Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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Skywalker2000

Zitat von: BRUBeamter in Heute um 08:36Noch mehr Steuern zahlen? Zahlen wir nicht alle schon genug? Wäre nicht ein besserer Weg Eltern zu entlasten als kinderlose Paare zu besteuern? Dein Gedankengang erschließt sich mir nicht so recht.

Es ging nicht um die Paare, sondern allgemein.
Kinder sind die nächsten Beitragszahler für mindestens 45-50 Jahre und erwirtschaften durch ihren Konsum Umsätze in der Wirtschaft.
Darüberhinaus werden heute Menschen die keine Kinder kriegen, von den Kindern von heute in 20-30 Jahren versorgt. Sei es Ärtze, Pflegekräfte, etc etc.

Aber bis diese Kinder so weit sind, kostet es extrem viel Geld und viele Nerven und Kraft. Und dafür müssen die Eltern belohnt werden und motiviert werden noch mehr Kinder zu kriegen.

Darüberhinaus werden immernoch Eltern zum Teil durch ihre eigene Kinder gepflegt, wo der Staat Millionen spart.

Ein Kinderloser behält das ganze Geld für sich und kostet am Ende nur Geld

Das nennt man Kapitalismus

SantaClaus

Zitat von: Skywalker2000 in Heute um 09:07Es ging nicht um die Paare, sondern allgemein.
Kinder sind die nächsten Beitragszahler für mindestens 45-50 Jahre und erwirtschaften durch ihren Konsum Umsätze in der Wirtschaft.
Darüberhinaus werden heute Menschen die keine Kinder kriegen, von den Kindern von heute in 20-30 Jahren versorgt. Sei es Ärtze, Pflegekräfte, etc etc.

Aber bis diese Kinder so weit sind, kostet es extrem viel Geld und viele Nerven und Kraft. Und dafür müssen die Eltern belohnt werden und motiviert werden noch mehr Kinder zu kriegen.

Darüberhinaus werden immernoch Eltern zum Teil durch ihre eigene Kinder gepflegt, wo der Staat Millionen spart.

Ein Kinderloser behält das ganze Geld für sich und kostet am Ende nur Geld

Das nennt man Kapitalismus

Das stimmt doch gar nicht. Im Kapitalismus gibt es sowas wie eine staatliche Leistung namens Rente nicht. Sowas gibt es nur in sozialen Systemen. Abseits davon sind kinder allein nicht die lösung und erst recht nicht so ein seltsamer Vorschlag. Die Erhöhung von Gehältern und löhnen und die gleichzeitige Verabschiedung des Großteils vom Niedriglohnsektor würde auch das Problem der Kassen lösen.

GeBeamter

Zitat von: Skywalker2000 in Heute um 09:07Es ging nicht um die Paare, sondern allgemein.
Kinder sind die nächsten Beitragszahler für mindestens 45-50 Jahre und erwirtschaften durch ihren Konsum Umsätze in der Wirtschaft.
Darüberhinaus werden heute Menschen die keine Kinder kriegen, von den Kindern von heute in 20-30 Jahren versorgt. Sei es Ärtze, Pflegekräfte, etc etc.

Aber bis diese Kinder so weit sind, kostet es extrem viel Geld und viele Nerven und Kraft. Und dafür müssen die Eltern belohnt werden und motiviert werden noch mehr Kinder zu kriegen.

Darüberhinaus werden immernoch Eltern zum Teil durch ihre eigene Kinder gepflegt, wo der Staat Millionen spart.

Ein Kinderloser behält das ganze Geld für sich und kostet am Ende nur Geld

Das nennt man Kapitalismus

So sehr ich dem inhaltlich beipflichten möchte, es ist nicht förderlich, Kinderlose hier durch die Blume in die Schmarotzerecke zu stellen. Erst recht nicht für eine gute Debattenkultur hier im Forum.

Denn dann setzen Beissreflexe ein, die dann wieder darauf abzielen, was für Vergünstigungen Eltern eigentlich bekommen (kostenlose Bildung,...). "Bollerköppe" gibt es auf beiden Seiten und es bringt uns nicht weiter, wenn sich hier Kinderlose in der Folge dann über Kindergeld, Freibeträge, Ermäßigungen und kostenlose Bildung ereifern.

Dabei geht es doch einfach nur darum, Steuern und Abgaben fair zu verteilen. Da ist im Moment, trotz kostenloser Bildung, ein starkes Defizit zu Lasten der Eltern. Das ist mit einer der Gründe warum die Geburtenrate so niedrig ist. Kinder sind Kostenfaktoren und der Staat selbst langt für sie ordentlich zu, statt finanziell zu entlasten. Das heißt im Umkehrschluss jedoch für mich nicht, dass Kinderlose dann die Party bezahlen sollen, sondern dass wie in der Pflegeversicherung eine moderate Abschöpfung des generationellen Kostenvorteils erfolgt, mehr nicht.

