Tarifverhandlung TV-L ab 09/2021 - Vorschläge/Wünsche

Begonnen von Franch, 21.10.2020 11:51

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Novus

Zitat von: Highwaystar in 17.06.2021 21:24
Zitat von: teclis22 in 17.06.2021 19:35
Hmm ob die Gewerkschaften jetzt wohl schon an ihrer Verkaufsstrategie des ERgebnisses arbeiten ? SPrich sich jetzt schon überlegen wie es als Erfolg verkauft werden kann?

Vermutlich werden da schon einige Beispiel REchnungen vorbereitet anhand derer dann eine besonders hohe Prozent-ERhöhung verkauft werden kann ^^

Bestimmt. Drei Jahre Laufzeit mit je 1,4 % Steigerung unterhalb E9 (darüber Nullrunde) wird dann stolz als "plus 4,2%" verkauft...

Also wenn diese Rechenfähigkeiten beispielhaft für die Angestellten im TV-L sind haben sie auch nicht mehr verdient :)

Also ich glaube daran:
1,4% Januar 2022
1,9% ab September 2022
300€ Coronabonus im März 2023

das wars!

Bastel

Zitat von: Der Kanzler in 17.06.2021 20:57
Könnte die Jahressonderzahlung gekürzt werden?

Vielleicht wird Sie auch wieder eingefroren. Oder nur für <EG8 erhöht. Der Rest hat ja genug ::)

Lothar57

Blicken wir doch mal zurück.
Anfang 2019 forderten die Gewerkschaften 6 Prozent Erhöhung bei einer Laufzeit von einem Jahr. Herausgekommen sind nur 3,2 Prozent innerhalb der geforderten Laufzeit. Also nur rund die Hälfte des Geforderten.
Stolz verkündet wurden aber von beiden Seiten insgesamt 8 Prozent. Ein Taschenspielertrick: Der neue Vertrag hatte eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren, mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

WasDennNun

Zitat von: Lothar57 in 18.06.2021 07:35mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?

Wdd3

Zitat von: Lothar57 in 18.06.2021 07:35
Blicken wir doch mal zurück.
Anfang 2019 forderten die Gewerkschaften 6 Prozent Erhöhung bei einer Laufzeit von einem Jahr. Herausgekommen sind nur 3,2 Prozent innerhalb der geforderten Laufzeit. Also nur rund die Hälfte des Geforderten.
Stolz verkündet wurden aber von beiden Seiten insgesamt 8 Prozent. Ein Taschenspielertrick: Der neue Vertrag hatte eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren, mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.

Das wird doch schon lange so verkauft. Das ist doch schon vor der Verkündung der Forderungen vorhersehbar.

Lothar57

Zitat von: WasDennNun in 18.06.2021 08:31
Zitat von: Lothar57 in 18.06.2021 07:35mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?

???? Die Erhöhung im ersten Jahr lag knapp über der Inflationsrate. Die weiteren Erhöhungen in den Folgejahren deckten aber gerade mal den Kaufkraftverlust durch die Inflation ab.
Ceterum censeo paralleltabellum esse einzufuehrendam.

WasDennNun

Zitat von: Lothar57 in 18.06.2021 09:07
Zitat von: WasDennNun in 18.06.2021 08:31
Zitat von: Lothar57 in 18.06.2021 07:35mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?

???? Die Erhöhung im ersten Jahr lag knapp über der Inflationsrate. Die weiteren Erhöhungen in den Folgejahren deckten aber gerade mal den Kaufkraftverlust durch die Inflation ab.
Entgelterhöhung 2019: +3,01% mindestens 100 €  vs 1,4% InfRate
Entgelterhöhung 2020: +3,12% mindestens 90 €  vs 0,4% InfRate

Oder welche Inflationsrate meinst du denn? (und ja mir ist bewusst, dass man die InfRate sehr kritisch sehen kann und sie viele Mängel hat)

Novus

Zitat von: Lothar57 in 18.06.2021 09:07
Zitat von: WasDennNun in 18.06.2021 08:31
Zitat von: Lothar57 in 18.06.2021 07:35mit zwei weiteren schrittweisen Erhöhungen pro Jahr im Bereich der Inflationsrate.
Also doppelt so hoch wie die InfRate ist "nur" im Bereich der InfRate?

