Runter mit der elendingen Arbeitszeit! Umfrage der KOMBA und DBB

Begonnen von annak, 18.04.2024 13:06

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Faunus

Zitat von: NelsonMuntz in 15.05.2024 15:38

Es ist ja auch gar nicht schlimm, wenn Menschen durchaus saturiert durchs Leben schreiten. Nur wenn versucht wird, diese Wenigerleistung zum Standard zu machen, dann habe ich halt schon Bedenken.

Ich schaffe meine 40h und ich tue dies gerne - und versuche, diesen Leistungsgedanken auch weiterzuvermitteln.

Da habe ich Dich tatsächlich falsch verstanden und wir sind auf einer Linie  :)

Ich bin z.B. auch auf 85 % gegangen, weil ich es geht.
Wenn ich nur mich betrachte, dann wäre ich sofort für eine AZV, aber da ich über den Tellerrand sehe,  denke ich, dass uns der "Überfluß" den Kopf verkleistert hat und dass Deutschland/Europa sich wirtschaftl. völlig ins Aus schießen wird mit so einer Aktion. Ich war schon bei den Franzosen über die massiven Proteste zur Erhöhung des des Alters von 62 auf 64 Jahre zum Renteneintritt etwas verwundert.


MoinMoin

Zitat von: BAT in 15.05.2024 12:06
Zitat von: NelsonMuntz in 15.05.2024 11:49

Nein, ich übertreibe nicht, weil Du bei Veränderungen in der AZ keinen Raum mehr für Flexibilität siehst, sondern im Gegenteil all die TZ ab 32h wieder einsammeln möchtest, um damit wieder den "Einheitsgrad" zu erhöhen.


Nein, du übertreibst maßlos. Jemand fordert die 35 Stunden- Woche und ist deswegen totalitär? Du machst so ein Fass auf wegen einer ganz normalen Forderung im Arbeitnehmerbereich?

Was hast du davon? Ich bin ein ganz kleines Puzzelteil, viele fordern die Beibehaltung, mehr Geld oder eine Mischung aus allen, auch mit Flexizeiten und dann kommt irgendwann eine Forderung, Verhandlungen, etc...
Das Totalitäre daran ist, das diese Menschen mit Realohnverlusten dann umgehen müssen.
Denn die 35 h wird es eben nicht mit gehörigen Abschlägen bei der Tariferhöhung geben.
Wenn man jedoch Lohnerhöhung fordert, dann hat jeder die Wahlmöglichkeit 35 dafür zu nehmen.

MoinMoin

Zitat von: BAT in 15.05.2024 12:09
Zitat von: KlammeKassen in 15.05.2024 11:54

Von mir aus auch wie jetzt bei anderen Tarifen: Wahlmodell: 35 h als "Normalfall" , aber es dürfen 39 h BEZAHLT(!!! Nicht Freizeitausgleich) gearbeitet werden ohne Diskussion darum führen zu müssen.
Dann kann ich damit leben, aber nicht Reduzierung zu Lasten von Gehaltserhöhungen

Woher kommt dieser Fetisch mit 39 stunden? Warum nicht 41, 44 oder 46? Ich verstehe diese Forderungen nicht, wenn man mehr Geld will, setzt man sich evtl. auch für mehr als 40 Stunden als Regelfall für alle ein...
Vielleicht deswegen die 39, weil es der aktuelle Status ist.
Und man dem AG nicht aufdrücken will, das er vom AN gewünschte Mehrarbeit bezahlen soll, obwohl nicht mehr Arbeit für den AN da ist?

thebiba

Zitat von: NelsonMuntz in 05.05.2024 19:20
Zitat von: thebiba in 05.05.2024 19:01

Man müsste dem Steuerzahler nur näher bringen, dass ein geschlossener Tag ein Tag mit weniger Verlust ist.
Was das entlassen der Kassenhilfe bringen soll erschließt sich mir nicht wirklich.

Die komplette Schließung des Bades (inklusive Entlassung der Kassenkraft, Badtechniker und der Schwimmmeister) entlastet noch mehr.

... und das gibt: Freizeit, Freizeit, Freizeit! Herrlich ;)

Dann kann ich mich ja freuen, das ich noch angestellt bin.
Schon blöd, wenn man nicht mal die richtigen Berufsbezeichnungen nennen kann.  ;)

BAT

Zitat von: MoinMoin in 15.05.2024 17:02
]Das Totalitäre daran ist, das diese Menschen mit Realohnverlusten dann umgehen müssen.
Denn die 35 h wird es eben nicht mit gehörigen Abschlägen bei der Tariferhöhung geben.
Wenn man jedoch Lohnerhöhung fordert, dann hat jeder die Wahlmöglichkeit 35 dafür zu nehmen.

