[HH] Besoldungsrunde 2025-2028 Hamburg

Begonnen von Admin, 10.06.2026 15:22

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Verfassungsmäßige

Bürgergeld auch immer attraktiver, viel viel weniger als der mD haben die auch nicht.

Wirst nur drangsaliert. Wenn man krank im Dienst wird 12•30 Uhr wegen Durchfall als Beispiel. Wie läuft das dann mit AU holen für den Tag?

Schneewitchen

Zitat von: Verfassungsmäßige in 02.07.2026 17:30Bürgergeld auch immer attraktiver, viel viel weniger als der mD haben die auch nicht.

Wirst nur drangsaliert. Wenn man krank im Dienst wird 12•30 Uhr wegen Durchfall als Beispiel. Wie läuft das dann mit AU holen für den Tag?

Also mein Hausarzt schreibt mich in der Regel auch zwei Tage rückwirkend krank. Da hat es noch nie Probleme gegeben.
Deus hic finitur

Schneewitchen

Allerdings sehe ich das gerade bei Durchfallerkrankungen ohne Rückwikung der Krankschreibung kritisch. Wenn man quasi nicht von der Toilette runter kommt, wie will man da zum Arzt...?
Deus hic finitur

Rallyementation

Bibliotheken sollen Sonntags öffnen... welche Arztpraxis macht denn z.B. für die Bibliotheksbeamten auch Sonntags auf? Wehe, wenn der Beamte einen Hausarzt auch auf privater Ebene kennt, der sonntags seine Dienstunfähigkeit feststellt, ... werde die unrichtige Ausstellung einer AU-Bescheinigung nach Paragraf 278 des Strafgesetzbuches stärker bestraft ...

StempelProfi

Der AG kann von der neuen Regelung abweichen und weiter erst ab Tag 4 eine Krankschreibung verlangen.

Wo ist das eigentlich aktuell für hamburger Beamten geregelt? Nur über das EntgFG?

Rallyementation

Zitat von: StempelProfi in 02.07.2026 18:29Der AG kann von der neuen Regelung abweichen und weiter erst ab Tag 4 eine Krankschreibung verlangen.
...

... und schaut bei den späteren Bezug von Krankengeld (Angestellter) in die Röhre, da dort die lückenlose Krankschreibung entgegen einer AG-Regelung verlangt wird?

(gehöriger Off-topic drift)

SantaClaus

Zitat von: Verwaltungsgedöns in 02.07.2026 16:52Da bin ich mir nicht so sicher. Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten bringen wir bei jedem Besuch Geld in die Praxis. Wir können für den gesamten Zeitraum angerechnet werden. Wenn die Quote bei den Gesetzlichen erfüllt ist, dann behandeln die Ärzte kostenlos. Ist doch so, oder?

Grundsätzlich verdienen die Praxen an Privaten mehr, aber keiner hat Lust auf unnötige Mehrarbeit inkl. Bürokratie, denke ich. Ich erinnere mich auch noch an die 10€ pro Quartal, hat die Wirkung damals auch verfehlt. Daher glaube ich, dass der Krankenstand an sich tatsächlich runtergehen könnte, die Krankentage aber ansteigen werden.

SantaClaus

Zitat von: Verfassungsmäßige in 02.07.2026 17:30Bürgergeld auch immer attraktiver, viel viel weniger als der mD haben die auch nicht.

Wirst nur drangsaliert. Wenn man krank im Dienst wird 12•30 Uhr wegen Durchfall als Beispiel. Wie läuft das dann mit AU holen für den Tag?

Diesen Monat gibt es in Hamburg für den A6/1er 2,20€/h brutto mehr als Mindestlohn. Was Qualifizierung und Wertschätzung dem Dressel doch wert sind. Schmackhaft.

Schneewitchen

Zitat von: SantaClaus in 02.07.2026 18:39Diesen Monat gibt es in Hamburg für den A6/1er 2,20€/h brutto mehr als Mindestlohn. Was Qualifizierung und Wertschätzung dem Dressel doch wert sind. Schmackhaft.

Der Herr Dressel ist halt ein Sparfuchs, der sich seine Sparereien bei Entenleberpastete und Schampus einfallen lässt.🤷
Deus hic finitur

Warnstreik

Zitat von: Verfassungsmäßige in 02.07.2026 17:30Bürgergeld auch immer attraktiver, viel viel weniger als der mD haben die auch nicht.

Na dann auf ins Glück! Scheint ja echt das Feld der Glückseligen zu sein diese Grundsicherung (Bürgergeld gibts nicht mehr). Vielleicht findest du sogar einen der direkt tauschen würde - da bin ich mir sogar recht sicher.

