[Allg] Ausstieg Beamtenverhältnis

Begonnen von AnnaLena1990, Gestern um 21:26

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AnnaLena1990

Huhu,

ich möchte höchstwahrscheinlich aus dem Beamtenverhältnis ausscheiden und in die pW wechseln. Noch sind keine Anträge gestellt.

Meine Fragen:

Hat jmd. zufällig (Excel) Tools für die Berechnungen hinsichtlich Gehalt / Rente / Pension - wann "lohnt" es sich finanziell? Woran muss ich denken, was hab ich nicht auf dem Zettel, welche Fehler haben andere ggf. begangen?
Ich bin 20 Jahre Beamtin, immer Vollzeit. Könnte noch ca. 30 Jahre arbeiten bis zur Rente. Danke :)

Casiopeia1981

Um die Frage beantworten zu können, sind mehrere Infos notwendig:

Aus welchem Bundesland bist du? Davon hängt die Frage ob, ob du Altersgeld beanspruchen könntest.

In welchen Beruf willst du nach der Entlassung arbeiten? Davon hängt ab, ob du, wenn es kein Altersgeld gibt, in der DRV oder ggf. einem berufsständischen Versorgungswerk nachversichert und später auch Beiträge dort einzahlen wirst.

Zahlt dein neuer Arbeitgeber eine zusätzliche Altersversorgung/Betriebsrente - und nicht nur Zuschuss bei Entgeltumwandlung.

Wenn du PKV versichert bleiben möchtest: Wie hoch ist dein derzeitiges Jahreseinkommen ohne Familienzuschläge und wie hoch schätzt du dein Einkommen nach der Entlassung?

Bei vielen scheitert die Idee der Entlassung an der Krankenversicherung: Beihilfe fällt weg und die Frage der Vollversicherung in der PKV, insbesondere mit der Beitragslast im Alter, ist ein Kostenfaktor, den man nicht unterschätzen sollte. Auch wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss zur PKV zahlen muss: Im Alter müsste die Finanzierung einer 100% PKV halt durch dich erfolgen. Die DRV gibt zwar einen Zuschuss, der reicht aber nicht aus.

Das wäre ein Pferdefuß, allerdings hängt es natürlich von dem Gesamtpaket ab, was man nach der Entlassung erhält.

MoinMoin

Gibt DRV nicht den gleichen Zuschuss wie der AG?
Er ist natürlich geringer, da man weniger Einkommen hat, aber das Prinzip ist doch gleich? Oder?
Und die PKV ist doch im Alter geringer, weil man kein Krankentagegeld zahlt und die Altersrückstellungen ab 60 wegfallen.
Klar ist am Ende die Belastung durch die PKV im Alter prozentual trotzdem höher als eine GKV

Casiopeia1981

Die DRV zahlt den Zuschuss den sie für eine KVdR an die GKV Zahlen würde. Die Höhe der PKV-Beiträge hängt maßgeblich vom Eintrittsdatum und vom Risikostatus ab.

Bei mir hieß es damals, dass ich für die zusätzlichen 50% um auf 100% zu kommen, nochmals eine Risikoprüfung mitmachen müsste.

Das hängt aber individuell vom Vertrag ab.

MasterNoname89

Mir erschließt sich zwar der Grund dafür nicht, aber grundsätzlich muss es sich deutlich verbessern in Hinsicht auf die Entlohnung, damit die bisher im Beamtenverhältnis erworbenen und somit in der Privatwirtschaft entgangenen Ansprüche überhaupt ausgeglichen werden können. Es erfolgt eine Nachversicherung in der gesetzlichen RV und zugleich der Verlust der Pensionsansprüche, was ebenfalls deutliche Einschnitte bedeutet.

Wenn es kein Fake ist (1990 geboren heißt 35 Jahre alt; 20 Jahre Beamtenlaufbahn -> Eintritt mit 15???) wurde außer der Laufbahnbefähigung außerhalb des öD kein anderer Beruf erlernt und damit wird es schwer, überhaupt eine bessere Stelle in der freien Wirtschaft zu erhalten. Sich Selbstständig zu machen und damit ggf. erfolgreich zu sein ist auch sehr risikobehaftet, insbesondere in der aktuellen Zeit. Kann aber jeder machen wie er will.

Ich kenne zwei Personen aus meinem Bereich, die ebenfalls diesen Weg gegangen sind. Beide hatten aber ihren Beamtenstatus nicht über eine solch lange Dauer.

Organisator

Zitat von: MasterNoname89 in Heute um 09:16Es erfolgt eine Nachversicherung in der gesetzlichen RV und zugleich der Verlust der Pensionsansprüche, was ebenfalls deutliche Einschnitte bedeutet.

Nicht unbedingt, daher auch die Frage von Casio nach dem Rechtskreis, Stichwort Altersgeld.