Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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Rheini

Ob Bärbel noch lange was zu sagen hat?

Finanzer

Zitat von: Rheini in 21.06.2026 07:40Deshalb warte ich erstmal ab, ob es so kommt wie Du meinst und erst dann kann ich entscheiden, ob ich z. B. die vorgeschlagenen Reformen, gut finde.

Ich finde in dieser Situation, müssen ALLE bereit sein, was dazuzugeben.

Und ich denke, das vor allem dort abgeschöpft werden muss, wo die letzten Jahrzehnte das Geld hingeflossen ist. So lange die Körperschaftssteuersenkung bestehen bleibt, meint es diese Regierung nicht ernst.

Wurstbürger

Tagesschau sagt etwas anderes:
https://www.tagesschau.de/inland/rentenkommission-renteneintrittsalter-fonds-100.html

ZitatGrundsätzlich schlägt die Kommission vor, dass mehr Menschen ins System einzahlen sollen. Dafür sollen mittel- und langfristig Selbstständige, Beamte und Abgeordnete ins gesetzliche Rentensystem einzahlen. Das soll für alle, die neu in diese Berufsgruppen kommen, verpflichtend gelten.

Ausgenommen sind Berufsgruppen, die eigene Versorgungswerke haben. Bei Beamten könnte das aber länger dauern als bei Selbstständigen. In einer Übergangsphase sollen aber die Beamtenpensionen näher an das Rentensystem herangeführt werden. Zum Beispiel könnte sich die Höhe der Pension an längeren Bezugszeiten als bisher orientieren. Dann wäre nicht mehr das Gehalt am Berufsende alleine ausschlaggebend für die Höhe der Pension.

Also nur für neue Beamte? Das wäre (als jemand der selbst in zwei Jahren verbeamtet werden soll) mega ekliges Verhalten.

Rheini

Noch spannender finde ich dass nicht mehr das letzte Amt zählen soll.

Gilt die lebenslange AMTSangemessene Alimentation nicht mehr oder wieder nur ein Schreckensgespenst ohne Blick ins GG?

Ozymandias

Zitat von: Finanzer in 21.06.2026 08:34Und ich denke, das vor allem dort abgeschöpft werden muss, wo die letzten Jahrzehnte das Geld hingeflossen ist. So lange die Körperschaftssteuersenkung bestehen bleibt, meint es diese Regierung nicht ernst.

Der Staat hat ein gigantisches Ausgabenproblem bei mittlerweile knapp 50% Staatsquote und läuft wegen sehr schlechter Politik fast absichtlich in jedes teure Fettnäppchen. Wer meint, dass mehr Körperschaftsteuer oder Erbschaftsteuer auch nur irgendwas besser machen, der muss sich einfach nur anschauen wie 500 Milliarden Sondervermögen euer Leben verbessern. Nämlich so ziemlich gar nicht. Die Zinslast dafür wird aber bald deutlich zuschlagen.


Mig82

Zitat von: Alexander79 in 21.06.2026 06:19Was soll daran spannend werden?

Weil es Auswirkungen auf die Anzahl der Beamten und Berufssoldaten haben wird. Weil ggf. die Pension anders festgesetzt wird und weil ich gerade sehr viele Kolleginnen und Kollegen habe, die mit 63 in Rente gegangen sind und bereits Löcher verursacht haben, welche wir nicht mehr gestopft bekommen. Es finden sich nicht mehr genügend neue Mitarbeitende und auch innerhalb des Geschäftsbereiches nimmt der Kampf um die immer weniger werdenden Köpfe zu.

NvB

Zitat von: Rheini in 21.06.2026 09:03Noch spannender finde ich dass nicht mehr das letzte Amt zählen soll.

Gilt die lebenslange AMTSangemessene Alimentation nicht mehr oder wieder nur ein Schreckensgespenst ohne Blick ins GG?

Wir werden doch eh dahin kommen, dass wir zwischen jeder Beförderungen bald 15+ Jahre Stehzeit haben werden. Ich denke im gD. wird man sich daran gewöhnen müssen sogar mit A9 in Pension zu gehen.

Finanzer

Zitat von: Ozymandias in 21.06.2026 09:14Der Staat hat ein gigantisches Ausgabenproblem bei mittlerweile knapp 50% Staatsquote und läuft wegen sehr schlechter Politik fast absichtlich in jedes teure Fettnäppchen. Wer meint, dass mehr Körperschaftsteuer oder Erbschaftsteuer auch nur irgendwas besser machen, der muss sich einfach nur anschauen wie 500 Milliarden Sondervermögen euer Leben verbessern. Nämlich so ziemlich gar nicht. Die Zinslast dafür wird aber bald deutlich zuschlagen.

Wirtschaftswachstum schaffen, dann sinkt auch die Staatsqoute :-)

Geld fehlt überall,  da es falsch verteilt wird.

Aber wenn ja eh schon genug Geld da ist,  dann brauchen wir ja z.B. auch nicht die 100 Milliarden Steuerhinterziehung pro Jahr zu verfolgen.

Unknown

Macht bitte einen neuen Thread auf, wenn ihr über die Empfehlungen der Rentenkommission diskutieren wollt.

Danke

Michel68

Zitat von: NvB in 21.06.2026 09:48Wir werden doch eh dahin kommen, dass wir zwischen jeder Beförderungen bald 15+ Jahre Stehzeit haben werden. Ich denke im gD. wird man sich daran gewöhnen müssen sogar mit A9 in Pension zu gehen.

