Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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Pumpkin76

Zitat von: GoodBye in 09.05.2026 20:30Wer will denn zu den Big Four?! 😂

Übrigens, großes Geheimnis: Bestenauslese gilt auch für den mD und gD. Spannend, wer sich da teilweise so vorstellt.

Vielleicht sollte man da auch mal eine Grenze ziehen z.B. bei 8 Punkten in der Laufbahnprüfung.

Oh nein, ein hD mit verletztem Ego, hat man sowas schon gesehen?  ::)

MaDa

Die Beamten sind auch nur Menschen. Wie bei allen Menschen gibt es viele ganz normale, einige Übererfüller und leider viel zu viele Blender. Ganz normale Verteilung. Über alle Laufbahnen hinweg.

Der Unterschied liegt oft im Ansehen (vgl. Tabellen unten):
Im nachgelagerten Bereich sind mD und gD der weit überwiegende Teil, schmeißen den Laden und sind entsprechend geachtet.
In einigen Ministerien wird der mD und gD wie Fußabtreter behandelt.
Der wenige eD hat es generell oft schwer.

Allgemeingültige Lösung:
Seht zuerst den Menschen vor euch und seid nett zu einander.

Bundeshaushalt 2026 veröffentlicht- Personalhaushalt Planstellen

B         3.395    2%
hD       33.003   16%
gD       83.727   41%
mD       82.750   40%
eD        1.852    1%
alle    204.727   

       obere      nachg.     Gesamt
B    2.247 66%     1.148 34%     3.395
hD  10.400 32%    22.603 68%    33.003
gD   8.226 10%    75.501 90%    83.727
mD   4.400  5%    78.350 95%    82.750
eD     723 39%     1.129 61%     1.852

   obere   
B    2.247      9%
hD    10.400     40%
gD    8.226     32%
mD     4.400      17%
eD       723      3%
Summe   25.996   
      
   nachg.   
B     1.148      1%
hD     22.603     13%
gD    75.501     42%
mD     78.350     44%
eD      1.129      1%
Summe   178.731   


Zealord

Zitat von: MaDa in 09.05.2026 23:12Im nachgelagerten Bereich sind mD und gD der weit überwiegende Teil, schmeißen den Laden und sind entsprechend geachtet.
In einigen Ministerien wird der mD und gD wie Fußabtreter behandelt.
Der wenige eD hat es generell oft schwer.
Ich will mir die etwas scharfe Wortwahl von Dir nicht zu eigen machen, aber im Ergebnis dürfte die unterschiedliche Achtung schlicht an den unterschiedlichen Aufgabenstellungen zwischen Ministerium/OBB und Geschäftsbereichsbehörde liegen.

In der GBB hat man es ja eher mit dem Ableisten von abgrenzbaren und idR wiederkehrenden Aufgaben zu tun. Da kommen die prozessorientierten Fähigkeiten des gD deutlich mehr heraus und der mD kann wegen des klaren Aufgabenfelds auch viel inhaltlich leisten. Diejenigen die im GBB den Prozess sauber aufsetzen können, damit er möglichst gut durchflutscht bei möglichst geringem Fehlerpotential und Personaleinsatz sind dann natürlich zurecht als Superstars angesehen.

Im Ministerium kommen diese Talente erheblich weniger zum Tragen. Stattdessen kommt es auf eine nicht nur aufgaben- sondern häufig rechtsübergreifende Betrachtungsweise und auf das Erstellen von zielorientierten Lösungsansätzen an, die sowohl kreativ (also wirklich neu) sein sollen, als auch gleichzeitig belastbar. Da ist der klassische hDler zumeist besser aufgestellt. Das Profil des minsterialen hDler ist insofern auch doch deutlich anders, als das eines in der GBB. Dort steht Personalführung im Vordergrund.

Insofern ergibt die Verteilung, die Du gepostet hast, auch durchaus Sinn. Was man daraus jetzt für Schlüsse für die amtangemessene Alimentation zieht, sei Mal dahingestellt. Wenn das BMI weniger Not gehabt hätte, wäre vielleicht noch ein cleverer Ansatz rausgekommen. Wenn das Profil von Beamten in GBB und OBB so unterschiedlich ist, hätte man das ja auch in der Tabelle berücksichtigen können. Statt einer einheitlichen A-Besoldung hätte man dann jeweils eine maßgeschneiderte G- und M-Besoldung. Dann könnte man auch die Ministerialzulage streichen. Dazu dann noch die S-Besoldung für Soldaten und L für Lehrer (soweit beim Bund überhaupt relevant, irgendwo wird's wohl welche geben). Dann hätte man als Gesetzgeber übrigens auch ein gutes Argument gehabt, um sich einen neuen Startpunkt für die Indexbetrachtung zu setzen. Schließlich wäre das ein völlig neues System, das sicherlich eine gewisse Abweichung von einer nachgezeichneten A-Indexierung erlauben würde. Begründbar wäre es auch eben wg. der unterschiedlichen Anforderungen, die aktuell gerade nicht(!) berücksichtigt werden.

Alexander79

Zitat von: Zealord in 10.05.2026 00:33Im Ministerium kommen diese Talente erheblich weniger zum Tragen. Stattdessen kommt es auf eine nicht nur aufgaben- sondern häufig rechtsübergreifende Betrachtungsweise und auf das Erstellen von zielorientierten Lösungsansätzen an, die sowohl kreativ (also wirklich neu) sein sollen, als auch gleichzeitig belastbar.
Ich habe die entscheidenden Worte mal hervorgehoben.
Aus Sicht "eines Bürgers" ist der einzige kreative Lösungsansatz welcher von oben kommt.

