Senkung Brutto-Jahreseinkommen durch Jobrad

Begonnen von SonneMondundSterne123, 28.04.2026 07:43

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MoinMoin

Zitat von: SonneMondundSterne123 in 28.04.2026 11:05Was sollte es denn sonst sein?

Fakt ist seit dem Januar 2026 habe ich ca. 60€ netto weniger. Bei mir hat sich ansonsten nichts geändert. Kirchensteuer, keine Kinder, Lohnsteuerklasse 1.
Es hat sich also die BBG, die Lohnsteuerberechnung, deine Freibeträge, der KV Beitrag nicht geändert....?
ZitatGrundsätzlich konnte mir die Personalstelle da auch wenig helfen. Deswegen ja auch mein "gefährliches" Halbwissen.
Solange man nur halbwissen hat, sollte man nicht darauf aufbauend Entscheidungen treffen.

ZitatLaut TVÖD Rechner hier bin ich tatsächlich unter der Grenze von 77.400€ aber vermutlich wird das LOB da mitgezählt.

Im Jahr 2025 hatte ich Einkünfte in Höhe von 74.758,22 € und lag da auch schon über der Grenze für 2025.

Es ist für mich ein großes Rätsel.  ::)
Ich wüsste immer noch nicht, warum man prozentual durch die Überschreitung der Grenze mehr für seine KV zahlen sollte.

SonneMondundSterne123

Zitat von: MoinMoin in 29.04.2026 06:39Es hat sich also die BBG, die Lohnsteuerberechnung, deine Freibeträge, der KV Beitrag nicht geändert....?Solange man nur halbwissen hat, sollte man nicht darauf aufbauend Entscheidungen treffen.
Ich wüsste immer noch nicht, warum man prozentual durch die Überschreitung der Grenze mehr für seine KV zahlen sollte.


Es hat sich nichts geändert, außer, dass ich seit dem 01.01.2026 freiwillig gesetzlich versichert bin.

Wegen Halbwissen, ja auch hier meine Frage, vielleicht hatte jemand ein ähnliches Problem und kann weiter helfen :) Nur Fragenden kann geholfen werden.


Meines Wissensstandes nach, hängt bei einer freiwilligen Versicherung der Beitrag, ab ÜBerschreitung der Versicherungspflichtgrenze vom Einkommen ab. Ergo je mehr ich verdiene, desto höher der Beitrag.

Durch die nächsten Tarifverhandlungen wird sich sicher auch noch etwas verändern, aber nach meinem Gedankengang würde ich mind. 1-2 Jahre von einem Leasingrad profitieren, vor allem auch, weil ich mein Auto weniger nutzen muss und sich da auch nochmal Einsparungen beim Tanken ergeben.

ohne Jobrad: gleiches Netto, weil freiwillige Krankenversicherung sich erhöht aufgrund von Überschreitung der Versicherungspflichtgrenze (weniger Geld ohne Gegenleistung/Mehrwert)

mit Jobrad: vermutlich gleiches Netto, weil dann wieder Pflichtversichert weil Jahresbrutto unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (weniger Geld aber dafür ein Rad und Einsparungen für Benzin)

Ich will nur nichts übersehen, deswegen meine Frage.

SonneMondundSterne123

Zitat von: MoinMoin in 28.04.2026 09:15Erstaunt mich. Sicher das diese Erhöhung deiner Ausgaben was mit der freiwillig gesetzliche Versicherung zu tun hat und nicht an anderen Dingen liegt?

Ich wüsste nicht, dass man andere Beiträge als freiwillig gesetzliche Versicherter zahlen muss, als die nicht freiwillig gesetzlich Versicherten. Zumindest war es bei mir damals so. Die Prozentzahl die ich an die GKV zahlen musste ist gleich geblieben.
Nur der "Freibetrag" den hatte mein AG falsch eingetragen, so dass ich zunächst mehr Steuern zahlen musste, was aber mit der Steuererklärung ausgeglichen wurde.
Also ich glaube du bist da auf nem falschen Dampfer.



Was meinst du mit Freibetrag?

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 28.04.2026 10:43https://www.welt.de/politik/deutschland/article69e0ecba62672238fee07ca8/krankenkasse-beitragsbemessungsgrenze-ab-2027-personen-mit-hoeheren-einkommen-sollen-solidarischen-beitrag-leisten.html

3.600 Euro jährlich einmalig dazu!
Zu der ohnehin stattfindenden Steigerung.

Also nicht eine Erhöhung um 3.600 Euro nächstes Jahr, sondern 3.600 Euro + X
Zuletzt waren das ja auch durch die "normalen Erhöhungen" 3.600 Euro (5.512,50 auf 5.812,50).

