Senkung Brutto-Jahreseinkommen durch Jobrad

Begonnen von SonneMondundSterne123, 28.04.2026 07:43

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BAT

Damit kann man aber "die Politik" nicht entlassen.
Die ganzen Infrastrukturprobleme sind schon sehr lange bekannt.

Man kann also nicht das Geld mit vollen Händen für neue Projekte wie Mütterrente, Agrardiesel, Gastro, etc. raushauen, sondern muss sich zunächst auf die Kernaufgaben des Staates fokussieren.

Zumal die viel von den o. g. Geldern z auch nicht da hinkommen, wo sie hingehören.

Und wer noch die Leistungen der GKV aus den 80ern oder 90er kennt, weiß das sie ehe längst nur noch Teilkasko ist. Gerade die typischen Sachen, die in der Hochzahlphase von teils vierstelligen Beträgen anfallen (also so von 30 bis 60), werden nicht (mehr) übernommen: Zähne und Sehhilfen. Da kommt man sich schon veräppelt vor.

UNameIT

Zitat von: BAT in Gestern um 09:34Damit kann man aber "die Politik" nicht entlassen.
Die ganzen Infrastrukturprobleme sind schon sehr lange bekannt.

Man kann also nicht das Geld mit vollen Händen für neue Projekte wie Mütterrente, Agrardiesel, Gastro, etc. raushauen, sondern muss sich zunächst auf die Kernaufgaben des Staates fokussieren.

Aber hey, erstmal die Renten um 4,2% erhöhen. Geld ist doch da......

Faunus

Zitat von: UNameIT in Gestern um 09:55Aber hey, erstmal die Renten um 4,2% erhöhen. Geld ist doch da......

Du neidest jetzt aber nicht ernsthaft der Mehrheit der Rentner die Erhöhung um nicht mal 50 EUR dieses Jahr?
Dir muss es echt dreckig als AN im ÖD gehen ;)

UNameIT

Zitat von: Faunus in Gestern um 10:36Du neidest jetzt aber nicht ernsthaft der Mehrheit der Rentner die Erhöhung um nicht mal 50 EUR dieses Jahr?
Dir muss es echt dreckig als AN im ÖD gehen ;)

Gönnen tue ich sie ihnen :D

Aber.... man hört die Rentenkassen sind leer, wir sollen bis 70 oder noch länger arbeiten. (Bei Kopplung an die Lebenserwartung sogar bis 72Jahre), die 45 Jahre sollen gestrichen werden. Das bedeutet für manch einen von 16-70 zu arbeiten - 54 Jahre. Will man wie der "heutige Jahrgang" mit 67 in Rente gehen, wäre das über 14,4% weniger Rente. Andererseits wird das Geld immer weiter "rausgeworfen".  Und die 1960er die jetzt so in Rente gehen, hatten alle die Gelegenheit vorzusorgen. Man redet schon seit ich ein Kind war, darüber das die Rente so nicht weitergeht und man seperat vorsorgen sollte. Ich gönne den jetzigen Rentnern ihr Geld, es fühlt sich nur extrem widersprüchlich an, wenn von uns Jungen erwartet wird immer mehr einzuzahlen und immer mehr Einschnitte zu akzeptieren (Thema Rente nur noch als "Grundsicherung"), aber auf der anderen Seite man von Erhöhung der Renten hört.

Faunus

Man wird immer über "die Rente" reden - auch wenn der "Boomer-Bauch" weg ist.

Ich glauben, dass die Rente mit 70 nicht kommen wird, aber durch dieses ständige Erwähnen können andere "Pillen zum Schlucken" m.M. nach einfacher durchgewunken werden.

KlammeKassen

Zitat von: Aleksandra in Gestern um 09:27ja, das passt. Über 1.100 EUR pro Monat zahlt man für die GKV.
Der Staat zahlt für sämtliche Transferempfänger (Hartz4, Asyl, etc) übrigens nur um die 130 EUR pro Monat ein. Also knapp ein Zehntel. Wobei er das jetzt großzügigerweise auf etwas über 200 EUR erhöhen will.
Aber so viel zahlen, wie es tatsächlich kostet? Also das gibt der Haushalt leider nicht her.