Seit der Teilprivatisierung der Deutschen Bundesbahn , hat man den Restbestand an Beamten am langen Arm Verhungern lassen . Beförderung vom A8 zum A9 gute 20 Jahre . Den Z erreichen die restlichen Beamten gar nicht mehr , da er kein offizielles Beförderungsamt ist . Sollte doch mal ein Z vergeben werden , dann erst kurz bevor der MA in den Ruhestand geht .

Verfassungsmäßige

Zitat von: Michel68 in 21.06.2026 14:06Seit der Teilprivatisierung der Deutschen Bundesbahn , hat man den Restbestand an Beamten am langen Arm Verhungern lassen . Beförderung vom A8 zum A9 gute 20 Jahre . Den Z erreichen die restlichen Beamten gar nicht mehr , da er kein offizielles Beförderungsamt ist . Sollte doch mal ein Z vergeben werden , dann erst kurz bevor der MA in den Ruhestand geht .

Du beschreibst genau den Zustand der Hamburger Steuerverwaltung

GeBeamter

Zitat von: Rheini in 21.06.2026 07:40Ich finde in dieser Situation, müssen ALLE bereit sein, was dazuzugeben.

Und genau dieser Punkt, so richtig er ist, macht mir wenig Hoffnung, dass sich für uns Beamte etwas zum besseren kehrt.
Auf dem Ticket wird die Politik nur allzu gerne den Beamten Zumutungen angedeien lassen, bspw. keine verfassungskonforme Umsetzung der Besoldungsnovelle. Damit haben die Beamten dann aber gleich doppelt "gegeben". Sie wurden in wirtschaftlich besseren Zeiten zu gering bezahlt und nun in den wirtschaftlich schwächeren Zeiten passt die gebotene Anpassung nicht in das gesellschaftliche Gesamtbild.

Schneewitchen

In wirtschaftlich guten Zeiten: Besoldungserhöhungen? - Große Sprünge gibt die Kassenlage nicht her. Das gewährte Almosen geht schon an die Schmerzgrenze dessen, was möglich ist.

In wirtschaftlich schlechten Zeiten:Große Sprünge gibt die Kassenlage nicht her. Das gewährte Almosen geht schon an die Schmerzgrenze dessen, was möglich ist.

Das war schon immer so und wird sich auch nie ändern.

Ich frage mich, ob ich nicht in der Höhe der Differenz zwischen dem, was man mir gewährt und dem, was mir zusteht, eine Spendenquittung einfordern soll.....!?

jrs

Zitat von: Finanzer in 21.06.2026 08:34Und ich denke, das vor allem dort abgeschöpft werden muss, wo die letzten Jahrzehnte das Geld hingeflossen ist. So lange die Körperschaftssteuersenkung bestehen bleibt, meint es diese Regierung nicht ernst.

Kann die Aussage nicht so ganz nachvollziehen und wäre daher für eine Erläuterung der Aussage dankbar.

Meines Wissens:

15% KSt + 5,5% Soli, ergibt rechnerisch 15,825%
zzgl. Gewerbesteuer (bei Körperschaften nicht anrechenbar) ergibt sich
bei der Gesellschaft eine Gesamtbelastung von rund 30%.

Schüttet sich der Gesellschafter dann noch Gewinne aus kommt grundsätzlich
noch einmal eine Steuerbelastung von 26,38% (KSt u. Soli) hinzu.

Zudem zahlt der Gesellschafter/ Geschäftsführer aus seine monatlichen Bezüge
noch ganz normal ESt nach Tabelle.

Den internationalen Vergleich der Steuerbelastung sollte man sich in diesem Zusammenhang
einmal anschauen.

Vielleicht habe ich ja aber etwas nicht richtig verstanden.

Deshalb meine Bitte um Erläuterung.

Rheini

Zitat von: jrs in 21.06.2026 16:16Kann die Aussage nicht so ganz nachvollziehen und wäre daher für eine Erläuterung der Aussage dankbar.

Meines Wissens:

15% KSt + 5,5% Soli, ergibt rechnerisch 15,825%
zzgl. Gewerbesteuer (bei Körperschaften nicht anrechenbar) ergibt sich
bei der Gesellschaft eine Gesamtbelastung von rund 30%.

Schüttet sich der Gesellschafter dann noch Gewinne aus kommt grundsätzlich
noch einmal eine Steuerbelastung von 26,38% (KSt u. Soli) hinzu.

Zudem zahlt der Gesellschafter/ Geschäftsführer aus seine monatlichen Bezüge
noch ganz normal ESt nach Tabelle.

Den internationalen Vergleich der Steuerbelastung sollte man sich in diesem Zusammenhang
einmal anschauen.

Vielleicht habe ich ja aber etwas nicht richtig verstanden.

Deshalb meine Bitte um Erläuterung.


Da gebe ich Dir recht. Um zu wissen ob in D eine höhere Steuerbelastung ist, reicht es nicht eine Steuer isoliert im europäischen Massstab zu vergleichen, sondern man müsste alle Steuern betrachten.

Den was ist es für eine Aussage am Ende z. B. zu wissen das die Körperschaftsteuer in D höher als in Europa und nicht festzustellen, dass andere Steuern in D noch viel höher sind als in Europa.

Z. B. sagt Google das Deutschland bei der Steuer- und Abgabenlast des Arbeitseinkommens, auf Platz 2 hinter Belgien liegt.