Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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Finanzer

Zitat von: Petar T. in Heute um 10:26Durch welche Äußerungen Weidels oder welche Programmpunkten der AfD lässt sich die Behauptung stützen, dass sich mit steigendem Einkommen/Vermögen die Abgaben reduzieren sollen? Oder im Umkehrschluss: je geringer Einkommen und Vermögen sind, desto höher die Abgaben?

Das Steuerkonzept der AFD sieht eine Flattax vor und eine komplette Streichung des Soli und der Erb/Schenksteuer.
Das sind alles Maßnahmen, welche den oberem Drittel und dann ganz besonders den obersten 5% zugute kommen.

Petar T.

Das war nicht die Frage.

Die Aussage lautete "je-mehr-Geld-vorhanden-desto-weniger-an-die-Gemsinschaft-abgeben".
Ein Millionär gibt weniger an die Gemeinschaft ab als ein Mindestlohnempfänger.

Ergibt sich diese Schlussfolgerung aus dem Steuerkonzept? -

Petar T.

#707
Hier ein interessanter Bericht des NDR 2009, also vor der großen Fachkräftezuwanderung. Damals war es anscheinend noch zulässig, Probleme anzusprechen. Das hat sich mittlerweile geändert. Berichte findet man nur noch in den sog. alternativen Medien, was dann automatisch zu Hass und rechter Hetze wird.

"Einschüchterung in der Ghettoschule - Deutsche als Minderheit"

Interessant auch, welche Schlussfolgerungen gezogen werden. Einfach mehr Sozialarbeit und Lehrer mit Migrationshintergund, dann wird das schon. Wenig verwunderlich, 2009 regierte rot-rot.

Genau diese Zustände sind es, vor denen die Menschen Angst haben. Hier zeigt sich sehr deutlich, wie es um die Integrationsbereitschaft bestellt ist. Solange sich diese Gruppen in der Minderheit befinden, gibt es nur wenige Probleme. Das ändert sich jedoch schlagartig, wenn man in der Überzahl ist.

Die Menschen auf dem Land dürfen die AfD nicht wählen, weil es die Probleme dort noch nicht gibt? Also wartet doch erst einmal ab, bis ihr selbst betroffen seid? Das klingt überzeugend...


NelsonMuntz

Petar: Die rezente Fragestellung war doch eine bezüglich des Steuerkonzeptes der AfD. Bleib doch mal am Thema!

Finanzer hat Deine Frage in einem einzigen Satz beantwortet. Dass Du von vom progressiven Steuertarif und dessen Sinn in DE bisher offenbar keine Kenntnis hattest, ist dabei Dein ganz persönlicher Bildungsmangel.

Du willst keine Taube sein? Dann lenk nicht mit "Guck mal, die Asylanten sind doch böse" ab.

Petar T.

Er hat meine Frage nicht beantwortet.
Er hat lediglich ausgeführt, dass das Steuerkonzept Menschen mit hohen Einkommen Vorteile bietet, was jedoch unbestritten ist.

Das hat allerdings nichts mit der von mir aufgegriffenen Behauptung zu tun.

Die Aussage lautete "je-mehr-Geld-vorhanden-desto-weniger-an-die-Gemsinschaft-abgeben".

Ich lenke also nicht ab, sondern warte weiterhin auf eine Antwort, ob sich diese Schlussfolgerung aus dem AfD-Steuerkonzept ergibt. Ich nehme die Antwort vorweg: nein, diese Behauptung ist an den Haaren herbeigezogener Schwachsinn. Wer mehr verdient, wird weder absolut noch anteilig weniger Abgaben leisten müssen, als Menschen mit geringeren Einkommen.

Entweder übersteigt es deine Fähigkeiten, das zu erkennen oder du lenkst ab. Erneut hast du dich selbst entlarvt.



Faunus

Behauptung:
Zitat von: Faunus in Heute um 10:17Das ist ja, was ich nicht verstehe: die Rechtsextremen sind bei weitem radikaler drauf, was "je-mehr-Geld-vorhanden-desto-weniger-an-die-Gemsinschaft-abgeben"-Proklamation betrifft. Alice-im-Wunderland lebt ja nicht umsonst in der Schweiz!