Verfassungsmäßige

Wie lange soll das denn jetzt noch dauern bis die 2,8 Prozent ausgezahlt werden?

Verfassungsmäßige

Zitat von: Warnstreik in 03.07.2026 14:09Na dann auf ins Glück! Scheint ja echt das Feld der Glückseligen zu sein diese Grundsicherung (Bürgergeld gibts nicht mehr). Vielleicht findest du sogar einen der direkt tauschen würde - da bin ich mir sogar recht sicher.

Ich kennzeichne das nächstes mal entsprechend, dass es ironisch gemeint war. Mein Fehler

hyuggt

Zitat von: Verfassungsmäßige in 03.07.2026 14:25Wie lange soll das denn jetzt noch dauern bis die 2,8 Prozent ausgezahlt werden?
Normal case: mit den Novemberbezügen

Paterlexx

Zitat von: tomhsv in 02.07.2026 15:35Krankmeldung ab 1. Tag beschlossen. Bin mir sicher, Hamburg wird das auf Landesebene als erster einführen.

Somit ist die Drohung der Beamtenschaft, bezüglich steigender Fehlzeiten aufgrund der 41 Stunden und mieser Besoldung auch vom Tisch.

Das war alles von langer Hand geplant. Alles scheibchenweise und die Absenkung des Ruhegehaltsatz wird auch noch kommen.
?

Ich denke der Arzt zieht eher die 5 Tage bei allem durch, er hat ja eine Verantwortung. Das wird richtig übel.

AltStrG

https://www.tagesspiegel.de/potsdam/brandenburg/nach-gehaltsbooster-fur-beamte-lockruf-aus-brandenburg-gegen-lehrermangel-15791707.html

Zitat:
In Brandenburg fehlen Lehrer wie nie zuvor. Kann mit der neuen Top-Besoldung für Beamte nun verstärkt Lehrkräfte aus Berlin und anderen Ländern locken?

Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) sieht mit der neuen Top-Besoldung für Beamte im Land nach dem Karlsruhe-Urteil eine Chance, stärker als bisher Lehrkräfte aus anderen Regionen Deutschlands für die Mark zu gewinnen. ,,Jeder Lehrer, der sich bewirbt, ist in Brandenburg willkommen", sagte Hoffmann dem Tagesspiegel. Brandenburg sucht händeringend Pädagogen.

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält diesen positiven Nebeneffekt der aktuellen Gehaltssprünge für verbeamtete Lehrer im Land für möglich. Die müssen sich allerdings auf Versetzungen an Schulen mit Lehrermangel einstellen, was bisher kaum praktiziert wurde.

Hoffmann hatte zuletzt offenbart, dass der historische Lehrermangel in einigen Regionen den Basisunterricht an Schulen gefährdet, was bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Aktuell sind über 700 Lehrer-Stellen unbesetzt. Doch ab Dezember 2026 zahlt das Land seinen Beamten als Konsequenz aus dem Karlsruhe-Urteil deutlich mehr Geld, was den Job auch im Vergleich zum Nachbarland Berlin attraktiver macht.

Zwar fehlen deutschlandweit Pädagogen, doch nach Worten Hoffmanns beginnt sich die Lage in einigen Regionen der Bundesrepublik zu entschärfen. ,,Inzwischen gibt es erste Bundesländer, in denen nicht mehr alle Referendare eingestellt werden", sagte Hoffmann. Und für Bewerbungsentscheidungen sei die Bezahlung schon ,,ein gewichtiges Argument".

Er wies darauf hin, dass die Anpassung der Besoldung zwar bundesweit kommen wird, ,,sich im Osten stärker niederschlägt als im Westen". Es bleibe bei einer Prämisse. Wer nach Brandenburg kommen wolle, müsse auch die Bereitschaft mitbringen, beim Dienstort flexibel zu sein. ,,Lehrer werden in allen Regionen Brandenburgs gebraucht. In Potsdam gibt es keinen Lehrermangel."

Bis zu 1400 Euro mehr monatlich
Wie berichtet, erhöht Brandenburg als erstes Bundesland als Konsequenz aus dem Karlsruher Beamten-Urteil weitreichend die Grundbesoldung der 30 000 Beamten rückwirkend zum 1.1.2026 deutlich nach oben, was bei den rund 16 000 verbeamteten Pädagogen Sprünge von bis zu 1400 Euro pro Monat mehr ausmacht. Auch für die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) gewinnt das Land dadurch an Attraktivität im Ringen um Pädagogen.

,,Ein Beamter hat die Pflicht, dort seinen Dienst zu tun, wo es notwendig ist, wo es brennt. Das gilt für Lehrer wie für Polizisten oder Feuerwehrleute."

