1000 Euro Krisenbonus vom Arbeitgeber?

Begonnen von neodeo2, 13.04.2026 12:47

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neodeo2

Hallo zusammen,

meint Ihr, wir kriegen auch die 1000€?

Zitat:


1000 Euro Krisenbonus vom Arbeitgeber

Die Koalition will es zudem Arbeitgebern im Jahr 2026 ermöglichen, eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von 1000 Euro zu zahlen. Zur Gegenfinanzierung der steuerlichen Mindereinnahmen soll die Tabaksteuer schon im Jahr 2026 erhöht werden.

Rowhin

Siehe auch hier. In aller Kürze: nein. Ich stimme da Faunus zu: Tarifverhandlungen sind abgeschlossen, die Länder werden keinen Grund sehen, das on top zu bringen.

Warnstreik

Zitat von: Rowhin in 13.04.2026 13:02Siehe auch hier. In aller Kürze: nein. Ich stimme da Faunus zu: Tarifverhandlungen sind abgeschlossen, die Länder werden keinen Grund sehen, das on top zu bringen.

Die Tarifverhandlungen im TV-L sind pünktlich vorm Iran-Konflikt und damit vor der neuerlichen Inflationsrutsche abgeschlossen gewesen. Würde man heute verhandeln, würde man ein (wenn auch nur leicht) anderes Ergebnis (und auch andere Forderungen) haben. Von daher bin ich sehr optimistisch, dass man diese Chance nutzt um die Menschen zu entlasten. Ich nehme aber noch Wetten an :-)  Wie im anderen Thread geschrieben, kann ich mir vorstellen, dass das Instrument gestaffelt nach Gehalt ausgezahlt wird.

neodeo2

Zitat von: Rowhin in 13.04.2026 13:02Siehe auch hier. In aller Kürze: nein. Ich stimme da Faunus zu: Tarifverhandlungen sind abgeschlossen, die Länder werden keinen Grund sehen, das on top zu bringen.

Der Grund ist: mit gute Beispiel vorangehen!

Den anderen vorschlagen, aber selbst nix tun... tztztztz

Thomas09

Zitat von: neodeo2 in 13.04.2026 13:15Der Grund ist: mit gute Beispiel vorangehen!

Den anderen vorschlagen, aber selbst nix tun... tztztztz

Erstmal ist das ein Vorschlag aus dem Koalitionsausschuss. Mit dem haben die Länder übrigens garnix am Hut. Jetzt muss das erstmal in ein Gesetz gegossen werden und dann muss es durch den Bundestag. Je nachdem was genau in dem Gesetz steht muss es auch noch durch den Bundesrat. Hier wären die Länder, falls es dazu kommt, das erste mal überhaupt involviert.
 

troubleshooting

Ich erinnere nur an die Corona-Sonderzahlung. Ich hatte damals beim (zuständigen) Finanzministerium (SPD-geführt, wie das Kanzleramt) angefragt, wie es damit aussieht? Immerhin hat ja ihre Bundespartei extra an die AG appelliert, dies auch zu nutzen. Es kamen 3 Seiten "wie erklär ich einem Kindergartenkind" die Rechtsgrundlagen und dann ganz kurz die Aussage, dass kann nur über die Tarifverhandlung beschlossen werden. Wie es ja auch kam. Was an sich aber schon absoluter Schwachsinn war, denn es war ja ausdrücklich als zusätzliche Zahlung vorgesehen.

Von daher, macht euch keine Hoffnung, die Länder bezahlen da ohne Pflicht sicher gar nichts.

Zinc

TVöD wird schon nächste Woche zahlen, finanziert vom Land.

Geschädigter

Zitat von: Zinc in 13.04.2026 16:06TVöD wird schon nächste Woche zahlen, finanziert vom Land.

Quark.

ZitatFür Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen gilt derzeit der TVöD in der Fassung der Tarifrunde 2025. Dieser Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 27 Monaten und läuft erst zum 31. März 2027 aus. Das bedeutet: Frühestens im Frühjahr 2027 beginnen die nächsten Tarifverhandlungen zwischen ver.di, Beamtenbund, GEW, GdP und IG BAU und der Bundesvereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beziehungsweise dem Bund.

Erst in dieser Tarifrunde wäre es möglich, eine Entlastungsprämie – analog zur Inflationsausgleichsprämie von 2023 – tarifvertraglich zu vereinbaren und verbindlich festzuschreiben. Bis dahin sind Beschäftigte bei Bund und Kommunen auf eine freiwillige Entscheidung ihres Arbeitgebers angewiesen. Zudem scheint es so, dass die Bundesregierung die Entlastungsprämie aktuell nur für das Jahr 2026 plant. Noch deutlich länger müssen Angestellte im öffentlichen Dienst der Länder warten. Der gerade erst verhandelte neue TV-L läuft bis zum 31. Januar 2028. Eine tarifvertraglich verankerte Entlastungsprämie für die Tarifbeschäftigten der Länder wäre damit frühestens im Jahr 2028 realistisch.