Die rechtsextremistische AfD scheint insgesamt
a.) an einer Identitätskrise zu leiden (Hitler ist Kommunist - dann die AfD auch?)
oder
b.)doch nach Parteiprogranm/Extremistenaussagen wie Finanzer so schön zusammengefasst hat:

Zitat von: Finanzer in Heute um 10:30Das Steuerkonzept der AFD sieht eine Flattax vor und eine komplette Streichung des Soli und der Erb/Schenksteuer.
Das sind alles Maßnahmen, welche den oberem Drittel und dann ganz besonders den obersten 5% zugute kommen.

Dann wohl Wohngeld, Pflegegeld, Arbeitslosenstütze ade und Pensions-und Rentenkürzungen in den unteren Bereichen kürzen, weil der Mindestlohns wieder gestrichen wird. Die vollmundig verkündete "Seht-zu-wo-ihr-bleibt"-Politik der Rechtsextremisten.
Und da man ja putinhörig ist, darf man dann in der russischen Armee gegen Cash die Familie an der Chinesischen Mauer "unterstützen", weil nebenbei die Bundeswehr zu Tode gespart wurde um die Oberen 5 % zu pampern.

"Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger (bzw. Schlächter) selber" von 1874 von einem schweizer Stimmzettel - laut KI ;)


Apropos Schweiz:
Der Unterstützer der Rechtesextrenem AfD (oder doch linksextremen Partei? Ich bin jetzt richtig verwirrt ;))
Theo Müller ist nach dem er auf Steuerzahlerkosten seine Michfabrik in Sachsen eröffnet hat und die alte gegen sein Versprechen in Westen Deutschland dann doch geschlossen hat, dann in die Schweiz zu Alice-im-Wunderland-gezogen wegen der zu hohen Steuern in D - oder war es umgekehrt? 



NelsonMuntz

Petar, ich entlarve mich nicht, denn Du liest ja nur die Hälfte der Beiträge und antwortest nur selektiv.

Aber weil Du die simplifizierten Beispiele so magst: Als Millionär kannst Du Anlagegold ohne Umsatzsteuer erwerben und nach einer entsprechenden Haltedauer sind Verkaufsgewinne ebenfalls steuerfrei. Jeder Mindestlohnempfänger zahlt im diesem Vergleich also tatsächlich nominal und relativ mehr Steuern. Echt. Is so! 


Hugo Stieglitz

Zitat von: Faunus in Heute um 12:13Und da man ja putinhörig ist, darf man dann in der russischen Armee gegen Cash die Familie an der Chinesischen Mauer "unterstützen", weil nebenbei die Bundeswehr zu Tode gespart wurde um die Oberen 5 % zu pampern.
Zu Tode gespart wurde die Bundeswehr allerdings nicht von der AFD sondern von rot/grün, die beide noch das 2%-Ziel abgelehnt haben, als Putin die Krim besetzt hat. Ehre wem Ehre gebührt.

NelsonMuntz

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 12:45Zu Tode gespart wurde die Bundeswehr allerdings nicht von der AFD sondern von rot/grün, die beide noch das 2%-Ziel abgelehnt haben, als Putin die Krim besetzt hat. Ehre wem Ehre gebührt.


Die Annexion der Krim erfolgte im März 2014. Nur so am Rande.

Petar T.

Und wie du dich entlarvst.

Zuerst behauptest du wahrheitswidrig , ich hätte eine Antwort auf meine Frage erhalten.

Jetzt lieferst du ein vermeintliches Beispiel, das überhaupt nichts mit der Ursprungsfrage zu tun hat.

Es bedarf schon sehr viel Wohlwollen, hier einen halbwegs rationalen Gedankengang anzuerkennen. Zuerst verkennst du, dass für Millionäre und Mindestlohnempfänger identische steuerrechtliche Vorschriften für den Handel mit Anlagegold gelten. Rein steuerlich wird niemand bevorzugt. Darüber hinaus vergleichst du Äpfel mit Birnen. Zuletzt bleibt unerwähnt, dass der beschriebene Effekt schon durch die bestehenden steuerrechtlichen Regelungen eintritt und demnach überhaupt nichts mit den diskutierten Steuerplänen der AfD zu tun hat.




Warnstreik

Zitat von: Petar T. in Heute um 10:33Die Aussage lautete "je-mehr-Geld-vorhanden-desto-weniger-an-die-Gemsinschaft-abgeben".
Ein Millionär gibt weniger an die Gemeinschaft ab als ein Mindestlohnempfänger.

