Änderungsvertrag in der Probezeit

Begonnen von Mölle, Gestern um 19:34

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Mölle

Hallo zusammen,

meine Frau ist Ausländerin und hat eine Stelle im öffentlichen Dienst bekommen, bis heute war alles gut uns sie war sehr zufrieden.
Heute hat ihr Chef gesagt das es nicht zulässig wäre die KI für Briefe zu nutzen, obwohl meine Frau vorher extra gefragt hat und dies genehmigt wurde.
Auf Grund dessen möchte ihr Chef jetzt den unbefristeten Vertrag in einen befristeten Vertrag ändern.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie verzweifelt gerade meine Frau ist.

Ich weiß nat. dass innerhalb der Probezeit erst Mal alles möglich ist, was ich mich allerdings frage, wie ist der Ablauf einer solchen Aktion, muss da der Personalrat zustimmen? Oder kann ein Dezernatsleiter dies eigenständig machen?
Wenn der Vorgang so durchgeführt wird, fängt dann die Probezeit von vorne an?

MoinMoin

Zitat von: Mölle in Gestern um 19:34Hallo zusammen,

meine Frau ist Ausländerin und hat eine Stelle im öffentlichen Dienst bekommen, bis heute war alles gut uns sie war sehr zufrieden.
Heute hat ihr Chef gesagt das es nicht zulässig wäre die KI für Briefe zu nutzen, obwohl meine Frau vorher extra gefragt hat und dies genehmigt wurde.
Hoffentlich schriftlch
ZitatAuf Grund dessen möchte ihr Chef jetzt den unbefristeten Vertrag in einen befristeten Vertrag ändern.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie verzweifelt gerade meine Frau ist.

Ich weiß nat. dass innerhalb der Probezeit erst Mal alles möglich ist, was ich mich allerdings frage, wie ist der Ablauf einer solchen Aktion, muss da der Personalrat zustimmen?
Das hängt vom PersVG ab und ist auch zusätzlich intern unterschiedlich.
Auf alle Fälle sollte deine Frau umgehen mit dem PR darüber sprechen, damit die das direkt an die Hausleitung durchstecken können.

ZitatOder kann ein Dezernatsleiter dies eigenständig machen?
Wenn er Arbeitsverträge unterschrieben darf, dann kann er so was durchaus.
ZitatWenn der Vorgang so durchgeführt wird, fängt dann die Probezeit von vorne an?
Nein, das KSchG gilt ab 6 Monate

Mölle

Natürlich hat meine Frau nichts schriftlich, aber bei dem Gespräch wurde dies auch noch Mal bestätigt.

Organisator

Zitat von: Mölle in Gestern um 19:34Hallo zusammen,

meine Frau ist Ausländerin und hat eine Stelle im öffentlichen Dienst bekommen, bis heute war alles gut uns sie war sehr zufrieden.
Heute hat ihr Chef gesagt das es nicht zulässig wäre die KI für Briefe zu nutzen, obwohl meine Frau vorher extra gefragt hat und dies genehmigt wurde.
Auf Grund dessen möchte ihr Chef jetzt den unbefristeten Vertrag in einen befristeten Vertrag ändern.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie verzweifelt gerade meine Frau ist.

Ich weiß nat. dass innerhalb der Probezeit erst Mal alles möglich ist, was ich mich allerdings frage, wie ist der Ablauf einer solchen Aktion, muss da der Personalrat zustimmen? Oder kann ein Dezernatsleiter dies eigenständig machen?
Wenn der Vorgang so durchgeführt wird, fängt dann die Probezeit von vorne an?

Beim Nutzen von LLM / KI werden typischerweise personenbezogene Daten und/oder betriebliche Informationen an den Anbieter weitergeleitet. Dies ist zurecht nicht zulässig.
Insoweit Glück, dass es hier keine Probezeitkündigung gab.

Die Änderung(skünidgung) eines Arbeitsvertrags kann nur durch den AG bzw. eine von ihm beauftragte Stelle (z.B. Personalbereich) erfolgten. Ich frage mich allerdings, was der Dezernatsleiter sich davon verspricht.


FGL

Zitat von: Mölle in Gestern um 19:34[...] meine Frau ist Ausländerin [...]
Weshalb ist diese Information relevant?