Bislang seien Lehrkräfte in Brandenburg mit Eingruppierungen und schlechteren Beförderungsmöglichkeiten eher benachteiligt gewesen, sagte GEW-Landeschef Günther Fuchs dem Tagesspiegel. ,,Jetzt haben wir Waffengleichheit. Das kann schon Effekte haben, etwa in den Grenzregionen zu Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern, aber auch mit Blick auf Berlin." Schließlich gebe es nicht wenige Lehrkräfte mit Wohnorten in Brandenburg, die an Berliner Schulen tätig seien. Allerdings werde der mögliche Nebeneffekt des Besoldungssprungs frühestens mit dem zweiten Halbjahr 2026/2027 wirken. ,,Da muss man realistisch sein."

Als Plus für die Lehrkräfte-Gewinnung kommt hinzu, dass Lehrkräfte von der Einführung der allgemeinen 41-Stunden-Woche für Beamte im Land nicht unmittelbar betroffen sind, die mit dem Besoldungsbooster verbunden wird. Denn die für sie relevante Pflichtstundenzahl im Unterricht vor Klassen, die gegen massive Proteste im Februar um eine Stunde auf 28 Wochenstunden erhöht worden war, wird laut Hoffmann ,,jetzt nicht erneut erhöht."

Zudem gibt es einen von der GEW durchgesetzten Lehrer-Bonus in der Vereinbarung, der bislang nicht registriert wurde: ,,Die Mehrstunde für Lehrer fällt im Jahr 2032 wieder weg. Diese Arbeitszeiterhöhung wird zurückgenommen. Das ist schon eine Sensation", sagte Fuchs. Die Besoldung bleibe.

Hintergrund ist, dass die Einführung der 41-Stunden-Woche für alle Beamten nach der Vereinbarung für die Zeit von März 2027 bis Juli 2032 befristet wird. Danach arbeiten Brandenburgs Beamte mit höherer Besoldung dann wie bisher wieder 40 Stunden, die Lehrer allerdings wie vor dem 1.2.2026, also vor der Erhöhung der Pflichtstundenzahl.

Für Brandenburgs Schulen hat der Besoldungssprung gravierende negative Wirkungen. Das bisherige Gefälle bei der Bezahlung von Beamten im Vergleich zu den angestellten Lehrern und auch den schlecht bezahlten Seiteneinsteigern wird mit den jetzigen Sprüngen extrem. ,,Man kann davon ausgehen, dass Angestellte rund tausend Euro netto weniger bekommen als verbeamtete Kollegen", sagt Fuchs. Dabei gebe es den Grundsatz ,,gleicher Lohn für gleiche Arbeit". Die Verärgerung bei den Angestellten ist groß.

Und Dagmar Heinisch-Weiser, Hauptpersonalratsvorsitzende im Bildungsministerium für die insgesamt 25 000 Lehrkräfte und sonstigen Schulangestellten, warnt: ,,Das belastet den Schulfrieden." Seit Bekanntwerden der Besoldungsbeschlüsse am Mittwoch bekomme sie deshalb Mails und Anrufe. Es drohe eine ,,furchtbare Neiddebatte" in den Schulen.

,,Trotzdem darf man kein Beamten-Bashing machen", mahnt Heinisch-Weiser. Denn nicht die Beamtinnen und Beamten, sondern allein das Land habe es verschuldet, dass über Jahrzehnte die Besoldung bis zur höchstrichterlichen Entscheidung nicht angepasst wurde, obwohl das Problem bekannt gewesen sei. ,,Nicht die Beamten haben das zu verantworten." Die GEW und auch der Hauptpersonalrat für die Lehrkräfte sehen das Land nun in Zugzwang, auch die Vergütung bei den Angestellten nachzubessern. ,,Es werden harte Tarifverhandlungen", sagt Fuchs.

Trotz Milliarden-Plus für Beamte Rechnungshof billigt Vorgehen Brandenburgs
Auf der anderen Seite, da sind sich Minister, Gewerkschaft und Hauptpersonalrat einig, folgt aus dem Beamtenstatus auch, sich bei Notwendigkeit versetzen zu lassen. Dies will Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU) praktizieren, um Basisunterricht an Schulen abzusichern. ,,Ein Beamter geht dorthin, wo er gebraucht wird", sagt auch GEW-Chef Günther Fuchs. ,,Man kann versetzen, auch über Kettenversetzungen und Staffelungen. Entscheidend ist: Die Auswahl darf aber keine Willkür sein."

Dies sei bislang manchmal der Fall gewesen. Und Heinisch-Weiser sagt das so: ,,Ein Beamter hat die Pflicht, dort seinen Dienst zu tun, wo es notwendig ist, wo es brennt. Das gilt für Lehrer wie für Polizisten oder Feuerwehrleute."