Wünsche für die nächste Tarifrunde 2027?

Begonnen von LisaSimpsonÖD, 04.08.2026 11:34

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troubleshooting

Zitat von: Brutto Peter in 14.08.2026 02:02Kameraden,

diesmal gehen wir bei den TVöD-Tarifverhandlungen nicht nur an den Tisch, wir gehen auf die Straße. Schluss mit deutscher Schafruhe und ,,Wird schon irgendwie". Wer immer nur mitläuft, landet als Nutzvieh im Streichelzoo der Sparpolitik.
...

Und, wie willst du verhindern, dass verdi "verhandelt"? Ich mein, schau doch mal, was letztes Jahr beim TV-L gelaufen ist...

ElBarto

Zitat von: MoinMoin in 13.08.2026 16:38Deine Liste zeig doch, dass dem so ist.

Was die Tabelle nicht zeigt, ist aber, dass die wenigen Euro die nach Tarifanpassung - Inflation noch bleiben sehr oft direkt durch neue Kosten aufgefressen werden. Sei es hier eine Abgabe, da eine Steuer, hier eine Dienstleistung die man regelmäßig benötigt.

Zieht man dann noch das 1% für die Gewerkschaft ab....
Ich weiß ein Teufelskreis. Prozent sparen, Gewerkschaft schwach, Prozent nicht sparen, Gewerkschaft immer noch schwach und/oder schwach verhandelt.

MoinMoin

Zitat von: ElBarto in 14.08.2026 08:55Was die Tabelle nicht zeigt, ist aber, dass die wenigen Euro die nach Tarifanpassung - Inflation noch bleiben sehr oft direkt durch neue Kosten aufgefressen werden. Sei es hier eine Abgabe, da eine Steuer, hier eine Dienstleistung die man regelmäßig benötigt.
In der Inflation sind solche Ausgaben mit drin!
Korrekterweise muss natürlich jeder seine individuelle Inflation errechnen, um zu wissen, ob er persönlich eine Reallohnsteigerung hat.
Ich durfte auch schon mal eine Deflation erleben, weil meine Zinsausgaben fürs Haus extrem gesunken sind (ist halt ein Unterschied ob man 6% oder 0,9% Zinsen bezahlen muss).

MoinMoin



Hier sind die Abweichungen schön erkennbar, leider nur bis 2019

JahrhundertwerkTVÖD

Die ganzen Vergleiche zeigen doch letztendlich dass viel Aufwand betrieben wird um mehr oder weniger sich der Inflationsrate anzupassen.

Daher der ernstgemeinte Vorschlag: automatische Anpassung an die Inflationsrate, analog wie im Bundestag.

Keine Streiks, keine Verhandlungsrunden bei Lachshäppchen. Verdi hätte auch viel Zeit sich um andere wichtige Punkte im Tarifvertrag zu kümmern. Diese können losgelöst der Eingruppierung verhandelt werden.

Bastel

Zitat von: MoinMoin in 14.08.2026 09:26

Hier sind die Abweichungen schön erkennbar, leider nur bis 2019

Mich würde mal eine aktualisierte Grafik interessieren. Da fehlen halt jetzt schon 5 Jahre...

MoinMoin

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 14.08.2026 11:07Die ganzen Vergleiche zeigen doch letztendlich dass viel Aufwand betrieben wird um mehr oder weniger sich der Inflationsrate anzupassen.

Daher der ernstgemeinte Vorschlag: automatische Anpassung an die Inflationsrate, analog wie im Bundestag.
Dir ist klar, dass dann dein aktuelles Gehalt so einige Prozent niedriger wäre als aktuell, wenn man es so gemacht hätte?

Maggus

Zitat von: MoinMoin in 14.08.2026 12:23Dir ist klar, dass dann dein aktuelles Gehalt so einige Prozent niedriger wäre als aktuell, wenn man es so gemacht hätte?


Er hat ja nicht gesagt, dass er dann nicht mehr über die Ergebnisse schimpfen wird.

MoinMoin

Zitat von: Maggus in 14.08.2026 12:42Er hat ja nicht gesagt, dass er dann nicht mehr über die Ergebnisse schimpfen wird.
Ach ja, und was man natürlich auch noch braucht ist halt bisserl mehr als nur Inflationsausgleich wg. kalte Progression, damit gesichert ist, dass das Netto so stark steigt wie die Inflation.

BVerfGBeliever

Zitat von: MoinMoin in 13.08.2026 10:52Die Mehrzahl der Tarifverhandlungen war mit Reallohngewinn, nur die letzten waren leider mit Verlusten.
Jein (deutliche Tendenz zu Nein).
1.) Die Preise sind zwischen 1992 und 2025 von 100 auf 187,5, also um 87,5% gestiegen (erst zwischen 1992 und 2015 von 68,8 auf 100 - siehe hier, anschließend zwischen 2015 und 2025 von 94,5 auf 121,9 - siehe hier).
2.) Die A15-Besoldung ist zwischen 1992 und 2025 von 100 auf 189,9, also um 89,9% gestiegen (von ,,spitzen" 99.147,84 DM im Jahr 1992 auf ,,spitze" 96.274,35 EUR im Jahr 2025).
3.) Die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste sind von 100 auf 227,3, also um 127,3% gestiegen (von 44,0 auf 100, siehe hier).