Ergibt sich diese Schlussfolgerung aus dem Steuerkonzept? -

Auf diesem Niveau, wirklich? Natürlich und IMMER werden Abgaben und Steuern prozentual eingeordnet. Dazu dann je nach Programm auf dem Stand jetzt in die Zukunft projeziert. Und ja, dort werden die oberen 10-15% provifitieren, die einkommenstärksten 5% sogar massiv. Da dieses Geld in unserem Land den unteren 60% zugute kommt, werden diese verlieren.

Kann man ja gut finden - aber hier ernsthaft absolute Zahlen zu verleichen ist Quatsch.


Du wolltest ein Beispiel für Parolen: Im Wahlkampf MV fordert die AfD Atomkraft. Auf die einfache Frage "Wo solls denn stehen das AKW und das Endlager?" kam dann nur Stocken. Man muss sie nur konfrontieren, da kommt wirklich wenig, und das nicht nur beim Thema Energie.

Hugo Stieglitz

Zitat von: NelsonMuntz in Heute um 12:52Die Annexion der Krim erfolgte im März 2014. Nur so am Rande.
Eben!

NelsonMuntz

Ach Petar, man kann ja über solche Dinge wie eine Flat-Tax in der Sache diskutieren. Wir erinnern uns vielleicht, dass es vor vielen Jahren unter Merkel auch schon mal eine solche Idee (Kirchhoff) gegeben hat, aber man muss(!) sich dann auch Gedanken über die Auswirkungen auf die gewachsenen und im Markt gebildeten Lohngefüge machen. Darauf gehst Du gar nicht ein, sondern Du verbleibst (wie die AfD) bei der Proklamation einer vorgeblichen Steuerfairness. Eine Gegenfinanzierung der Mindereinnahmen ist dabei gar nicht gegeben. Die Idee, Sozial- oder Asyl-"Schmarotzer" nicht weiter zu finanzieren, wird an verfassungsrechtlichen Grenzen scheitern. Aber gut: Verfassung ist ja unbeachtlich, wenn genug Demokratie das so will, nicht wahr? Im Endeffekt würde ein Flat-Tax höher ausfallen und damit Gering- und Normalverdiener be- und erst deutlich über dem Durchschnitt entlasten.

Diese Weitsicht fehlt Dir.

Aber gut, dass Du uns darauf aufmerksam gemacht hast, dass der NDR dereinst den Finger in die klaffende Migrationswunde gelegt hat. Gute Taube!

Petar T.

@Warnstreik
Auch du redest am Thema vorbei. Es ging nicht um die Frage, ob Reiche vom Steuerprogramm der AfD besonders profitieren. Das kann man gerne so darstellen, völlig in Ordnung, das habe ich an keiner Stelle bestritten.
Hier wurde jedoch im Zusammenhang mit den Steuerplänen der Partei folgendes geäußert:
"je-mehr-Geld-vorhanden-desto-weniger-an-die-Gemsinschaft-abgeben". Das ist schlicht und einfach falsch. Um nichts anderes ging es mir, auch wenn das anscheinend durch Nebelkerzen verschleiert werden soll.

Zur Kernkraft: Forderte die AfD im Wahlkampf explizit die Errichtung neuer Atomkraftwerke in MV oder ganz allgemein die Rückkehr zur Atomkraft, bspw. unter Reaktivierung stillgelegter Kraftwerke im Bundesgebiet?

Das soll jetzt wirklich kein Sealioning sein (ich liebe den Begriff, den ich bisher gar nicht kannte!), ich weiß es einfach nicht genau, da ich den Wahlkampf dort nicht im Detail beobachtet habe. Meine persönliche Einschätzung, ob es sich um eine stumpfe Parole handelt, würde ich davon abhängig machen.

Petar T.

Spontan finde ich nur allgemeine Forderungen nach Wiedereinstieg in die Kernenergie. Darüber hinaus wird eine Machbarkeitsstudie zu potenziellen Standorten in MV gefordert. Könnte man sich eigentlich auch sparen und stattdessen einfach die der DDR heranziehen. Bekanntlich gab es in Greifswald bis 1990 ein Atomkraftwerk zumindest auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes.

Sie wollen also eine Machbarkeitsstudie. Das ist dann schon etwas anderes, als zu behaupten, sie würden den Bau von Kraftwerken in MV fordern, oder?

Das ist häufig zu beobachten. Mit der Wahrheit und dem Wortlaut nimmt man es nicht so genau. Aus der Rückabwicklung irregulärer Migration wird Abschiebung aller Ausländer, aus Rüstungsgütern werden Kriegswaffen, aus steuerlichen Vorteilen für Besserverdienende wird sie zahlen weniger Abgaben als Geringverdiener.