Welche Forderungen darf man denn deiner Meinung nach stellen? Ist es totalitär eine Erhöhung auf 41 zu fordern, nicht mehr totalitär eine Forderung nach 37? Wo siehst du die Grenze?

NelsonMuntz

Zitat von: thebiba in 15.05.2024 19:17

Dann kann ich mich ja freuen, das ich noch angestellt bin.
Schon blöd, wenn man nicht mal die richtigen Berufsbezeichnungen nennen kann.  ;)

Ja, das darfst Du.

Und entschuldige bitte, dass ich Deine korrekte Berufsbezeichnung nicht nennen konnte - Ich hoffe, ich habe Dich nicht gekränkt. Nun sprich, wie darf man Dich in deinem Bad korrekt benennen?

Aber mal ne andere Frage: Wie wäre es für Dich mit Teilzeit? das wär doch cool, oder?

KlammeKassen

#411
Zitat von: BAT in 15.05.2024 14:54
Bekommst du das volle Gehalt, bist also in Stufe 6?

Ich?
Nein leider noch lange nicht :D.

Gearbeitet nach Abi --> studiert (Uni, nicht bei der Kommune) --> im öD gelandet
hab noch ein paar Jahre bis Stufe 6; bin aber auch noch in meinen 30ern, also auch noch lange bis zur Rente

in Stufe 6 wäre mir Gehalt vielleicht auch nicht soooo wichtig, das ist der Punkt, den ich ansprach, mit den unterschiedlichen Lebensphasen. Aber bei Gehalssteigerung kann ja jeder seine Stunden reduzieren und ich würde vielleicht auch noch etwas im öD bleiben, wenn es angemessene Erhöhungen gibt (die Arbeit in meiner Abteilung gefällt mir sehr, aber ganz unwesentlich ist Geld halt auch nicht).
Gleitzeit ist schon ganz gut, daher 39 h nicht so schlimm. War früher in Bereichen (also PW) mit starren Arbeitszeiten... abkotz...


NelsonMuntz

Zitat von: KlammeKassen in 15.05.2024 20:45
Zitat von: BAT in 15.05.2024 14:54
Bekommst du das volle Gehalt, bist also in Stufe 6?

Ich?
Nein leider noch lange nicht :D.

Gearbeitet nach Abi --> studiert (Uni, nicht bei der Kommune) --> im öD gelandet
hab noch ein paar Jahre bis Stufe 6; bin aber auch noch in meinen 30ern, also auch noch lange bis zur Rente

So als Ausblick: Mit gut 50, 2 Jugendlichen im Haus und einer EG12/6 gibt's trotzdem keinen Grund, Entgelterhöhung gegen Freizeit einzutauschen ;)

MoinMoin

Zitat von: BAT in 15.05.2024 19:22
Zitat von: MoinMoin in 15.05.2024 17:02
]Das Totalitäre daran ist, das diese Menschen mit Realohnverlusten dann umgehen müssen.
Denn die 35 h wird es eben nicht mit gehörigen Abschlägen bei der Tariferhöhung geben.
Wenn man jedoch Lohnerhöhung fordert, dann hat jeder die Wahlmöglichkeit 35 dafür zu nehmen.

Welche Forderungen darf man denn deiner Meinung nach stellen? Ist es totalitär eine Erhöhung auf 41 zu fordern, nicht mehr totalitär eine Forderung nach 37? Wo siehst du die Grenze?
Also eine Forderung, die es 2 unterschiedlichen Lagern es ermöglicht, das beide ihre Ziele erreichen, ist halt weniger totalitär, als eine die der anderen ihren Willen aufzwingt.
Und wenn jemand verlangt, das alle einen Reallohnverlust hinnehmen sollen, damit man weniger Stunden arbeitet und andere einen Reallohnverlust ausgeglichen haben wollen und es jeden überlassen, dass er eine Stundenreduktion und damit eine Reallohnverlust haben wird, dann kannst du dir überlegen wer Totalitärer ist.

BAT

Nein, du verrennst dich hier. Denk noch mal klar nach. Es geht um eine persönliche Forderung nach Arbeitszeitverkürzung, nichts anderes. So etwas kann per se nicht totalitär sein.

Berücksichtigst du denn auch Anforderungen des Wechselschichtdienstes bei dir? Was soll man bei seiner persönlichen Forderungen noch beachten? Altersteitzregelungen, obwohl man 25 ist?

