VBL Beiträge auszahlen lassen

Begonnen von Miri38, 02.10.2024 18:00

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MoinMoin

Zitat von: BAT in 16.10.2024 09:11
Wird hier gerade eine Solidarfinanzierung, welche mit den Startgutschriften absoluten Murks fabriziert hat, über die Seriosität der Kapitalanlage von öffentlichen Bediensteten gestellt?
Vielleicht, da die besagte Seriosität in der Breite anzweifelbar ist.

Majon

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass die VBL eine Pflichtversicherung für alle Angestellten im öffentlichen Dienst ist, aber vor kurzem habe ich hier im Thread über die Tarifverhandlungen gelesen, dass es zumindest in Westdeutschland auch diverse andere Zusatzversicherungen gibt, bei denen die Versicherten keinen Eigentanteil leisten müssen, aber trotzdem Rentenzahlungen in gleicher Höhe erhalten... Macht bei Entgeltgruppe 9a, Stufe 6 einen Unterschied von -1.081,37 € Netto im Jahr...

Ich weiß nicht, ob die anderen ZVK's in jedem Bundesland verfügbar sind, aber ich bin seit 1986 durchgehend in Schleswig-Holstein beschaftigt und seither in der VBL zwangsversichert...

Rentenonkel

Zitat von: BAT in 16.10.2024 09:11
Wird hier gerade eine Solidarfinanzierung, welche mit den Startgutschriften absoluten Murks fabriziert hat, über die Seriosität der Kapitalanlage von öffentlichen Bediensteten gestellt?

Nach meinen Erfahrungen haben Bedienstete des ÖD oft eine Inselbegabung und Kenntnisse im Bereich der Altersvorsorge gehören selten dazu.

BAT

Zitat von: MoinMoin in 16.10.2024 09:49

Vielleicht, da die besagte Seriosität in der Breite anzweifelbar ist.

Nun, für länger Beschäftigte ist es bei der VBL sicher.

BAT

Zitat von: Rentenonkel in 16.10.2024 10:27

Nach meinen Erfahrungen haben Bedienstete des ÖD oft eine Inselbegabung und Kenntnisse im Bereich der Altersvorsorge gehören selten dazu.

Sie ist ja - nach meinen Erfahrungen - ob der Arbeitsplatzsicherheit und langjährigen Versicherungszeit abgesichert, auch ohne betriebliche Altersvorsorge. (hier mag das übliche Stadt-Land-Gefälle was ausmachen)

Wer natürlich - auch als Kohorte - da Probleme hat, sollte sich damit auskennen und beschäftigen.

Rentenonkel

Nach Abzug von KV und PV hat der sogenannte Eckrentner nach 45 Jahren rund 1550 Euro. Da macht eine VBL Rente mit rund 400 Euro extra durchaus einen Unterschied.

Um die privat abzusichern, hätte man übrigens bis dahin etwa 125.000 bis 150.000 Euro Kapital ansparen müssen.

BAT

Ja, z. B. auch in der Besteuerung.

Während eine Immobilie (bzw. deren Nutzwert) nicht steuerlich angerechnet wird.

Natürlich sehe ich die Wichtigkeit der Altersvorsorge und die VBL kann bzw ist da sicher eine gute Anlage. Aber wirs ehen doch halt wieder, inwieweit immer wieder in solche Geschichten eingegriffen wird. Die Besteuerung könnte für einige zukünftig noch ein Problem werden, insbesondere wenn noch Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, oft auch die relativ neue Kapitalertragssteuer inklusive Soli dazu kommt.

Stressant

Zitat von: Rentenonkel in 16.10.2024 11:08
Nach Abzug von KV und PV hat der sogenannte Eckrentner nach 45 Jahren rund 1550 Euro. Da macht eine VBL Rente mit rund 400 Euro extra durchaus einen Unterschied.

Um die privat abzusichern, hätte man übrigens bis dahin etwa 125.000 bis 150.000 Euro Kapital ansparen müssen.

Würde man AN und AG Beiträge der VBL selber in den MSCI World anlegen, hätte man mit Rentenbeginn deutlich mehr Kapital zur Verfügung. Es ist halt ein Minusgeschäft und eigentlich eine zusätzliche Steuer für Menschen im Öffentlichen Dienst.

Rentenonkel

Zitat von: Stressant in 16.10.2024 14:12
Zitat von: Rentenonkel in 16.10.2024 11:08
Nach Abzug von KV und PV hat der sogenannte Eckrentner nach 45 Jahren rund 1550 Euro. Da macht eine VBL Rente mit rund 400 Euro extra durchaus einen Unterschied.

Um die privat abzusichern, hätte man übrigens bis dahin etwa 125.000 bis 150.000 Euro Kapital ansparen müssen.

Würde man AN und AG Beiträge der VBL selber in den MSCI World anlegen, hätte man mit Rentenbeginn deutlich mehr Kapital zur Verfügung. Es ist halt ein Minusgeschäft und eigentlich eine zusätzliche Steuer für Menschen im Öffentlichen Dienst.

Wenn man aber einen Schutz gegen das Risiko der Erwerbsminderung und einen Schutz gegen Tod absichern möchte, dann müsste man einen Teil des Beitrags in entsprechende Risikoversicherungen einzahlen und könnte nur den Rest in Aktien oder ETF investieren.

Dabei würden aber alle von dem Schutz ausgenommen, die aufgrund von Vorerkrankungen oder aufgrund von höherem Risiko gar keine private Versicherung oder nur eine mit hohem Risikozuschlag erhalten würden.

Der Vergleich hinkt daher.

BAT

Man kann sich gegen Tod absichern? Da bin ich dabei?

Nee, Scherz. Was bringt mir eine Versicherung in Bezug auf die Folgen meines Ablebens? ;)

clarion

Dir nicht, aber vielleicht dem Partner oder der Partnerin Ö

FearOfTheDuck

Eine schmucke Seifenkiste mit feschen Rallyestreifen. ;)

BAT

Nö, nicht einschlägig. Ich hatte immer Verständnis für das Solidarsystem, es ist halt in allen bereichen inwischen überstrapaziert.

Und die gesetzliche EU ist ja inzwischen soweit hochgeschossen, das mir auch hier inzwischen ein sachlicher Grund in Beug auf die VBL fehlt; man muss bei Bedarf auch Systeme neu kalibrieren.

Bin ja ernsthaft überlegen nach Wehwechen für eine EU zu suchen, wenn ich meine Rentenmitteilung und die Ansprüche bei EU sehe.

clarion

Zum5 Thema  ETF. Ich halte viel von Risikostreuung. Blöd wenn man alle Karten auf ETF setzt und das Geld während eines Börsencrash braucht

BAT

Rein in das Betongold, alles andere wird im laufenden Betrieb versteuert, auch für Kleinanlager durchaus noch mit Soli bei einer soliden Dividende.