Könnte also monatlich 600 Euro steigen [7.200 Euro im Jahr] (vielleicht zum 1.1.2027 "normal" ja nur 250 Euro, dann wären es 550 Euro). Die Lohnerhöhungen sind zuletzt ja wieder "etwas geringer ausgefallen"

gehen wir mal von 6.400 Euro aus
=> 17,8 % => 8,9 % = 569,60 Euro + AG 569,60 = 1.139,20 Euro im Monat.

Zahlt irgendjemand als Privatpatient eine solch horrende Summe?


Zumal das irgendwie wenig damit zu tun hat, die Arbeitgeber zu entlasten.... für die wird es dann auch wieder deutlich teurer, gutes Signal in Zeiten, in denen viele Betriebe in Insolvenz sind oder ihre Produktion ins Ausland verlagern


MoinMoin

Zitat von: SonneMondundSterne123 in 29.04.2026 08:42Meines Wissensstandes nach, hängt bei einer freiwilligen Versicherung der Beitrag, ab ÜBerschreitung der Versicherungspflichtgrenze vom Einkommen ab. Ergo je mehr ich verdiene, desto höher der Beitrag.
Und das ist wenn du drunter bist nicht so? Der KV Beitrag in der GKV ist doch immer Einkommensabhängig!!
Und irgendwann hast du die Grenze erreicht, bei der der Beitrag nicht mehr steigt.

ZitatDurch die nächsten Tarifverhandlungen wird sich sicher auch noch etwas verändern, aber nach meinem Gedankengang würde ich mind. 1-2 Jahre von einem Leasingrad profitieren, vor allem auch, weil ich mein Auto weniger nutzen muss und sich da auch nochmal Einsparungen beim Tanken ergeben.

ohne Jobrad: gleiches Netto, weil freiwillige Krankenversicherung sich erhöht aufgrund von Überschreitung der Versicherungspflichtgrenze (weniger Geld ohne Gegenleistung/Mehrwert)

mit Jobrad: vermutlich gleiches Netto, weil dann wieder Pflichtversichert weil Jahresbrutto unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (weniger Geld aber dafür ein Rad und Einsparungen für Benzin)

Ich will nur nichts übersehen, deswegen meine Frage.
und ich bleibe beide der Aussage, dass du nicht wegen der Überschreitung der KV Grenze prozentual mehr KV Beitrag bezahlst.
und es an was anderem liegt, dass du weniger Netto hast. Wie zB falsche Eintrag bei der Personalabteilung bei deiner KV Beiträgen.

Und deine Jobrad idee um drunter zu kommen und Geld zu generieren nicht aufgeht.

SonneMondundSterne123

Zitat von: MoinMoin in 29.04.2026 08:49Und das ist wenn du drunter bist nicht so? Der KV Beitrag in der GKV ist doch immer Einkommensabhängig!!
Und irgendwann hast du die Grenze erreicht, bei der der Beitrag nicht mehr steigt.
und ich bleibe beide der Aussage, dass du nicht wegen der Überschreitung der KV Grenze prozentual mehr KV Beitrag bezahlst.
und es an was anderem liegt, dass du weniger Netto hast. Wie zB falsche Eintrag bei der Personalabteilung bei deiner KV Beiträgen.

Und deine Jobrad idee um drunter zu kommen und Geld zu generieren nicht aufgeht.


Hier ist es ganz gut erklärt und ich glaube ich habe den "Fehler" gefunden.

https://www.aok.de/pk/krankenkassenbeitraege/freiwillige-krankenversicherung/

Ja, der Beitrag ist immer Einkommensabhängig. Aber im Jahr 2026 wurde die Beitragsbemessungsgrenze nach oben verschoben. Das bedeutet für mich, dass ich dadurch mehr zahle als vorher und nicht aufgrund der freiwillig gesetzlichen Versicherung.

BBM 2025: 66.150€
BBM 2026: 69.750€

Das dürfte es erklären...was die Personalabteilung wo falsch einträgt hinterfrage ich nicht, da ich mir dies ja vermutlich eh im Rahmen der Steuererklärung wiederholen kann? Wie gesagt, die Dame ist auch nicht so fit auf dem Gebiet.