???? Die Erhöhung im ersten Jahr lag knapp über der Inflationsrate. Die weiteren Erhöhungen in den Folgejahren deckten aber gerade mal den Kaufkraftverlust durch die Inflation ab.

Nein  - wie gesagt: wenn alle im TV-L dergleichen rechnen gibts ein verdientes Minus von 15%!
Einen realen Kaufkraftverlust gab es nicht und wenn ein zuvor um 3% erhöhtes Entgelt ein Jahr später um weitere 3% erhöht wird  dann sind das nicht 6% Erhöhung ...

TonyBox

schöne wünsche...

die Regel zeigt, dass sich die Länder am Bund orientieren und meist immer 0,5% weniger im Ergebnis haben.

Prognose:

2021 = Nullrunde
2022 = 0,8-1,2%
2023 = 0,8-1,0%

Für die Corona Zeit gibt es mit glück einen feuchten Händedruck...

Inflationsausgleich ist den Dienstherren ein Fremdwort.

bgler

Zitat von: TonyBox in 18.06.2021 11:30

Inflationsausgleich ist den Dienstherren ein Fremdwort.

Pssst.. sag nicht Dienstherren, sonst gibt´s von Spid wieder was an die Ohren ;)

Tagelöhner

Dann übernehme ich das mal: Der Terminus "Dienstherr" ist Beamtengedöns und aus diesem Grund hier schlichtweg unbeachtlich... 8)
Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Amtsdenker

Bei den Ingenieuren und Informatikern muss dringend was passieren! Daher bei den Entgeltgruppen E11-13: +8% und volles 13. Gehalt. Außerdem deutliche Aufstockung bei der Stufe 6. Bei den übrigen Gruppen sehe ich diese Erfordernis wenig. Im Vergleich zu freien Wirtschaft sind diese bereits recht ordentlich bezahlt. Ingenieure und Informatiker dagegen nicht. Sonst werden sich viele Ämter, Dienststellen, Planungsabteilungen künftig massiv schwer tun wirklich gutes Personal zu bekommen und zu halten. Bei uns ist wieder ein sehr bewährter Ingenieur abgewandert in Richtung Verbeamtung.

Spid

Wenn man bestimmte Berufsgruppen bevorteilen möchte, für die es ohnehin einen eigenen Abschnitt in der EGO gibt, warum dann die für alle geltenden Entgelttabellen ändern, statt der entsprechenden Passi in der EGO?

Hinz

Zitat von: Spid in 19.06.2021 19:12
Wenn man bestimmte Berufsgruppen bevorteilen möchte, für die es ohnehin einen eigenen Abschnitt in der EGO gibt, warum dann die für alle geltenden Entgelttabellen ändern, statt der entsprechenden Passi in der EGO?

Die Gießkanne mal lieber stehen lassen und dafür präzise eingreifen.

Hebesätze einführen. Gekoppelt an der Region und dem durchschnittlichen Einkommen der Berufsgruppe in der Region.

So könnte auch der Ingenieur in München profitieren. Und der AG hat eben nur in der Region höhere Lohnkosten. Dafür aber ist er Wettbewerbsfähiger auf dem Arbeitsmarkt.

Spid

Die lokale Kaufkraftindizierung der Entgelttabelle ist keine neue Idee und wurde bereits wiederholt - u.a. von mir - vorgeschlagen. Es gibt weder beim Gemüseputzer noch beim Ingenieur einen Grund, in Bad Muskau und München gleiche Entgelte zu zahlen.