Eben drum, dann sollen sie mal ausrechnen, wie viel teurer es für die GKV Patienten dadurch ist - und genau diese Summe sammelt die PKV dann auch von ihren Patienten ein.
Dann ist zwar der Staat weiterhin fein raus, aber diese Gerechtigkeit nimmt ein Einde. Zumal die PKVler ohnehin die Besserverdienenden sind; die müssen natürlich davor geschützt werden, dass zu übernehmen.
Aber wer 2.000 Euro, 3.000 Euro verdient, der kann doch ruhig mit abdrücken

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 07:25interessant: Die Ärzte bekommen Geld für die Versorgung und lehnen es dann ab das für das schon erhaltenen Geld zu arbeiten.
Ärzte die so was sagen, sollte einfach aus dem sicheren Hafen KÄV austreten und nur noch PV machen, kein Arzt wird gezwungen da mitzumachen.Abschaffung ist natürlich nicht so einfach. Es ausdünnen (Grenzen hoch Beamte in die GKV) ist da einfacher.
Oder aber umgekehrt:
Es jedem erlauben in die erste Klasse zu wechseln, dann dürfte sich wenigstens keiner mehr beschweren.

In der Diskussion ist beispielsweise Streichung offener Sprechstunden, ist auch ein Super-Gau, da man als GKV Patient ohnehin ewig warten muss auf Arzttermine... das war sonst noch eine Möglichkeit.

Und ja, es gibt tatsächlich eine Reihe von Ärzten, die sich aus dem GKV System verabschieden. Weil nicht lukrativ genug...


Beamte könnten durchaus in die GKV, da würde nichts gegensprechen.

Und PKV für alle ab 100.000 Euro oder so ist halt auch so lange paradox, so lange die GKVler als grundsätzlich Schlechterverdienende durch Beiträge die Bürgergeldempfänger bezuschussen

KlammeKassen

Zitat von: Faunus in Gestern um 10:36Du neidest jetzt aber nicht ernsthaft der Mehrheit der Rentner die Erhöhung um nicht mal 50 EUR dieses Jahr?
Dir muss es echt dreckig als AN im ÖD gehen ;)

Also mit Ausnahme des Jahres 2024 sind die Renten in den letzten Jahren höher gestiegen als im öffentlichen Dienst.
Ist doch schon bezeichnend, dass die Renten 2025 und 2026 fast 8 % gestiegen sind, das Gehalt im öD jedoch nur um 5,8 % (+ etwas mehr JSZ). Selbst bei Anrechnung der JSZ bleibt eine Diskrepanz.

Geht ja nicht ums Nichtgönnen, aber die Finanzierung muss ja auch funktionieren. Das ist aber schon schwer, wenn diese immer deutlich höher steigt als unsere Gehälter steigen.

Muss ja Branchen geben, die den "durchschnitt" gewaltig hochziehen und diese Steigerungen rechtfertigen.
Sollte den Gewerkschaften auch zeigen, dass der Abschluss wohl nicht so prickelnd war, wenn die Renten, die auf Durchschnittslohnentwicklung basieren, deutlich stärker steigen als der öD Verdienst

Johann

Zitat von: Aleksandra in Gestern um 09:27Der Staat zahlt für sämtliche Transferempfänger (Hartz4, Asyl, etc) übrigens nur um die 130 EUR pro Monat ein. Also knapp ein Zehntel. Wobei er das jetzt großzügigerweise auf etwas über 200 EUR erhöhen will.
Wo hast du das denn gelesen? Alleine für die 5,5 Millionen Bürgergeldempfänger würde das einen jährlichen Mehraufwand von 4,6 Mrd. Euro bedeuten.
Ich habe jetzt lediglich von 250 Millionen Euro im Jahr gelesen, was den monatlichen Beitrag pro Bürgergeldempfänger von 130€ auf nahezu kostendeckende 133,79€ ansteigen lassen würde.

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 13:28Muss ja Branchen geben, die den "durchschnitt" gewaltig hochziehen und diese Steigerungen rechtfertigen.
Vorstandsgehälter wachsen relativ kräftig und erheblich schneller als die der normalen Arbeitnehmer. Ansonsten fallen mir derzeit auch nicht viele Bereiche ein, in denen Arbeitnehmer gute Erhöhungen mitnehmen.

BAT

Es werden - nach meiner Erinnerung - gut 300 € pro Versicherten und Monat tatsächlich an Kosten fällig.

Johann

Zitat von: BAT in Gestern um 17:12Es werden - nach meiner Erinnerung - gut 300 € pro Versicherten und Monat tatsächlich an Kosten fällig.

Sind ca. 376€ pro Monat pro Versichertem. 2025 lagen die Gesamtausgaben der GKV bei 336,4 Mrd. Euro. Es waren 74,5 Millionen Menschen gesetzlich Krankenversichert. Das macht pro Monat je Versichertem etwa 376,29€.
Eigentlich müsste der monatliche Beitrag vom Bund an die GKV jeden Monat etwa das Dreifache betragen. Der Bund spart sich auf Kosten der gesetzlich krankenversicherten Beitragszahler jedes Jahr fast 17 Mrd. Euro.

BAT

Es wäre natürlich eine Frage der Ausgestaltung. Was ist mit ansonsten kostenlos Mitversicherten in einer Hartzer-Familie? Wird dafür gezahlt?