Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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highperformer

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 15:22Wenn Du mich fragst arbeiten die linken Parteien seit Jahren nur an einem. Die Grundbedürfnisse der Menschen teurer zu machen.

Momentan wird alles teurer, weil rechte und konservative Parteien immer neue Kriege anfangen. Aber das nur am Rande.

Zucker, Tabak und Alkohl sind jetzt nicht wirklich Grundbedürfnisse und auch die CO2-Abgabe wird spannend zu begründen, da ja für vieles CO2-arme Alternativen existieren oder es preislich nur bei exzessivem Übertreiben relevant wird. Und wenn endlich das Klimageld kommen sollte, welches eigentlich die -- Überraschung: eher linke -- Ampelregierung umsetzen wollte, wird's auch gerecht.

Warnstreik

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 15:22Seit 2011 hat sich bei Gini auch im Einkommensbereich nicht so wahnsinnig viel getan. 2011: 29, 2024: 29,5.
Deine Argumentationskette ist widersprüchlich. Erst schreibst Du ,,Gini auf Vermögen bleibt zwar annährend gleich" und dann ,,während einige immer reicher werden".

Da habe ich mich offenbar missverständlich ausgedrückt: Noch ist alles ok weil der Standard bisher bezahlbar wird. In naher Zukunft wird sich das absehbar ändern: Rente ist noch im Rahmen aber die GKV und die Pflegeversicherung wird ein Riesenproblem. Gleiches kann für das Elterngeld und ähnliche Themen gelten. Dass man diese Themen angehen muss ist denke ich mal jedem bewußt. Und es wird Einschnitte geben, auch das ist jedem bewußt. Die Akzeptanz hängt aber ziemlich stark daran, dass man sieht, dass alle Gruppen ihren Teil beitragen - Renter, Angestellte, Beamte und eben auch Unternehmer und Unternehmenserben. Bei dem was momentan auf dem Tableau liegt könnte die Lastenverteilung sehr ungleichmäig ausfallen und dann gibt es die Gefahr, dass die Menschen es nicht ohne weiteres hinnehmen.

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 15:22Zu den grundlegenden Bedürfnissen: Wer definiert die eigentlich? Wenn Du mich fragst arbeiten die linken Parteien seit Jahren nur an einem. Die Grundbedürfnisse der Menschen teurer zu machen. Zuckersteuer, Tabaksteuer, Alkoholsteuer, CO2 Steuer, Plastiksteuer usw. Ich erkenne da keine große Besorgnis um die Grundbedürfnisse. Die wird nur aus dem Hut gezogen, wenn es darum geht weitere Einkommensquellen zu erschließen. Natürlich sind das Lenkungssteuern, die der Staat zu meinem Schutz erhebt, während er mich gleichzeitig den Gefahren durch eine Cannabislegalisierung aussetzt. 😊

Du erkennst doch selbst, dass das Lenkungssteuern sind. Ich rede auch nicht von davon sondern von den relevanten Dingen wie Rente und Gesundheitsversorgung. Alkohol und Rauchen ist immernoch billig und für die CO2-Steuer liegt der Rückzahlungsmechanismus ja eigentlich als Gesetzesvorhaben vor. Hier hoffe ist, dass man das noch hinkriegt.

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 15:22Was anderes ist das menschenwürdige Existenzminimum, aber darüber wacht ja das BVerfG. Dem Grundsicherungsempfänger geht es ja nicht schlechter, nur weil Familie Quandt im Verhältnis noch viel reicher ist.

Es geht nicht darum, was das BVerfG dem Grundsicherungsempfänger zugesteht - es geht darum was sich für das Gros der Bevölkerung verschlechtert weil "wir sparen müssen" (dabei ist es egal ob man weniger Leistung bekommt oder mehr dafür zahlen muss) UND gleichzeitig andere nicht halbwegs beteiligt werden. Das ist auch nichts was man in der Theorie diskutiert sondern das ist mal echte Politik: Nehme ich die Menschen mit und schaffe Akzeptanz oder wenden sich noch mehr irgendwelchen extremen Rattenfängern (von Rechts wie Links) zu. Dass es dem Land dann nicht besser gehen wird, da sind wir uns wohl großteils einig.

