Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Warnstreik

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 12:39Ich möchte den Staat überhaupt nicht abschaffen, ich weiß nicht wo du das hernimmst. Ich sehe mich auch nicht als libertär an. Ich habe die Widersprüchlichkeit aufgezeigt, z. B. Verbrauchssteuern zu erhöhen mit zweifelhaften Argumenten (der Gesundheit wegen) aber gleichzeitig Cannabis zu legalisieren, gekrönt mit dem Umstand, dass die gesteigerten Einnahmen gar nicht für das Gesundheitssystem genutzt werden, siehe Zuschuss der Grundsicherungsempfänger.

Dann habe ich dich falsch verstanden, sorry dafür. Hier ist es aber auch eine Sache des Standpunktes: Der Widerspruch ist ja nicht Lenknungssteuer auf eine Droge zur Legalisierung einer anderen, ähnlichen Droge. Der Widerspruch ist die Legalität der einen Droge gegen die Kriminalisierung der anderen. Dieser Widerspruch wurde jetzt aufgelöst.
Steuern sind ansonsten immer zweckungebunden, das weißt du auch. Aus dem Steuertopf wird aber auch das Gesundheitssystem bezuschusst. Und ja, du hast absolut Recht: Es ist eine Schweinerei, dass der Staat die Beiträge für Grundsicherungsempfänger nicht vollumfänglich trägt sondern das den gesetzlich Versicherten aufbürdet. Sollte man dringlich ändern.

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 12:39Du rechtfertigst das mit einem pauschalen ,,das ist alles gesellschaftlicher Konsens". Das ist es aber mitnichten.

Das ist nicht pauschal - und auch das habe ich oben geschrieben. Fakt ist aber, dass alles was ein Staat macht und tut von den gewählten Vertretern beschlossen wurde und wird. Dreht der gesellschaftliche Wind wird sich das ändern - wie etwa bei Milei oder Trump. Ich lehne mich aber mal aus dem Fenster: Sowohl Lenkungssteuern auf Suchtmittel als auch eine gesetzliche Krankenversicherung ohne Bedingungen haben derzeit eine breite gesellschaftliche Akzeptanz.

Zitat von: Hugo Stieglitz in Heute um 12:39Ob der 100-jährige Trend hin zu mehr Freiheit in Deutschland so aussagekräftig ist, lasse ich mal so stehen. Bis 90 lebte ein Drittel der Bevölkerung in einer Diktatur, die auch nur das Beste für die Menschen wollte (,,ich liebe doch alle Menschen"). 😊

So war das doch - vor nunmehr 37 Jahren einer der größten Schritte zur persönlichen Freiheit zumindest für 1/4 der Deutschen. Ich bin mir aber sicher, dass ein Großteil der Bevölkerung heute auch nicht mehr im Westdeutschland der 50iger und 60iger Jahre leben möchte - zumindest nicht wenn sie eine Kostprobe nehmen würden. Aber das ist auch wieder Spekualation.

MoinMoin

Zitat von: Petar T. in Heute um 11:33Im Gesundheitssystem tun wir das aber: BMI 35, Alkohol und starker Raucher? Kein Problem, du zahlst trotzdem nicht mehr, die Gemeinschaft übernimmt das schon.
Ja, leider, weil - wie bei der Vermögenssteuer - es zu einem Verwaltungsungetüm kommen würde.


MoinMoin

Zitat von: Petar T. in Heute um 11:43Worin genau besteht da der systematische und nicht nur graduelle Unterschied?
Die Ethik, dass man einen Kranken nicht sterben lassen will.
Haste keine Krankenversicherung, dann bleib mal auf der Straße mit deinem mit deinem BMI indizierten Infakt liegen, funktioniert leider nicht.

Rowhin

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:47Haste keine Krankenversicherung, dann bleib mal auf der Straße mit deinem mit deinem BMI indizierten Infakt liegen, funktioniert leider nicht.

Man bräuchte dann so einen eindeutigen Indikator, nehmen wir mal ein grünes Armband, das sich mit jedem ungesunden Verhalten zunehmend rot verfärbt...und wer bei Auffinden nicht mindestens noch 30% grün ist, wird gar nicht mehr behandelt.

