amtsangemessene Alimentation in Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 08.09.2026 17:32

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Robertbob

Zitat von: Rallyementation in Gestern um 16:26Trommelwirbel zur Spannngssteigerung:


Monats-Brutto: 3252.28 € 3252.28 €  3314.84 € 3329.12 €

und in 2029 sollte das Grundgehalt um mindestens 0,55% steigen, damit die 15%-Kürzung ohne Einbußen fortgesetzt werden kann.

alle Angaben ohne Gewähr

Trommelwirbelspannung Ende!?

       


Einfach ein paar Zahlen ohne Erklärung hinter ein ander zu  hängen,  ist für mich u verständlich.

Rallyementation

Zitat von: Robertbob in Gestern um 17:08Einfach ein paar Zahlen ohne Erklärung hinter ein ander zu  hängen,  ist für mich u verständlich.

2026, 2027 I, 2027 II, 2028

Rallyementation

Zitat von: MrKillefitz91 in Gestern um 16:51...
Bis wir jungen Beamten in Pension gehen, liegt die Altersgrenze wahrscheinlich ohnehin bei 70 Jahren.
...

Sommer Highlight 2026:
Das RKI gibt die Zahl der Hitzetoten an - die Arbeitgeber Lobby hält zeitgleich dagegen, und behauptet pressewirksam, dass in ein paar Jahren das Lebensalter auf durchschnittlich über 95 Jahre steigt.
Das RKI gibt zu sich verrechnet zu haben und steigert die Zahl der Hitzetoten deutlich nach oben. Arbeitgeber Lobby ärgert sich sein Argument vorzeitig abgenutzt zu haben.

Robertbob

Was ich durchaus für nachvollziehbar halte, ist, daß man Personen (Beamte tariflich Beschäftigte usw.) länger Arbeiten lassen wird, wenn sie nicht so stark körperlich beansprucht werden.

A8ReichtSchon

Ich kann mich auch noch erinnern wie ich vor einigen Jahren (2021) A6 Besoldung Stufe 1 mit unter 2.000€ netto abgespeist wurde abzgl. der PKV. Ich musste vorher einen Eid ableisten - dann nach der Ausbildung hatte ich Probleme in Münster eine Wohnungen finanzieren zu können. Man soll also das Grundgesetz & die Verfassung wahren und verteidigen - einige Monate später macht man sich dann Gedanken ob man nun Toastbrot oder Toastbrot mit Ketchup essen kann, toll.  :o

Gut, inzwischen wurden Stufe 1 & 2 gestrichen. Die 1,68% sind im mD ca. 35-45€ netto. Nun können sich die Beamten endlich das 3 lagige Klopapier leisten - wow, danke Herr Wüst.   

Und das mit übelsten Taschenspielertricks wieder bei der Berechnung der aA. Ich empfinde übelste Verachtung für diese Regierung. Umso mehr freue ich mich über die aktuellen Wahlumfragen in NRW.

Robertbob

Zitat von: A8ReichtSchon in Gestern um 18:40Ich kann mich auch noch erinnern wie ich vor einigen Jahren (2021) A6 Besoldung Stufe 1 mit unter 2.000€ netto abgespeist wurde abzgl. der PKV. Ich musste vorher einen Eid ableisten - dann nach der Ausbildung hatte ich Probleme in Münster eine Wohnungen finanzieren zu können. Man soll also das Grundgesetz & die Verfassung wahren und verteidigen - einige Monate später macht man sich dann Gedanken ob man nun Toastbrot oder Toastbrot mit Ketchup essen kann, toll.  :o

Gut, inzwischen wurden Stufe 1 & 2 gestrichen. Die 1,68% sind im mD ca. 35-45€ netto. Nun können sich die Beamten endlich das 3 lagige Klopapier leisten - wow, danke Herr Wüst.   

Und das mit übelsten Taschenspielertricks wieder bei der Berechnung der aA. Ich empfinde übelste Verachtung für diese Regierung. Umso mehr freue ich mich über die aktuellen Wahlumfragen in NRW.
Du hast aber nur ein Problem, bei den meisten Usern hier, aber auch bei den Verantwortlichen in der Landesregierung bist du unsichtbar. Hier und dort geht es erst ab A12 los.