Hugo Stieglitz

Zitat von: highperformer in Heute um 15:39Zucker, Tabak und Alkohl sind jetzt nicht wirklich Grundbedürfnisse und auch die CO2-Abgabe wird spannend zu begründen, da ja für vieles CO2-arme Alternativen existieren oder es preislich nur bei exzessivem Übertreiben relevant wird. Und wenn endlich das Klimageld kommen sollte, welches eigentlich die -- Überraschung: eher linke -- Ampelregierung umsetzen wollte, wird's auch gerecht.
Na dann ist doch alles tutti. Es gibt CO2-arme Alternativen und das Klimageld regelt den Rest, damit bestätigst Du ja meine Ansicht, dass es keine Änderungen an der Vermögensverteilung braucht, um die grundlegenden Bedürfnisse der einfachen Menschen sicher zu stellen, wie Warnstreik das behauptet hat. 😊

ZitatDu erkennst doch selbst, dass das Lenkungssteuern sind. Ich rede auch nicht von davon sondern von den relevanten Dingen wie Rente und Gesundheitsversorgung. Alkohol und Rauchen ist immernoch billig und für die CO2-Steuer liegt der Rückzahlungsmechanismus ja eigentlich als Gesetzesvorhaben vor. Hier hoffe ist, dass man das noch hinkriegt.
Ob Alkohol billig oder teuer ist entscheidest ja nicht Du. Das ist ja genau der Punkt. Der Staat ist nicht mein Daddy, der mir das Taschengeld kürzt, wenn ich zu viel Limo trinke oder mir eine rauche.
Diese Lenkungssteuern treffen statistisch gesehen genau den armen Arbeiter am härtesten, für den Du angeblich die Erbschaftssteuer erhöhen willst. Aber warum sollte der Pöbel überhaupt mehr Geld haben? Er gibt es ja eh nur für Unsinn aus: Urlaub, Grillfleisch, Auto, Bier und Chips. Natürlich nicht wir, die intellektuelle Großstadt-Boheme, die abfällig auf diese Klientel herabsieht. Einerseits braucht der kleine Mann die harte Hand der Lenkungssteuern und dann die Liebe des Staates durch mehr Umverteilung.

Rowhin

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 16:36Ob Alkohol billig oder teuer ist entscheidest ja nicht Du. Das ist ja genau der Punkt. Der Staat ist nicht mein Daddy, der mir das Taschengeld kürzt, wenn ich zu viel Limo trinke oder mir eine rauche.


Auf die Ebene des Einzelnen vereinfacht würde ich dir da fast recht geben. Was geht es den Staat an, wenn man ungesund leben möchte? Erstmal nichts. Aber selbst mal Dinge wie Passivrauchen, Gewalt durch Alkoholkonsum etc mal ausgeklammert: auf der Ebene der Gesamtgesellschaft hat der Staat - oder eben die Bevölkerung - durchaus ein Interesse, diese Dinge zu lenken. Denn wenn man dadurch dauerhaft Alkoholkranke, Lungenkrebspatienten, etc reduzieren kann, verringert das den Druck auf das Gesundheitssystem, finanziell wie organisatorisch. Behandlungskosten auf der einen Seite, ausbleibende Steuereinnahmen auf der zweiten.

Die Alternative (bzw eine Alternative, wir wollen mal nicht Absolute bemühen) wäre zu sagen, gut, wessen Krankheit sich als selbstverschuldet beweisen lässt, der muss alleine selbst zahlen, und sobald er das nicht mehr kann, gibt's halt auch keine Behandlung mehr. In der Absoluten würde ich einer solchen Gesellschaft nicht angehören wollen, aber auch da gibt es andere Ansichten.

Das ist im Endeffekt dieselbe, oder zumindest eine ähnliche Diskussion wie oben. Steuern sind Raub, aber die öffentliche Infrastruktur die daraus finanziert wird, will man schon nutzen. Im Endeffekt liegt es an der Gesellschaft bzw. an den Wählenden, auszutarieren, wieviel der Staat (mit-)entscheiden soll, und was dem Einzelnen überlassen werden soll. Mit einigen unveränderbaren oder nur sehr schwer veränderbaren Grundpfeilern, die uns hier das Grundgesetz vorgibt.

PiratJack1991

Zitat von: Petar T. in Heute um 14:42Oh Gott, es bleibt mir aber auch nichts erspart  ::)
Ich hatte, nicht gelogen, noch überlegt, ob ich eine Anmerkung mache, bevor hier jemand die Tatbestände zerlegt.
Dagegen entschieden hatte ich mich in der anscheinend irrigen Annahme, den eigentlichen Kern der bewusst überspitzten Aussage würde schon jeder erfassen.

Oder du hast es erfasst und willst einem Rechten, der nichts als Hass und Hetzte verbeitet, nur keinen Millimeter kampflos überlassen.

Vielleicht gingen da auch einfach die Pferde mit mir durch. Ich habe nächste Woche die Sachkundeprüfung nach §34a Gewo (Sicherheitsbranche), daher muss ich die Sachen natürlich kennen und drauf haben.

Deine Politische Gesinnung spielt für mich keine Rolle.
Liebe Grüße
PiratJack1991