/s

MoinMoin

Zitat von: Faunus in Heute um 12:32Handwerkerleistungen absetzen zu können als Lenkungssteuer, dass ich welche beauftrage oder das der Steuerzahler/Häuslebauer entlastet wird? Eigentum verpflichtet!
Jipp, absoluter Schwachsinn.
ZitatOb jemand seinen Wohnsitz teurer neben seinem Arbeitsplatz wählt oder günstiger auf dem Land und dafür 50 km zum Arbeitsplatz fährt... das sind persönliche Entscheidungen, die m.M. nach im Steuerrecht nichts zu suchen haben.
Sprich der AN sollen nix absetzen können, was sie an beruflich bedingten Ausgaben haben.
Oder aber der Pauschbetrag, der muss reichen, wer mehr braucht hat selber Schuld.


Aber im Ernst, mein AN seitiger Steuerbogen passt auf DINA4, hab nix aus die KapErträge einzutragen (warum auch immer die noch nicht automatisch komplett von den Banken an die Steuerverwaltung gemeldet werden ist mir ein Rätsel)

Warnstreik

Zitat von: Rowhin in Heute um 13:52Man bräuchte dann so einen eindeutigen Indikator, nehmen wir mal ein grünes Armband, das sich mit jedem ungesunden Verhalten zunehmend rot verfärbt...und wer bei Auffinden nicht mindestens noch 30% grün ist, wird gar nicht mehr behandelt.

/s

Deshalb ist es zum einen einfacher und zum anderen deutlich effektiver das ganze an der Quelle zu besteuern statt am Ende.
Ich habe mich als Jugendlicher oft und gerne berauscht - war nicht weiter problematisch weil Alkohol früher (wie heute auch) leicht verfügbar und sehr günstig ist. Ich habe als Jugendlicher angefangen zu Rauchen auch weil es günstig und leicht verfügbar war. Im Fall von Tabak hat sich das aber rasant verändert - von 4DM/Packung auf mittlerweile 10€, dazu Altersprüfungen bei Abgabe und ziemlich hässliche Bilder auf der Schachtel. Von den 12-17 jährigen haben um das Jahr 2000 noch 28% geraucht. Mittlerweile sind es nur noch 7%. Jetzt die Frage: Ist das eine Bevormundung und Einschränkung der persönlichen Freiheit oder eine gesellschaftlich gute Entwicklung?
Was natürlich super wäre ist, dass solche Steuereinnahmen direkt und ohne Umwege ins Gesundheitssystem fließen. Aber selbst wenn das so direkt nicht passiert haben diese Steuern das Gesundheitssystem schon massiv unterstützt.


Zitat von: Rowhin in Heute um 13:52Handwerkerleistungen absetzen zu können als Lenkungssteuer, dass ich welche beauftrage oder das der Steuerzahler/Häuslebauer entlastet wird? Eigentum verpflichtet!

Das wurde damals eingeführt um das Handwerk zu stärken und vor allem die Schwarzarbeit einzudämmen. Das waren am Ende doch meist die Deals: Ich mach das Schwarz und wir teilen uns die Mehrwertsteuer. Das hat für kleinere Dinge nun nicht mehr gelohnt und für große Dinge ist der Freibetrag zu klein, wo man das aber doch meist offiziell gemacht hat.

Die ganzen beruflichen Ausgaben werden durch den recht hohen Pauschbetrag und auch den nun wegfallenden Posten der Gewerkschaftsbeiträge (die laufen separat) mehr und mehr egal. Die Frage wieso der Pendler seine Fahrkosten und ich meine teure Stadtwohnung nicht ansetzen kann, darf man aber stellen. (aber ein wirkliches Problem habe ich damit auch nicht, meine Zeit ist unbezahlbar)

Faunus

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:54Sprich der AN sollen nix absetzen können, was sie an beruflich bedingten Ausgaben haben.
Oder aber der Pauschbetrag, der muss reichen, wer mehr braucht hat selber Schuld.

Ich denke, die Kilometerpauschale ist eher zur indirekten Subventionierung der Autoindustrie gedacht und die Entlastung des AN eher ein Abfallprodukt, dass sich gut verkaufen lässt oder warum können die höheren Mieten vor Ort nicht genauso abgesetzt werden, wenn man dann keine "Kilometerpauschale" hat, weil man völlig klimaunbelastet zu Fuß in die Arbeit geht?