öfföff

Verdi soll einfach für TV-L und TvÖD gemeinsam jetzt eine Prämie fordern. Müssen ja nicht die vollen 1000 EUR sein.

ImöDBeschäftigt

Zitat von: öfföff in 13.04.2026 23:37Verdi soll einfach für TV-L und TvÖD gemeinsam jetzt eine Prämie fordern. Müssen ja nicht die vollen 1000 EUR sein.
TV-H bitte auch  ;)

JahrhundertwerkTVÖD

Vermutlich gibt es, wie bei Corona, "Balkonklatschen" statt 1.000 €

Es ist ja nicht so dass der Bund nun 1.000 € an alle zahlt, sondern die Betriebe sollen dies übernehmen.
Als ob jeder Betrieb sich das leisten könnte.
Verkauft wird es aber, als Prämie.

Umlauf

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 14.04.2026 09:04Vermutlich gibt es, wie bei Corona, "Balkonklatschen" statt 1.000 €

Es ist ja nicht so dass der Bund nun 1.000 € an alle zahlt, sondern die Betriebe sollen dies übernehmen.
Als ob jeder Betrieb sich das leisten könnte.
Verkauft wird es aber, als Prämie.

Nennen wir es Subvention für Arbeitgeber. Da können sie sparen, falls sie vorhatten die Gehälter zu erhöhen. Gleichzeitig faseln panische Politiker etwas von On-Top in die nächst beste Kamera.

Amsel ick hör dir trapsen...

MoinMoin

Zitat von: Umlauf in 14.04.2026 09:57Nennen wir es Subvention für Arbeitgeber. Da können sie sparen, falls sie vorhatten die Gehälter zu erhöhen. Gleichzeitig faseln panische Politiker etwas von On-Top in die nächst beste Kamera.

Amsel ick hör dir trapsen...
Habe die eigentlich erklärt, warum ein Ag seinen AN etwas On Top geben wird, nur weil der AN mehr von dem On Top behalten darf. Was sollte einem Mittelständler / Handwerker dazu motivieren? Der hat höhere Kosten und soll dann noch mehr Kosten erzeugen?
Nur weil Herr Merz, das von der Wirtschaft erwartet?
Dem AG ist es wurscht, er gibt 1000€ + SV Anteil (oder wird es auch SV befreit) aus.
Freue mich schon, wenn dann in einem Jahr ermittelt wird, dass 10%? der AN waren, die dieses Geld zusätzlich bekommen haben.
und 30% die glücklicherweise mehr von ihrem Bonus bekommen haben.
Die Zahlen sind willkürlich gewählt.


Warnstreik

Zitat von: MoinMoin in 14.04.2026 10:45Habe die eigentlich erklärt, warum ein Ag seinen AN etwas On Top geben wird, nur weil der AN mehr von dem On Top behalten darf. Was sollte einem Mittelständler / Handwerker dazu motivieren? Der hat höhere Kosten und soll dann noch mehr Kosten erzeugen?

Es ist schlicht die Möglichkeit, dass ein AG seinen AN in dieser Situation bei den deutlich höheren Fahrtkosten unterstützen kann UND sich der Staat und der AG die Kosten teilt. Wenn sonst 1000€ ankommen sollen müssten sonst 2000€ ausgegeben werden. Die Chance auf einen günstigen aber merkbaren "Bonus" wird sich der ein oder andere nicht entgehen lassen.

Finetti07

https://oeffentlicher-dienst-news.de/entlastungspraemie-was-gilt-fuer-den-oeffentlichen-dienst/

Hierin heißt es unter anderem:

Öffentlicher Dienst News hat eine aktuelle Anfrage an die Arbeitgeber von Bund, Kommunen und Ländern gestellt. Unter anderem fragen wir, ob eine Entlastungsprämie auch außerhalb der geltenden Tarifverträge möglich ist und wann mit dieser zu rechnen ist.

Die VKA hat sich nun mit einem ersten Statement zur Entlastungsprämie geäußert. Auf unsere Anfrage antwortet ein Sprecher:

"Die Beschlusslage des Koalitionsausschusses ist der VKA bisher noch nicht offiziell zur Kenntnis gegeben worden. Auch ist uns nicht bekannt, in welcher Form und bis wann die Bundesregierung die gesetzlichen Grundlagen dafür schaffen wird, die Prämie steuer- und abgabenfrei zahlen zu können. Eine Positionierung ist uns zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Sobald die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen klar sind, wird sich die VKA damit in den zuständigen Gremien befassen und positionieren."

Gesetzentwurf: Entlastungsprämie muss noch erarbeitet werden
Für alle Beschäftigten – ob im öffentlichen Dienst oder in der Privatwirtschaft – gilt: Die gesetzliche Grundlage für die steuerfreie Auszahlung muss erst noch geschaffen werden. Merz hat den Beschluss aus dem Koalitionsausschuss verkündet, das entsprechende Gesetz muss nun auf den Weg gebracht werden. Zuständig ist dafür das Bundesfinanzministerium unter Lars Klingbeil.