BRUBeamter

Zitat von: Skywalker2000 in Heute um 09:07Es ging nicht um die Paare, sondern allgemein.
Kinder sind die nächsten Beitragszahler für mindestens 45-50 Jahre und erwirtschaften durch ihren Konsum Umsätze in der Wirtschaft.
Darüberhinaus werden heute Menschen die keine Kinder kriegen, von den Kindern von heute in 20-30 Jahren versorgt. Sei es Ärtze, Pflegekräfte, etc etc.

Aber bis diese Kinder so weit sind, kostet es extrem viel Geld und viele Nerven und Kraft. Und dafür müssen die Eltern belohnt werden und motiviert werden noch mehr Kinder zu kriegen.

Darüberhinaus werden immernoch Eltern zum Teil durch ihre eigene Kinder gepflegt, wo der Staat Millionen spart.

Ein Kinderloser behält das ganze Geld für sich und kostet am Ende nur Geld

Das nennt man Kapitalismus

Deine implizierte Forderung Kinderlose höher zu besteuern find ich eher bedenklich. Wir haben seit Jahren ein Ausgabenproblem. Wir sollten eher Kinder fördern und unterstützen bzw. zur Mitte der Gesellschaft machen aber sicherlich nicht Kinderlose verteufeln oder hart besteuern. Was kommt als nächstes? Werden die Maßnahmen dann immer radikaler nur weile es manchen Menschen schlecht ergeht?

GeBeamter

Zitat von: BRUBeamter in Heute um 09:48Deine implizierte Forderung Kinderlose höher zu besteuern find ich eher bedenklich. Wir haben seit Jahren ein Ausgabenproblem. Wir sollten eher Kinder fördern und unterstützen bzw. zur Mitte der Gesellschaft machen aber sicherlich nicht Kinderlose verteufeln oder hart besteuern. Was kommt als nächstes? Werden die Maßnahmen dann immer radikaler nur weile es manchen Menschen schlecht ergeht?

Ich mahne zur Vorsicht, dem Narrativ von einem reinen Ausgabenproblem aufzusitzen. Sicherlich sind die Staatsausgaben immens, nur wie kann es dennoch sein, dass Schulen und Infrastruktur verfallen? Weil die bestehenden Ausgaben falsch priorisiert werden. Würde nun aber umpriorisiert, würden damit aber die Ausgaben insgesamt auch nicht sinken.

Wir haben daher meines Erachtens sowohl bei der Steuer als auch in den Sozialversicherungen ein Einnahmenproblem. Und das wird in Zukunft massiver. Das Verhältnis von ausschließlich durch IT erfüllte Arbeit oder Einkommen über Kapitalerträge wird gegenüber Erwerbsarbeit immer stärker zunehmen. Abstrakt betrachtet werden davon allenfalls die Gewinne aus KI Einsatz über Unternehmenssteuern veranlagt sowie Kapitalerträge mit der Abgeltungssteuer belegt, die im Mittel wohl unter dem individuellen Steuersatz liegen dürfte. Zudem werden auf beide "Erwerbstätigkeiten" keine Sozialversicherungsbeiträge erhoben. Der Versuch von Hr. Habeck, das zu ändern, würde ja direkt von der Bild mit Oma Ernas ETF torpediert. In Zukunft kann es aber nicht sein, dass Staatskasse und Sozialversicherung fast ausschließlich von rückläufiger Abgabenbelastung von menschlicher Erwerbstätigkeit gefüttert werden.

BRUBeamter


lotsch

Ich, als Pessimist, werde jetzt einmal ein düsteres Szenario entwerfen, wohin die Reise gehen könnte. Tenor: Es wird Aufstände in Deutschland geben. Die Haushalte von Kommunen, Ländern und Bund sind bis zum Anschlag ausgereizt, die Sozialsysteme sind am zerbersten. Deutschland verliert sein Triple A-Rating, die Zinsen für Staatsanleihen werden stark steigen, was die Haushalte noch mehr belastet, weil die Zinszahlungen in die Höhe schnellen, und noch mehr Reformen, sprich Kürzungen notwendig wären. Die Parteien sind nicht zu Reformen in der Lage, jede Partei hält an ihren Projekten fest. Alle haben Angst unterzugehen, wenn sie die Bevölkerung weiter belasten. Niemand will Deutschland mehr Geld leihen, wenn doch nur zu sehr hohen Zinsen. Die Koalition zerbricht, es gibt Neuwahlen und politisches Chaos. Mit Deutschland geht auch der Euro unter, usw., usw.

