Senkung Brutto-Jahreseinkommen durch Jobrad

Begonnen von SonneMondundSterne123, 28.04.2026 07:43

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Ramirez

Zitat von: Rentenonkel in Gestern um 06:52Das Problem bei den sogenannten Versicherungsfremden Leistungen ist zunächst einmal die Definition derselben.

Während einige Leistungen insbesondere für Frauen als Kernaufgaben der Gesundheitsversorgung verstanden werden, sind es für andere Versicherungsfremde Leistungen.

...


Mit verlaub, das ist Blödsinn. Was versicherungsfremde Leistungen sind ist nicht undefiniert. Es sind Leistungen ohne eigene Einzahlungen, die Aufgrund politischer Vorgaben von der Versicherung mit abgewickelt werden. Das Sie dazu auch noch Leistungen für Frauen ins Spiel bringen, zeigt, das Sie es gleich doppelt nicht verstanden haben oder verstehen wollen.

Zitat von: Rentenonkel in Gestern um 07:08Zum Thema warum:

Frauen werden nach dem AfD Parteiprogramm primär als Hüterinnen von Heim und Familie gesehen. Die Partei kritisiert häufig eine angebliche Benachteiligung des traditionellen Hausfrauen- und Familienmodells.

Diese Ideologie macht Frauen ökonomisch abhängig, ...

Typischer Fehler. Die Entscheidungsfreiheit etwas tun zu können, das rot/grün/schwarz immer weiter verunmöglichen, macht nicht abhängig. Dieses "Ich weiß besser als du, was du zu tun hast" und das fördere ich dann und anderes mache ich unmöglich ist eine Unverschämtheit.

Rentenonkel

Zitat von: Ramirez in Gestern um 15:37Mit verlaub, das ist Blödsinn. Was versicherungsfremde Leistungen sind ist nicht undefiniert. Es sind Leistungen ohne eigene Einzahlungen, die Aufgrund politischer Vorgaben von der Versicherung mit abgewickelt werden. Das Sie dazu auch noch Leistungen für Frauen ins Spiel bringen, zeigt, das Sie es gleich doppelt nicht verstanden haben oder verstehen wollen.

Das ist eine mögliche Definition. In einer anderen Definition sind versicherungsfremde Leistungen Ausgaben der Sozialversicherung, die gesamtgesellschaftlichen oder politischen Zielen dienen.

Zitat von: Ramirez in Gestern um 15:37Typischer Fehler. Die Entscheidungsfreiheit etwas tun zu können, das rot/grün/schwarz immer weiter verunmöglichen, macht nicht abhängig. Dieses "Ich weiß besser als du, was du zu tun hast" und das fördere ich dann und anderes mache ich unmöglich ist eine Unverschämtheit.

Da hast du mich falsch verstanden. Die Frauenrechtsbewegung versucht durch gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Prozess, sich aus Abhängigkeiten und traditionellen Rollenbildern zu befreien. Ziel ist die vollständige Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen wie Wirtschaft, Politik und Familie.

Die Streichung oder Kürzung der versicherungsfremden Leistungen, die zu einem nicht unerheblichen Teil der Care Arbeit oder der Frauengesundheit dienen, so wie das AfD Programm es propagiert, dürfte, so denke ich, dazu dienen, die Abhängigkeiten wieder zu festigen und traditionelle Rollenbilder wieder zu manifestieren.

Genau das ist ja das Gegenteil von dem, was die Frauenrechtsbewegungen der letzten Jahrzehnte beabsichtigt hatten und erkämpft haben. Mit den von Dir als rot/grün/schwarz genannten Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen wird ein bestimmter, alternativer Lebensstil nicht vorgeschrieben sondern möglich. Das ist Teil eine freiheitlich demokratischen Weltordnung, dass man nicht nur als Mann sondern auch als Frau die Freiheit hat, sich für das eine oder andere zu entscheiden. Die Einschränkung, einen anderen Lebensstil durch Abhängigkeiten und ökonomischen Druck zumindest zu erschweren, schränkt Freiheiten ein.

Ob das gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selbst bewerten. Das hat nichts damit zu tun, dass ich irgendwem vorschreiben will oder kann, wie er oder sie zu leben hat. Ich fände es für meine Töchter jedoch gut, wenn sie selbst entscheiden können, ob sie heiraten und oder Kinder bekommen oder eben nicht oder ob sie aufgrund von ökonomischen oder gesellschaftlichen Druck in eine Rolle gezwungen werden.

Es ging bei dem von mir genannten lediglich um die Frage, warum die AfD wohl die Abschaffung dieser Leistungen propagiert.

Da sich dieser Thread jedoch zunehmend von dem eigentlichen Thema weg bewegt, denke ich, diese Diskussion ist hier fehl am Platz.

KlammeKassen

Zitat von: Rentenonkel in 03.06.2026 15:59Neben den Beiträgen, die der Bund für die Bürgergeldempfänger zahlt, bekommt die gKV einen Zuschuss für die sogenannten versicherungsfremden Leistungen. Dieser Zuschuss liegt derzeit bei knapp 15 Mrd. EUR pro Jahr. Derzeit werden die Kosten der versicherungsfremden Leistungen auf etwa 19 MRD EUR geschätzt, davon sind etwa 14,5 MRD EUR für die Bürgergeldempfänger.

