Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion II

Begonnen von Rowhin, 16.01.2026 17:02

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Verdimmtnochmal

Zitat von: Garfield in Heute um 16:37Der Stern schreibt zumindest von einem konkreten zweiten Angebot der Arbeitgeber heute.
Aber keine Einzelheiten.

https://www.stern.de/news/bewegung-in-tarifrunde-fuer-laenderbeschaeftigte---arbeitgeberseite-legt-angebot-vor-37131480.html

Da ist es wieder:
 "Verdi und Beamtenbund wollen keinen schlechteren Tarifabschluss als das 2025 bei Bund und Kommunen abgeschlossene Ergebnis von 5,8 Prozent über 27 Monate akzeptieren."

Mit anderen Worten:
Wir fordern 7% auf 12 Monate , aber 5,8% auf 27 Monate sind auch ok ;)

MoinMoin

Zitat von: Iunius in Heute um 16:25In Baden-Württemberg liegt die Drucksache als Verordnung des Regierungspräsidiums vor dass der Arbeitnehmer ohne Vorlage eines entsprechenden Neuvertrages mit höherem Lohn KEINE Zulagen erhalten DARF.
Also darf man doch die 16.5 bezahlen, wenn du dem Personaler ein (gefaktes?) Stück Papier hinlegst was er abheften kann.
Dass das Prozedere absurd ist, ist mir auch klar. Bei uns wird auch regelmäßig verlangt, dass man ein Einstellungsangebot vorlegen muss, damit sie die Zulage positiv bescheiden können.
Kriegen sie dann auch, ist ja kein Problem. Allerdings natürlich ohne Angaben der Bezahlung, das wird im Zweifel geschwärzt, da man leider eine NDA unterschrieben hat und daran hält man sich als gesetzestreuer Bürger natürlich.

ZitatIch muss ja schon kämpfen wenn ich nicht die Stufe 3 zur Einstellung wählen will...
Aber wenn die OP verschoben wird weil das CT nicht geht, oder Vierbettzimmer aus pflegerischen Notfällen geschaffen werden müssen jammern alle wieder über das Gesundheitssystem...
Klar und das macht man halt an entsprechenden Stelle "öffentlich", dass der Personaler Menschenleben auf dem Gewissen hat, weil er es in Kauf genommen hat, dass das CT nicht geht, nur weil sie kein Geld für nen Vorort-Techniker ausgeben wollen der die richtig DICOM AET eintragen kann. *kotz*

IchLiebeBeamtentum

Zitat von: Verdimmtnochmal in Heute um 16:52Mit anderen Worten:
Wir fordern 7% auf 12 Monate , aber 5,8% auf 27 Monate sind auch ok ;)

Ja, absolute Verarsche!
Sind halt hochdotierte Profis.

Verdimmtnochmal

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in Heute um 17:01Ja, absolute Verarsche!
Sind halt hochdotierte Profis.

Und dann schauen wir mal, ob wir nicht sogar weniger bekommen  ;D

IchLiebeBeamtentum

Das würde die SPD niemals zulassen.

Pädi07

Zitat von: Verdimmtnochmal in Heute um 17:14Und dann schauen wir mal, ob wir nicht sogar weniger bekommen  ;D
Wir bekommen sicher weniger Prozente und v.a. keine Erhöhung der JSZ, was die Schere sehr deutlich weiter öffnet. Das wir sogar hier gerne vernachlässigt...

Ingenieur007

Zitat von: Pädi07 in Heute um 17:26Wir bekommen sicher weniger Prozente und v.a. keine Erhöhung der JSZ, was die Schere sehr deutlich weiter öffnet. Das wir sogar hier gerne vernachlässigt...

Eben. Aber: Was geht in den Köpfen von Gewerkschaftsmitgliedern wirklich vor wenn die so abgespeist werden? Und monatlich spürbar Beitrag zahlen....

Zinc

Zitat von: Ingenieur007 in Heute um 18:17Eben. Aber: Was geht in den Köpfen von Gewerkschaftsmitgliedern wirklich vor wenn die so abgespeist werden? Und monatlich spürbar Beitrag zahlen....

Die unteren Gruppen, von denen dort am meisten vertreten sind, stehen doch ganz gut da. Der Rest bleibt nie lange und tritt nach spätestens 24 Monaten wieder aus.

JUSTIFY

Hier mal was zum Lesen

https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/politik-und-verwaltung/nach-den-tarifverhandlungen-ist-vor-den-tarifverhandlungen/

Die Gewerkschaften sollten dann nur aufpassen, dass der Durchschnitt dann nicht bedeutet, niedriger eingruppiert zu werden. Das Beispiel mit dem Rechtspfleger hinkt natürlich ein wenig, da es in der justiz meistens Beamte sind.

Könnt ja mal durchlesen...

Mario Nette

Zitat von: Verdimmtnochmal in Heute um 16:52Da ist es wieder:
 "Verdi und Beamtenbund wollen keinen schlechteren Tarifabschluss als das 2025 bei Bund und Kommunen abgeschlossene Ergebnis von 5,8 Prozent über 27 Monate akzeptieren."