WikingerBrot

Zitat von: Robertbob in Gestern um 19:46Du hast aber nur ein Problem, bei den meisten Usern hier, aber auch bei den Verantwortlichen in der Landesregierung bist du unsichtbar. Hier und dort geht es erst ab A12 los.

Die sollten eigentlich am wenigsten weinen was die aA betrifft.

Max_Muster

Weiß jemand von euch, was mit dem Abschmelzungsbetrag passiert, wenn für Kinder nach 2027 kein Familienzuschlag mehr gezahlt wird. Läuft er dennoch normal aus?

DJ79

Zitat von: MrKillefitz91 in Gestern um 16:51Ich lese hier schon eine ganze Weile fleißig mit, aber angesichts der aktuellen Entwicklungen muss ich mich jetzt einfach mal einklinken.

Wie kann es bitte sein, dass es immer noch Stimmen gibt, die diesen neuen Kabinettsentwurf zur Neuausrichtung des Besoldungsrechts auch nur ansatzweise als Gewinn bezeichnen oder gutheißen?

Das können eigentlich nur bezahlte Claqueure sein oder Leute, die von der Realität an der Basis schlichtweg überhaupt nicht betroffen sind.
Dieser Entwurf ist an Respektlosigkeit gegenüber der gesamten Beamtenschaft und insbesondere dem mittleren Dienst, kaum noch zu überbieten.
Krank wie man hier in NRW mit Beamten umgeht und sie pausenlos verarscht!!!

Das Bundesverfassungsgericht gibt uns in ständiger Rechtsprechung (zuletzt im September 2025) glasklare Vorgaben für eine verfassungskonforme Alimentation auf den Weg.
Was macht die Landesregierung NRW? Sie betreibt rein rechnerische Kosmetik, um die Besoldungsausgaben um jeden Preis zu deckeln.
Da wird uns eine strukturelle Erhöhung der Grundbesoldung um ,,satte" 1,68 % als großer Wurf verkauft, lächerlich und lachhaft.
Das gesamte Konstrukt ist eine reine Mogelpackung, eine absolute Nullnummer, sowas gehört bestraft.

Für mich übertrifft es jegliches Verständnis, dass so ein verfassungsrechtlich hochgradig zweifelhaftes Konstrukt überhaupt den Weg in den Landtag finden darf, ich bin maximal enttäuscht von meinem Dienstherr und fühle mich komplett vernachlässigt und im Stich gelassen.
Es fühlt sich wie ein Faustschlag ins Gesicht, kombiniert mit einem Tritt in den Allerwertesten an.
Dafür schiebt man auf den Dienststellen Woche für Woche etliche Überstunden und hält unter personeller Auszehrung den Laden am Laufen.

Besonders als kinderloser Single-Beamter wird man im aktuellen Beamtensystem völlig abgehängt.

Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass der Beamtenstatus, besonders in NRW, sich finanziell überhaupt nur noch lohnt, wenn man eine Großfamilie gründet.

Schaut man sich mal die nackte Realität im beispielweise mittleren Dienst (mD) im Vergleich zu den Tarifbeschäftigten an:

Ein Beamter startet mit 25 Jahren in der A6, obwohl die Stelle eigentlich nach A9 bewertet ist.
Er darf dann 5 bis 10 Jahre bangen, hoffen und Beförderungsrunden abwarten, um überhaupt das Endamt seiner Stelle zu erreichen.
Der Angestellte hingegen? Gleiche Tätigkeit, aber er wird vom ersten Tag an nach der vorgesehenen Entgeltgruppe bezahlt, also z.B. sofort E9a.
Da fällt die jahrelange Wartezeit auf dem Papier einfach weg.

Die Erfahrungsstufen: Bis zur Endstufe (Stufe 11) braucht der Beamte in NRW geschlagene 24 Jahre.
Der Angestellte erreicht seine Endstufe (Stufe 6) bereits nach 15 Jahren, das sind 9 Jahre weniger!

Die Arbeitszeit & Extras: Wir Beamten buckeln standardmäßig eine 41-Stunden-Woche, während die Tarifbeschäftigten bei 39 Stunden liegen.
Eine echte jährliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld) gibt es für uns im klassischen Sinne auch nicht mehr, beim Angestellten ist sie fester Tarifbestandteil und fällt ziemlich hoch aus.

