflegt wird (wann wird gestreikt, wo, was ist der prozess)  würde wohl viele leute anziehen

und verdi würde hohe mitglied zahlen vermelden können.

aber.. althergebrachte prinzipien der gewerkschaften .. und so.  :/

daseinsvorsorge

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 23:04Ja, jetzt verstehe ich dich: Der Gewerkschaftler ist kein mündiger Arbeitnehmer, der mir einem AG verhandeln kann!
Der Gewerkschaftler kann nicht förderliche Zeiten fordern oder Zulagen, weil er das Mandat abgegeben hat.

spookyRichtig und in deiner Lesart und deinem (Selbst)Verständnis ist der Gewerkschaftler weder geistig, menschlich oder warum auch immer nicht in der Lage für sich zu verhandeln?Jeder der einen AV unterschreibt hat verhandelt. Aktiv oder passiv, das ist eine Binsenweisheit.
Und der Gewerkschaftler in deiner Welt, der verhandelt halt nicht mit dem AG um ein mehr als das tarifliche Minimum.
Warum auch immer? Die Frage bleibt offen! Aber wenn ich dich richtig verstehe haben sie quasie ein Verhandlungsverbot (zumindest mental)Dem AG bleibt nichts anderes übrig, was könnte er denn anderes machen? Nur ist es so, dass nur im öD der AG eben grundsätzlich nicht mehr als Tarif bezahlt.

Und nur im öD sind die Gewerkschaftler so unmündig, dass sie nicht über das Mindeste hinaus verhandeln (so habe ich dich nun verstanden)
Und nur im öD sind die Ag so unmündig, dass sie sich ein enges Korsett schnüren, das es ihnen erschwert zu verhandeln.

Und nur im öD sind die Gewerkschaften bereit, Nachteile für Teile der Gemeinschaft zu akzeptieren.


Der Sinn von Gewerkschaften ist es, dass sie MINDESTstandards aushandeln, insbesondere für die "Schwachen" im Gefüge, die keine Stimme haben. Nicht das sie unterschiedliche Ergebnisse für ihre Mitglieder aushandeln.


Ich kann Sie nicht daran hindern, dass Sie es so vestehen, wie es Ihnen passt. Alles Gute.