Wenn nunmehr der Bund jetzt 14,5 MRD mehr für Bürgergeldempfänger als Beitrag bezahlen soll, wäre es doch nicht sachgerecht, wenn bei einem Defizit der Krankenkassen von dann nur noch 4 bis 5 MRD EUR der Steuerzahler weiterhin knapp 15 MRD EUR an Bundeszuschuss bezahlen soll.

Daher darf man nicht nur auf der einen Seite sehen, was unmittelbar an Beiträgen fließt, sondern muss den Bundeszuschuss auch in den Blick nehmen. Wenn man das tut, kommt man zwar immer noch zu dem Ergebnis, dass beides zusammen nicht kostendeckend ist; die Lücke ist allerdings deutlich kleiner, als wenn man den Bundeszuschuss ausblendet.
Ändert aber nichts daran, dass die Privatversicherten bei der verbleibenden Lücke fein raus sind.
Inwiefern soll das fair sein?

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 03.06.2026 16:07Das die PKVler als Rentner idR (prozentual und nominal) mehr als die GKVler in ihre KV System einzahlen ist dir aber auch klar.
Dafür zahlen sie im Berufsleben oftmals weniger.... und angeblich legen die PKV doch mittlerweile immer Gelder weg, damit das nicht so heftig wird?!

KlammeKassen

Zitat von: BAT in 03.06.2026 17:15Wenn ich mich recht erinnere hat wir alles Sozialhilfeempfänger - bin mir nicht sicher ob über BSGH oder HartzIV - immer bei der AOK versichert. Ist das heute noch so?
Kann dir keine explizite Antwort geben, aber direkt nach dem Studium war ich auch 2 Monate HartzIVler (zum Glück nicht länger). Da bin ich einfach in meiner Krankenkasse, die ich als selbstzahlender Student hatte, geblieben (und das war nicht die AOK). Einen Hinweis, dass ich wechseln muss, gab es nicht.

Ich denke mal, dass es daher nicht mehr so sein wird, sonst würde sich ja auch nur die AOK beschweren

KlammeKassen

Zitat von: Faunus in 04.06.2026 10:46Stichwort: Sozialdarwinismus

1.  =>  familiärer Schwächen wie "Alleinerziehende, kinderreiche Familien, sozial "schwache" Familien, etc. => verhindern die Weiterentwicklung der Gesellschaft = auszumerzen.
2. => Frauen zurück an den Herd und in die reine Mutterrolle, weil traditionelle Rollenbilder als "naturgegeben" oder als "biologisch notwendig" für das Überleben und die Weiterentwicklung der Gesellschaft betrachtet werden - aber bitte nur "Gesunde, die es aus eigener Kraft schaffen"..



Meinst du das normale "ausmerzen" oder "ausMERZen" (auf Bundeskanzlerbezug beziehend)?  :D

KlammeKassen

Zitat von: Rentenonkel in Gestern um 07:08Zum Thema warum:

Frauen werden nach dem AfD Parteiprogramm primär als Hüterinnen von Heim und Familie gesehen. Die Partei kritisiert häufig eine angebliche Benachteiligung des traditionellen Hausfrauen- und Familienmodells.

Diese Ideologie macht Frauen ökonomisch abhängig, da sie auf das Einkommen des in der Regel männlichen Ernährers angewiesen sind und bei Trennungen (oder im Alter) stark von Armut bedroht sind. Auch ohne Trennung hat diese ökonomische Unwucht Vorteile für den Mann: Wer das Haupteinkommen erzielt, trifft oft auch die wesentlichen finanziellen Entscheidungen im Haushalt.

Habe mir das Programm nie durchgelesen, aber dann müsste Weidel ja direkt abgesägt werden, wenn die Partei gewinnt/regiert? Die gehört dann ja hinter den Herd. Mal abgesehen davon, dass sie auch noch die "falsche" Sexualität hat...

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 10:44Oje, damals wurde aber genöhlt, dass diese Sozialhilfeempfänger wie Privatversicherte betrachtet wurden.
Und das ist es doch was ich oben schon eingebracht habe: Diese Personengruppe in eine PKV schicken, ihnen 100% Beihilfe zu bewilligen (so war es im Prinzip früher) oder eine gesondert KV machen, die eben mit der Einzahlung klar kommen muss.
Dann wären die GKVen komplett entlastet und der Staat muss die Kosten schultern.

Dann werden die GKVler als nächstes darauf schauen, dass man eben nicht mehr Familienversichert ist, weil dies in diesem Sinne eine versicherungsfremde Leistung ist, die nur die GKVler tragen müssen.


Klingt auf jeden Fall nach einem fairen Deal.

Wenn die BGler erstmal raus sind, sind ja aber ein paar Geringeinzahler schonmal raus, so dass die Finanzen erstmal etwas besser wären.