Mit anderen Worten:
Wir fordern 7% auf 12 Monate , aber 5,8% auf 27 Monate sind auch ok ;)

Und dann kann man noch sagen, man hat sich im Vergleich zur TVÖD-Forderung sogar 12,5 % weniger runter handeln lassen :D

sasha1896

Zitat von: Verdimmtnochmal in Heute um 16:52Da ist es wieder:
 "Verdi und Beamtenbund wollen keinen schlechteren Tarifabschluss als das 2025 bei Bund und Kommunen abgeschlossene Ergebnis von 5,8 Prozent über 27 Monate akzeptieren."

Mit anderen Worten:
Wir fordern 7% auf 12 Monate , aber 5,8% auf 27 Monate sind auch ok ;)


Darauf können sich doch beide Seiten jedes mal schon vorher einigen, einfach Tarifabschluss von Bund und Kommunen jedesmal übernehmen. Spart man sich die Monate verhandeln und die Streiks. :D

Julyvee

#701
Sollte nun tatsächlich gem. Berichten der Arbeitsvorgang zur Diskussion stehen, dann muss ich sagen, wären doch die Verhandlungsparteien der Gewerkschaften mit der Quaste gepudert, wenn Sie sich darauf einließen

https://www.staatsanzeiger.de/nachrichten/politik-und-verwaltung/nach-den-tarifverhandlungen-ist-vor-den-tarifverhandlungen/

Die Kannibalisierung im öffentlichen Dienst zwischen TVöD und TV-L würde bei Eingruppierungen gem. Arbeitsvorgängen doch nur noch schlimmer werden...

Sagt zumindest meine USB-Kristallkugel...


Arch

Hallo zusammen,

leider sind für mich aktuell alle Seiten ein Witz.

Die Arbeitgeberseite stellt sich absolut unseriös dar.

Die Arbeitnehmerseite lässt sich am Nasenring durch die Manege führen.

Die Arbeitgeber streiken in Trauermarsch Manier.

Kann mir irgendwer erklären warum wir:

- weniger verdienen
- mehr Jahresarbeitszeit haben 39/40 u. 40/41h in der Woche
- weniger Jahressonderzahlung bekommen
- weniger Urlaub haben

Und hat vielleicht wer eine Darstellung der Beschäftigten nach EG Gruppe.

Und warum ist die Berichterstattung der Medien so schlecht, es gibt für unwichtigere Themen mehr Artikel als für die TV L Verhandlungen.

Und die Gewerkschaften kommunizieren auch kaum etwas.

Alles sehr intransparent.

Gute Besserung

Warnstreik

Zitat von: Ingenieur007 in Heute um 18:17Eben. Aber: Was geht in den Köpfen von Gewerkschaftsmitgliedern wirklich vor wenn die so abgespeist werden? Und monatlich spürbar Beitrag zahlen....

Sorry, gleich platzt mir hier echt die Hutschnur. Ich kann dir sagen was "Die Gewerkschaftmitglieder" denken: Scheiß auf die Trittbrettfahrer, die sich nicht engagieren und dann nur meckern (die Erhöhungen trotzdem mitnehmen). Meist wird auf die geschimpft, die eh weniger haben und dafür, dass sie für eine bessere Bezahlung einstehen auch noch auf den Decken bekommen. Niemand - wirklich niemand - der nicht dazu beträgt sollte seine Klappe aufmachen. (die haben auch kein Anrecht auf die Verbesserungen)

Verdammte Axt - macht mit und ändert was oder haut ab. Wenn ihr beides nicht wollt dann seid zumindest ruhig. Dieses Gejammer, dieses Genöhle ist doch nicht mehr zu ertragen. Machts wie die Beamten, die schweigen zumindest wenn schon andere für sie streiken, zahlen und verhandeln.


Beamter

Zitat von: Warnstreik in Heute um 20:44Sorry, gleich platzt mir hier echt die Hutschnur. Ich kann dir sagen was "Die Gewerkschaftmitglieder" denken: Scheiß auf die Trittbrettfahrer, die sich nicht engagieren und dann nur meckern (die Erhöhungen trotzdem mitnehmen). Meist wird auf die geschimpft, die eh weniger haben und dafür, dass sie für eine bessere Bezahlung einstehen auch noch auf den Decken bekommen. Niemand - wirklich niemand - der nicht dazu beträgt sollte seine Klappe aufmachen. (die haben auch kein Anrecht auf die Verbesserungen)

Verdammte Axt - macht mit und ändert was oder haut ab. Wenn ihr beides nicht wollt dann seid zumindest ruhig. Dieses Gejammer, dieses Genöhle ist doch nicht mehr zu ertragen. Machts wie die Beamten, die schweigen zumindest wenn schon andere für sie streiken, zahlen und verhandeln.




Wer in keiner Gewerkschaft ist, darf sich nur über die Unverschämtheit der Arbeitgeberseite beschweren.

Wer Mitglied in einer Gewerkschaft ist, kann selbst mitwirken und bei einem seiner Meinung nach nicht befriedigenden Ergebnis auch seine Gewerkschaft und die nicht organisierten kritisieren.