Finanzer

Zitat von: SantaClaus in Heute um 09:21Das stimmt doch gar nicht. Im Kapitalismus gibt es sowas wie eine staatliche Leistung namens Rente nicht. Sowas gibt es nur in sozialen Systemen. Abseits davon sind kinder allein nicht die lösung und erst recht nicht so ein seltsamer Vorschlag. Die Erhöhung von Gehältern und löhnen und die gleichzeitige Verabschiedung des Großteils vom Niedriglohnsektor würde auch das Problem der Kassen lösen.

So siehts nämlich aus. Da aber die Maßgeblichen Personen kein Interesse daran haben das Problem zu lösen, wird die Rentenfrage als Konflikt zwischen Alt/Jung und Kinderlos/Eltern stilisiert. Funktioniert ja auch.

Wobei die Äußerungen von manchen Politikern/Unternehmern/Medienschaffenden auch darauf hindeuten, das sie das Problem einfach nicht verstehen.

matthew1312

In meiner beruflichen Entwicklung wurde ich von kinderlosen High Performers (m/w/d) gefördert, und sei es durch die Vorbildfunktion dahingehend, wie Exzellenz in der Arbeitswelt aussieht. Ich konnte mir dadurch etwas aufbauen, was es mir ermöglicht, meinen Kindern trotz verfassungswidriger Besoldung gute Chancen zu geben.

Das Gegeneinanderausspielen ist schlicht dumm.

GeBeamter

Zitat von: lotsch in Heute um 10:29Ich, als Pessimist, werde jetzt einmal ein düsteres Szenario entwerfen, wohin die Reise gehen könnte. Tenor: Es wird Aufstände in Deutschland geben. Die Haushalte von Kommunen, Ländern und Bund sind bis zum Anschlag ausgereizt, die Sozialsysteme sind am zerbersten. Deutschland verliert sein Triple A-Rating, die Zinsen für Staatsanleihen werden stark steigen, was die Haushalte noch mehr belastet, weil die Zinszahlungen in die Höhe schnellen, und noch mehr Reformen, sprich Kürzungen notwendig wären. Die Parteien sind nicht zu Reformen in der Lage, jede Partei hält an ihren Projekten fest. Alle haben Angst unterzugehen, wenn sie die Bevölkerung weiter belasten. Niemand will Deutschland mehr Geld leihen, wenn doch nur zu sehr hohen Zinsen. Die Koalition zerbricht, es gibt Neuwahlen und politisches Chaos. Mit Deutschland geht auch der Euro unter, usw., usw.

Wer mag es den Parteien verdenken?

Man sieht ja, dass die einschneidenden Reformbemühungen der etablierten Parteien dazu führen, dass die Bevölkerung in Scharen zu einer Partei rennt, die sagt, dass es auch ohne diese Reformen ginge.

Finanzer

Zitat von: GeBeamter in Heute um 10:35Wer mag es den Parteien verdenken?

Man sieht ja, dass die einschneidenden Reformbemühungen der etablierten Parteien dazu führen, dass die Bevölkerung in Scharen zu einer Partei rennt, die sagt, dass es auch ohne diese Reformen ginge.

Option 1: Die Reformen sind Dumm
Option 2: Die Menschen sind Dumm
Option 3: Beides

GeBeamter

Zitat von: Finanzer in Heute um 10:38Option 1: Die Reformen sind Dumm
Option 2: Die Menschen sind Dumm
Option 3: Beides


Menschliche Natur würde ich sagen. Der Mensch ist solange ein soziales Wesen, wie sich aus der sozialen Gemeinschaft erkennbare Vorteile für das Individuum ergeben.

Kehren sich diese Vorteile in (gefühlt) überwiegende Nachteile um, greift der Selbsterhaltungstrieb und die Gemeinschaft wird hinterfragt.

Deshalb muss eine Gemeinschaft immer gerecht gebaut sein und kann nur die Werte verteilen, die innerhalb dieser Gemeinschaft "fair" erwirtschaftet werden.
Daher stößt Solidarität mit zunächst nicht der Gemeinschaft angehörigen Menschen irgendwann an natürliche Grenzen. Diese Solidarfälle haben wir derzeit durch Migration/Asyl, aber auch durch Renten für ehemalige DDR Bürger in der Rentenversicherung. Wenn dann noch hinzu kommt, dass das bisschen Wirtschaftsleistung der Gemeinschaft über findige Steuersparmodelle und eine unterbleibende Einzahlung in die Sozialversicherung nicht an den Staat zurück fließt, dann kann eine Gemeinschaft auf Dauer nicht funktionieren. Da kann sich übrigens jeder einmal selbst an die Nase fassen, der Handwerker schwarz beschäftigt. Das ist ja letztlich auch ein etablierter Volkssport.