Ergebnis
1.) Die reale, also inflationsbereinigte, A15-Bruttobesoldung war im Jahr 2025 gerade einmal 1,3% höher als im Jahr 1992. Es gab also nahezu keinen Kaufkraftgewinn während der 33 (!) Jahre.
2.) Die realen durchschnittlichen Bruttolöhne waren hingegen im Jahr 2025 um rund 21,2% höher als im Jahr 1992. Es gab also einen durchaus spürbaren Kaufkraftgewinn seit damals.


P.S. Hier nochmals grafisch seit 1970 (bis 2020 ohne Spitzausrechnung). Man sieht gut, dass es immer wieder Phasen gab (z.B. zwischen 1980 und 1984, zwischen 2003 und 2007, zwischen 2020 und 2023), in denen die A15-Besoldung real gefallen ist..


MoinMoin

Ich würde mal sagen, falsches Forum.
Wo bitte in den schönen Auflistungen von dir sind die Tariferhöhungen zu finden?

BVerfGBeliever

Zitat von: MoinMoin in 14.08.2026 14:00Wo bitte in den schönen Auflistungen von dir sind die Tariferhöhungen zu finden?
Die Grafik dürfte mit dem realen E15-Tariflohn statt der realen A15-Besoldung (deren Zahlen ich gerade zur Hand hatte) vermutlich recht ähnlich aussehen. Denn die Besoldungserhöhungen erfolgten bekanntlich (leider!) in den letzten Jahrzehnten sehr häufig in Anlehnung an eure Tariferhöhungen.

Aber damit ist ja zum Glück hoffentlich bald Schluss. Denn wie berichtet soll ja beispielsweise in Brandenburg die Besoldung "künftig an die Entwicklung des Nominallohnindex gekoppelt werden", siehe hier. Ich hoffe, dass sich die anderen Besoldungsgesetzgeber daran ein Beispiel nehmen werden..

MoinMoin

Zitat von: BVerfGBeliever in 14.08.2026 15:39Die Grafik dürfte mit dem realen E15-Tariflohn statt der realen A15-Besoldung (deren Zahlen ich gerade zur Hand hatte) vermutlich recht ähnlich aussehen. Denn die Besoldungserhöhungen erfolgten bekanntlich (leider!) in den letzten Jahrzehnten sehr häufig in Anlehnung an eure Tariferhöhungen.

Wie gesagt, schöne Zusammenstellung, die man bei einer anderen Fragestellung unter Umständen als Vergleich heranziehen kann, aber Thema verfehlt.

Die Fragestellung war: Wie oft haben wir durch dem Tarifabschluss einen (für diese Periode gesehen) Reallohn plus oder Minus verhandelt. Betonung liegt auf verhandelt.
Die Frage war nicht wie war der Verlauf - ab einem "beliebigen" Ausgangspunkt - der Lohnentwicklung im Vergleich zur Inflation.
Man kann 9 mal ein Plus aushandeln und einmal ein Minus und hat dann trotzdem Real weniger als vor der ersten Verhandlung.
Trotzdem hat man 9 von 10 positive Abschlüsse verhandelt.

Insofern interessanter Beitrag, aber Thema verfehlt!

KlammeKassen

Zitat von: burnoutWerner in 12.08.2026 11:26Das ist der Stand von 2024. Wir sind nun 2026 und die KI übernimmt in der Privatwirtschaft ganze Mitarbeiter.
Man kann sich das so vorstellen: Man gibt der KI-Software einen kompletten Zugriff auf den Rechner/Daten/Server, erklärt ihm wie in der Regel gearbeitet wird, was die Ziele sind. Testet/trainiert die KI 1-2 Wochen, manchmal 1 Monat - je nach komplexität und fertig hat man den neuen Kollegen, der auch außerhalb der Arbeitszeit noch automatisiert Mails beantwortet, Arbeiten durchführt oder zumindest alles schonmal vorbereitet.

Ich gehe stark davon aus, dass die meisten hier garkeine Ahnung haben, was die KI aktuell schon kann.
Aber ja, die Argumentation dass die KI Fehler macht haben sie uns eingebrannt, auf den Sachbearbeiter im öD ist jedoch verlass.

mit wie viel Prozent rechnest du denn, Werner?
Oder meinst du, dass dein Job zum 1.4.2027 sowieso von KI übernommen wurde  :P ?

KlammeKassen

Zitat von: JahrhundertwerkTVÖD in 12.08.2026 16:15Apropos Tarifverhandlungen und immer wieder das gleiche Prozedere:
3 Treffen, ohne konkrete Angebote und Gespräche, aber mit Lachshäppchen :-)
Warnstreiks dazwischen
Erneutes Treffen
Verhandeln bis mitten in die Nacht.
Ergebnisverkündung: bestes Ergebnis aller Zeiten

Dieser Prozess lässt sich mittels KI optimieren.
Ich empfehle EMMA- Intelligente Automatisierung für Geschäftsprozesse.
Ich zitiere "Mit EMMA unterstützen wir Unternehmen dabei, wiederkehrende und zeitintensive Prozesse nachhaltig zu automatisieren. Die Software übernimmt strukturierte Abläufe zuverlässig im Hintergrund – regelbasiert, skalierbar und sicher.
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Das hört sich doch gut an, oder?

 :D  :D  :D  :D  :D  :D  :D

Ist nur schlecht für den Lachshäppchenlieferanten und das Kongresshotel in Potsdam.
Ansonsten alles top