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:54Aber im Ernst, mein AN seitiger Steuerbogen passt auf DINA4, hab nix aus die KapErträge einzutragen (warum auch immer die noch nicht automatisch komplett von den Banken an die Steuerverwaltung gemeldet werden ist mir ein Rätsel)

Das wundert mich jetzt aber, da Du doch Vermieter von Wohnungen bist oder hatte ich da was falsch verstanden? Und bei eine eigenen Haus gibt es doch auch alle Nase lang was abzusetzten.

Warnstreik

Zitat von: MoinMoin in Heute um 13:54Aber im Ernst, mein AN seitiger Steuerbogen passt auf DINA4, hab nix aus die KapErträge einzutragen (warum auch immer die noch nicht automatisch komplett von den Banken an die Steuerverwaltung gemeldet werden ist mir ein Rätsel)

Diese werden doch an der Quelle besteuert. Wenn du nicht bei ausländischen Banken/Brokern bist und deinen Pauschbetrag halbwegs im Griff hast, hast du bis auf ganz wenige Ausnahmen eh nichts für die KAP.

Faunus

Zitat von: Warnstreik in Heute um 14:25Deshalb ist es zum einen einfacher und zum anderen deutlich effektiver das ganze an der Quelle zu besteuern statt am Ende.
Ich habe mich als Jugendlicher oft und gerne berauscht - war nicht weiter problematisch weil Alkohol früher (wie heute auch) leicht verfügbar und sehr günstig ist. Ich habe als Jugendlicher angefangen zu Rauchen auch weil es günstig und leicht verfügbar war. Im Fall von Tabak hat sich das aber rasant verändert - von 4DM/Packung auf mittlerweile 10€, dazu Altersprüfungen bei Abgabe und ziemlich hässliche Bilder auf der Schachtel. Von den 12-17 jährigen haben um das Jahr 2000 noch 28% geraucht. Mittlerweile sind es nur noch 7%. Jetzt die Frage: Ist das eine Bevormundung und Einschränkung der persönlichen Freiheit oder eine gesellschaftlich gute Entwicklung?
Was natürlich super wäre ist, dass solche Steuereinnahmen direkt und ohne Umwege ins Gesundheitssystem fließen. Aber selbst wenn das so direkt nicht passiert haben diese Steuern das Gesundheitssystem schon massiv unterstützt.


Die Steuereinnahmen bei Tabak, Alkohol und Zucker reichen aber bei weitem nicht aus, um die daraus resultierenden Schäden aufzuwiegen. Was dann aber als nächstes gerne von der Lobby ins Feld geführt wird, sind die Arbeitsplätze. 

Zitat von: Warnstreik in Heute um 14:25Das wurde damals eingeführt um das Handwerk zu stärken und vor allem die Schwarzarbeit einzudämmen. Das waren am Ende doch meist die Deals: Ich mach das Schwarz und wir teilen uns die Mehrwertsteuer. Das hat für kleinere Dinge nun nicht mehr gelohnt und für große Dinge ist der Freibetrag zu klein, wo man das aber doch meist offiziell gemacht hat.

Und jetzt bekommt man nach Wochen/Monaten des Wartens mit viel Betteln mal einen "Handwerker" zu Gesicht ;)


Zitat von: Warnstreik in Heute um 14:25Die Frage wieso der Pendler seine Fahrkosten und ich meine teure Stadtwohnung nicht ansetzen kann, darf man aber stellen. (aber ein wirkliches Problem habe ich damit auch nicht, meine Zeit ist unbezahlbar)

Nein, Probleme bereitet mir das auch nicht, aber die Unsinnigkeit sollte da schon mal aufgezeigt werden.
Was die Politik daraus macht... *schulter zuck*

NelsonMuntz

Zitat von: Warnstreik in Heute um 14:25Die ganzen beruflichen Ausgaben werden durch den recht hohen Pauschbetrag und auch den nun wegfallenden Posten der Gewerkschaftsbeiträge (die laufen separat) mehr und mehr egal. Die Frage wieso der Pendler seine Fahrkosten und ich meine teure Stadtwohnung nicht ansetzen kann, darf man aber stellen. (aber ein wirkliches Problem habe ich damit auch nicht, meine Zeit ist unbezahlbar)