KlammeKassen

Zitat von: SonneMondundSterne123 in 29.04.2026 08:58Hier ist es ganz gut erklärt und ich glaube ich habe den "Fehler" gefunden.

https://www.aok.de/pk/krankenkassenbeitraege/freiwillige-krankenversicherung/

Ja, der Beitrag ist immer Einkommensabhängig. Aber im Jahr 2026 wurde die Beitragsbemessungsgrenze nach oben verschoben. Das bedeutet für mich, dass ich dadurch mehr zahle als vorher und nicht aufgrund der freiwillig gesetzlichen Versicherung.

BBM 2025: 66.150€
BBM 2026: 69.750€

Das dürfte es erklären...was die Personalabteilung wo falsch einträgt hinterfrage ich nicht, da ich mir dies ja vermutlich eh im Rahmen der Steuererklärung wiederholen kann? Wie gesagt, die Dame ist auch nicht so fit auf dem Gebiet.

Wiederholen?
Du kannst mehr absetzen durch eine höhere Zahlung an Krankenkasse

Johann

Nächstes Jahr darfst du dann noch ein bisschen solidarischer sein, weil der Bund dir die Beitragsbemessungsgrenze erhöht statt die jährlich 12.000.000.000€ versicherungsfremder Leistungen für Grundsicherungsempfangende aus dem Bundeshaushalt statt aus dem Erwerbseinkommen von Angestellten zu zahlen.

Vermögende Rentner mit hohen sonstigen Einnahmen aus Kapitalerträgen und Vermietung und Verpachtung freuen sich auch sehr darüber, dass bei dir noch mehr Krankenkassenbeiträge eingezogen werden. Das sorgt immerhin dafür, dass sie weiterhin schön günstig krankenversichert bleiben können.

BAT

Wieder ein Prozent mehr für die Blauen. Wann merken sie es endlich?

ohjeee

Zitat von: KlammeKassen in 29.04.2026 08:463.600 Euro jährlich einmalig dazu!
Zu der ohnehin stattfindenden Steigerung.

Also nicht eine Erhöhung um 3.600 Euro nächstes Jahr, sondern 3.600 Euro + X
Zuletzt waren das ja auch durch die "normalen Erhöhungen" 3.600 Euro (5.512,50 auf 5.812,50).

Könnte also monatlich 600 Euro steigen [7.200 Euro im Jahr] (vielleicht zum 1.1.2027 "normal" ja nur 250 Euro, dann wären es 550 Euro). Die Lohnerhöhungen sind zuletzt ja wieder "etwas geringer ausgefallen"

gehen wir mal von 6.400 Euro aus
=> 17,8 % => 8,9 % = 569,60 Euro + AG 569,60 = 1.139,20 Euro im Monat.

Zahlt irgendjemand als Privatpatient eine solch horrende Summe?

Da du ja fröhlich den AG-Anteil mit rein rechnest:
Ja, die meisten PKV-Versicherten zahlen ähnlich hohe Beiträge, sowohl netto, als auch brutto inkl. Beihilfe. Wer sich freiwillig Privat versichert, oder als Selbständiger, zahlt das ohne Selbstbehaltsklausel locker auch. Ohne dass jemand aus der Familie mitversichert wäre.
Wo siehst du jetzt den großen Skandal?

MoinMoin

Zitat von: SonneMondundSterne123 in 29.04.2026 08:58Hier ist es ganz gut erklärt und ich glaube ich habe den "Fehler" gefunden.

https://www.aok.de/pk/krankenkassenbeitraege/freiwillige-krankenversicherung/

Ja, der Beitrag ist immer Einkommensabhängig. Aber im Jahr 2026 wurde die Beitragsbemessungsgrenze nach oben verschoben. Das bedeutet für mich, dass ich dadurch mehr zahle als vorher und nicht aufgrund der freiwillig gesetzlichen Versicherung.

BBM 2025: 66.150€
BBM 2026: 69.750€

Das dürfte es erklären...was die Personalabteilung wo falsch einträgt hinterfrage ich nicht, da ich mir dies ja vermutlich eh im Rahmen der Steuererklärung wiederholen kann? Wie gesagt, die Dame ist auch nicht so fit auf dem Gebiet.
Eben wie ich oben erwähnte BBG hat sich geändert.
Schön das du jetzt auf der richtigen Spur bist.
Damit istja wohl die Jobrad Idee Geschichte.

KlammeKassen

Zitat von: ohjeee in 29.04.2026 16:56Da du ja fröhlich den AG-Anteil mit rein rechnest:
Ja, die meisten PKV-Versicherten zahlen ähnlich hohe Beiträge, sowohl netto, als auch brutto inkl. Beihilfe. Wer sich freiwillig Privat versichert, oder als Selbständiger, zahlt das ohne Selbstbehaltsklausel locker auch. Ohne dass jemand aus der Familie mitversichert wäre.
Wo siehst du jetzt den großen Skandal?

