Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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MoinMoin

Zitat von: Faunus in Heute um 20:01Deine Gattin erhält mehr zurück, als sie tatsächlich aufwenden muss.
Jipp, vor dem DTicket war es schon so und mit dem DTicket war die Diff Alter Preis Neuer Preis Stumpf mal Netto mehr auf dem Konto.

Und ich bekomme auch mehr, da die ~1000 Pauschale mir angerechnet werden und ich keine 300 an Ausgaben habe 8)

Fettschwanzmaki

Zitat von: Faunus in Heute um 21:44Ich war für die Legalisierung, weil es teilweise ein echter Witz war, was an Insassen mit weniger als 30 g Marihuana in diversen JVAs in Bayern auf Steuerzahlerkosten einsaß! Das war zum Teil eine Lachnummer! Was damals im Englischen Garten Zivilpolizisten mit langen Haaren und ungewaschenen Jeans einen angebabbelt haben, ob man was zu verkaufen hätte... war ein echt armseliger Versuch eine 1/2 Generation an Jugend zu kriminalisieren, um seine Erfolgsstatistik im "Drogenmilieu" hochzutreiben.

Der Zusammenhang zwischen Wirkstoffgehalt und Psychosen, gerade bei Jugendlichen, bei denen die Hirnreifung noch nicht abgeschlossen ist, ist mir - natürlich (^^)  - bekannt und ich sehe das mehr als kritisch (Jugendschutz, Prävention).

Angststörungen, Psychosen, Apathie/Motivationsverlust/Antriebsschwäche/Schulabsentismus, Störung und/oder Schädigung der Gedächnisleistung, Konzentrationsschwierigkeiten u. a. können gerade bei jungen Konsumenten auftreten und treten auch verstärkt auf. Die jüngere Studienlage ist da recht eindeutig und da gibt es nichts, aber auch garnichts, zu bagatellisieren oder zu beschönigen.

Das hat aber nichts mit der Legalisierung als solches zu tun - den Stoff kann man sich weiterhin zu jeder Zeit mit jedem Alter auf dem "Schwarzmarkt" besorgen. Im Gegenteil, ein kontrollierter Anbau mit gemäßigten Sorten (was den THC-Gehalt angeht), könnte diese Phänomene vielleicht wieder verringern.

Letztendlich liegt aber auch das wieder am "Markt". Höherer Wirkstoffgehalt = "besserer" Kick = höherer Preis/Gewinn = abhängige Dauerkonsumenten. Manche politoxische Konsumenten gehen sogar so weit, dass sie das mittlerweile mit einem Heroinrausch vergleichen (multipler Substanzgebrauch, hier wohl eher Missbrauch).

Ob das nun an beigefügten synthetischen Cannabinoiden liegt oder an anderen Substanzen, die da beigemengt werden, entzieht sich meiner Kenntnis - kann aber wohl teilweise vermutet werden. Das vormals praktisch nicht vorhandene Suchtpotential von Cannabis hat sich aufgrund dieser absurden Marktzüchtungen in der jüngeren Vergangenheit (ca. 10-15 Jahre) leider ins Gegenteil verkehrt.

Ich bin da pragmatisch: Verbot und Verfolgung haben über Jahrzehnte nichts gebracht, neuere Zahlen sehen sogar eine Verringerung der "Jungkonsumenten" (nach der Legalisierung!), dabei aber einen Anstieg bei erwachsenen Konsumenten (Entkriminalisierung).

Die bekommen ihren Alltag trotz Konsum aber nach wie vor "geschissen", fallen nicht auf, sind angepasst und gehen verantwortungsbewusst z. T. anspruchsvollen Tätigkeiten nach. So what?

Ich bin einfach der Ansicht, dass sich da die Zahlen sehr genau angeschaut werden müssen und die Risiken nicht kleingeredet werden dürfen. Aber ich bin auch zu der Einsicht gelangt, dass die bisherige "Drogenpolitik" gescheitert ist - was aber auch "logisch" ist, denn es liegt in der Natur der Sache (Rauschverlangen, Eskapismus, Hedonismus am WE usw.).

Der Kokainkonsum nimmt z. Bsp. europaweit zu (Untersuchung von Abwasserproben), es kommen nahezu täglich neue synthetische "Wirkstoffgruppen" dazu, diese Flut werden wir ohne totale Überwachung nicht eindämmen können.

Diesem Erkenntnisgewinn verschließt sich u. a. die CSU/CDU seit Jahren/Jahrzehnten, nicht wirksame Rezepte aus dem alten Jahrtausend, aber was will man von alten, weißen Männern - außer Rolle rückwärts - auch schon groß erwarten?