Umfrage Tarifergebnis TV-L

Begonnen von Admin, 15.02.2026 15:59

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Sind Sie mit dem Tarifergebnis TV-L zufrieden?

ja
20 (6.8%)
nein
247 (83.7%)
unentschieden
28 (9.5%)

Stimmen insgesamt: 295

Umfrage geschlossen: 22.02.2026 15:59

Rowhin

#75
Zitat von: Warnstreik in 24.02.2026 10:04Ich glaube die haben ~500 Angestellte in der Zentrale, das ist nicht sonderlich viel.

Korrekt - bundesweit rund 3400 Mitarbeiter (davon 560 Beschäftigte in der Bundesverwaltung).

JahrhundertwerkTVÖD

Zitat von: Rowhin in 24.02.2026 10:17Korrekt - bundesweit rund 3400 Mitarbeiter (davon 560 Beschäftigte in der Bundesverwaltung).

Ein erneutes Argument sich um die primären Aufgabe der Gewerkschaft zu kümmern und zu konzentrieren, statt sich in vielen weiteren Themen einzumischen.

teclis22

Zitat von: Aleksandra in 23.02.2026 15:17Ist es den AG denn überhaupt erlaubt normale Angestellte einzustellen und diese nicht nach TVL oder TVÖD zu bezahlen? Falls ja, warum wird das dann nicht gemacht? Wäre doch für die AG ne tolle Sache wenn sie einfach alle Neueinstellungen unabhängig vom Tarifvertrag bezahlen würden.

Ich kenne es auch nur so wie MoinMoin angedeutet hatte. Die Anwendung des TV-L ist bestandteil des Arbeitsvertrages per Default. Das hat m.m. n. nichts mit good will zu tun sondern ist eine Friss oder Stirb klausel. Aber ich bin vermutlich nur normalo arbeitnehmer da gabs nix zu verhandeln.

Wenn man einen Einzelvertrag ohne TV-L anbindung machen würde, wäre das wohl typisch AT.

Wenn aber 0815 Mitarbeiter ohne die TV-L Anbindung einen Vertrag macht und der Mensch dann der Gewerkschaft beitritt müsste ja ein neuer Vertrag gemacht werden, da der AG ja verpflichtet ist Gewerkschaftsmitglieder entsprechend zu bezahlen (da der AG TV-L Mitglied ist)

Daher ja, das ist vermutlich eine Doppel-Nutzung für den AG

- Verhandlungsgeld bekommen ohne Gewerkschaftsmitglied (weniger Mitglieder in der Gewerkschaft)
- Vereinfachung der Personalverwaltung


Tante Hilde

Nun, ich bin auch unzufrieden - Überraschung! Nicht.
Ich frage jedes Jahr bei der Personalversammlung den VERDI-Vertreter, ob denn die Angleichung der Arbeitszeit Ost/West auf der Agenda steht, die stufengleiche Höhergruppierung und die Anhebung der JSZ. Die Antwort jedes Jahr: "Nein, wir konzentrieren uns auf die prozentuale Erhöhung mit Sockel- oder Mindestbetrag."
Tja, dann werde ich auch kein Mitglied, sorry. Die nächste Erhöhung würde mein Mitgliedsbeitrag komplett schlucken, da ich nicht VZ arbeite, bekomme ich ganze 50 Euro netto mehr. Da muss ich wirklich mit der Lupe auf den Gehaltszettel schauen...
Und die wieder nicht angegangene stufengleiche Höhergruppierung kostet mich demnächst ca. 5000 Euro netto (auf die nächsten 5 Jahre), bis ich wieder in meiner Endstufe bin. Danke für nix.
Da bekommen meine Freunde/Verwandten in der freien Wirtschaft mehr. Die meisten erhalten jährlich ganz automatisch 1,5 bis 2 % mehr und am Jahresende zusätzlich zum 13. oder 14.(!) Monatsgehalt noch eine Geschäftsprämie, wenn es gut lief. Und nein, das sind keine großen "Player", sondern ganz normale Firmen.


Verdimmtnochmal

Da fragt man sich schon, wer damit zufrieden sein kann, wenn im Gegenzug bei "leeren Kassen im Haushalt " die Bundestagsabgeordneten fast 500 € mehr bekommen. Und nein, nicht auf 27 Monate  ;D
Das wird jährlich erhöht, während man uns sagt , es ist kein Geld da.