Zitat von: Mölle in Gestern um 19:34Heute hat ihr Chef gesagt das es nicht zulässig wäre die KI für Briefe zu nutzen, obwohl meine Frau vorher extra gefragt hat und dies genehmigt wurde.
Wen hat sie gefragt und wer hat dies genehmigt?

MoinMoin

Zitat von: Organisator in Heute um 08:43Beim Nutzen von LLM / KI werden typischerweise personenbezogene Daten und/oder betriebliche Informationen an den Anbieter weitergeleitet. Dies ist zurecht nicht zulässig.

Richtig, außer wenn man eine lokale LLM nutzt, wovon man hier nicht ausgehen kann. Denn das wäre durchaus zulässig.
Aber warum MS 365 zulässig ist frage ich mich in dem Zusammenhang auch immer wieder.

Mölle

Zitat von: FGL in Heute um 08:58Weshalb ist diese Information relevant?
Weil die Deepl nutzt um Briefe korrekt zu schreiben.

Zitat von: FGL in Heute um 08:58Wen hat sie gefragt und wer hat dies genehmigt?

Die Sachgebietsleiterin.

Organisator

Zitat von: Mölle in Heute um 09:10Weil die Deepl nutzt um Briefe korrekt zu schreiben.

Die Sachgebietsleiterin.

Dann ists wohl eindeutig. Briefe, also mit personenbezogenen Daten und betriebsinternen / vertraulichen Informationen wurden weitergeleitet. Dies ist eindeutig nicht zulässig. Insoweit Glück, dass sie nicht sofort rausgeschmissen wurde!

Da hat die Sachgebietsleiterin ihre Kompetenzen überschritten.

MoinMoin

Zitat von: Organisator in Heute um 09:48Insoweit Glück, dass sie nicht sofort rausgeschmissen wurde!
Du meinst Glück für die SGL, dass sie nicht rausgeschmissen wurden ;)

MoinMoin

Zitat von: Organisator in Heute um 09:48Dann ists wohl eindeutig. Briefe, also mit personenbezogenen Daten und betriebsinternen / vertraulichen Informationen wurden weitergeleitet.
Nun, dass kommt drauf an, ob dem so ist.
Das mit den Personenbezogen muss ja nicht sein, man kann auch Briefe/Text so bei deppl & Co eingeben, dass es keinen Bezug gibt.
Davon gehe ich hier schon mal aus.
Dann ist die Frage ob tatsächlich und in welchem Umfang betriebsinternen / vertrauliche Informationen übertragen wurden. Oder nur Formulierungsfragmente kontrolliert wurden.

Mölle

Nun wir werden sehen was passiert, auf jeden Fall habe ich jetzt ein Häufchen Elend zu Hause.

Rowhin

Zitat von: MoinMoin in Heute um 10:09Nun, dass kommt drauf an, ob dem so ist.
Das mit den Personenbezogen muss ja nicht sein, man kann auch Briefe/Text so bei deppl & Co eingeben, dass es keinen Bezug gibt.
Davon gehe ich hier schon mal aus.

Exakt. Wir nutzen DeepL ebenfalls recht breit, aber natürlich mit klaren Vorgaben, welche Informationen/Texte/Daten/etc. da rein dürfen, und welche nicht. Ebenso Copilot und andere ähnliche Tools.

Die Frage ist also tatsächlich, was wurde da genau übersetzt. Und was war von wem genau die Ansage - deswegen sowas immer schriftlich geben lassen (jaja, ich weiß, hinterher ist man immer schlauer).
 

Organisator

Zitat von: MoinMoin in Heute um 10:06Du meinst Glück für die SGL, dass sie nicht rausgeschmissen wurden ;)

Die wird sich rauszureden wissen, im Sinne von "nur einzelne Worte / Sätze ohne relevante Inhalte sind erlaubt".

Im Ergebnis kommts aber - wie Rowhin zutreffend sagt - darauf an, welche Infos hochgeladen wurden. Ganze Briefe wären ein Problem.

MoinMoin

Zitat von: Organisator in Heute um 10:28Die wird sich rauszureden wissen, im Sinne von "nur einzelne Worte / Sätze ohne relevante Inhalte sind erlaubt".
und das "häufchen elend" wird sich auch darauf rausreden jkönnen.
ZitatIm Ergebnis kommts aber - wie Rowhin zutreffend sagt - darauf an, welche Infos hochgeladen wurden. Ganze Briefe wären ein Problem.