Naja, die Fahrt zur Arbeit ist eben Aufwendung, die im direkten Zusammenhang mit der Beschäftigung steht. Die (teure) Wohnung in der Stadt bietet aber viele weitere, der privaten Lebensgestaltung zuzuordnenden Vorteile: Ob Essen-Gehen, Theater, Einkaufen .... alles direkt vor Ort! Wenn Du also Deine Wohnung absetzen könntest, müsste der Landmensch auch private Fahrten in die Stadt absetzen können ;)

Ich empfehle hier: HomeOffice. Das macht die Wohnungswahl frei und Entfernungspauschale erübrigt sich damit auch. ;)

Warnstreik

Zitat von: Faunus in Heute um 14:47Die Steuereinnahmen bei Tabak, Alkohol und Zucker reichen aber bei weitem nicht aus, um die daraus resultierenden Schäden aufzuwiegen. Was dann aber als nächstes gerne von der Lobby ins Feld geführt wird, sind die Arbeitsplätze. 

Das soll es auch nicht und wird es auch nie - aber den Raucheranteil unter Kindern- und Jugendlichen hat sie (zumindest zeim Teil) von 28% auf 7% gedrückt. Das ist doch (auch monetär) viel mehr wert als zu versuchen die Behandlungskosten aufzurechnen.


Zitat von: Faunus in Heute um 14:47Nein, Probleme bereitet mir das auch nicht, aber die Unsinnigkeit sollte da schon mal aufgezeigt werden.
Was die Politik daraus macht... *schulter zuck*

Hängt wahrscheinlich direkt an der Prämisse, dass man direkte Kosten für eine Tätigkeit irgendwie absetzen können muss. Nebeneffekt ist aber zumindest, dass es die Städte ein wenig entlastet und gleichzeitig das Umland stärkt.


Zitat von: NelsonMuntzNaja, die Fahrt zur Arbeit ist eben Aufwendung, die im direkten Zusammenhang mit der Beschäftigung steht. Die (teure) Wohnung in der Stadt bietet aber viele weitere, der privaten Lebensgestaltung zuzuordnenden Vorteile: Ob Essen-Gehen, Theater, Einkaufen .... alles direkt vor Ort! Wenn Du also Deine Wohnung absetzen könntest, müsste der Landmensch auch private Fahrten in die Stadt absetzen können ;)

Blickpunktwechsel: Es wird ein schönes Wohndomizil im Grünen, ruhigen mit viel Patz "subventioniert". Weil der sich entschieden hat dort zu wohnen wo es schön, ruhig und lebenswert ist, bekommt er die Pauschale. Müsste ich denn die Familienfahrten ins Grüne nicht auch ansetzen können? ;-)   Naja, klar ein wenig zum Schmunzeln, aber es ist eben eine andere Sicht auf die Dinge. Ich finde es gut gelöst wie es ist - vor allem weil die Pendlerpauschale eben nicht ans Auto gebunden ist UND die Höhe so gewählt ist, dass es sich nicht lohnt weiter wegzuzuiehen weil die Rückerstattung die Kosten eben bei weitem nicht reinholt sondern nur ein wenig mindert.

Um das Arguemtn von oben mal aufzugreifen (wir machen ja eh einen Rundumschlag): Die echte Subvention an die deutsche Automobilindustrie ist das Dienstwagenprivileg.

Faunus

Zitat von: Warnstreik in Heute um 15:18Um das Arguemtn von oben mal aufzugreifen (wir machen ja eh einen Rundumschlag): Die echte Subvention an die deutsche Automobilindustrie ist das Dienstwagenprivileg.

Jetzt läuft meine Galle über ;)

Faunus

Aber ernsthaft: ich bin schon der Meinung, dass unsere Gesellschaft wieder ein Stück des Weges zu mehr Eigenverantwortung zurück gehen muss. Mein Eindruck ist schon ein wenig, dass zu viele bei auftauchenden Problemen inzw. mehr mit dem Abgrasen der ganzen Gemeinschaftstöpfe beschäftigen sind, als mit der Frage, wie sie sich selbst aus dem Schlamassel helfen können.