Da kann man bei Verdi noch nicht ernsthaft sagen, dass man das annehmen möchte....

Garfield

Zitat von: Verdimmtnochmal in 27.02.2026 12:13Da fragt man sich schon, wer damit zufrieden sein kann....

Alle die nicht streiken waren und damit die überwältigende Mehrheit.

Ingenieur007

Ich empfehle Gewerkschaftlern, sich ernsthaft mit den Kommentaren (teils auch von unzufriedenen Mitgliedern) zu beschäftigen. Letztlich braucht es die Gewerkschaften. Jedoch braucht es auch Reflexion und Weiterentwicklung derselben. Das ist nicht zu erkennen. Daher wird der Mitgliederschwund anhalten.  Wenn man nicht endlich bereit ist, die eigene Bubble zu verlassen und eine ehrliche Standortbestimmung vorzunehmen. Gerne stehe ich beratend zur Verfügung.

Kaspar

Zitat von: Ingenieur007 in 27.02.2026 12:40Ich empfehle Gewerkschaftlern, sich ernsthaft mit den Kommentaren (teils auch von unzufriedenen Mitgliedern) zu beschäftigen. Letztlich braucht es die Gewerkschaften. Jedoch braucht es auch Reflexion und Weiterentwicklung derselben. Das ist nicht zu erkennen. Daher wird der Mitgliederschwund anhalten.  Wenn man nicht endlich bereit ist, die eigene Bubble zu verlassen und eine ehrliche Standortbestimmung vorzunehmen. Gerne stehe ich beratend zur Verfügung.

Das wird, leider nicht passieren. Die Gewerkschafter vor Ort die sich bemühen, werde von der Spitze leider nicht gehört. Es leider wie in der Politik. Man wundert sich immer wieder, dass man hier die Menschen verliert und eine Kommission gründet, um herauszufinden warum das so ist. Dabei würde ein einfacher Gang in  die nächste Kneipe schon viel zu Tage fördern. Bei den Gewerkschaften würde hier auch mal eine Bundesweite Versammlung sehr gut tun, um mal die Basis zu hören. In Zeiten von online Meetings sollte, so etwas ja möglich sein. Leider bleibt man unreflektiert und macht so weiter, wie bisher.

Meierheim

Zitat von: Verdimmtnochmal in 27.02.2026 12:13Da fragt man sich schon, wer damit zufrieden sein kann, wenn im Gegenzug bei "leeren Kassen im Haushalt " die Bundestagsabgeordneten fast 500 € mehr bekommen. Und nein, nicht auf 27 Monate  ;D
Das wird jährlich erhöht, während man uns sagt , es ist kein Geld da.

Da kann man bei Verdi noch nicht ernsthaft sagen, dass man das annehmen möchte....
Nun, die Bezüge der Bundestagsageordneten richten sich nach der allgemeinen Lohnentwicklung. Das Problem ist, dass die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst seit einigen Jahren deutlich unter den Abschlüssen in der freien Wirtschaft liegen.

highperformer

Zitat von: Meierheim in Heute um 10:04Das Problem ist, dass die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst seit einigen Jahren deutlich unter den Abschlüssen in der freien Wirtschaft liegen.

U. a. dank steigender Ölpreise erwartet man ja jetzt wieder eine höhere Inflation. Der TV-L ist jetzt erst mal so zwei bis drei Jahre fix. Gratulation.

JahrhundertwerkTVÖD

Bei etlichen Verhandlungen im TVÖD und TV-L wurde seitens der AG kommuniziert, es seien völlig utopische und überzogene Forderungen.
Gleichzeitig gönnten sich die Bundestagsabgeordneten ihre jährlichen automatischen Erhöhungen.
Etliche Male habe ich darauf hingewiesen dass Verdi dies doch nutzen soll...... wurde nie aufgenommen.
Solche Steilvorlagen werden ignoriert.
Ganz einfach "Wir möchten unseren Mitgliedern nur dass gönnen, was sich die Bundestagsabgeordnete jährlich selbst als angemessen empfinden und gönnen"