[MV] Besoldungsrunde 2025-2028 Mecklenburg-Vorpommern

Begonnen von IchLiebeBeamtentum, 16.02.2026 15:54

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

IchLiebeBeamtentum

Ist auf eurer Bezügemitteilung für April schon die erste übernommene Tariferhöhung zu sehen?

snracket

Nein. Offensichtlich läuft aber die Verbandsanhörung zur Gesetzesänderung. Der dbb-mv hat auf seiner Seite dazu auch Stellung genommen.

https://www.dbb-mv.de/aktuelles/news/dbb-m-v-gesetzentwurf-bleibt-hinter-verfassungsrechtlichen-anforderungen-zurueck/

In der Vergangenheit war es m.E so, dass erst nach Zugang der Gesetzesvorlage im Landtag zur 1. Lesung eine Abschlagszahlung unter Vorbehalt vom Finanzministerium veranlasst wurde.

IchLiebeBeamtentum

Ich glaube, Politiker des Landes pulen sich ein Ei auf die dbb-mv Mitteilungen. Wie seht ihr das?

Dominic231

Zitat von: IchLiebeBeamtentum in 04.04.2026 15:16Ich glaube, Politiker des Landes pulen sich ein Ei auf die dbb-mv Mitteilungen. Wie seht ihr das?

Auf jeden Fall. Anschließend suchen die einen Juristen, der dann irgendwelche ,,Kann-Bestimmungen" erfindet. Woran sich dann keiner in Landesregierung halten muss. Oder erfinden Beschönigungen, so wie aus Schulden mal ,,Sondervermögen" wurde.😂

IchLiebeBeamtentum

Oder initiieren eine medial gestützte Herzkampagne gegen Beamte.

Altoran

,,Abschließend betont der dbb m-v die anhaltend zentrale Bedeutung einer verfassungsgemäßen Alimentation und spricht sich für stärker harmonisierte Besoldungsstrukturen im norddeutschen Raum aus."

Wie mich die letzte Aussage schon wieder aufregt! Anstatt eine bundesweit konkurrenzfähige Besoldung für MV zu fordern, setzt man auf ,Harmonisierung' – sprich: gemeinsam unteres Mittelmaß organisieren und das niedrige Niveau verlässlich festschreiben. Als gäbe es keinen Süden, Osten, Westen...

RedDearTiger

Zitat von: Altoran in 06.04.2026 19:42,,Abschließend betont der dbb m-v die anhaltend zentrale Bedeutung einer verfassungsgemäßen Alimentation und spricht sich für stärker harmonisierte Besoldungsstrukturen im norddeutschen Raum aus."

Wie mich die letzte Aussage schon wieder aufregt! Anstatt eine bundesweit konkurrenzfähige Besoldung für MV zu fordern, setzt man auf ,Harmonisierung' – sprich: gemeinsam unteres Mittelmaß organisieren und das niedrige Niveau verlässlich festschreiben. Als gäbe es keinen Süden, Osten, Westen...

Deshalb sind sie in MV doch so stinkig auf die Tante aus SH. Die hat alle im Norden in Zugzwang gebracht.

Altoran

Ich kann verstehen, dass das die Finanzminister stört und diese den förderalen Besoldungswettbewerb durch Absprachen untereinander unterbinden wollen. Aber seid wann und wieso fordert der DBB dies? Offenbar gibt es diese ,,Besoldungsharmonisierung" zwischen anderen Ländern nicht und diese besolden, abgesehen vom Saarland, deutlich besser als der Norden. Bisher haben die Besoldungsabsprachen nur Nachteile für die gebracht, deren Interessen der DBB-MV vertreten sollte.

DT65

Der dgb Nord nimmt die nicht verfassungsgemäße Alimentierung der M-V Beamten ebenfalls hin:

https://nord.dgb.de/aktuelles/news/stellungnahme-zum-entwurf-eines-gesetzes-ueber-die-anpassung-von-besoldungs-und-beamtenversorgungsbezuegen-2026-2027-und-2028-und-zur-aenderung-dienstrechtlicher-vorschriften-des-landes-mecklenburg-vorpommern/

Hut ab vorm dem Richterbund M-V, bisher die einzigen die sich wirklich für die Beamten "gerade" gemacht haben...

Mitleser

Mal ne steile These: der Bund hat ja ab 1.4.26 eine neue Besoldungstabelle in den Raum gestellt. Hier sind Erhöhungen um die 500-600 Euro im gD möglich. Gleichzeitig wird der Bund ja nichts verschenken und gerade so die aA sicherstellen wollen/müssen. Sind das dann nicht auch die Zahlen, mit denen die Landesbeamten auch rechnen können? Die Parameter sind ja die gleichen?

rs

@Mitleser
Nein, es sind nicht die selben Parameter.
Der Bund verwendet wohl das Medianäquivalenzeinkommen für das Bundesgebiet. In MV wird das regionale MÄE zum Ansatz kommen. Und dieses ist deutlich geringer.
Es ist zynisch, aber durch das neue BVerfG-Urteil könnte es auf diese Weise mittelfristig wieder ein niedrigeres "Ostgehalt" geben.

Mitleser

OK, aber auch beim Bund gibts ja Beamte, die in MV arbeiten und wohnen...sind diese dann anders besoldet als ihre Kollegen in München? So tief bin ich in den Entwurf noch nicht drin, lese aber fleißig....
Ich habe jetzt auch mal versucht, das Äquivalenzeinkommen von Deutschland und MV zu vergleichen, komme aber auf identische Zahlen...oder ich seh da nicht so richtig durch  ::)

rs

Mir liegen leider nicht die aktuellsten Zahlen vor.
2023 rechnet der Bund im Entwurf aber für sich mit mtl. 2.190 EUR - MV hatte ein MÄE von 1.917 EUR. Also etwa -12%.
Vielen Dank an die Weitsicht des BVerfG. Die frühere Methodik ausgehend vom bundesweit gleichen Bürgergeldniveau war einfach zu viel Gleichmacherei.

Mitleser

wenn ich mir die Tabellen von Sachsen anschaue und unsere, und dann die Haushaltseinkommen dazu (also dass, was ich finden konnte), habe ich noch Hoffnung auf den großen Wurf...der Kollege in Sachsen bekommt bei gleicher Konstellation Stand 1.4.26 bereits 450€/Monat mehr wie ich, und im Entwurf ist hinterlegt, dass, wenns wegen dem BVerfG nicht reicht, noch nachjustiert wird^^

agitator01

Zitat von: Mitleser in 16.04.2026 11:39Mal ne steile These: der Bund hat ja ab 1.4.26 eine neue Besoldungstabelle in den Raum gestellt. Hier sind Erhöhungen um die 500-600 Euro im gD möglich. Gleichzeitig wird der Bund ja nichts verschenken und gerade so die aA sicherstellen wollen/müssen. Sind das dann nicht auch die Zahlen, mit denen die Landesbeamten auch rechnen können? Die Parameter sind ja die gleichen?

Die Steigerungen in der Bundestabelle sind schon wirklich heftig!