Wie macht man alles noch komplizierter, das es noch weniger Bürger verstehen und wir noch mehr Personal in Spitzenpositionen brauchen um den Stellenkegel noch weiter aufzupustern.

Man braucht sich ja nur die Stellenverteilung anschauen. Früher gab es gut 1.000 Beamte in der B Besoldung, mittlerweile sind bei rund 4.000 und da obwohl zahlenmäßig der öD eigentlich sinkt.

Ja, gewisse Anforderungen steigen in Gewissen Bereichen und ja, man braucht an in bestimmten Bereichen überproportional mehr, aber ob es in dem Verhältnis sein muss?

Rheini

Lohnt sich dafür nicht ein eigener Thread?

LehrerBW


Rallyementation

Zitat von: LehrerBW in 10.05.2026 09:31In der FAZ ist man der Meinung, dass Karlsruhe das Doppelverdienermodell nicht abräumen wird.

????
"Das Bundesverfassungsgericht ist aber anderer Ansicht: Die Richter haben in der Vergangenheit hervorgehoben, das Alleinverdienerprinzip sei nicht ,,Leitbild der Beamtenbesoldung", sondern ein vom Gesetzgeber frei gewählter Berechnungsansatz."
einwandfrei von Stephan Klenner

wizzard

Sehe ich das richtig, dass es hier keinen Rechner für die Bezüge ab 05/26 gibt, der zwar die 2,8%+ berücksichtigt, aber nicht die Erhöhung, die irgendwann mal kommen soll (oder auch nicht).

Edit: Gefunden

AltStrG

Zitat von: LehrerBW in 10.05.2026 09:31https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/besoldungsreform-kritik-vom-deutschen-beamtenbund-accg-200812810.html

Da liegt die FAZ wie so oft im diesem Thema falsch, da sie entscheidende Passagen des BVerfG-Beschlusses und der (nunmehr) geltenden Rechtsprechung ausblendet.

Man kann den zitierten Satz nicht Singulär betrachten.

kleinerluis

Guten Morgen,

Ich selbst bin auch in einer nachgeordneten Oberen Bundesbehörde. In meiner Dienststelle gibt es
1x hD
~ 80x gD
~ 420 m.D

Allerdings hängt der Vergleich ein wenig und die oberen Zahlen sind in das Tarifgefüge zu übersetzen. Meine Behörde verbeamtet schon seit 2002 grundsätzlich nicht mehr. Ich bin einer von 4 verbreiteten Altlasten.
Wenn ich jetzt im gD. auf meinen Verantwortungsbereich schauen, ich verantworte einen Bereich mit operativer Ergebnisverantwortung und Personalführung für 120 Mitarbeiter. Wenn da ein A16 Beamter der in einem Ministerium sitzt, dort vielleicht als Referatsleiter 8 MA führt und deren Arbeitsergebnisse verantwortet, kostet mich das ein müdes Lächeln. Und ja, ich habe auch schon in einem Ministerium per Abordnung gearbeitet. Über die Arbeitsweise die ich dort erleben musste möchte ich eigentlich nichts sagen, sag würde sich vermutlich nicht gehören.

Rheini

https://www.facebook.com/reel/1310144997720311

Ich bin ergriffen aufgrund der Fürsorge und emphatischen Einfülungsvermögen der CDU in Thüringen, die sich um das Beamtenbild sehr ernsthaft kümmert.

Hach wird mir warm ums Herz ....  :-* .

Dogmatikus

Zitat von: Rheini in 11.05.2026 07:39https://www.facebook.com/reel/1310144997720311

Ich bin ergriffen aufgrund der Fürsorge und emphatischen Einfülungsvermögen der CDU in Thüringen, die sich um das Beamtenbild sehr ernsthaft kümmert.

Hach wird mir warm ums Herz ....  :-* .

Provokante Frage 1 an den Herren von der CDU:
Warum ist es für ein "Miteinander" notwendig, verschiedene Ausgangssituationen gleich zu regeln? Warum gibt es sowohl Angestellte als auch Beamte im öD, wenn es am Besten wäre, diese eh nicht unterschiedlich zu behandeln?

Provokante Frage 2 an den Herren von der CDU:
Wenn man seiner These folgt, dass man Angestellte und Beamte angleichen müsse, warum dann nur in die eine Richtung und nicht in die andere? Warum sollten Angestellte nicht die gleiche Arbeitszeit erhalten? Warum soll der freie Tag und die LFZ gekürzt werden, statt diese beim Angestellten aufzuwerten?

Provokante Frage 3 an den Herren von der CDU:
Wurde über die Idee länger als 5 Sekunden nachgedacht oder klang das einfach nach einem gutem Stimmfang, irgendwas gegen Beamte zu sagen, weil das grad eh wieder gut passt?

Rheini

Ich glaube deine Frage 1 und 2 kann man mit der Beantwortung der Frage zu 3 erklären:

Es wurde mehr über die (positive) Wortwahl als über den Inhalt (im Zweifel gar nicht) nachgedacht, um mehr als die aktuell geschätzten 24% bei der nächsten Landtagswahl zu erreichen.

Blablublu

Kein Problem mir fallen da direkt noch ein paar Punkte ein: Erhöhung der Zurechnungszeit auf 67 und 100 % Anrechnung, 31 Urlaubstage, 39 Stunden, Streikrecht etc...

Blablublu

Nachversicherung mit Betriebsrente, wem von Euch fällt nochwas ein?