Während beim Angestellten das Brutto-Netto-Prinzip greift, frisst die PKV beim Beamten das Netto direkt wieder auf.
Machen wir die Rechnung nach 7 Jahren Berufserfahrung auf (Beispiel mD):

Angestellter (E9a, Stufe 4): ca. 2.960€ Netto.
Bei einer 39-Stunden-Woche (ca. 169,57 Stunden im Monat) ergibt das einen Netto-Stundenlohn von ~17,46€.

Beamter (wenn es gut läuft A8, Stufe 6): ca. 3.154€ Grundgehalt Netto.
Davon ziehen wir aber direkt rund 400€ für den PKV-Beitrag ab. Bleiben real 2.754€ Netto.
Bei unserer 41-Stunden-Woche (ca. 178,27 Stunden im Monat) macht das einen Netto-Stundenlohn von gerade einmal ~15,44 €.
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen....
Das sind rund satte 200€ netto weniger in der Tasche bei gleichzeitig zwei Stunden Mehrarbeit pro Woche, viel zu heftig und dann heulen die Angestellten noch, die Beamten seien überall bevorzugt, ein Witz ist das!

Das hat mit dem vorgegebenen ,,Abstandsgebot" zum Tarifbereich rein gar nichts mehr zu tun.
Die gesamten vermeintlichen ,,Privilegien" des Beamtentums werden krampfhaft auf Kinderzuschläge und die spätere Pension verlagert.
Aber was ist mit den Kolleginnen und Kollegen, die kinderlos bleiben wollen oder müssen?

Bis wir jungen Beamten in Pension gehen, liegt die Altersgrenze wahrscheinlich ohnehin bei 70 Jahren.
Wenn ich den Netto-Vorteil des Angestellten über die Jahrzehnte hinweg solide am Kapitalmarkt anlege, kann ich mit 55 in den privaten Ruhestand gehen und brauche das staatliche Pensionsversprechen gar nicht mehr.

Die unteren Besoldungsgruppen bis A9 werden finanziell derart kurzgehalten und unteralimentiert, dass man bei den heutigen Lebenshaltungskosten im urbanen Raum fast schon um die gesellschaftliche Teilhabe bangen muss.

Ich bin mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem ich ernsthaft darüber nachdenke, die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis zu beantragen, eine interne Weiterbildung zu machen und eine E9c im Tarifbereich anzustreben.

Damit würde ich sofort mit mehreren hundert Euro netto mehr nach Hause gehen als mit meiner aktuellen beamtenrechtlichen Perspektive.

Wer jetzt noch behauptet, Beamte in NRW würden angemessen alimentiert, ignoriert schlichtweg die Realität.

41 Stunden Pflichtarbeitszeit, keine Sonderzahlung und eine PKV, die das Gehalt auffrisst, dass wird von der Öffentlichkeit und der Politik komplett totgeschwiegen und scheint auch kaum wen zu interessieren, nicht einmal die betroffenen selbst....

Da die anstehenden linearen Anpassungen die reale Inflation der letzten Jahre nicht im Ansatz ausgleichen, blicke ich extrem frustriert in die Zukunft.
So wird der öffentliche Dienst noch deutlich mehr Personal verlieren.

Freunde in der privaten Marktwirtschaft bekommen bei gleicher Qualität und Bildung der Tätigkeit 3000-3500 Netto und haben dazu noch 4/5 Tagen Homeoffice und eine 35 Std. Woche.

Vielleicht begreift man in den Ministerien erst, was man hier anrichtet, wenn der Laden endgültig kollabiert.

Für dieses Geld tut sich den Beamtenstatus im mittleren Dienst freiwillig doch niemand mehr an, es sei denn, man steigt direkt in der A11 ein oder plant eine vierköpfige Kinderschar.

Ich bin mehr als nur bedient und das was hier durchgesetzt wird ist absolute Verasche und Betrug, da braucht man auch nicht mit hinter dem Berg halten....

Jetzt kann man wieder 5-10 Jahre auf eine Antwort aus Karlsruhe warten, damit auch dann wieder NICHTS passiert oder noch mehr gekürzt wird, ein Traum dieses System.

Genau so!