MaxBy

Zitat von: GeBeamter in Heute um 10:47Menschliche Natur würde ich sagen. Der Mensch ist solange ein soziales Wesen, wie sich aus der sozialen Gemeinschaft erkennbare Vorteile für das Individuum ergeben.
Siehst du ...
Und genau hier geht das Problem mit der Beamtenbesoldung los.

Die Wirtschaft ist aktuell mal wieder abgehängt und nun kommt der Selbsterhaltungstrieb der Bevölkerung und hinterfragt die erkennbaren Vorteile des Berufsbeamtentums.

Zitat von: GeBeamter in Heute um 10:47Deshalb muss eine Gemeinschaft immer gerecht gebaut sein und kann nur die Werte verteilen, die innerhalb dieser Gemeinschaft "fair" erwirtschaftet werden.
Und genau hier schließt sich der Kreis.
Du sagst selbst, es können nur die Werte verteilt werden die fair erwirtschaftet wurden.
Unabhängig von der Verfassung, ist es fair wenn der kleinste Beamte über 4000Netto erhält und ein Krankenpfleger weit hinter dieser Summe zurückbleibt?

Organisator

Zitat von: Skywalker2000 in Heute um 09:07Es ging nicht um die Paare, sondern allgemein.
Kinder sind die nächsten Beitragszahler für mindestens 45-50 Jahre und erwirtschaften durch ihren Konsum Umsätze in der Wirtschaft.
Darüberhinaus werden heute Menschen die keine Kinder kriegen, von den Kindern von heute in 20-30 Jahren versorgt. Sei es Ärtze, Pflegekräfte, etc etc.

Aber bis diese Kinder so weit sind, kostet es extrem viel Geld und viele Nerven und Kraft. Und dafür müssen die Eltern belohnt werden und motiviert werden noch mehr Kinder zu kriegen.

Darüberhinaus werden immernoch Eltern zum Teil durch ihre eigene Kinder gepflegt, wo der Staat Millionen spart.

Ein Kinderloser behält das ganze Geld für sich und kostet am Ende nur Geld

Das nennt man Kapitalismus

Kinder bekommt man wohl kaum aus (Gesamt-) wirtschaftlichen Erwägungen. Falls doch:
Ein Kind kostet bis zur Erreichung des erwerbsfähigen Alters die Allgemeinheit mindestens 200.000 €.
Also verbietet man allen hier lebenden Menschen das Kinderbekommen und importiert fertig ausgebildete Menschen aus anderen Ländern.
Finanziell ein Win-Win-Geschäft und spart den potentiellen Eltern hier zusätzlich noch die Kosten für Nerven und Kraft.

und auch ganz ohne Polemik - Mehr Geld für Kinder sorgt nicht dafür, dass mehr Menschen Kinder bekommen. So hat z.B. die Einführung des Elterngelds keinen messbaren Effekt auf die Geburten gezeigt. Der Blick auf andere Länder zeigt, dass eher einkommens- und bildungsschwache Menschen zu mehr eigenen Kindern neigen.

MOGA

Zitat von: SantaClaus in Heute um 09:21Das stimmt doch gar nicht. Im Kapitalismus gibt es sowas wie eine staatliche Leistung namens Rente nicht. Sowas gibt es nur in sozialen Systemen. Abseits davon sind kinder allein nicht die lösung und erst recht nicht so ein seltsamer Vorschlag. Die Erhöhung von Gehältern und löhnen und die gleichzeitige Verabschiedung des Großteils vom Niedriglohnsektor würde auch das Problem der Kassen lösen.
Nun das pickst du dir aber fein heraus.
Viele Menschen wuerden das Geld welches Sie zwangsweise in die Altervorsorge investieren muessen sicherlich gerne selbst veranlagen und wuerden damit bestimmt besser fahren als mit der laecherlichen Rente.
Auch die Pension ist doch nur ein sozialer Notgroschen, zugegebenermaßen ueppig im Vergleich zur "normalen"Altersrente.

Selbst ein Hinzuverdienst ist streng geregelt und in einem solchen System ist es einfach nicht gewollt dass du besser dastehst. Der Staat schaut schon darauf dass du finanziell in deiner Kaste bleibst.

Fuer mich ist das Sozialismus, da hast du recht. Ich lehne Sozialismus ab  :-X  *POV*
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