Einmal bitte kurz durchatmen und alle wird gut. Ich gönne Euch Eure Forderungen, auch wenn sie mich jeden Monat 1000 € kosten.

BAT

Zitat von: NelsonMuntz in 15.05.2024 20:54

So als Ausblick: Mit gut 50, 2 Jugendlichen im Haus und einer EG12/6 gibt's trotzdem keinen Grund, Entgelterhöhung gegen Freizeit einzutauschen ;)

Nicht ernshaft, oder? Mit 83 K Jahresgehalt ist es noch zu knapp?

Mein Cousin hat das gleiche, aber mit drei Kindern. Der ist nur im Urlaub.

Organisator

Zitat von: BAT in 16.05.2024 09:33
Nicht ernshaft, oder? Mit 83 K Jahresgehalt ist es noch zu knapp?

Darum gehts ja - dass jeder für sich selber entscheiden können sollte, ob er eine Gehaltserhöhung nimmt oder eine Arbeitszeitreduzierung. Der Wunsch nach Gehaltserhöhung ist offenbar auch in höheren Einkommensbereichen vorhanden.

NelsonMuntz

Zitat von: BAT in 16.05.2024 09:22
Nein, du verrennst dich hier. Denk noch mal klar nach. Es geht um eine persönliche Forderung nach Arbeitszeitverkürzung, nichts anderes. So etwas kann per se nicht totalitär sein.

Berücksichtigst du denn auch Anforderungen des Wechselschichtdienstes bei dir? Was soll man bei seiner persönlichen Forderungen noch beachten? Altersteitzregelungen, obwohl man 25 ist?

Einmal bitte kurz durchatmen und alle wird gut. Ich gönne Euch Eure Forderungen, auch wenn sie mich jeden Monat 1000 € kosten.

Das ruft nach einem Taschenrechner!

Also, Du arbeitest 34/39h, d.h. Du würdest also in jenen 5 Stunden über 1000€ netto im Monat verlieren. Ergo ergibt sich daraus ein Netto-Stundenlohn von über 45,98€ (1000 / 5 / 4,35).

Würdest Du mit diesem Satz 39h arbeiten, dann käme also ein Monatsnetto von gut 7800€ (45,98  * 39 * 4,35) zusammen.

Ich sag mal: Nicht schlecht für eine E10!  8) Verrätst Du uns Dein Geheimnis?

Zitat von: BAT in 16.05.2024 09:33
Nicht ernshaft, oder? Mit 83 K Jahresgehalt ist es noch zu knapp?

Mein Cousin hat das gleiche, aber mit drei Kindern. Der ist nur im Urlaub.

Ich kenne Deine Verwandschaft nicht und Du kennst meine Ausgabensituation / Verpflichtungen nicht. Das müssen wir hier auch nicht diskutieren.

Fakt ist: Ich spüre den erlittenen Reallohnverlust und möchte diesen "Weg" nicht zugunsten von mehr Freizeit (die ich Dank HO wirklich in ausreichendem Maße habe!) weiterbeschreiten.

Ferner bin ich im TV-L - mir fehlen aktuell fast 10k im Vergleich zum TVöD  :(

KlammeKassen

Zitat von: NelsonMuntz in 15.05.2024 20:54
Zitat von: KlammeKassen in 15.05.2024 20:45
Zitat von: BAT in 15.05.2024 14:54
Bekommst du das volle Gehalt, bist also in Stufe 6?

Ich?
Nein leider noch lange nicht :D.

Gearbeitet nach Abi --> studiert (Uni, nicht bei der Kommune) --> im öD gelandet
hab noch ein paar Jahre bis Stufe 6; bin aber auch noch in meinen 30ern, also auch noch lange bis zur Rente

So als Ausblick: Mit gut 50, 2 Jugendlichen im Haus und einer EG12/6 gibt's trotzdem keinen Grund, Entgelterhöhung gegen Freizeit einzutauschen ;)

OKay alles klar :). Kann ich auch nachvollziehen  ;)

BAT

Zitat von: Organisator in 16.05.2024 09:45

Darum gehts ja - dass jeder für sich selber entscheiden können sollte, ob er eine Gehaltserhöhung nimmt oder eine Arbeitszeitreduzierung. Der Wunsch nach Gehaltserhöhung ist offenbar auch in höheren Einkommensbereichen vorhanden.

Nur resultiert er im konkreten Beispiel bei Nelson zuvörderst nicht durch irgendeine eine Wochenarbeitszeit, sondern aus der "Stauchung" der Tabelle ab 9b.