Warnstreik

Zitat von: Faunus in Heute um 15:43Aber ernsthaft: ich bin schon der Meinung, dass unsere Gesellschaft wieder ein Stück des Weges zu mehr Eigenverantwortung zurück gehen muss. Mein Eindruck ist schon ein wenig, dass zu viele bei auftauchenden Problemen inzw. mehr mit dem Abgrasen der ganzen Gemeinschaftstöpfe beschäftigen sind, als mit der Frage, wie sie sich selbst aus dem Schlamassel helfen können.

Da bin ich absolut bei dir - gerade bei der Altersvorsorge geht das recht problemlos wenn man politisch die Weichenstellungen gut setzt.

Das gilt aber auch für das Gejammer der deutschen Industrie. Da ist Gott und die Welt schuld - nicht aber die eigenen Fehlentscheidungen. Das gilt im Besonderen für unsere Automobil- und Chemieindustrie. Die Gesellschaft im Ganzen (Arbeitnehmer, Beamte, Politik und Industrie) muss sich mal schütteln um wieder frischen Wind unter die Flügel zu bekommen.

Hugo Stieglitz

Zitat von: Warnstreik in Heute um 12:59Der Widerspruch ist ja nicht Lenknungssteuer auf eine Droge zur Legalisierung einer anderen, ähnlichen Droge. Der Widerspruch ist die Legalität der einen Droge gegen die Kriminalisierung der anderen. Dieser Widerspruch wurde jetzt aufgelöst.
Steuern sind ansonsten immer zweckungebunden, das weißt du auch. Aus dem Steuertopf wird aber auch das Gesundheitssystem bezuschusst. Und ja, du hast absolut Recht: Es ist eine Schweinerei, dass der Staat die Beiträge für Grundsicherungsempfänger nicht vollumfänglich trägt sondern das den gesetzlich Versicherten aufbürdet. Sollte man dringlich ändern.

Das sehe ich anders. Der Zweck der Lenkung ist doch die Gesunderhaltung des GKV-Volkskörpers (pun intended) durch Verzicht auf gesundheitsschädliches Verhalten. Gleichzeitig gesundheitsschädliches Verhalten zu fördern, indem man Cannabis legalisiert ist ein massiver Widerspruch. Dass man vor der normativen Kraft des Faktischen kapituliert ist da ein schwacher Trost. Hieße, wenn die Leute anfangen den Alkohol schwarz zu brennen, weil er zu teuer wird, senken wir die Steuer um zu entkriminalisieren?
Zitat von: Warnstreik in Heute um 12:59Fakt ist aber, dass alles was ein Staat macht und tut von den gewählten Vertretern beschlossen wurde und wird. Dreht der gesellschaftliche Wind wird sich das ändern - wie etwa bei Milei oder Trump. Ich lehne mich aber mal aus dem Fenster: Sowohl Lenkungssteuern auf Suchtmittel als auch eine gesetzliche Krankenversicherung ohne Bedingungen haben derzeit eine breite gesellschaftliche Akzeptanz.
Ich für meinen Teil möchte weder die Lenkungssteuern abschaffen noch die GKV. Erhöhen muss man Erstere aber auch nicht.
Fakt ist auch, dass die Mehrheitsverhältnisse sich gerade ändern. Das wird nicht von allen als etwas Gutes empfunden. Ein Grund könnte ja genau das sein, was wir gerade besprechen. Dazu müsste man seine Kunden kennen. Meine These: Wenn wir den Lebensstil, den eine Mehrheit oder zumindest sehr große Zahl an Menschen attraktiv findet (z. B. Einfamilienhaus im Grünen, Fleisch, Auto, Urlaub, Bier) immer weiter verteuern (Einschränkung von Freiheit), dann wird genau das passieren, was Du beschrieben hast, gewählte Vertreter werden Beschlüsse fassen. Mit diesen Beschlüssen werden dann auch liebgewonnene Errungenschaften über Board gehen.
Daher wäre es doch ein kleiner Preis sich als Staat von aus den Tellern und Kellern der Menschen zu halten und anstelle die wenigen Dinge zu identifizieren, die zu preiswert sind, sich um die Dinge zu kümmern, die zu teuer sind. Wenn die Akzeptanz für Lenkungssteuern auf Suchtmittel hoch ist, können wir auf die Lenkungssteuern CO2, Zucker und Plastik doch verzichten, oder?