Dass man nichts dafür bekommt?

Vielleicht im Zuge der Diskussion auch mitbekommen (ging bei der Senkung der Psychotherapeutenhonorare schon los), dass viele Ärzte jetzt schon ankündigen, künftig weniger gesetzlich Versicherte behandeln zu wollen aufgrund geänderter Honorare (Deckelung etc.).

Das ist eine Zwei-Klassen-Medizin und wenn man schon das gleiche zahlt, ist das ein "Skandal", wie du so schön sagst.

Insbesondere wenn man zwischen BBG und JAE liegt - schön blechen, aber nicht wechseln können. Bzw. bis man als Angestellter das Einkommen erreicht, ist man alt und es wird auch teuer.

Meine verbeamteten Kollegen zahlen alle zwischen 300 und 400 Euro.... mag vielleicht nicht repräsentativ sein, ist aber so. Und sagen selbst, dass es irgendwie ja schon unfair ist, dass sie schön fix Termine bekommen und auch bei Ärzten aufgenommen werden, die keine GKV Patienten mehr aufnehmen; aber sie diese Vorzüge natürlich nutzen.


und der "Skandal" ist auch, dass Gesetzlich Versicherte alleine für die Bürgergeldempfänger zahlen müssen. Wenn die PKV ebenfalls ihren Anteil dafür leisten müsste, müsste sie schon früher oder später deutlich teurer werden.
Und jetzt komm nicht mit Klingbeils 250 Mio. Euro, das ist ein Witz bei 12 Mrd. Euro.
Dafür wird ja ohnehin alles schon teurer wie Zuzahlung.


Abschaffung eines Zwei-Klassen-Systems sollte unter dem Punkt der "Fairness" definitiv durchdacht werden, insbesondere da es nicht um eine Lappalie geht, sondern um Gesundheit.

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 29.04.2026 15:33Wieder ein Prozent mehr für die Blauen. Wann merken sie es endlich?

Man könnte die Bürgergeldempfänger ja einfach mal ein paar Jahre in die PKV stecken....
würde die GKVler mal entlasten und mal ein Nachteil für die PKV sein.
Ausgleichende Gerechtigkeit nach so vielen Jahren, wo der Zuschuss vom Staat nicht annähernd kostendeckend ist und das nach wie vor zum großen Teil nur die gesetzlich Versicherten zahlen.

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 07:00Vielleicht im Zuge der Diskussion auch mitbekommen (ging bei der Senkung der Psychotherapeutenhonorare schon los), dass viele Ärzte jetzt schon ankündigen, künftig weniger gesetzlich Versicherte behandeln zu wollen aufgrund geänderter Honorare (Deckelung etc.).
interessant: Die Ärzte bekommen Geld für die Versorgung und lehnen es dann ab das für das schon erhaltenen Geld zu arbeiten.
Ärzte die so was sagen, sollte einfach aus dem sicheren Hafen KÄV austreten und nur noch PV machen, kein Arzt wird gezwungen da mitzumachen.
ZitatAbschaffung eines Zwei-Klassen-Systems sollte unter dem Punkt der "Fairness" definitiv durchdacht werden, insbesondere da es nicht um eine Lappalie geht, sondern um Gesundheit.
Abschaffung ist natürlich nicht so einfach. Es ausdünnen (Grenzen hoch Beamte in die GKV) ist da einfacher.
Oder aber umgekehrt:
Es jedem erlauben in die erste Klasse zu wechseln, dann dürfte sich wenigstens keiner mehr beschweren.

Aleksandra

Zitat von: KlammeKassen in 29.04.2026 08:46gehen wir mal von 6.400 Euro aus
=> 17,8 % => 8,9 % = 569,60 Euro + AG 569,60 = 1.139,20 Euro im Monat.
ja, das passt. Über 1.100 EUR pro Monat zahlt man für die GKV.
Der Staat zahlt für sämtliche Transferempfänger (Hartz4, Asyl, etc) übrigens nur um die 130 EUR pro Monat ein. Also knapp ein Zehntel. Wobei er das jetzt großzügigerweise auf etwas über 200 EUR erhöhen will.
Aber so viel zahlen, wie es tatsächlich kostet? Also das gibt der Haushalt leider nicht her.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 1,96%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,2% - Verdi 3,00%
2026: Inflation 2,2% - Verdi 3,99%